Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1859)
- Date
- 1859-10-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. IN Anspruch nehmender Bau die Emweihung besonders verzögert hat. iß nunmehr aufgestellt und bewährt sich als ein ganz vorzügliches Meisterwerk ihres berühmten Erbauers Walter zu Ludwigsburg. — H A«S Württemberg. Herr Isaak Entmann zu Oberudors, üb» dessen Stiftung ^-^I N^N das Febrnarheft d. I. auf Sem SS — 61 und der „Freitagabend" No. 14 auf S. 223, Berich: erstattet haben^ hat am Sabbath D den ersten Grund zu einer wertvollen Bibliothek für dieses Institut gelegt, indem er vr- Philipps on's israelitisches Bibel wer? im Prachtbaud öctm Aufrufen zur Thora zu Ehren seiner jüngsten Tochter dieser Stiftung zum Eigenthum vermachte. Auf der Ehrentafel find jetzt seine 8 Kinder mit Stiftungs-Beiträgen ver- ' zeichnet, und find ferner Vermächtnisse eingelaufen von den Herren Moses Monheimer, H. Oberdörfer und Hesekiel Frankfurter, deren Namen eingetragen worden find. Das erfreuliche Ergebniß der jüngsten ersten Semestral-Prüfnng hat dem Fkeiße des Lehrers Löwenstein allgemeine Zufriedenheit der Eltern erworben, deren Knaben diesen Unterricht in nebst Commentarien genießen, und die Gemeindegenossen zu Spenden für diese Anstalt ermuntert, so daß bis heute schon das Stiftungscapital von den anfänglichen 755 auf c». Z200 st. angewachsen ist. Ohne Zweifel werden in nicht gar ferner Zeit mit dem Wachsthum der Milkt auch Lehrstoff und Lehrkräfte sich ausdehnen. Ich werde mir das Vergnüge» Machen, Ihnen von Zeit zu Zeit über diese Stiftung Bericht zn erstatten Ihr ergebener I. LLwenflein, Lehrer L Borsgr. Cassel, 6. September 1859. Meine Aufforderung zur Gründung eines Vereines und Fond für israel. Lehrer-Wittwen und Waisen fiel m eine ungünstige Zeit» hatte verhältnismäßig aber doch einen günstigen Erfolg uud wird hoffentlich mir bald Anlaß gegeben sein. Näheres hierüber zu veröffentlichen. Für heute will ich nun unserer Lehrer-Bildungs-Anstalt einige Worte widmen, um den in einem im Iulihefte des Jesch^run befindlichen Artikel angeblich aus Kurhefsen (?) gegen diese gerichteten hämischen Augriff abzuwehren. Zch für meine Person würde darüber kein Wort verlieren, aber wer mir meine Lehrer unverdienter Weise verdächtigt oder schmäht, soll seinen Gegner iu mir finden. Bringen diese Männer nicht Opfer genug? haben sie nicht zu kämpfen genug? ist ihr Stand ein so be- »eidenSwerther, selbS weun ein spärliches Auskommen ihnen gebeten ist, daß mau sie noch schimpft und lästert? Weil die Lehrer - BlldungS - Anstatt »icht den Anforderungen entspreche, deshalb wolle man die Lehrer-Witwen nub Waisen im Stiche lassen. Fürwahr eine prächtige Logik! eine saubere Frömmigkeit und Religiosität! Ist es nicht unerklärlich, daß man sich nicht schämt, einen solchen Unfinn in die Welt zu schicken? Doch ich will mich nicht ereifern über diese plumpe Bermummung, bei welcher der Pferdefuß auch 5em blödesten Auge sichtbar ist.