Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1859)
- Date
- 1859-10-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Rcccnfisnsn zmd A »zeigen. SM es unternimmt, das ureigenste Leben wie es sich in Sprache, Sitte und Unsitte, Witz und Aberwitz abspiegelt/anders wiederzugeben als in künstlerischer Klärung und' Läuterung, der wird, weit entfernt seinen Zweck zu erreichen, nuc unseren Widerwillen an solchen Erscheinungsformen des Daseins steigern. Außer der artigen Humoreske: „Tomer verkehrt", von Willy Beck, einem Bruder des Dichters Carl Beck, können wir nur weniges im humorischen Theile für gelungen erklären. Die Illustrationen und die reiche künstlerische Ausstattung des Buches, zum größten Theile von jüdischen Kräften geleistet, sind eine angenehme Zugabe desselben. Im Ganzen" bewegt sich der Werth und die Bedeutung des Buches in den Grunzen eines für jetzt noch bescheidenen aber viel versprechenden Anfanges. Zu der Fortsetzung, welche uns mit frischen und gesteigerten Kräften verheißen wird, rufen wir dem strebenden, gesinnungstüchtigen und gebildeten Herausgeber die lebhafteste Ermunterung zu. " . 56. Rundschau. -N"!VM '»NIVVO 5>Z? Frankfurt a. M., im Ottober 1859. Die Einweihung der hiesigen neuen Synagoge ist zmn definitiv auf den Frühling 1860 (vor?esae!i) festgesetzt. Bis zu jenem Zeitpunkte wird auch der erste Theil des neuen Gebetbuches in den Händen der Gememdeglieder sein. — Zum Be¬ Hufe der Verherrlichung des neuen Gottesdienstes durch einen gediegenes Sängerchor hat sich dahier ein Synagogen-Gesangverein gebildet, welcher die bedeutendsten Gesangskräfte in sich vereinigt und bereits zwischen 80 und 90 Mitglieder zählt. Die Gesangsproben nehmen, unter dem freudigen Eifer der Hetheiligten, den schönsten Fortgang, so daß wir, mit de? Hilfe Gottes, in der neuen Synagoge einem in jeder Beziehung erhebenden Gottesdienste, welcher jVinen Elementen nach gleichgewcgen aus hebräischen und deutschen Bestandteilen sich aufbauen wird, vertrauensvoll entgegensehen dürfen. Die deutsche Cantate zur Einweihungsfeier ist von dem rühmlichst bekannten Tonsetzer Herrn I. Rosenheiu zu Paris eom- Ponirt und jüngst von demselben hierher gesendet worden. Diese Eomposttion soll, nach dem Urtheile von Sachkennern,.ausgezeichnet sein. - Tin anderes größeres Musikstück, der 29. Psalm, deutsch, ist in sehr gelungener Weise von unserem wackeren Organisten Herrn Breidenstein., eomponirt worden und bereits eingeübt. Unsere neue Orgel, deren längere Zeit