Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 18 (3.5.1846)
- Date
- 1846-05-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben Br. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 a/f, mit demselben 5 *tf. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Nr. 18. Sonntag den 3. Mai 1846. WTI. Jahrgang. Ueb erblick. Haupt -Artikel: Die Speisegesetze. — Geschichte des Tages: Aus Thüringen: Die Cultusftage. — Krakau: Die Revolution und die Juden; Fortschritte der Letzteren. — Frankfurt a. M-: Der Londoner Oberrabbiner. — Aus dem Hannoverschen: Jüdische Zustände. — Literarische Anzeigen. Inhalt des Literatur-Blattes: — (Erscheint mit Nr. 19 des Israeliten.) Die Speisegesetze. (Aus einem demnächst erscheinenden Handbuch für israelitische Religionslchrer.) Bom Oberrabbiner S. Hirsch in Luxemburg. Der Unterschied von reinem und nicht reinem Vieh und ebenso von reinen und nicht reinen Vögeln findet sich schon (1. Moses 7, 2. 3. 8; 8, 20) bei Noah. Dieser soll nämlich von dem reinen Vieh und den reinen Vögeln fieben Paar einer jeden Gattung in die Arche aufnehmen, während von den nicht reinen nur ein Paar ausgenommen werden soll. Dann opfert Noah von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln Brandopfer, zum Dank für seine Rettung gus der Sündfluth. Dieser Unterschied beziehet sich hier aber nur auf Opfer; denn ausdrücklich wird Cap. 9, 3 gesagt: „Alles sich Regende, welches lebt, sei euch zum esien, wie opünes Kraut habe ich euch Alles gegeben." Welche diese reine und nicht reine Thiere und Vögel seien, wird nicht gesagt, daher anzunehmen, daß es keine andere, als die später den Israeliten zum essen verbotenen waren. Nach der Voraussetzung der Schrift hat also schon Noah an gewissen Thieren gewisse Eigenschaften erkannt, die sie vorzugsweise zum Opfer für Gott paffend machten, an andern wieder andere Eigenschaften, die sie unpassend machten, geopfert zu werden. Während aber dem Menschen Alles zum Essen erlaubt sein soll, wird ihm dennoch verboten: „Das Fleisch mit seiner Seele, nämlich: seinem Blute zu genießen." Die Tradition deutet dieses Verbot dahin, daß das Fleisch zu «Pen verboten sei, so lange noch das Leben in ihm und ebenso das Blut, so lange noch das Leben in ihm, nämlich: dem lebendigen Thiere ein Stück Fleisch abschneiden oder Blut abzapfen und es verzehren (p Di 'N.i und ’nn p Sanhedrin 56 b). Dem sei wie ihm' wo!^ jedenfalls gehet daraus hervor, daß