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Der israelitische Volkslehrer · 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 1 (Januar 1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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IRI
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24 Bücherschau. Heine's hebräische Melodien. Weise im Geleite des unter Thränen lachenden Humors vielfach zu bewundern Gelegenheit gehabt, so tritt dieser unverwüstliche heitere Gesellschafter in seiner ganzen Ausgelassenheit noch einmal recht keck und bunt hervor in der letzten Romanze: „Disputation." Es wird uns nämlich hier in zwerchfellerschütternder Weise der Wettkampf eines Rabbiners und eines Mönchs zu Toledo vorgeführt, eines jener geistlichen Turniere, die unter dem Namen „Wicuchim" in den mittelalterlichen Geschichten eine so große Rolle spielen. Indem dieses burleske Gedicht sich den himmlisch schönen Romanzen über die jüdisch-hispanische Dichterschule anreihet, soll uns der Verfall der Zeiten recht anschaulich werden, wie an die Stelle des Wettkampfs der Dichter der Streit scholastischer Klopffechter trat; wie auf der einen Seite das heitere, kunstsinnige und weisheitkundige Maurenthum einem verdummenden Mönchthume Platz machte, welches wider den Gegner keine andere Waffen hatte, als: „Ach! anstatt zu disputiren, Lieber möcht' ich schmoren, braten . Auf dem wärmsten Scheiterhaufen Dich und deine Kameraden—" während auf der andern Seite das in gluthvollen Dichtern und lichtvollen Denkern sich verklärende spanische Judenthnm einem verknöcherten fanatischen Rabbinismus das Feld räumte, dem ein Angriff auf den „Taüsves-Jontof" als eine Blasphemie erscheint — „Gilt nichts mehr der Tausves-Jontof, Was soll gelten? Zeter! Zeter! Räche, Herr, die Missethat, Strafe, Herr, den Uebelthäter!" Während jedoch Heine auf beide, auf rabbinischen wie mönchischen Unsinn, mit unbarmherziger Geissel losschlägt, blitzt auch aus diesem letzten Gedichte die Lust an dem lebendigen Gotte der Väter unwiderstehlich und stegreich hervor. (Wir bedauern, die weiteren, bereits angekündigten Reeensionen erst im nächsten Hefte geben, zu können, das aber diesem schnell nachfolgen wird.) - »»»»W'h-

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