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Der junge Jude · 1930-11-01 · Heft 6 (November 1930) · page 34

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 6 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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Die Generaldebatte befaßte sich unter anderem mit der Kritik an der geleisteten Arbeit, unter besonderer Berücksichtigung der Erfassung der Jugend in Kajrpatho-Rußland, dann mit dem System der Kulturarbeit im Verband, der noch nicht genügend hebraisiert ist. Um diesem Ziel näher zu kommen, wie auch, um im Osten der Republik stärker werbend auftreten zu können, wurde beschlossen, hebräische und jiddische Rundischreiben herauszugeben. Das Zentralorgan des Csl. Verbandes ist die nunmehr monatlich in Berlin erscheinende Zeitschrift „Der Junge Jude". Eine Aenderung ist auf organisatorischem Gebiet festzustellen. Laut Beischluß der Weltkonferenz des Hechaluz, die vor kurzem in Berlin tagte, wurden die städtiscen Giruppen des Hechaluz als Organiisationseinheit bestimmt. Weiters wurde auch ibeschlioeiseii, einen Großteil der kollektiven Hachscharah in ständigen Beschäftigungszweigen (Sägemühlen, Großgütern usw.) einzuordnen. In den Ergänzungswahlen zum Merkas wurden die Chaweirim Zwd Jechieli und Gorah Schließer zu Maskirina, weiters die Chawenim Skulo Bergmann, Jechiel Grünbarg,- Franz Münk uid Meir Rosenthal gewählt. S. B. Bemerkungen zum Weltkongreß für das arbeitende Palästina. üeber das Positive des Kongresses wurde schon mianches gesagt. Es war aber an ihm auch viel Unerfreuliches. Wenn wir ein Fazit ziehen, soll auch dies nicht vergessen werden. Das Niveau der Diskussion war sehr niedrig. Die Redner der alten und der neuen Parteien wiederholten ihre gutbekannte, offiziöse Stellungnahme zu den zionistischen Problemen. Man gewann den Eindruck, daß dies alles ebensogut bei einer öffentlichen Kundgebung in Warschau gesagt werden konnte. Man hatte das ermüdende Gefühl, es schon unendlich viele Male zuvor gehont zu haben. Vielleicht trägt auch die Leitung des Kongresses, die den Delegierten keine konkreten Probleme und Aufgaben zur Auseinandersetzung stellte, die Schuld daran. Diese Situation hat es den Parteien ermöglicht, sich mit langweiligen, leblosen allgemeinen Erklärungen zu begnügen. Bei dem „linken" Flügel äußerte sich dazu noch das unüberwindbare Bedürfnis, sich von der Führung der Histadruth zu distanzieren. Es folgten die langen Resolutionsvorschläge des Kibuz Arzi „Haschomer Hazair" zu den verschiedensten politischen und taktischen Fragen des Aufbaus. Sogair für das Endziel des Zionismus hat der Kibuz Arzi eine besondere Definition gefunden. Es war der alte unfruchtbare Geist des jüdischen Parteilebens. * Der Kongreß hat eine große Bewegung um sich hervorgerufen. Dieser Bewegung, dieser neuen Energie sollte eine konkrete Aufgabe gegeben werden. Ohne eine solche Aufgabe kann die große Sache des Kongresses und der Weltliga in organisatorischem Getriebe versanden. Ein großer selbständiger Aufbaufonds der Arbeiterschaft kann die Weltliga mit einem lebendigen Inhalt erfüllen. Die Lage im Zionismus und in dem Siedlungswerke der Histadruth macht die Stunde dazu reif. Die jüdischen Gewerkschaften und Kooperativen in Amerika und Osteuropa, vielleicht auch die wirtschaftlichen Institutionen der internationalen Arbeiterschaft, sollen an diesem Wterke teilnehmen. Dieses Werk wird neue Initiative, waches Leben, wahre Verbundenheit in die Liga bringen. Es war nicht gut, daß man es am Kongreß versäumte, darauf etwas Aufmerksamkeit zu konzentrieren und den ersten Schritt zu tun. Die neugewählten Institutionen der Weltliga sollten darin eine ihrer Hauptaufgaben sehen. E. L. Lest Jack London 208

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