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Der junge Jude · 1929-08-01 · Heft 3 (August 1929) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der junge Jude
Volume
2 (1929-1930)
Issue
Heft 3 (August 1929)
Date
1929-08-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
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UMSCHAU__ Jüdische Jugendberatung Hamburg. In nächster Zeit wird die jüdi- Bestehen einer jüdischen Jugendsche Jugend Hamburgs durch beratung aufmerksam gemacht wer- Plakate folgenden Wortlauts'auf das den: Jüdische Jugend! Schüler und Schülerinnen, Jungen und Mädchen aller Berufe! Wenn Ihr beschwert seid durch irgendwelche Sorgen, Nöte, Erlebnisse oder Vergehen und allein keinen Ausweg seht, wenn Ihr keinen Freund und Vertrauten habt, der Euch helfen kann, kommt zur Jüdischen Jugendberatung! Dort findet Ihr Verständnis, Rat, Hilfe bei einem Berater aus der jüdischen Jugend, dem eine Eeihe weiterer fachmännischer Berater und Beraterinnen zur Verfügung stehen, an die er Euch, wenn Ihr es wünscht und wenn es nötig ist, empfehlen kann. Ibre Wohnung und Sprechstunden könnt Ihr auch bei der Geschäftsstelle erfahren. Wenn Eure Freunde in Not sind, schickt auch sie zur Jüdischen Jugendberatung! Ihr weidet unentgeltlich beraten; Euren Namen braucht Ihr nicht zu nennen; volle Verschwiegenheit wird Euch zugesichert. Gegen Euren Willen erfährt kein Dritter, was Euch bedrückt, und daß Ihr bei uns wart. Die Beratung findet statt am Dienstag von 197* bis 2074 Uhr (7Vi bis 874 Uhr) bei Marx, Alsteichaussee 3, I Stock. Jüdische Jugendberatung Hamburg. Geschäftsstelle: Hamburg 13, Grindelhof 85,IH(HansLöwenberg) Sprechstunde: Donnerstag 1872 bis 1972 Uhr (672 bis 772 Uhr) Die Beratung geht von dem Gedanken aus, daß für unsere Jugend, die sich in einer wie auch immer gearteten Not befindet, ein Ohr da sein muß, das sich ihr öffnet, eine Hand, die hilfreich zugreift. Jede Not soll beraten werden: körperliche und seelische, berafliche und erziehliche. Es soll versucht werden, die Beziehungen des Jugendlichen zu seiner Umwelt, sei es der Chef im Geschäft, der Lehrer in der Schule, der Vater oder die Muttter im Hause, dort, wo sie häßlich sind und den Jugendlichen drücken, erträglich zu gestalten. Unbesonnenheiten, wie z. B. Straftaten, sollen nach Möglichkeit unter der Mitarbeit des Jugendlichen wieder gut gemacht werden, damit er nicht sein Leben lang unter ihnen zu leiden hat. Die körperlichen (sexuellen) und die seelischen Nöte, da, wo sich der Jugendliche zu sehr von ihnen bedrückt fühlt, will man zu lindern versuchen. Die Beratung ist getragen von der jüdischen Jugend Hamburgs, so daß jeder ratsuchende Jugendliche Verständnis bei dem Berater finden wird. Um aber der Vielfältigkeit der zur Beratung gebrachten Fragen gewachsen zu sein, steht dem Berater ein Kreis von Fachleuten zur Verfügung, an die er die Jugendlichen mit ihrem Einverständnis empfehlen kann. Die Adressen dieser Beratet und Beraterinnen sind auch in der Geschäftsstelle zu erfahren. Die Beratung ist kostenlos und streng vertraulich; es werden keine Akten angelegt; die Beratung findet in Privat Wohnungen statt, sodaß kein Dritter erlährt, daß der Jugendliche in der Jugendberatung war. Die Beratung findet statt: Dienstag 1974 bis 2074 Uhr (71/* bis 874 Uhr) bei Marx, Alsteichaussee 8. I. Stock. Die Geschäftsstelle befindet sich: Grindeihof 85, III. Stock (Hans Löwenberg). Sprechstunde: Donnerstag I8V2 bis 19V2 Uhr (6V2 bis 772 Uhr.) An die Geschäftsstelle können auch schriftliche Anfragen gerichtet werden 85

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