Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 2 (1929-1930)
- Issue
- Heft 3 (August 1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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sozialistischen Haltung gemeinsam mit den bürgerlichen Zionisten den Angriff auf die große Masse der nichtzionistischen Juden zu führen. Wenn diese Hoffnung sich erfüllt, dann kann die Einigung der sozialistischen Gruppen in Palestina zu einer Arbeiterpartei auch für den sozialistischen Zionismus in Deutschland in hohem Maße zu einer Steigerung seiner Wirkungsmöglichkeiten werden. BEMERKUNGEN ZUR VEREINIGUNG DER ARBEITERPARTEIEN. In der Annahme, daß die in den Parteien Hapoel Hazair und Achuth Haawodah veranstalteten Referenden die Abmachung der Zentralkomitees bestätigen werden und daß die bald nacq dem Kongreß einzuberufende Einigungskonferenz der beiden Parteien den veröffentlichten Programmentwurf in seiner jetzigen Form, jedenfalls aber nicht im Grundsätzlichen abgeändert, annehmen wird, seien im Nachfolgenden einige Bemerkungen zum Problem der Vereinigung in der Diaspora, insbesondere in Deutschland, gemacht. Wenn ich mit dem Schreiben dieser Bemerkungen hiermit einem Wunsche der Redaktion dieser Zeitschrift folge, so geschieht dies in dem Bewußtsein, daß hiermit keinerlei Präjudiz für die noch ausstehenden Beschlüsse des Weltverbandes Hitachduth geschaffen werden soll. Die von der palästinensischen Vereinigungskommission an die beiden Weltverbände gerichtete Aufforderung, sich ihrerseits nun innerhalb e^nes Jahres ebenfalls zu vereinigen, ist vom Zentralkomitee der Hitachduth im Juni dieses Jahres beifällig aufgenommen und auf die Tagesordnung der Weltberatung der Hitachduth gesetzt worden, die noch vor dem Kongreß in Zürich zusammentreten wird. Die dort zu fassenden Beschlüsse und Richtlinien werden selbstverständlich auch das Verhalten des Hapoel Hazair in Deutschland bestimmen. Es handelt sich also im Nachstehenden um eine erste Skizzierung der Aufgabe. In gewissem Sinne ist die Position der Hitachduth in der Vereinigungsfrage leichter als die der Poale Zion. Der Weltverband Hitachduth ist durch den palästinensischen Hapoel Hazair ins Leben gerufen worden, er hat auf diese Partei stets als auf den Kern der Bewegung, den eigentlichen Träger der Verwirklichung seines Programms geblickt, er ist daher in den wichtigsten Fragen, nämlich den Palästinafragen, schlechterdings abhängig von ihr, — in gewissem Sinne hat daher der Ichud in Palästina schon das Schicksal der Hitachduth bestimmt. Eine Partei, die als Wesentlichstes Chaluziutn und Errichtung einer neuen jüdischen Gesellschaft in Palästina erklärt, muß stets in geschlossener Front hinter der Gruppe stehen, die ihre Chaluzim aufnimmt, in der diese die Stätte der Lebenserneuerung finden. 67