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Der junge Jude · 1928-05-01 · Heft 4 (Mai 1928) · p. Seite 115

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Journal
Der junge Jude
Volume
1 (1927-1928)
Issue
Heft 4 (Mai 1928)
Date
1928-05-01
Page
Seite 115 (sequence 15)
Language
German
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An S. Bichowsky. London, den 12. Mai 1906. Ich schrieb gestern und heute an „Esra"9), daß sie die Hauptagentur des „Hameorer" in Rußland übernehme.---Bezüglich der Abonnenten, die warten, schreib einen „Brief an die Redaktion" des „Hasman" und der „Jewreskaj'a Shisn". Unterzeichne als Agent des „Hameorer". Sie werden die Zeitschrift erhalten. Erzähl' ihnen die Dinge, wie sie sind, und die Abonnenten werden Dich sofort in Ruhe lassen. Auch ich erhalte Beschwerde-Briefe. Was ist zu machen. Auch ohnedies zerreiße ich mein Fleisch in zwölf Stücke. — — — Dir schicke ich auch nicht ein Stück mehr. Ich schäme mich vor der Post, die bereits weiß, daß ich der Mann bin, dem alles, was er schickt, retourniert wird. Von Gnessin erhielt ich endlich einen Brief, nach dessen Lektüre ich mir die Haare ausriß: Das hebräische Sammelbuch hat sich in Jargonsammeihefte verwandelt! Wir sind verloren. An denselben. London, 19. Mai 1906. ----Gestern erhielt ich von Esra einen Brief, daß sie die Agentur des „Hameorer" übernimmt. Also sandte ich schnell 200 vom 4. Heft und einige Dutzend von den früheren. Schick mir sofort eine detaillierte Liste von allen Abonnenten, die Du hast, damit ich sie sofort der „Esra" sende und Schluß damit. —-- Die Rezension im „Hasman" habe ich nicht gesehen. Meine Gesundheit ist nicht die beste. Schalom! An denselben. London, 27. Mai 1906. Die Liste habe ich erhalten, sie abgeschrieben und der „Esra" geschickt. Ich schrieb ihr auch, wem und wieviel sie schicken soll.--— Eine Photographie von mir sende ich Dir, wenn ich mich allein photographier en lasse. Mit Radler bin ich nicht gut getroffen. Zu schön. — Meine Gesundheit hat sich gebessert. Meine Stimmung aber ist hoffnungslos nach allem, was ich erlebt habe. An J. Wilkanski. London, 5. Juni 1906. — — — Das und noch ein anderes: In der Lage, in der sich heute die hebräische Literatur in ihrem Kampfe mit dem Jargon befindet, ist es uns, die wir für sie kämpfen, verboten, uns herabsetzender Sticheleien zu bedienen: „Jargonschriften", „Jargonweiser" und dergleichen. Es ist uns auch verboten, die Argumentation von der Armut der Jargonliteratur zu benutzen. Schließlich wächst diese Literatur vor unseren Augen in 8) Buchhandlung, die Brenner zum Vertrieb des „Hameorer" empfohlen wurde. 115

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