Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 43-44 (4.6.1903)
- Date
- 1903-06-04
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2446951-2449890-2449930--58377-3521712- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
V 972 den, olles aus Mangel an Zeit. Es ist daher rathsam, sich des altgriechischen Weisen!zu erinnern, der da meinte: „Mast zn halten ist gut!!" Wo nur e i n Konferenztag zur Verfügung steht, ist diese Mahnung sicher am Plaste. , | 1899 fanden sieben Wahlen statt, 1900 deren neun, endlich 1901 deren zehn. Wie schoy^ bemerkt, zeigte sich hierbei in der Regel das Vertrauen in die altbewährten Kräfte, die man auf's neue wählte. Auf den meisten Konferenzen wurde am Versammlungstage gleich der 2 r t der nächstjährigen Zusammenkunft bestimmt, sehr Tsst auch schon Referat und Referent. Die Kultusverwaltungen der Tagungsorte waren stets präsent, stellten ' säst regelmästig den Sitzungssaal zur Verfügung, einige auch in anerkenneswerther Gastfreunk schuft das Mittagsmahl. „Stets waren als Gäste an den Konferenztagen aber die Herren Rabbinen, zuständige und auswärtige, erschienen," begrüstten die Versammelten mit Worten der Anerkennung und Auf-* nrunterung zur guten Sache und folgten — wie auch die übrigen Gäste .- mit Interesse beiy Gange der Verhandlungen. Vielfach erstatteten sie fei b st Re ferate,!oie die „Tagesordnung" der Statistik ausweist. In einem Vereine (Jahrgang 1900, 100 ist sogar ein Rabbiner Vereinsvorsitzender. Das alles tvird jeder Kenner der Verhältnisse für recht und in Ordnung, ja e r f reulich finden. Denn Rabbiner und Lehrer gehören im Judenthum z u s a m - inen der Rabbiner ist gewiss nichts anderes seinem ganzen Berufe - nach als ein „Religionslehrer par cxcellence." Doch ebenso klar ist, dass er ohne den Lehrer nichts leisten kann. Das fehlte nun gerade noch, dass bei dem heutigen Jndisfe^entismus im Innern, bei den Angriffen von auhen, zwischen Rabbinerunb Lehrerstand nicht jenes Verhältnih obwaltete, das der wahre Jude von Herzen begrüsten must! Wenn man nun vor vier Jahren auf die Tagesordnung des deutschen Rabbinatsverbandes ein Referat setzen wollte „über die Spannung zwischen Rabbiner- und Lebrerstand," so must angesichts der Konferenzberichte gesagt werden, „dass die Lehrer wohl nicht An last geben möchten zu solch einemleidigen Thema." Die Rabbiner sind auf den Konferenzen mebr als formell geladene,Gäste, sie sind gern gesehene T hei lneh m er und zeigen auch ihre. Teilnahme vielfach Arrch persönliches Eingreifen. Es sollte aber, um auch Men S ch a t t e n eines in jeder Art bedauerlichen Missverhältnisses zu. verscheuchen, G e g e n s e i t i g k el t geübt werden. „Keine kr jährlich abzuhaltenden Rabbinerkonferenzen sollte ohne offizielle Theilnahme des Lehrerstandes bleiben. Gleich hohe und heilige Ziele verfolgen beide Stände und Hand in Hand gehen müssen beide zur Lösung ihrer Aufgabe." Die Lehrer könnten wohl auch ohne die Rabbiner tagen, nichts hindert sie daran. Allein es gibt auf den Lehrerkonferenzen ebensowenig Geheimnisse, wie auf den Rabbinerversammlungen. Eben darinn aber keine so strenge Scheidung, die immerhin unter den obwaltenden Verhältnissen zweideutig aufgefasst werden könnte. „Die Lehrerkonferenzen zeigen, dass der Lehrerstand hier mit gutem Beispiel vorausgeht." Alles in allem, bieten die jüdischen Lehrerkonferenzen des deutschen Vaterlandes ein erfreuliches Bild ernsten Strebens und Schaffens im Dienste des Guten, zum Segen der Schule unb der ihr anvertrauten Jugend, zum Heile des Judenthums, zum Nutzen aller Glieder des Standes. Möge es nie an ' kräftigen TyiiOrcrn \mb zielbewussten Kämpfern fehlen für die gute Sache. Ueu eingegangene Bücher. (Besprechung Vorbehalten.) Müller, S. Kleine Bibel. Biblische Geschickte und Religionslehre, fortgeführt bis zum Ende des jüd. Staates. (Erweiterte Ausgabe des „Bachs für unsere Kinder"), iL8 6. Stuttgart, I. B. Mctzler'scher Belag 1903. Rosenberg, Aron. Rabbiner und Schriftsteller. Der papierene Weltkrieg im XX. Jahrhundert d g. -3- 610. Pr. Kr. 6.-. Wien 1903. ’S a ö e v I ö f, Selma. Ierusa! e m. Erzählung. Nebels, a. d. Schwedischen von Paulir e Kl aib cr. 2. Ausl. 2 Bände. 1. B. 355 S. 2. B. 385 S. München 1903. AlbertLangen. W asserm ann, Jaco^. D i e Ju den v on Z ir n darf. 359 S. München, Albert Sangen. Fl oeckn er, Prof. Dr. Karl. Bibeä und B a bei Eine populär-wissenschaftliche apologetische Studie. 58 S. Beilage zum Jahresbericht des kgl. Gnnmasiums zu Benthen O.-S. Ostern 1903. Verein zur Unterstützung und Erziehung m ittelloser Waisen der Jsr.» Religionsgemeinde zu Mamz. 50. Jahresbericht des Vorstandes. Freimann, Dr. A. und H ildesh ei mcr> Dr. M. Fests chrift zum siebzigsten Geburtstage A. Berliners. Gewidmet von Freunden und Schülern. Frankfurt a. M. 1903. I. Kauf fm an n. ’ysj "icd py;pya. apy» ys: mo mvn mn d^dk: ws: Dip^ pjn’frm ^::n "ipk mmn bv d’Jok J spn c;"cn '2t>b ^nynb nmpn ipjrnn n:ne ptid , rrac bv w pbrv. ,:r\2vz . r» ’to . 'b^pb D'rrpo p7nn ttotko TOirn nrw ,narss mi ncs bv Diojpi '. bMü^ .tc ronya. rvnSan 2iD” rrnt "iriy hu ^nm.Hro bwi bxw mo.D'ßia ddp:, .pix . .nrn nir pvxpro pyic pan . r1 n'in.,0 pnxn ps;n jnn s"^p p’.T pnir '.2ip2 ^av pnan Vn X .s,fyp "ikodkd p*pe arev rrrär m:K nr^rri . ^cSea JinT c^co-■ rrmtt -rm* -"sei: rraoin cy npcrrr ir.p D^nS rmaai rsmn byi Ji x: nnrn nnx paki mxc p'i’P» c*;pr ri3^ 3-ntr6 'bvc bv cie-n .ViKrrnr» bx ibhit: . «Hin ri^ix ix’3iirxc / .pxb 3'cnn rur .iseoxc p’Sp bxnv' ,*nc vrrantworüichr Redaktion- Ofear Uebmann ln ältoini. —Elpeditton de» Ochottftnchr Nx, L Malnt, Druck und v«laa d« Jod. »dlrtd'I««» vofbuLdruckrrri »«tte»GrkMchart tn Ukatn». 7 LWWWV ÜSiHWi ........ M LttotWrA UM k .L IJ f - n . WM. illiliiiiiliiiiilti