Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 19 (30.5.1918)
- Date
- 1918-05-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 19 Jüdische Korrespondenz. Seite 7 -. Das - --. Allgemeine jüdische Xmnfcnbaus „Schaare Zedek" zu Jerusalem bittet für seine Kranken. Grganisation rein europäisch -"- 3foHcrbäufer für Ansteckende Geschäftsleitung: Frankfurt a. M. Aufnahme unterschiedslos für Alle Postscheckkonto Nr.;56.o3d Wien. Lsöchste Anerkennung aller Behörden -_...- hält sich für gewissenhafte Uebernahme von Stiftungen empfohlen! Betten — Zimmer — Iahrzeit — Gedenktafel — Stiftungen. Atan fordere die Bedingungen ein. Briefe zu richten nach Röderbergweg 65. Einiges zur Geschichte der Ichrift. Von Rabb. Dr. E. Landau (Sirakonitz). tForrseyuug ) Die althebräische Schriftgattung ist auf Münzen der makkabäischen und Bar-Kochda Zeit, wie auch auf einzelnen Inschriften und Siegeln überliefert worden. Sie scheint neben der Quadratschrift lange noch bestanden und auch in biblischen Schriften verwendet worden zu sein. Wir lesen in einer Mischnah: Die aramäischen Stücks in den Büchern Esra und Daniel verunreinigen die Hände. Hat man das aramäische in hebräischer Sprache, oder das hebräische in aramäischer Sprache oder in hebräischen Lettern geschrieben, so verunreinigen sie die Hände nicht (Jadaim, 5). Zur Erklärung der angeführten Halache, aus der der Gebrauch der althebräischen Schriftzeichen deutlich hervoreht, bemerken wir, daß die Rabbiner, um die eilige Schriften vor ungeweihler Berührung zu schützen, ihnen die Fähigkeit levitische Verunreinigungen zu übertragen, zuerkannten. Daß hebräische Schriften in althebräischcn Schriftcharakteren sonst ihren heiligen Charakter beibehalten und wenigstens zum'Privatgebrauch zugelassen wurden, und daß zu ihrer Rettung selbst die Verletzung eines Sabbatgebotes gestattet wurd en, beweist folgende Stelle in Sabbat 115 t,: Sind aramäische Stücke in hebräischer Sprache oder hebräische Stücke in aramäischer Sprache geschrieben, oder in althebräischer Schrift, darf man diese Bücher am Sabbat vor Feuergefahr retten. Selbstverständlich ist es, daß die aramäischen Stücke des Daniel, des Esra und der Thora gerettet werden dürfen. Die nationale althebräische Schrift hat dem fremden aramäischen Eindringling lange Zeit Widerstand geleistet. Das Volk bediente sich wohl der aramäischen Sprache, muß aber fange noch nach Einführung der neuen Schriftart an seinen alten Buchstaben festgehalten haben, und wir müssen dann den angeführten Ausspruch, daß die Israeliten sich die assyrische Schrift erwählt und die hebräische Schrift den Hedjaulus (Gemeinen) überlassen haben, auf das Volk beziehen, trotz der Schwierigkeit, die bei ihrer Deutung die Gegenüberstellung von Israeliten mit Hedjautus besteht, weil die Samaritaner, die Rabbi Cyisdai mit den tedjautus gemeint haben will, stets und immer uiim-Kuthäer genannt werden, wenn auch nicht geleugnet werden kann, daß die Aehnlichkeit der althebräischen Schriftzeichen mit den samarilanischen die talmudische Angabe, die Samaritaner hätten die alte Schrift der Juden übernommen, erklärt und bestätigt. Neben der Quadratschrift und dem tbrith waren in talmudischer Zeit noch drei chriftbenennungen bekannt, das schon erwähnte Raz und üibanaah. Man hat diese Namen lange für identisch gehalten und auf das Althebräische bezogen. Doch hält Löw bloß Jbrith für althebräisch, Raz ist höchst unklar. Ein Volk dieses Namens ist uns nicht bekannt. Löw denkt an die altbabylonische Schrift, doch bleibt er den Beiveis für seine Ansicht schuldig. Libanaah, die Ziegclschrift, wäre eine recht gelungene Bezeichnung für die dem althebräischen verwandten eckigen samaritanischen Schriftzeichen. Wir dürfen aber nicht verschweigen. daß die Bedeutung des Wortes dunkel und strittig ist. Der Ansicht Halevys, der das Wort erst in „Nibolaah" emcndiert und darin einen Hinweis auf die ..ziegelartig hingestreckte Schrift" der Samaritaner sieht, stehen die Meinungen Abraham Geigers und G. Hoffmanns gegenüber. Erstercr übersetzt „gut abgewogene Schrift", letzterer denkt an die aphraimitiiche Schreiberstadt Lebona (Krauß, Anm. 49). Der Mischnah waren noch bekannt: I. die griechische, 2. die koptische, 3. die medische, 4. die armenische, 5. die iberische und 6. die elamitiiche Schrift. Natürlich mußte auch die lateinische Schrift gesehen und gelesen worden sein, wenn auch der Talmud den Römern den Besitz einer eigenen Schrift und Sprache abspricht. lAboda Zara 10 a). Unter den fremden Schriftcharakteren war die Kenntnis und die Verwendung der griechischen Schrift wohl am meisten verbreitet. Iberisch wird mit Jbrith wiedergegeben, was oft zur Verwechslung mit „hebräisch" führte. (Sabbat 115 a und Megilla 18 a). Die gemeinsame Bezeichnung für die aufgezählten wie überhaupt für alle fremden Schriftarten und Sprachen lautete Laschon Laas, was ungefähr dem „barbarisch" gleichkommt. Die Quadratschrift hat mit der Zeit sämtliche Schriftformen zu verdrängen gewußt und ist nicht bloß auf dem Gebiete des Kultus alleinherrschend geworden, sondern auch für den Privatgebrauch mit fast ausschließlicher Allgemeinheit verwendet worden. Doch dürste dies kaum vor dem Anfang des dritten Jahrhunderts gewesen sein, weil die Fortdauer der althebräischen Schrift und die Existenz von Bibelexemplarcn in derselben zumindest bis ins zweite Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach den Zeugnissen der Tradition über jeden Zweifel erhaben ist. Einer näheren Charakterisierung der äußern Schriftform der wohlbekannten Quadratschrift bedarf es nicht, doch muß einiges über die fünf Finalbuchstaben m, n, z, p, kh gesagt werden, deren übliche von der alphabetischen Reihenfolge abweichende Gruppierung schon eine Erklärung benötigt. Der geschichtliche Ursprung der Finalbuchstaben ist bisher nicht eruiert und Chwolsohn ist in seinem (lorpus lnscriptionum Hebraiearum p. 88 der Ansicht, daß die Finalbuchstaben nicht zu irgend einer Zeit entstanden oder eingeführt worden sind, sondern die Buchstaben kh, n, p, z haben ihre ursprünglichen senkrecht gezogenen Linien, wegen der Ligaturen in HorizontaUinien verwandelt, am Ende des Wortes haben sie dagegen ihre ursprüngliche Gestalt, die senkrecht gezogene Linie beibehälten, da sie mit dem folgenden Worte nicht verbunden wurden. (Schluß folgt.) „HELDOLANA“ ***** Eine neue erprobte Methode, den Gesichts- G teint rein zu erhalten, alle Hautunreinig- 8 keiten zu beseitigen und der Haut jenen ® reizenden, verführerischen Hauch zu ver- O leihen. Man benetze Gesicht, Hände, Hals R und Körper mit Wasser, bestreiche dann mit O einer Schichte „HELDOLANA“ und wasche O die Haut nach einer Weile ab. Bald wird ® man von dem frischen, blühenden Aus- ® sehen überrascht sein. 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