Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 34 (15.11.1917)
- Date
- 1917-11-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Jüdische Korrespondenz Nr. 84 diese den Götzendienst geißeltm, noch wenn sie den' ihnen von Gott eingegebenen Rat über auswärtige Politik verkündeten. Wir wollen hier nicht alle Bibelstellen ansühren, wo die Propheten sich zu Gunsten der Neutralität aussprechen; einige dürften genügen. (Schluß folgt.) I, R, Chronik. (Kaiserliches Dankschreiben a« di« ungarischen Inden in der Schweiz.) Von Herrn Rabbmer Oskar Grün, Zürich, wurde Kaiser und König Karl zu seinem Geburtstag mit nachstehendem Telegramm beglückwünscht: „An die Kabinettskanzlei Sr. Apostolische» Majestät des Kaisers und Königs Karl in Wien. Anläßlich der Geburtsfeier Eurer Apostolischen Majestät flehen mir inbrünstig mit Len Worten des königlichen Psalmisten: ,Jomim al jme Melech laussif, schnaussow kemo daur wodaur!' lins Deutsche übersetzt: .Gewähre dem König glückliche Tage, mehre Seine Jahre von Geschlecht zu Geschlecht!') den Segen des Allmächtigen auf das glorreiche Haupt Eurer Apostolischen Majestät zum Heile der geeinten Völker des Habsburgischen Reiches herab. Mögen die Strahlen göttlichen Segens in immer hellerem Lichte des Glückes und des Friedens über Eure Majestät und am Himmel der Donaumonarchie erglänzen! In unwandelbarer Treue Rabbiner Oskar Grün, Zürich, im Namen der in der Schweiz lebenden ungarischen uden." Hierauf traf folgende Antwort ein: „Herrn kabbiner Dr. Oskar Grün, Zürich. Euer Wohlgeboren! Das k. u. k. Generalkonsulat wurde über Allerhöchsten Auftrag im Wege der k. u. k. Gesandtschaft angewiesen, Ihnen, als Vertreter der ungarischen Juden in der Schweiz, welche Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät zu Allcrhöchstihrem Geburtsfest ihre Glückwünsche daraebracht haben, für diese Glückwünsche den Dank Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät bekanntzugeben. Diesem Aufträge gemätz, beehrt sich das k. u. k. Generalkonsulat, Euer Wohlgeboren zu ersuchen, den huldvollen allerhöchsten Dank den ungarischen Juden in der Schweiz zu übermitteln. Indem ich diesein Auftrag entspreche, benütze ich diesen Anlaß, um den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung zu erneuern. Zürich, im Oktober 1817. Der k. u. k. Generalkonsul." (Massenversammlung jüdischer GeorgSkavaliere.) Eine interessante Versammlung hat, wie russische Blätter berichten, vor kurzem in Petersburg stattgefunden. Eine mehrtausendköpfige Menge, bestehend aus lauter jüdischen „Georgskavalieren", das sind Juden, die sich als Soldaten in den verschiedenen russischen Kriegen das Georgskreuz für besondere Tapferkeit erworben haben, begab sich zum Puschkin-Denkmal, wo die Versammlung unter freiem Himmel abgehalten wurde. Es wurden mehrere Reden gehalten; unter den Rednern befand sich ein junger Besitzer des Georgskreuzes, der an der Schlacht vom 18. Juni teilnahm und in seiner Rede die Versammelten aufforderte, alles daranzusetzen, um die revolutionären Errungenschaften und die durch die Revolution gewonnene Freiheit zu sichern. Besonderen Beifall rief die Rede eines 56jährigen „Georgskavaliers" hervor, der es bis zum Unterleutnant brachte und fünf Gevrgskreuze besitzt. Auch er sprach im selben Sinne, wie sein Vorredner. (Ableben eines Zivilinternierten ans Galizien.) Aus Zürich wird gemeldet: Am 22. Oktober verschieh in Davos der österreichische Zivilinternierte Leo Strauber, besten Eltern als galizische Flüchtlinge in Böhmen leben und deren zweiter Sohn als Kriegsgefangener in Italien weilt. Der Verstorbene, als Tischler ein ausgezeichneter Präzistvnsarbeiter, war nach Paris gekommen, um durch seine Händearbeit seine armen Eltern ernähren zu können, wurde dort beim Ausbruche des Krieges interniert und unterlag schließlich den Strapazen einer dreijährigen Kriegsgefangenschait. An seinem Sarge wurden viele Kränze niedergelegt: „gewidmet vom k. k. Oefterr.-ungar. Konsulat Davos", „Kaiser!. Deutsche Gesandtschaft Bern", „Von den deutschen Offizieren", „Von seinen Kameraden", „Bon seinen deutschen Kameraden", „Oefterr.-ungar, Kriegshilfsverein Davos", dann noch vom Deutschen Klub, vom Platzkommando und von den unermüdlichen Wohltäterinnen der Internierten in Davos, ohne Unterschied des Glaubens, Frl. Benge und Frl. Wilms. Sofort wurde der „Rote Mögen David" in Luzern verständigt und am 23. Oktober fand im Saale des Krematoriums eine erhebende Trauerfeier statt, bei welcher das Platzkommando, das österr.-ungar., das deutsche Konsulat und fast alle Stände vertreten waren. In Abwesenheit des verhinderten Seelsorgers Rabb. Dr. Rapaport hielt Herr Heymann die Trauerrede und verrichtete auch die Trauergebete, die einen tiefen Eindruck bei allen Anwesenden hmterließen. Die Leiche wurde nach Zürich aut den Friedhof der Israelitischen Kultusgemeinde überführt; dort verrichtete Herr Rabb. Dr. Liltmann die Gebete und Herr Dr. Rapaport hielt eine tiefempfundene Grabrede. (Baunfluch gegen di« Kriegswucherer!) Die Rabbiner des Wieluner Kreises (Polen) ersuchten um die Erlaubnis, den Bannfluch gegen jene schleudern zu dürfen, die Lebensmittel aus den Städten dieses Kreises ausführen und zu wucherischen Preisen verkaufen. Nachdem sie diese Erlaubnis erhalten hatten, wurden in den Tempeln dieses Kreises, das ist in Wielun, Wiernozaw, Lukow, Preszcze und Boleslawice, Gottesdienste abgehalten. Die Rabbiner hielten Reden und sprachen bei Hörnerklang den Bann aus. Der Bannfluch trifft nicht nur die Kaufleute, sondern auch die Käufer, denen nicht erlaubt ist, höhere Preis« als Normalpreise zu zahlen. (Die Jude« i» Saloniki.) Die Regierung in Athen scheint es darauf abgesehen zu haben, die Katastrophe in der Hauptstadt Reugriechenlands zum Zwecke der Hellenifierung dieser Stadt auszunutzen. Es besteht der Plan, namentlich die in Saloniki zahlreiche und mächtige jüdische Bevölkerung durch allerlei Schikanen und Verordnungen zur Auswanderung zu veranlassen. Die Regierung hat einen Gesetzentwurf in der Kammer eingebracht, demzufolge die zwangsweise Enteignung des gesamten in jüdischem Besitz befindlichen BodenS in und um Saloniki durchgeführt werden soll. Auf diese Weise werden die seit vier Jahrhunderten und mehr i« Saloniki ansässigen spanischen Juden ihres Besitzes und damit ihrer LebenSmöglichkeit m dieser ihnen zum zweiten Heimatlande gewordenen, mit warmer Liede gepflegten Stadt verlustig gehen. Die Enteignung soll in der Weise erfolgen, daß den betreffenden Bodenbesitzern als Vergütung für ihre Habe griechische Schatzscheine ausgefolgt werden. Die gesamte billig denkende Oeffentlichkeit verwirft diesen Plan als einen heimtückischen Angriff gegen ein« Bevölkerung, die Saloniki aus einem unscheinbaren Balkanftädtchen zu einem erstklassigen Handelsplatz und zukunftsreichen Hafen gemacht hat. Auch die italienische Presse, die diese Meldung mit Entrüstung wiedergibt, fordert die italienische Regierung auf, bei den Alliierten und in Athen zu intervenieren, um das Attentat gegen den seit Jahrhunderten geschützten und unangetasteten Besitz der Saloniker Judenschaft zu vereiteln. Die italienstchen Blätter heben hervor, daß der Besitz dieser schönen Stadt für Griechenland nicht durch Ungerechtigkeit befestigt werden kann und daß es noch ein europäisches Forum gibt, vor dem solche Taten zu verantworten sind- (Schriftstellervereiu in Odessa.) Unter dem Vorsitz von Eh. N. Bialik fand die Gründungversammlung des Vereines jüdischer Schriftsteller und Journalisten in Odessa statt. Mitglieder können alle jüdischen Schriftsteller werden, die hebräisch oder jüdisch schreiben oder auch in anderen Sprachen schreiben, so sie nur die Grundprinzipien des jüdischen Nationalismus anerkennen. Zum Ehrenvorsitzenden des Vereines wurde der Nestor S. I. Abramowltsch (Seide Mendel) gewählt. (Der Sohn des Mendel Beilis — türkischer Offizier.) Zwei junge Absolventen des hebräischen Gymnasiums m Jaffa, die mit Erlaubnis Djemal PaschaS nach Rußland fahren durften, erzähleir viel Interessantes über die Zustände in Palästina Vor allem erfährt man von ihnen, daß man die von der Ententepresse ausgestreuten Gerüchte über Gewaltsamkeiten während der Evakuierung ganz falsch sind. Unter den Evakuierten aus Jaffa befindet sich auch Mendel Beilis. Sein Sohn Pinke ist nach Beendigung des Jaffaer Gymnasiums in die türkische Armee emgetreten, wo er jetzt als Ofsizier dient. Ein Gureau btt neutralen Äudenschast. Wir erhalten folgende Zuschrift: An die Redaktion der „Jüdischen Korrespondenz" in Wien. Geehrte Redaktion! Ich lese soeben in Ihrem Blatte, Nummer 30 vom II. Oktober, unter der Ueberschrist „Ein Bureau der neutralen Judenschaft" in Anführungszeichen die Wiedergabe einer Aeußerunavon mir über dieses Bureau. Zur Vermeidung von Mißverständnissen ersuche ich Sie höflich, in Ihrer nächsten Nummer folgendes sestzustellen: 1. Ich habe wohl in letzter Zeit wiederholt mit auswärtigen Besuchern den Plan eines neutraljüdischen Bureciu im allgemeinen im angegebenen Sinne besprochen; muß jedoch im Einzelnen für den Wortlaut der veröffentlichten Mitteilung, deren Ursprung mir nicht klar ist, die Verantwortung ahlchnen. 2. Insbesondere habe ich die mir in den Mund gelegte Aeußerung, als ob „Engländer und Amerikaner dieJudensrage als diplomatisches Kunstmittelverwendeten" ganz bestimmt nicht getan und muß sie -für meinen Teil als unzutreffend ablehnen. Ihr ergebener Dr. M. Ehrenpreis. Stockholm, 24. Okober 1917. (Wir haben den bezeichneten Bericht einem ausländischen Blatte entnommen. D. R.) Vom Vereinsleben. („Jefchurun.") Der Vorstand teilt hiedurch mit, daß die Kurse der Mädchengruppe erweitert wurden und wird Frau Ernestine Bondi jeden Montag um V28 Uhr abends im Schulgebäude II., Malzgasse 16 über den Geist der jüdischen Gebote und Gebräuche vortragen. (Akademie zugunsten heimkehreuder Flüchtlinge.) Die am 28. v. M. in den Festsälen des „Bayerischen Hof" vom humanitären Unterstützungsverein der Kolomeaer in Wien zugunsten heimkehrender Flüchtlinge veranstaltete Wohltätigkeitsakademie nahm in jeder Richtung hin einen glänzenden Verlauf. Unter Leitung des bekannten Schriftstellers Josco Schubert vereinigten sich namhafte Kunstkräfte der Wiener Theater und ernteten für ihre vorzüglichen Darbietungen stürmische Beifallsalven. Eröffnet wurde der Abend mit einer formvollendeten Ansprache des Vorstandes der Anglo- Oesterreichischen Bank, Herrn Jakob Lachs, der in warmen Worten der Tätigkeit der Leiter der flüchtlingszentralen Herrn Dr. Ritter von Schwarziller und Frau Anita Müller in Dankbarkeit gedachte und auch namens des Vereines die Versicherung gab, fernerhin im Jnteresfe der Flüchtlinge unermüdlich bemüht zu bleiben. Der Schluß des Abends gestaltete sich zu einer geradezu stürmischen Ovation für unseren glorreichen Monarchen und das Heer, als Obmann des Vereines Herr Sigmund Haber in einem schwungvollen, zündenden patriotischen Schlußwort jener Zeit gedachte, indenen das Herrscherpaar in Kolomea lebte. Mt der Vorlesung eines an die Kabinettskanzlei abzurichtenden Huldigungstelegrmnms schloß diese imposante Akademie. Spendenausweis für die Schuten der „Aaudas Itsrset«, Wie«, IL, Große Wfarraaffe Wr. 23, für de« Monat Kk«k 5677 ««d Kischri 5678. Großrabbiner Friedmann, Ezortknw K 42 68; Großrabbiner Schapira, Gwozdric X 48-36; Lip« Türkei, Tarnopol X 100; Sammlung, Heilpern X I42-—; Sammlung, Bad ad X 46 —; Weksler K 50-—; Blum, Sokal X 36-—; Ungenannter durch Rabbiner Katz aus Borszczöw X 26-—; Bethaus, Chasidim X 20--; Stern, Billett» K 20; Herze!, Dunafelöo X 20 -; N. N. X 20--; Achis, Wien X 18 —; Rabbiner Moses Heschel. Kopyczyäce X 11-20; Neuburger, Wien X 16-—; Gitter X 10 — : Lindenbera X 10 —; Jsak Kelmann, Wien X io-—; je K 6*—: Friesner, Stanislau; Eltis, Waschkautz; Ekstein, Kolbuszüw: Samet, Kalusz; Schauer, Waschkautz; je K 5*—: Freilich, Krakau; Kamiel, Krater-; je Sk 4*—: Schulz, Stanislau; Kliegler, Grüdek; . ^rer, Zborow; Preis, Olejow; Nagler; Blumenstein, HöÄWnka; Blaukopf; Goldberg, Rohalyn; Melon, Przemysl; Rosenkranz, Siglitz; Schleider, Böbrka; Akselrat, Bursztyn; Lerner, Brody; Schwarz, Zborü'w; Danhirsch, Grüdek- Jäger Trug, Zborow; Drimer. Zaleszczyki; Lieber, Rudnik; Aratin, Krakau; Spitz, Przemyül; Weintraub, Kotzmann; Boksharn, Podheice; Steinberg, Betz; Sauer, Narol; Gutmann, Czernowitz; Steren, Podheice; Schmire, Brody; Danhirsch, Grüdek; Lanner, Brody; Kliegler, Probuzna; Zünz, Krystynopol; Schächter, Kolomea; Landau; Akselrat; Bursztyn; Brody; Zellinger; Scheior, BorySlaw; Schwarz. Zborow; Vogel, Kolomea; Rabbiner Galler, Böbrka; Schapira, Schniatin X 8-36: je X 3—: Schächter, Taust; firfchorn, Chadorüw; Singer, Zaleszczyki; Schächter; largulis; Birnbaum; Dawld; Hcllek; Wrznitz; Glaser; tormch; Kazwan; Lüfschütz; Reht, Busk; Wiznitzer; chenirer, Kolomea; Privcs, Warschau; Samet, Nilitszyk; Kimel, Kalusz; je Kl 2'40: Kuppel, Wien; N N; Holländer; Wind, Bübrka; Benzion Schapira Schniaty X 2 36; je K 2'—: Fiederer, Podheice; Rosenzweig, Trembowla; Kümmel, Stanislau; Lerner, Czernowitz; Scheier, Bursztyn; Engel, Brzezany; Kruh, Szczerzec; Bramberger, Stanislau; Sonnenschein, Podheice; Ehrenpreis, Nadworna; Kowler, Sokal; Ratzer, Nadwürna; Linker, Tysieninica; Nachmon; Katz, Waschkautz; Kanner, Lemberg; Rosner, Wiznitz; Pfeffer, Przemy-l; Gilsohn, Tarnopol; Geld, Lopatyn; Schapira, Strm; Tannenbaum, Kotzmann; Hermann, Dolina; Horowitz, Brody; Pastenak; Mekler; Keller; Leibhart, Burk; Schnitzer; Rulrm; Rotenstreich, Schächter, Zawalow; Diementsiein, Rozniatüw; Torten, Slryj._. Neue Sucher. „Flugschrift«« des Berliner Tageblatt", Heft 4: Dr. Bernhard Dernburg, Staatssekretär a. D-: „Don beiden Ufern." Preis Mk. 1-—. (Kronen - Verlag G m. b. H., Berlin.) — Die hier vereinigten Aufsätze des Staatssekretärs a. D. Dr. Bernhard Dernburg sind Betrachtungen zur Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehung während des Krieges bis zu dem Augenblick, wo Amerika sich der deutschfeindlichen kriegführenden Gruppe angeschlofsen hat. Staatssekretär a. D. Dr. Dernburg war bekanntlich nach Kriegsausbruch nach Amerika gegangen, um dort für die deutsche Sache tätig zu sein. In den hier vorliegenden Aufsätzen wendet er seine besondere Aufmerksamkeit der Ausgestaltung der völkerrechtlichen Fragen und der Sicherung des zukünftigen Friedens zu. Sven Hedin: „Bagdad - Babylon - Rinive." 165 Seiten, 26 Abbildungen (16 Photographien, 10 Zeichnungen Hedins). FeldpoftauSgabe, Mk. 1—, Leipzig, f. A. BrtMcms. — Kein Krieasbuch im engeren Sinne. her doch «» Buch, das auf keiner Seite die machtvolle kriegerische Zeit seiner Entstehung verleugnet. Der Leser hört den Schritt türkischer Marschkolonnen auf jenen Wüstenpfaden, auf denen ehemals die Streitmacht babylonischer und assyrischer Könige einherzog; er steht deutsche Batterien in türkischen Diensten den kömglichen Euphrat hinabsahren, Hedin begleitet sie auf einer abenteuerlichromantischen Stromreise über 1000 Kilometer den Flnß abwärts. Der Kanonendonner von Kut-el-Amara ertönt, die Palmen- und Märchenstadt Bagdad ist voller Siegesjubel. lleber diese Tagesereignisse steigen die Schatten einer großen Vergangenheit beherrschend empor. Hedin besucht die Ruinenfelder von Babylon und Ninive; er zeigt uns die Trümmer des Turmes von Babel, den aflyrischen und baykonischen Tempel und all die gigantischen Baudenkmäler, deren Ziegelhaufen der Namen eines Rebukadn«ar, Sanherib sind andrrer verewigen. Ereiamffe und Persönlichkeiten, die uns wie Sage und Mythe berühren, nehmen greifbare Wirklichkeit an, und in glänzenden Bildern zieht die ganze Menschhettsgeschichte an uns vorüber. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Alserstraße Nr. 71.