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Jüdische Korrespondenz · 1917-10-18 · 31 (18.10.1917) · page 4

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
3 (1917)
Issue
31 (18.10.1917)
Date
1917-10-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Jüdische Korrespondenz. Nr. 31 soll in der Weise erfolge», daß den betreffenden Bodeubesttzern als Vergütung für ihre Habe griechische Schatzscheine ansgefolgt werden. Die gesamte, billig denkende Oefsentlichkeit verwirft diesen Plan als einen heimtückischen Angriff gegen eine Bevölkerung, die Saloniki aus einem unscheinbaren Balkanstädtchen zu einem erstklassigen Handelsplatz und zukunftsreichen Hafen gemacht hat. Auch die italienische Presse, die diese Meldung mit Entrüstung wiedcrgibt, fordert die italienische Regierung aus, bei den Alliierten und in Athen zu intervenieren, um das Attentat gegen den seit Jahrhunderten geschützten und unangetasteten Besitz der Salvnikier Judenschaft zu vereiteln. Die italienischen Blätter heben hervor, daß der Besitz dieser schönen Stadt für Griechenland nicht durch Ungerechtigkeit befestigt werden kann und daß es noch ein europäisches Forum gibt, vor dem solche Taten zu verantworten sind. Die Juden in der modernen Philosophie. Von Dr. S. Mlehmeb. Die Inden sind von Haus aus kein Philosophenvolk wie die alten Griechen oder die alten Inder. Jede philosophische Disposition dcS Geistes setzt eine bestimmte Beziehung zur biologischen Natur voraus, die die alten Inden niemals unterhielten. Aus diesem Grunde haben die antiken Juden keine Philosophie, keine Zivilisation (?) und keine plastische Kunst hervorgebracht. Wie alle plastische Kunst mit der Darstellung der Natur beginnt, so beginnt alle Philosophie mit Naturphilosophie. Der antike jüdische Geist war zu sein spnihetisch und intuitiv, um die auf dem Wege der Analyse und der Induktion gewonnenen philosophischen Erkenntnisse horvorbringen zu können. Gewiß enthält auch die Bibel manche tiefe philosophische Erkenntnis, allein diese Erkenntnis kann höchstens als Weisheit angesprochen werden. Demgemäß sprechen auch alle Kulturhistoriker, und mit Recht, von der Weisheit der alten Hebräer. Aus dem Fehlen einer Philosophie im antiken Judäa kann aber nicht ans die philosophische Begabung der Juden geschlossen werden: denn sobald die Juden aus ihrer engeren Umwelt heraustreten und dem europäischen Menschen begegnen, erwacht auch bei ihnen das philosophische Bewußtsein. Durch eine merkwürdige Verkettung von Umständen ging der antik-jüdische Geist an der Natur vorbei und konnte aus diesem Grunde in keine logische Beziehung zur Natur treten. Ohne durch die Schule der Natur zu gehen, wurde der antik-jüdische Geist schon sehr früh in die Region der Abstraktion und der gesetzlichen Formeln hineingetrieben. Wenn er trotzdem manches Große auf dein Gebiete der Metaphysik und der religiösen Erkenntnis geschaffen, so geschah es, weil dieser Geist von Anbeginn an tief und scharf war und sich auch ohne jeden Anstoß von außen entzünden konnte. Aus rein innerer Anschauung heraus haben die alten Juden die Einheit Gattes und des Universums und die Einheit des Menscheiigcschlechtes und der Geschichte erfaßt. Diese wunderbare Äntizipation des Geistes ist nicht ohne bestimmenden Einfluß auf die späteren philosophischen Bemühungen der Juden gewesen. Mochten sich später jüdische Philosophen zu dem einen oder zu dem anderen System bekennen, mochten sie Aristotclifer oder Platoniker, Individualisten oder Universalisten, Materialisten oder Idealisten sein, an den genannten vier Einheiten haben sie immer sestgehalien. Der Jude fällt noch in der Philosophie durch andere charakteristische Merkmale ans. Man sieht den jüdischen Philosophen von Philo bis Hermann Cohen und Henry Bergson immer im Lager der Radikalen. Man erkennt ihn ferner durch sein intensives Interesse an der Ethik. Spinoza z. B. hat sein Hauptwerk „Ethik" genannt, obgleich dieses Buch mehr Erkenntnistheorie, Metaphysik, Staats- und Rechtsphilosophie enthüll als Ethik im engeren Sinne des Wortes. Hermann Cohen ist zunächst der große Ethikcr. Sreinthal, der in erster Reihe Sprachforscher war. hat eine Ethik geschrieben; Lazarus, der Begründer der Völkerpsychologie, hat eine Ethik des Judentums geschrieben; Männer wie Sintmel, Stammler, Worms, Dürkheim und andere beschäftigen sich immerfort mit ethisch-sozialen Problemen, obgleich sie kein engeres Fachinteresse an den Problemen des Sittlichen haben. Die Frage nach gut U!»d böse, rech! und unrecht beschäftigt fortwährend den jüdischen Denker, weil das Moralisieren schlechthin dem Juden im Blute liegt. Diese moralistische Mentalität hat gewiß ihre bestimmten „soziologischen" Gründe. Die Juden sind immer die Unterdrückten, die Entrechteten und die Verfolgten gewesen; aber es kommt hier weniger auf die Ursachen und Gründe dieser ethischen Disposition des philosophisch-jüdischen Geistes an, als auf die nackte Tatsache, daß der jüdische Denker geradezu an einer Hypertrophie des Ethischen leidet. Dieses lief eingewurzelte ethische Bewußtsein ist eine der größten Traditionen des jüdischen Geistes, und es ist schwer zu sagen, ob der Anfang dieser Tradition sich rein soziologisch rekonstruieren läßt, wie manche wohlmeinende Historiker glauben, oder ob er sozusagen „eine angeborene Idee" ist. Viele Völker waren unterdrückt und verfolgt, innerlich geschwächt und äußerlich bedroht, und trotzdem haben sie keine Propheten hervorgebracht, ebenso wie die vielen Völker, die in Palästina gelebt, keine Bibel geschaffen haben. Diese ethische Geistesdisposikion der Juden, die bei den jüdischen Denkern besonders scharf in die Erscheinung tritt, ist eine handgreifliche Wirklichkeit, die man sich nicht hinwegdenken kann, selbst wenn man nicht gewillt ist, das Vorhandensein einer besonderen jüdischen Geistespsychvlvgie zuzugeben. (Schluß folgt.) Chronik. (Das „gute" Gedächtnis Mr. Roosevelts.) Herr Roosevett brüstete sich jüngst damit, daß er 1902, als damaliger Präsident der Bereinigten Staaten, in einer Unterredung mit dem deutschen Botschafter über die Venezuela-Affäre Deutschland mit Krieg bedroht hätte. Diese Behauptung ist als nicht den Tatsachen entsprechend von deutscher amtlicher Seite zurückgewiesen worden. Das „gute" Gedächtnis, dessen sich Mr. Roosevett bei dieser Gelegenheit rühmte, wird durch einen Vorfall trefflich illustriert, der vor einigen Jahren in Amerika spielte und dort viel belacht ivorden ist. Bei einem Festessen zu Ehren des Herrn Oskar Strauß, der unter Präsident Roosevett Handelssekretär gewesen war, äußerte Herr Roosevett in seiner Rede mit Emphase: „Als ich den Posten des Handelssekretärs in meinem Kabinett zu besetzen hatte, schrieb ich an meinen alten Freund Jakob Schiff: ,Jch wünsche für diesen Posten den wirklich besten Mann zu erhalten ohne Rücksicht auf Partei oder Konfession, auf Familie oder Geld. Wen können Sie mir empfehlen?' Und mein Freund Schiff empfahl mir Oskar Strauß." Gleich darauf erhob sich der bejahrte schwerhörige Herr Schiff und begann seine Rede: „Als mir mein Freund Roosevelt schrieb: .Ich wünsche einen Posten in meinem Kabinett mit einem Juden zu besetzen, wen können Sie am meisten empfehlen?' da konnte ich ihm keinen besseren Mann nennen als Oskar Strauß." (Gründung einer jüdischen Gemeinde in Paraguay.) Laut eines Berichtes des „El Diario“ hat in der Hauptstadt des Freistaates die Gründung einer israelitischen Gemeinde, .Union IsrasMa", stattgemnden. Senvr Edgardo Sprinberg, der neugewählte Präsident der Gemeinde, forderte in einer begeisterten Ansprache die ganze Judenschaft des Landes auf, sich zusammenzuschueßen und durch eifrige Betätigung auf kulturellem Gebiete dem neuen Vaterlande den Dank für die Segnungen der allen Bürgern in gleicher Weise zuleil werdenden Freiheit der Konstitution abzustatten. Ganz besonderen Beifall erweckte die Ansprache des Vertreters des Präsidenten der Republik. Das Staatsoberhaupt, persönlich am Erscheinen verhindert, entbot durch seinen Delegierten der neugegründeten Gemeiirde die herzlichsten Glückwünsche der Regierung und versicherte, daß alle Behörden die in der Verfassung enthaltenen Rechte in bezug ans die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetze sorgsam achten werden. Im Staate Paraguay ist der Antisemitismus eine unbekannte Erscheinung, während viele Juden in hervorragender Stellung sich erfolgreich betätigen. (Gin neuer jüdischer Kunstsalou) für jüdische Künstler wurde in Berlin von der Kunsthandlung Aschinger- Margules eingerichtet. Er dient dem einzigartigen Zwecke, jüdischen Künstlern die bisher fehlende Gelegenheit zu geben, ihre Arbeiten dem jüdischen Publikum vorzuführen. Ein glücklicher Gedanke, dessen Ausführung nur in einer Stadt wie Berlin geboren werden konnte? Die Zahl der bewußt jüdisch fühlenden Künstler ist bedeutend größer, als man gemeiniglich annimmt. In der ersten Ausstellung findet man u. a. die glänzenden Namen Salomon Pleßner, Erich Wolfsfeld, Joseph Oppenheimer, Ernst Stern. Auch den jüngeren ist die Möglichkeit geboten, sich dem kauflustigen Publikum zu zeigen. Das Berliner Beispiel regt zur Nachahmung an. Spendenausweis für die Schulen der „Agndas Iifroek", Wien, II-, Große Wfarrgalfe Mr. 23, für den Monat Aß 5677. Sammlung durch Herrn Hsilpern, K 311-—; Sammlung Babad, K 45'—; Moses Heidelmos, K 79-—' Krum, Tlumacz; Rabbiner Moses Heschci, Kopyczynce, K 7-20; Sauer, Waschkautz, K 9-—. I« K 6—: Jäger, Przemyslany; Schwarz, Horodenka; Friesner, Stanislau;Kazwan, Waschkautz; Eltis, Waschkautz. Je K 5*—: Erdmann, Wien; Schönhorn, Kolomea. Je K 4*—: Akselrot, Bursztyn; Danhirsch, Grüdek; Schwarz, Zborüw; Nagel, Kruh, Starozynietz; Schein, Turka; Löwin, Drohobycz; Ekerling, Horodenka; Lieber, Rndnik; Rosenkranz, Syglitz; Stieglitz, Busk; Engel, Preis, Trug, Zborüw; Freundlich, Brzezany; Klang, Grüdek; Langer, Debica; Lechner, Rawa-Ruska; Friesel, Grüdek: Kliegler, Grüdek; Salpeter, Kolomea; Spiegler, Grüdek; Kreindler, Kotzmann; Rubin, Stanislau; Brandeis, Stryj; Blasenstein, Horodenka. Je L 3'—: Schächter, Tlumacz; Recht, Busk; Kantor, Wiznitzer, Waschkautz; Schleincer, Nadwürna; Lifschütz, Waschkautz; Harnich; Glasier, Waschkautz; Paß, Sokal: Kleim, Przemy«!; Sonnenschein, Husiatyn. Je K Ä—: Schenker, Bukaczowce; Karoliner, Buczacz; Bardfeld, Tarnvpol; Engel, Mikolince- Fischer, Trembowla; Bergwcrck, Lentschin; Eisenbruch, Lemberg; Herman, Bodryborczany; Prennnger, Ottynia; Bargmann, Drohobycz; Karl, Lemberg; Horowitz, Stryj; Franzos, Tarnvpol; Slempler, Buczacz; Felder, Stanislau; Himeldach, Kozlüw; Winter, Przemyelany; Helfer, Brzezany; Schwarz, Zbarüw; Breiter, Brzezany; Buksbaum, Kolomea; Schächter, Zborüw; Korn, BuZacz; Leiner, Mo«cisk; Leier, Bursztyn; Etner, Robatyn; Friedmann, Tarnopol; Pitfchemk, Dyuüw; Weisels, Busk; Weis, Stanislau; Himmeldank, Kozlüw; Ostermann, PrzemiZlany; Weinstein, Zaleszczyki; Menasches, Scheitzer, Keller, Burg, Lcibbart, Heitner, Radel, Stangler, Czernowitz; Goldberg, Lemberg; Schmelkes, Bardfeld, Zuns, Krystynopol; Rotfleis, Rawa-Ruska; Haber, Tlumacz; Goldhaber, Kolomea; Zellinger, Rohatyn; Würffel, Skalat; Köz, Koffüw; Pasternak, Zborüw; Rubin, Zborüw; Bakenrot, Gorlice; Hochmann, Dolina; Peritz; Ornstein, Gutwirt; Donner; Rotenstreich, Mautner, Stanislau; Zänker, Kolomea; Mangel, Przemy-lany; Horowitz, Podheiee; Schächter, Zawaiüw; Zonnenscheu, Podheiee; Gnick, Zaleszczyki; Becker, Bolszowce; Kammer, Lemberg; Birn, Antwerpen; Gerber, MoScisk; Kurz, Czernowitz; Frucht«, Wien; Lustmann, Przemyslany; Dill«, Lemberg;Kristiampol«, Brody; Ornstein, Brody: Dembling, Ottynia; Weingarten, Borysküw;Klang, Grodek; Edelstein, Delatyn; Fried, Kuty; Bleiberg) Navara; Augapfel, Stanislau; Ginzberg, Jazlowitz; Bitman, Nadwürna; Berger, Stanislau; Brandeis, Koslüw; Landmann, Buczacz; Sperber, Kolomea; Weiß, Brody; Stahl, Kolomea; Salzmann, Kolomea; Fisch, Kolomea; Fried, Zborüw; Roscnblatt; Kliegler, Stanislau; Melder, Lopatyn; Goldberg; Schnei«; Schenfeld, Brzezany; Birn, Kalusz; Katz, Sassüw; Panzer; Sichter; Heiman, Schein«, Horowitz, Buczacz; Mahler, Czeszanüw; Gilsohn, Tarnopol; Groß, Tarnopol; Friesler, Stanislau; Glücksmann, Lin, Grüdek; Mandel; Brotmann, Nadwürna; Krammer, Turka; Blech, Stanislau; Mekler, Stanislau; Stiften, Stanislau; Sicher, Lemberg; Linker, Czernowitz: Lustig, Kalusz? Tennenblatt, Kotzmann; Nutzbaum, Nadwürna; Geld, Lopatyn: Wurmann, Zaleszczyki; Fogei, Wien; Gratzfeld, Czernowitz; Reich, Rozwaoüw; Tabak, Buczacz; Engel, Mikulince; Vogel, Trembowla; Rosner, Stanislau; Reicher, Buczacz; Friedler, Horodenka. Je K 1-—: Drimer, Trembowla; Katzenöhl, Stanislau; Lasier, Kolomea; Einläger, Trembowla; Leiter, Brody; Bübrker, Tarnopol; Bernstein, Czernowitz. Neue Löcher. „Polen." Bon Dr. E. Zivier. (Perthes Kleine Völker- und Länderkunde zum Gebrauch im praktischen Leben. Vierter Band.) Verlag von F. A. Perthes A-G., Gotha, 1917. Preis Mk. 6-—. — Bei der großen Aktualität, die gegenwärtig der polnischen Frage zukommt, kann das Erscheinen des vorliegenden Buches nur begrüßt werden. Dasselbe enthält eine ausführliche, sachlich geschilderte Geschichte Polens seit den ersten Anfängen bis auf den heutigen Tag. Dabei wird auch die kulturelle und wirt- .schaftliche Entwicklung des Königreiches und des Volkes eingehend behandelt. Auch die Judenfrage wird berührt. Gar manche Erscheinungen im polnischen Lager während des Weltkrieges werden verständlich und begreiflich. Das Buch bietet großes Interesse sowohl dem Berufspolitiker, wie dem intelligente» Leser. „Kriegsgefangene." 100 Steinzeichnungen von Hermann Struck. BUleitworte von F. v. Luschan. Berlin, Dietrich Reimer (Ernst Bohlsen), 1917. — Das vorliegende Büchlein bringt einen überaus interessanten Beitrag zur Anthropologie. Der Weltkrieg hat sozusagen zu einer Völkerwanderung geführt, in den Kriegsgefangenenlagern der Mittelmächte sind Typen fast sämtlicher asiatischer und afrikanischer Völker anzutreffen. Der bekannte Zeichner Struck hat da Gelegenheit zu einer sehr interessanten Arbeit gefunden. Seine Typen bieten großes Interesse. Die wissenschaftliche Einführung des Prof. Luschan, die 60 Typenbilder und Originalaufnahmen enthält, ist höchst belehrend. „Vom polnischen Juden." Novellen und Skizzen polnischer Dichter. München, 1917. Verlag von Georg Müller. — Angesichts der gegenwärtigen polnisch-jüdischen Spannung, die auch in die polnische Literatur Eingang gefunden hat, ist es interessant, auf Grund der in dem vorliegenden Buche veröffentlichten Skizzen konstatieren zu können, daß die polnischen Geistesheroen nicht immer dem Judenhasie zugänglich waren. Danilowski, Orzeszkowa, Gomulicti, Konopnicka, Szymanski, Swi«tochüwsn, Junosz, Brodowski, Dalecka — deren Judenskizzen hier reproduziert sind, haben das jüdische Leben mit viel Verständnis für die jüdische Eigenart und ohne jede Voreingenommenheit geschildert. Das Buch bietet zugleich eine Art Kulturbild vom Leben der Juden in Polen. „Renösterreichische Blätter." Das 3. Heft dieser neuen vaterländischen Monatsschrift, die in moderner Weise zu den aktuellen politischen Fragen Stellung nimmt, ist erschienen. Aus dem interessanten Inhalte seien einige Artikel hervorgehoben, u. zw.: „Innerer und äußerer Friede" von Morawus, „Zur Verfassungsänderung" vom Abg. Dr. von Onciul, „Nationales Recht und nationale Rechtsubjekte" vom Abg. Dr. Bugatto, „Die österreichische Reichsidee, die nationale und die jüdische Frage" von einem Großösterreicher re. — Der mäßige Bezugspreis (K 2-— vierteljährlich) sichert der Zeitschrift weiteste Verbreitung. (Verlag Fell«, Karlsbad, Böhmen.) „Die Staatsformen der Großmächte." Bon Dr. L. Lorenz. Leipzig, Theodor Weicher, 1917. Preis Mk. I'20. — Der Weltkrieg hat auch eine weitgehende Erörterung der innerpolitischen Verhältnisse der kriegführenden Staaten mit sich gebracht, die vielfach als Kriegsfaktoren beurteilt werden Die vorliegende Schrift bringt nun einen aktuellen Beitrag zu diesem Thema, indem die Staatssormen der Großmächte klar und präzise geschildert werden. Sonntag, den 28. Oktober, 1jt 6 Uhr abends findet im Festsaale des „Bayerischen Hof“ II. Bezirk, Taborstraße Nr. 39 --— eine statt. Unter artistischer Leitang des Dramaturgen Herrn Josco Schubert haben ihre Mitwirkung zugesicbert: Die Damen :BertaDanegger (ehern. Mitglied des Burgtheaters), Olga Hajek, Nietta Niklas-Schubert, und die Herren: Richard Waldemar (Carl-Theater), Ign. Körner, Theodor Danegger (Volksbühne), Rudi Merstallinger (Joh. Strauß-Theater), Benno Lie und 3. Reißmann (Jüd. Bühne). Karten zu K 4, 3 und 2 in der Buchhandlung R. Löwit, Wie», I., Rotenturmstraße Nr. 22. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Alserstraße Nr. 71. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei.

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