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Jüdische Korrespondenz · 1917-09-13 · 28 (13.9.1917) · page 4

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
3 (1917)
Issue
28 (13.9.1917)
Date
1917-09-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 Jüdische Korrespondenz. Nr. 28 Leider kann nicht gesagt werden, daß die russischen Juden bei ihren englischen Brüdern Schutz gefunden haben. Die englischen Juden haben weidlich Anteil an der Hetze gegen die russischen Juden genommen. Der „Jewish Chronicle" nahm in der schmachvollsten Weise Partei gegen sie. Doch fanden die russischen Juden in Israel Zangwill und vor allem in nichtjüdischen Frcihcitsfreunden warme Verteidiger! Hebräische Literatur i« Pole«. AuS Lublin wird geschrieben: „Mysl Zydowska" erfährt, daß das Generalgouvernement die Einfuhr der in der Monarchie erlaubten hebräischen Literatur in das Okkupationsgebiet bewilligt hat. Für das deutsche Okkupationsgebiet sei jedesmal die besondere Bewilligung des Generalgouvernements Warschau cinzuholen. Die Jude« in Riga. Die nun von den Deutschen eroberte Hauptstadt Livlands an beiden Seiten der Düna zählt unter ihrer Halbmillionenbevölkerung etwa 40.000 Juden, die in den letzten Jahrzehnten des russischen Regimes infolge der drakonischen Rayongesetze ein schweres Leben führten. Die Armut im Judenviertel dieser von Erwerbsmöglichkeiten reichen Handelsstadt ist nicht so groß, wie in Wilna und Warschau. Der Mittelstand ist hier besser entwickelt und die Oberschicht der Intelligenz und der Kapitalskräftigen wesentlich stärker. In den politischen und wirtschaftlichen Kämpfen zwischen Letten und Deutschen, wobei sich die ersteren der russischen Unterstützung erfteuten, die letzteren aber mit ihrer geistigen und kulturellen Ueberlegenheit das Feld behaupteten und trotz aller Russifizierung das deutsche Gepräge der Stadt sicherten, waren die Juden durch Neigung, Sprache und Kulturrichtung in die Reihen der Deutschen gewiesen, was ihre Achtung in den Augen der russischen Behörden nicht gerade erhöhte. Judenausweisungen aus Riga bildeten allezeit eine stehende Rubrik in den jüdischen Zeitungen. Rigas Juden haben keinen Grund, den abziehenden russischen Machthabern — auch nicht denen von Kerenskis Gnaden — Tränen nachzuweinen. (Sitte Offiziers-Jofchiwa. Der Krieg zerstört nicht nur, er hat nicht nur die seit Jahrhunderten bestehenden ungarischen Jeschiboth nicht zerstört, weil ihre Zöglinge an der Front sind, sondern er baut auch aus. So hat der Krieg die „Kriegs-Jeschiwa" in Pomaz in Ungarn geschaffen. In der Pomazer Offiziersschule absolvieren die Einjährig-Freiwilligen mehrerer Regimenter den Offizierskurs. Auch die Einjährigen eines Budapester Infanterieregiments, unter ihnen mehrere Bachurim und Budapester junge Leute, die dem Talmudstudium obliegen, machen gegenwärtig die Offiziersschule in Pomaz durch. Diese versammeln sich nun, wie dem „Egyenlöseg" berichtet wird, allabendlich nach des Tages mühseliger geistiger und körperlicher Anstrengung in der Studierstube des Rabbiners der Pomazer orthodoxen Kultusgemeinde, Samuel Roth, der ihnen den „Schiur", das tägliche talmudsche Pensum, vorträgt. Und die feldgrauen Talmudjünger nehmen Anteil an dem Schiur und an den geistschärfenden Debatten, die aus der einen oder anderen „harten" Stelle des Talmud entspringen. Gar oft kommen die Kriegsbachurim des Rabbi Samuel Roth müde und matt vom Exerzierplätze direkt zum Vortrag, „denn," sagen sie, „cs ist für uns eine Erholung, ein Aufatmen der Beruhigung, wenn wir vor der „Gemoro" sitzen und lernen . . ." So entstand die Pamozer Kriegs-Jeschiwa. _ Chronik. (Richtigstellung.)» Unsere in Nr. 26 gebrachte Nachricht. wonach der mit dem Ritterkreuz des Maria- Theresienordens dekorierte Hauptmann Geza Heim ein Jude ist. hat sich nachträglich als unrichtig herausqestellt. Derselbe ist römisch-katholisch. — Der Irrtum stammt, wie uns unser Gewährsmann mitleilt, davon, daß es in der k. u. k. Arme« auch einen zweiten Hauptmann Geza Heim gibt, der Jude ist. Es liegt also «ine Personenverwechslung vor. (Kricgözuschläge für Kultusbeamte.) Aus Budapest wird gemeldet: Entsprechend einem Beschlüsse der Konferenz der israelitischen Kultusgemeindebeamten, sprach kürzlich eine Abordnung beim Kultusminister vor, um von der Regierung die Zubilligung von Kriegszuschlägen zu erbitten. An Stelle des erkrankten Kultusministers empfing Staatssekretär Johann Toth die aus dem Generalsekretär der Pester isr. Religionsgemeinde, Dr. Julius Weißburg, dem Oberkantor Lazarus und dem Schriftführer der Keeskemöter isr. Gemeinde, Julius Viränyi, bestehend« Deputation, der er versprach, innerhalb der Grenzen der Möglichkeit für die günstige Erledigung der vorgetragenen Bitte einzutreten. (Jüdische LoyalitätSknndgebuugen.) Di« Verleumdungen der Entrnteblätter, welche die türkischen Behörden der Grausamkeit gegen jüdische Bewohner Palästinas beschuldigten, haben bei den israelitischen Notabeln der Türkei Erstaunen und Entrüstung hervorgerufen und sie zu einer feierlichen Erklärung ihrer Treue und Anhänglichkeit veranlaßt. Der Oberrabbiner von Konstantinopel hat an das Justiz- und Kultusministerium eine Zuschrift gerichtet, in der er di« Erklärung abgibt, di« Regierung hege wohl keinen Zweifel, daß die Juden in der Türkei wie bisher so auch in Zukunft bereit seien, ihr Blut bis aus den letzten Tropfen zu vergießen, um die Unversehrtheit des türkischen Reiches zu verteidigen. Gleichzeitig überreichte der Oberrabbiner eine von sämtlichen jüdischen Bereinigungen und Körperschaften Konstantinopels Unterzeichnete Ergebenheitsadresse, die die unerschütterliche Anhänglichkeit an die Türkei beteuert, von neuem dem Sultan Treue und Ergebenheit gelobt und dem sehnlichen Wunsche nach einem endgültigen Siege der Türkei und nach ihrer Entwicklung zu einem einheitlichen, unteilbaren Block Ausdruck gibt. (Organisation des russtfch - jüdische« Proletariats.) Die beiden Parteien jüdischer sozialistischer Arbeiter Rußlands, nämlich die zionistischen Sozialisten und die jüdische sozialistische Arbeiterpartei, haben sich zu einer vereinigten indischen sozialistischen Arbeiterpartei verschmolzen. Die neue Gruppe bleibt den Grundsätzen des internationalen Sozialismus treu und organisiert in Rußland den wirtschastspolitischen Kampf der jüdischen Arbeiterklasse. Sic besitzt ihre Vertreter im Sovjet und im Rate des Generaliyndikats der russischen Arbeiter, ferner im ukrainischen Zentralkomitee und im ukrainischen Generalsekretariat. Diese vereinigte Partei zählt bereits über 12 000 Mitglieder', sie gibt in Kiew ein Zentralorgan und außerdem sieben Provinzzeitungen heraus. Bei den gegenwärtigen städtischen Wahlen bildete sie einen Block mit den anderen sozialistischen Gruppen und verzeichnete 75 Gewählte. Diese werden einen Bericht und Vertreter zur Stockholmer Konferenz entsenden. (Gegen die Ueberfiedelnng der rnmänischen Köniasfamilie nach Cherson.) Die „Times" melden aus Odessa: Der Arbeiter- und Soldatenrat in Cherson protestierte energisch gegen die Uebersiedelung der rumänischen Königstamilie und des rumänischen Kabinetts nach Cherson. Auch die dortigen Juden haben sich wegen der antisemitischen Politik des rumänischen Kabinetts an diesem Protest beteiligt. (Schreckensherrschaft der Regierung in Jaffv.) Laut „Kiewkija Mysl" hält trotz des Einspruchs der russischen Heeresoraanisation der Südwestfront das Schreckensregiment der Regierung in Jassy, besonders gegen die jüdische Bevölkerung, an, Die Behörden fahren fort, die Juden bei dem geringsten Verdacht zu verhaften und Körperstrafen zu unterwerfen. Sie erschießen ganze Familien, über die wegen angeblicher Deutschfreundlichkeit Boykotts erklärt werden. (Reaktionäre Jndenhetze» in Rußland.) Die reaktionären Elemente setzen ihre Pogromhetze in verstärktem Maße fort. Aus vielen Stellen, selbst den Großstädten, laufen Nachrichten über eine umfangreiche Wühlarbeit, die sich vielfach unter dem Schein des extremen Sozialismus verbirgt, ein. Trotz aller Bemühungen werden ständig Mafien von Pogrom-Aufrufen, Flugschriften verleumderischen Inhalts verbreitet. So sind auf den Moskauer Bahnhöfen große, zur Abfahrt bereite Mengen solcher Werke abgefaßt worden, die für die Provuiz bestimmt waren. Die alten Anklagen, die Juden seien an der 'Nahrungsmittelknappheit und -teuerung schuld usw,, kehren in den Flugschriften immer wieder zurück. In Nishni-Nowgorod fanden Pogromversuche statt. Zügellose Soldaten plünderten Geschäfte und Privatwohnungcn aus und zerstörten viele Güter. Auf Versammlungen wurden offen überaus judenfeindliche Reden laut. Erst nach langen Bemühungen wurde die Lage wieder hergestellt. In Odessa, Kiew, selbst in Petersburg treibt eine organisierte Pogromorganisation ihre Blüten, oft ungescheut und öffentlich. Als Hauptvorwand, unter dem diese Propaganda geführt wird, dient die Beschuldigung, daß die Juden den „Bolschewiki" (Maximalisten) «»gehörten und Rußland dem Verderben näher bringen. (Die Wühlarbeit der srussischr» Schwarze« Hundert.) In den Moskauer Bahnhöfen wurden dieser Tage mehrere zur Beförderung bereite Kisten entdeckt, in denen Pogromliteratur enthalten war, die bestimmt waren, in die verschiedenen Teile verschickt zu werden. In den Flugschriften wird die russische Provinzbevölkerung aufgefordert, mit den Juden „abzurechnen", die an der tegenwärtigen Lage Rußlands schuld seien. Wie „Rußkoje -lovo" meldet, wurden im Zusammenhang mit dieser Sendung bereits zahlreiche Personen verhaftet, welche angaben, Mitglieder einer geheimen Organisation nach dem Muster der Schwarzen Hundert, wie sie unter dem Zarismus blühten, zu »ein, in deren Auftrag sie den Versand der Pogromliteratur ausführen wollten. Die gesamten Vorgefundenen Flugschriften wurden beschlagnahmt und die Untersuchung behufs Eruierung der übrigen Mitglieder der Organisation eingeleitet. Spendenausweis für die Schule« der „Agudas Iiftoel", Wien, II., Große Hftarrgasse Ilr. 23, für den Monat Kam«; 5677. Je E ft'—: Heinau, Nowo-Eielice' Stern, Bursztyri; Nestel, Boryslaw; Goldhaber, Kolomea; Karoliner, Buczacz; Horowitz, Slryj', Stein, Kolomea; Rosner, Wiznitz; Schreier, Stamslau; Kruh, Starazynietz; Axelrad, Sokal; Babad, Lubaczöw; Horowitz, Buczacz; Geller, S; Gottesmann, Rosenkranz, Sniatyn; Okner, Rosner, Kolomea; Eisenbruch, Lemberg; Keßler, mi; Stolzberg, Bus!; Schaffer, Worochta; Rotfleisch, Rawa-Ruska; Kurzer, Rawa-Ruska; Kawe, Drohobycz; Tahler, Drohobycz; Jahr, Lemberg; Safier; Haber, Tlumacz; Landmann, Buczacz; Herrman, Bodrohorczany; Rosenkranz, Sniatyn; Ratz, Krystynopol; Linker, Czernowitz; Pfeffer, Swirk; Kantor, Kolomea; Ekrlina, Stanislau; Schwarz, Lemberg: Ehrenreich; Eirgel: Feller; Kruh; Kümel, Stamslau; Jacüb, Muszyna; Perel, Boleschowce; Bergwerg, Kolomea; Schwager, Kolomea; Sonnenschein, Podyeice; Lacher, Lemberg; Gottesmann, Jezierzany;, Kelmann, Spoffüw; Kristyzampoler, Brody: Rapaport, Tarnüw; Ebel, Beiz; Beer, Uhnow; Schünfeld, Przemy«- lany; Brand, Remiröw; Weinstein, Zalesziczyki; Galz, Zostawna; Freundlich, Brzozüw; Tanne, Roiniatüw; Helfer, Brzezany; Gubter, Stanislau; Ostermann, Przemyillany; Meisels, Busk; Weiß, Stanislau; Bleiberg, Nemieröw; Einer, Rohatyn; Scherer, Kolomea; Auerbach, Zboröw; Stubenhaus, Grüdek; Jagoluizer, Mykolyeryn; Horowitz, Podheice; Schwadran, Halicz; Herman, Kolomea; Scheininger, Kamorno; Balaban, Janüw; Spira, Stryj; Kolin, Trembowla; Hochmann, Dolina; Katzbach, llhnüw; Ebenftein, Jazlowch; Kurzer, Ezernowitz; Wenker, Wien; Mithin, Kamionka; Fischer, Kolomea; Rubin; Kanner, Kuty; Preis; Schnitzer; Feller; Pasternak; Lustmann, Przemysl; Perel; Panzer; Burg; Keller; Engelstein. Bertisch; Lamm; Danker; Jagermann, Kofsöw; Rathau, Rawa-Ruska; Harnstein, Brody; Lein er, Moscisk; Wezmowitz, Lemberg; Binder, Wiznitz; Bittmann. Bukaezowee; Franzos, Bukaczowce; Feichtbaum, Moscisk; Mandelbaum, Kolomea; Fernbach, Kolomea; Stieglitz, Tarnopol; Wachsstock, Krakau; Unger, Zboröw; Schimel, Olesk; Ostersatzer, Brzezany; Schapira, Zboröw; Schroll, Rudik; Kronisch, Zboröw; Blaustem, Cieszanüw; Lindcnberg, Stanislau; Katz, Zboröw; Stolzberg, Zboröw; Charag, Zboröiv; Holzmann, Turka; Heller, Schodnica; Spitz, Przemyi-l; Edelstein, Delatyn; Ettinaer, Kolomea; Torten, Stryj; Fisch, Kolomea; Mermelstein, Sokal; Deller, Lemberg; Bakenrot, Gorlice; Herzig, Lubaczöw; Heilper, Lauer; Schnorch, Sereth; Freundlich, Weingarten; Moor, Tarnöw; Kowler, Sokal; Mautner, Lxnschin; Geld, Lopatyn; Fischer, Trembowla; Friesel, Grüdek; Fau, Zablotüw; Scheiner, Buczacz; Groß, Tarnopol: Vogel, Tarnopol; Altstatter, Klinkowice; Goldber, Stanislau;Stahl, Kolomea; Schächter, Zawatow; Stanzer, Czernowitz; Ekhau, Zalesziczyki; Sellinger, Tlumacz; Koz, Kostüm; Nagler, Stanislau: Handelsmann, Brody; Mandel, Grüdek; Lin, Grüdek, Dörfler, Kolomea; Goldberg, Rohatyn; Schleiner, Stanislau; Marder, Skorik; Seidmann, Sniatyn; Preis, Olejöw; Goldberg, Lemberg; Kreindler, Kolomea; Bakenrot, Gorlice; Abend; Orenstein, Horodenka; Dembling; Rubinsohn; Wilder, Lopatyn; Friedler, Horodenka; Friesel, Greidik; Bodek; Rozenblum, Brody; Silberstein, Lemberg; Salpeter, Kolomea; Holländer, Wolosk; Pordis, Sbryffüw; Gilson; Pazwig; Horowitz; Glücksmann; Hoffmann; Eisner; Lustig; Selig; Feninger; Sammlung durch Hammer, Kolomea, Je K 1*50: Weinstein, Tarnopol; Rotenstreich; Berner, Monasterzyska. Je K 1*—: Segel, Kolomea; Rozentahl, Monasterzyska; Bäger, Trembowla; Knoll, Koffüw; Folik, Kristynopol; udy, Tarnüw; Dul, Monasterzyska; Friesel, Kremnica; Meisel, Sadowa-Wftnia; Binder, Tarnopol; Lustig, Podwoloczysk; Aufrichtig, Zbarasz; Badner, Komarno; Rozenbaum, Zabtotüw; Weißberg, PrzemyZany; Böbrker, PrzemySl; Waldbaum, Glina; Fränkel, Przemyslany; Ochs, Tarnopol; Friedmann, Stryj. Neue Löcher. „Jüdischer Almanach." Im Herbste dieses Jahres erscheint in polnischer Sprache ein Sammelbuch „Jüdischer Almanach" mit einer Reihe literarisch-wissenschaftlicher Beiträge namhafter jüdischer Schriftsteller. Wie aus der Ankündigung zu ersehen ist, sollen hier Probleme des nationalen, ökonomischen und kulturellen Daseins des jüdischen Volkes im allgemeinen und desjenigen in polnischen Ländern insbesondere einer sachgemäßen Erörterung unterzogen werden. Durch eine entsprechende Verbreitung in allen polnischen Ländern soll hier der erste Annäherungsversuch gemacht werden zwischen den bis jetzt abgesondert lebenden Teilen der Juden Galiziens und Russisch-Polens. Allfällige Zuschriften sind zu richten an den Verlag „Noriah", Wien, I,, Ebendorferstraße 3/13. „Rationalitätenprinzip und BevölkerungSanStanfch." Eine Studie für den Friedensschluß von Dr. Mehmed Emin Efendi (Pseudonym). Dresden, 1917. Verlag von Richard A. Giesecke. — Einen eigenartigen Vorschlag unterbreitet der anonyme Antor der Oeffentlichkeit. Die Völkerstreitigkeiten sollen aus der Welt durch die Bildung von gesonderten Nationalitätenprovinzen im Wege eines entsprechenden Bevülkerungsaustausches geschaffen werden. Der Plan mag etwas phantastisch klingen, ist aber immerhin interessant. Unter anderem schlägt der Autor auch die Bildung einer separaten „jüdischen Provinz" als Grenzschutz für Oesterreich-Ungarn vor, wohin wohl di« Juden aller Herren Länder, zumindest aber die Ostjuden überrespektive angesiedelt werden sollten. intelligenter Rechercheur zu gelegentlicher Verwendung in Krakau wird gesucht von Wiener Privatauskunftei „Helios“, Wien, I., Bräunerstraße Nr. 3. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Alserstraße Nr. 71.

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