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Die Stimme · 1938-03-11 · Heft 743 (11.3.1938) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 743 (11.3.1938)
Date
1938-03-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Wim. Pwim*, im u. van tm.«. m m Hlemand darf üey Volksabstimmung Fernbleiben 1 Jeder sHmmi am 13. Harz mit: Ja! Cbsf Ivri (io der Sektion, IX., Hörig*«*« t). Memstag, den 15. d„ y,8 Uhr abend«: Sehlo- »oh Auerbach, Hebräische Uaesiecbe Publizistik; %9 Uhr. Pro!. Kästenbaum: Evn-jaakow («gada,). Austritte Dr. Amali« Grün, geh. 80. VTIL 1911 in Wien, ledig, IX., Liecht«Mtelnetraße 108; Rosa Lustig geh. Fantl, geb. 26. IV. 1911 in Reich ec borg, verheiratet, XIX., Cbimanistraße Nr. 21—25; Franz Xaver Lustig, geb. 13. VUL 1010 in Klagenfurt, verh., XIX., Chimarnstraße 81—25; Steffl Markbreiter geb. Gorge, geh. 13. V. 1®» ix. Strakonltz, verw., XIX„ Gqltzgasse 5; Helene Winterstein, geh. 5. VI. 1900 in Wien, verh.» l., Ebendorferstraße 10; Abraham Hoffer, geb. 18. II. 1875 in Kütti, v«rK. XII., Steinbauergaese 84; Renee Engel, geb. & VHl. 1897 in Wien, ledig, 'Sekretärin,' 1., Ballgagee 6; lngeborg Amalia Schalt, geb. 6. XII. 1923 in Wien, ledig, II., Volkertatrefle Nr. 8; Johanna Kulcsar, Erzieherin, geb. 16. XI. 1890 in Wien, ledig. X, Koplerplau 1; Oskar Halter, geb, & VIIL 1892 in Wien, ledig, 11., Große PfaiTgaiw 12; Charlotte Viola, geb. 16; IV. 1912 in Wien, ledig. VL, Gumpendorlerstmße 124; Cäziiie Freund geb. Pordee, geb. 8. IX. 1900 in Lemberg, gerichtl. getrennt, Wien VII.; Valerie Böhm, geb. 18. VII. 1890 in Baden bei Wien, HL, Obere Viaduktgas*« Nr. 6. 1 1 ”ü EIHDEKSTIjyiB KINOPROGRAMME Vmr fl. bla 14. Mint IMPERIAL-KINO1 UrattmUsrang; t. Woeh«! .,Cli8Z Jenny* ROTEHTORH BwMMIum«1 Hlxln 6«®re* »Eine framiie Frau“ KINO KERN im Prater Wr. Ken* 4 Perlewa» - Telepkon R 40-0-49 ÜTlSSuiilMulHe7 K ». «Mw IM.U v* VA VA *Aä o. LEOPOLDSTÄDTER VOLKS KINO li., Rotea«ter«gase* 7 a Tal. R 49-0-23 ~ rr Beer, Pveeeole Boeajr, Helwe M: „UN tARNRT DR »AL * HEUOS-KINO " r stärkste - m Tabentrata M - - . T«iwk*a e «-aso Rim der Segeawart BipriBivS, ‘4*, te®> te» Ohr NESTROY-KINO „Dybuk" II- »MB eM.ale 1« m Faß m RCMBKANDT-KINO kTS»] i Hal'esieHe nanh der Aii^artenbiiScke Uiw Rcimr, SnKir ln*r in: „Die groÄe SM °an“l'Jwla«eBib/a8'uarW KINO TJBG ETTH OFF äS».», .(lu Mt tit nsB«ll3tir uatlich S 170, vierteljährlich S jährig S 9.30 ganzjährig S 18. tir aas Ausland: Viertel jährlich: Deutschland RM 3A0. Tschechoslowakei Ki 28.—. Jugoslawien Dinar 56.—, Polen Zloty 6.56, Ungarn Pengo 4.80 Rumänien Lei 260.-, übriges Ausfand: Schweizer Franken &S6. Postscheck Konto: Österreich Nummer D 113 546, Polen Nr. 191190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zio; Britischer i-andesverband für Österreich, Wien, 1» Marc-Aürel-Straß« 6. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polowe». Wien, L, Maro- Aurei-Suaße 5 — Druck: Vernaj A. G„ Wien, iX- Canisiusgasse 8—10. Redaktion und Administration: Wien, L, Marc- Aerel Siraße S. TeL; U 22-3-91. Redaklionsaefehtß Sonntag. Dienstag und Donnerstag Wie nähernden Lenzes Säuseln und, Wehr Läßt ff Öffnung und Glauben von neum erstehn, Die Hoffnung auf miederkehrende Blüte, Den Glauben an Gottes beständige Güte. So kündet uns Pwim, das fröhliche Fest, Daß nimmer der Herr seine Treuen verläßt, Die gläubig, wie Kinder, dem Vater vertrauen, Auf ihn, den Erlöser Israels, schauen. Es lehrt uns Pwim, cmerket und seht, Ihr Kinder, daß nimmer das Böse besteht, Denn Gott beachtet den Pfad der Gerechten, Doch führt ins Verderben der Wandel Schlechten. Drum eifert, ihr Kinder, den Redlichen nach, Dann leuchtet wie jenen euch herrlich der Tag, Dam findet ihr süß den beglückenden Frieden — Oh, sei euch ein fröhlicher Pur i m beschieden! Purim Am 14. Adar ist Purim. Zur Erinnerung an das Fakten in den Tagen des Mordecba: und der Esther, deren Ge schichte ihr gewiß alle schon kennt, wird am 13. Adar gefastet. Dieser Tag wnrde von ganz Israel angenommen und wird „Fasten-Esther“ genannt. Im Tempel wird die Esther-Rolie (Megilla) verlesen. Bei der Rückkehr aus der Synagoge seien die Lichter angezündet und der Tisch . gedeckt! Es ist. üblich, vor der Verlesung der Esther-Rolle am Abend drei Münzen zu spenden zur Erinnerung an den „halben Schekel“, der im Adar zur Unterhaltung des Opferdienstes der Gemeinschaft richtet w-urde; heute ist es üblich, für den „Keren Kajemeth“ oder „Keren Hajessod“ zu spenden. Ein Kind ist von diesem Schekel befreit; bat aber der Vater einmal für sein Kind gespendet, ist es dann immer. dazu verpflichtet Jeder ist verpflichtet, die Verlesung der Esther-Rolle am Abend und , am Morgen su hören. Kinder sollen .sich schon möglichst früh daran g-.'röhnen. ■ Es herrscht der Brauch, daß der Vorleser nicht aus einer zusammengewickelten Rolle vorliest, sondern sie eist Blatt auf Blatt liegt, wie bei ehjem-BHef, weil die Esther-Rolle auch „Purimbrief“ genannt wird. Purim (Lose) ist ein Freudenfest Eosfest heißt ee deshalb, weil Haman das Los befragte, in welchem Monat er zum Ziele kommen würde. Wer die Esther-Rolle vorUest, spricht vorher drei Segenssprttehe: über das Lesen der Rolle, für die Errettung, und für das Erleben dieser Stunde. Es ist ein Gebot, den 14. Adar1 freudig und festlich zu begehen. Obwohl die Arbeit am Purim erlaubt ist, ist es dennoch nicht recht, an diesem Tage m arbeiten. Die Weisen sagten, wer am Purim arbeitet, wird keinen Segen davon haben Wie man dieses Fest früher beging, zeigt euch folgende hübsche Skizze; Purim Von Mendele Moicber Storim. Ein klassischer jiddischer Dichter, geboren 1837 in Kopyi (Weißrußland 1, gestorben 1917 in Odeesa. Er wird der Großvater ■ der jiddischen Literatur genannt Am Purim-Abend beisr, Festmahl saß Robb Chajjim mit den Seinen am Tisch. Neben ihm lag ein Beutel mit Kleingeld für milde Gaben. Arme U-ute kamen herein und Rebb Chajjim gab mit freundlichem Gesiebt und gutem Wort.. Bttrgerkinder kamen mit Tüchlein und veranstalteten verschwiegene Sammlungen. Die einen taten es für ejne unglückliche ver*. armte Familie, die im geheimen litt, die andern für . einen armen Mann aus bester Familie, für eine elende Witwe mit armen, kleinen Würnilein — und Rebb Chajjim gab und wartete mit Purim- Leckereien auf. Da kam die Gesellschaft der „Heiligen Beamten“ Scbammossim (Mehrzahl von Schammes •» Synagogenwajt), . Musikanten, Badewärter, Hochzeitespafw.ae.her, Totengräber, Purim- Komödianten — und alle nahm Rebb Chajjim mit „Willkommen!“ und elnei Gläslern auf und gab ihnen was. Sara (seine Frau) wieder war damit beschäftigt, das Sehlachmones (die als. Purim-Geschenke einander zugosandten Speisen [hebräisch Misehloaeh Manotj) Empfang zu nehmen, das die Nachbarn und Bekannter durch Knaben, Mädchen, Jeschiwa-Jünger (Jeschiwa-Talmudhocbschule) und Dienstmädchen schickten. Auf den. zugedeckten Tellern lagen Fladen, Kaiserbrötlein, Hamans-Tasehen, Möhnlein. Zuckerflschiein und Back werk mit den Namen Waschti (Name der Frau des Königs Aha-voros), Seresch (Frau Hamans) oder der Königin Esther in Zuckergußlettarn obendrauf; um diese schönen und guten Dinge, von denen eh» oder zwei auf einem Teller lagen, waren einige gedörrte Pflaumen oder ein paar Mandeln undNü&sein schöner Ocdffluog aufgelegt; manchmal lag agf einem; Teller bloß ein gewaschener Hering ' Essig und Honig — der kam von einem, der in allem die Einfachheit liebte und sich um .schönen fand nicht kümmerte, sondern der überall hübsch bürgerlich was Solides haben mußte... Und. während Bore den Bringern Botenlohn gab und den Absendern ihre Wünsche und Segnungen überbringen ließ, stürzten sich die Kinder auf. die ge-?rrpy rms stn Wer lernt mit uns BebriUscß? Ejse jom hajom??m*n Dl' sm Hajom jom rischon. Ejvofa bajita etmoi? Dü ebri?^1eriK wr nb'it Etmol hajitl ba kolnoa. wn ‘riörw *i&ps ' Ma Ufkitcha? liprgori no Am talmid. Stern? Ges ern war ich im Brfeffeastgn Heinrich Fränkei: Danke für' deinen Brief; Es geht dir eine separate Antwort in diesen Tagen zu. Ich glaube, du mußt dich au die nächstliegende Sektion anschließen. Für dich allein wird man kaum eine Gruppe bilden. Sei nicht traurig. Ich werde gewiß einen Ausweg finden. Herzliche Grüße. . Manfred Oser: Bitte um Angabe deines Alters und deiner Adresse. Ich möchte dir gerne eine kleine Anerkennung übersenden. Kinder! Wo bleiben die versprochenen Äußerungen zu der Rundfrage: „Warum ist Erez Israel mein Ziel?“ ich will bald mit der Veröffentlichung beginnen! brachten Geschenke, betrachteten mit glänzenden Augen jedes Stückchen und ordneten sodann alles aufs neue, um es andern Leuten wieder als Geschenke zu schicken. Der eine bekam statt seines Fladens eine Bamans-Tasohe, der andere statt seiner Wascht; eine Serescb, der dritte statt seiner Mandeln eine Feige oder einen roten Apfel. Selbstverständlich waren die Meinungen darüber geteilt, es gab auch manchmal Stroit, bin und wieder setzte es innen Puff und Knuff, aber was wollte das sagen, man schluckte ee ruhig hinunter, dann wer machte sich in der Freude aus solchen Kleinigkeiten etwas? Purim-Lieder L Gut Purim, ihr lieben Leu? Wißt ihr, um Gut Purim bedeut”/ Gut Pitrim, bedeut’ in der ganzen Welt: Seid so gut und gebt mir Purim-Geld,! (Abraham Tendlau.) IL Macht auf, macht auf, macht auf, macht auf! Lasset mich ein, lasset mich ein! Wißt ihr, wer es könnte sein? Der herrliche König — die ganze Weltl Heute ist Purim, man geht verstellt (verkleidet)/ (J. L. Kahan.)

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