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Die Stimme · 1938-03-09 · Heft 742 (9.3.1938) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 742 (9.3.1938)
Date
1938-03-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Wien, Mittwoch, den 0. Min 1088. — »r.m Mltteiltmgea des Keren Kajemeth Von Spezifikation der E »Beiraden perfid.“ Das Berner Urteil über die „Protokolle** •Gruppen. Zentrale 1394.93; Akiba 10—; Alt-Blau-WeiS 11.22; Arbeitsgemeinschaft des arbeitenden Palästina: Binjan Haaret 2.97, Habachruth 35.77, Haowed 4.89, Nachmania 21.56, Nezaeh 98.04; Bnai Brith: „Maesadah 9,50, „Wien“ 20.42; Brith Hakanaim 1.40: Brith Zion 1V/V 1,84; Eisenitadt 106.30; Giud Zirim 62.91-, Giskalab 27.80; Heeiialuz Hakla! Zioni 20.43; Judenstaatejugend 6.42; Jüd. Klub d. Jungen 2.90; Klub „Adolf Stand“ 17.96; Klub Zion. Kaufleute 8.—; Korneuburg 3.—; Makkabi IX 38.23; Makkabi XV 58.—; Makkabi Haaair 40.—; Mittelgruppe radik. Zionisten 2.—; Parndorf 7.12; Prem 6.—; Beehnltz 14.—; Sekt. II 150.—; Sekt. TV/V 26.-; Sekt. VifVII. 5.—: Sektion VIII,TX 2.—; Sekt XII. 25.—; Sekt. XIII. 8.41; Sekt. XVI/XVII 28.93; Sekt. XVUI. 167.51; Sekt, XIX 9.—; Semmering 20.72; Verband radik. Zionisten 81.02; WIZÖ insgesamt 339.86, •meine Gruppen: I 10.—, HI 129.70, IV/V 17.01, XIII. 47.86, XIV/XV 11.62, XIX 4—, XX 119.11; Zirej Hechelt» Misrache 6.60. Spender und Setbstkontingentier (alphabetisch geordnet). A. Spender: Adiersberg Viktor 5.—; Allina Weder 5.—. B. Spende r: Bnai Brith „Wien“ Itir Gan wip“ Prof. Braun 20.42; Barts Adaibert 20.—; Bnai Brith „Mstsadab“ 9.50; Bauer Israel Neder 10.—; Dr. P. B. Schaffung einer Bodenregerve 400.—; Selbstkontingentler: Bartfeld Frit* f. G. B. Dr. Nah um Blauer 150.—; Bernfeld Alfred 8.—; Bernfeld Berta 2.—. D. Spender: Dirnfeld Neder 5.—; Selbstkontingentier: Deutsch, Dr. Rachel 99.46; Dym Fela f. Goldbucb Chajes 1150. E. Spender: Eisenstadt: Büchsen 30.80, ftir Goldbnch Chajes u. Edwin Brückner: durch Egon Zehngut 26.—: Oberlehrer Oskar Gerö, Neder 5.—; Selbstkontingentler: Ebner, Dr. Hermann 167.51 (darunter für Goldbuch Dr. Zweig 150.—). F. Spender: Fuchs, Hof rat Dr. Neder 10.—; Flach Leo für Goldbuch Chajes 25.—. G. Spender: Geier, Fam. Dr, für Goldbucb Chajes 5.—; Groß, Apoth. Isidor, durch Doktor Ebner 50.—; F. G. 55.02; Goldner Josef Neder 5—; Geller Heinrich Neder 5.—; Guttenberg Max & Co. 10.—; Selbskontingentler: Glaser Begine UM1- - - ■ H. Spender: Heöhalux Haklal Zteiii (StaJtkibuz) Smlg. v. Vortrag Dr. Grünbaum- Dr. Kleber 14.18, Smlg. b. Vertrauensmänner- Konferenz 8.25; Habachruth für Goldbuch Chajes 5.20. K. Spender: Kohn, Dr. Clara, f. Goldbuch Dr. Chajes 10.—; Klub Zion. Kaufleute f. G. B. Chajes 5.—; Selbskontingentler: Kohn Ofpora f. Goldbuch Chajes — Smlg, b. Brith Haschomrim 10.—. In dem Ende letzten Jahres äurchgeführ- ] ten Prozeß um die „Protokolle der Weisen! von Zion“ hat die erste Strafkammer des heroischen Obergeridht» soeben die Urteiismotive fertiggeeteilt. Die Angeeehuldigten Silvio Schnell und Theodor Fische waren von der ersten Instanz, dem Gericht! Präsidenten V. in Bern, am 14. Mai 193. wegen Zuwiderhandlung gegen das heroisc h Sch u ndliteraturgesetz zu Bußen von 20 un- 50 Francs sowie zu den Staats- und Partei i verurteilt worden. Die Strafkammer 'bergerchts dagegen sprach in ihrer Sitzung vom 1. November 1937 beide Verurteilte mangels Vorliegens des gesetzlichen Tatbestandes frei. In den mehr als 50 Seiten umfassenden Urteilsmotiven der Strafkammer wird zunächst die formal-juristische Begründung für den Freispruch gegeben. Das Gericht tritt aber dann in eine Beurteilung der Protokolle ein und führt wörtlich aus: »Beschimpfungen und Besudelungen“ einer Diskus- Mltteilnngen der Uraefitl* sehen Kaitusgemefnde Wat nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen, und zwar: IH., Untere Viaduktgasee" 13: _ „Es ist hier nicht der Or sion darüber, oh im Interesse eines ersprießlichen Zusammenlebens nicht Mittel und Wege gesucht warnen sollten, um Schriften, wie die im vorliegenden Verfahren eingeklagten, zum Verschwinden zu bringen. Nachdem nunmehr feststeht, daß das Lichtspiel und Schundliteraturgesetz kein solches Mittel ist, kann das Gericht in der Sache nichts weiter tuu Jedenfalls kann aber eine allgemeine Bemerkung zum ganzen Problem hier noch angebracht werden: Angriffe, wie die in den eingeklagten Schriften enthaltenen, sind deswegen besonders perfid, weil sie nicht so sehr den jfidischen Glauben oder das Verhalten einzelner Juden ] zum Gegenstand nehmen, wie die Rasse al ' solche, W er um seines Glaubens, seiner j f^biner f>r. K. Kupfer. V.. Siebeibrunnen- Iberzeugung, seines Verhaltens willen ani a; Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., gegriffen wird, kann sich durch Argumente; Sehmalzhofeasse 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; wehren, wer aber Jude ist, der wird durch : VIII., Neuleggergass« 12: Rabbiner Doktor den Vorhalt m u u d t o t gemacht, er ge-' M. Bauer, IX., Müllnergasse 21: Rabbiner höre einer minderwertigen Menschenrasse; Dr. A. Z. Schwarz; X.. Humboldtgasse g7: Rab. an. Klagt ein Jude oder eine Groppe von ^er JDr. A. Weiner, XIH„ Eitelbergergasse g: Juden wegen Ehrverletzung, so wird ihnen auf Grund der betreffenden Prozeßgesetzgebung meist die Aktivlegitimation abgesprochen. Ein wirksamer strafrechtlicher Schutz besteht also praktisch nicht. Man kann sich fragen, ob es auf die Dauer angängig sei, einen Teil des Schweizer Volkes zur Abwehr solcher absolut ungerechter und unqualifizierter Beschimpfungen und Besudelungen auf den Weg der Presse und Volksaufklärung zu verweisen. Vorläufig besteht allerdings noch kein Grund zur Befürchtung, das Schweizer Volk als Gesamtes (abgesehen von einzelnen Hitzköpfen und Leichtgläubigen) werde sein oft bewährtes und kühles Urteil nicht auch in dieser Sache bewahren. Ließe sich der Schweizer Bürger (im allgemeinen) von Werken wie die „Protokolle“ so leicht beeinflussen und verhetzen, so wäre die Presset heit wie auch andere freiheitliche Grundsätze schon längst e i n e u n 11 „ bare Last geworden.“ Der hetzerische Charakter der von den Angeklagten vertriebenen Schritten habe denn auch die Strafkammer, trotz des freisprechenden Entscheides, bewogen, von der Z i kennung einer Entschädig abzusehen. Rabbiner Dr. M. Lewin; XV- Turnergasse 22: Rabbiner Dr. H. J. Zimmsls; XVI., Hubervas» Nr. 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dohiaer- Sisse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter, XX., luckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Munnelstera. Samstag, den 12. d., beim Vonnittagsgott«*- dienste, Schrifterkdäning: XXL, Bolzmeistergrsse 12: Rabbiner Dir. M. Rasenmann; qm %4 Uhr nachmittags Vortrag aus dem Schülehan Aruch, XV., Turnergssse 22:' Rabbiner Dr. H. J. Zimmeie. Jugemigottesdienste. 1. JugflndgottesdieDst und Purimfeier für Volks-, Haupt- und Mittel sch ü-! e Kinnen). Samstag, den 12. d„ 8 Uhr nachmittags in allen Gerne,nde- und Bezjrkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mit büie der Professor Torczyner Das Hebräische im praktischen Leben Langer Rudolf 14.—. M. Spender: Makkabi Hasair f. Goldbucb Brückner 10.—; Manuel Robert 150.—; Marsrulie«, Oberkantor G. 5.—; Makkabi IX: Smlg. b. Schauturnen f. Goldbuch Neumann 37.—, N. Spende r: Nachmania: Je ein Baum im Jaar Hacbamischa auf Namen Arie ti. Gila Meisel und Mosche Twersky anl. ihrer Alijah 21.—; Nezach für Goldbuch Edwin Brückner 10.—. O. Selbstkontingentler: Osterer, Dr- Srul f. G. B. Chajes 60.02; Qrnstcm, Frau Dr. Anja 22.95 u. Kö 11.20. P. Spender: Pisk, Dr. Ludwig, durch Dr. Ebner 10.—; Prein: J. Friedmann 6.—; Piemikarz Nathan 5.—; Pal.-Ämt: Aiijahmarken 17.60; Selbstkontingentler: Piernikar» Nathan f. G. B. Chajes 25.—. R. Spender: Rechnitz durch Ignatz Süß- Idnd: Für Goidbuch Chajes 14—; Kultusgemeinde 5.—, Chewra Kadischa 5.—, diverse 4. —; Reich Erwin Neder 30.—; Rotmüller. Läufer & Co. 10.—; Selbskontingentler: Rogner Mosche 11.22. S. Spender: Sektion n. WIZO XIV/XV: Div. Sammlungen 5.79. für Goidbuch Chajes 17.43; Sekt. u. WIZO XIII.: Diverse Sammlungen 16.81: Sekt. TV/V Heimsammlung 10.70: Silberstein & Co. 10.—; Selbstkontingentier; Spitzer Wilhelm u. Dr. Erna 10.—: Saß Simon 143.—. Sch. Spender: Schiffmann Max ftir Qoldbnc'.; I)r. Nahum Blauer 5.—; Schönfeld Jacques Nod-r 10.-: Schächter 0. 5.—. T. S p *■ n d e r: Tempei „Talmud Thora“ Mslzuassc 13.50; Tempel „Tefilath Jeschurnn“ 9.90; Tvietsch. Dr. Neder 5.—; Turner M. Neder 5. —; Selbstkontingentler: Taub, Oberbanrat Ing. Emil 9.50. V. Spende r: Verband radik. Zionisten für Goidbuch Chajes 81.02. W. S p e ii d e r: Fam. Leo Weiß 10 Bäume auf Kamen Sara Ghil! geh. Erdbeim hn „Leo- Weiß-Ilain“ 105.—: Wittner. Dr. Lazar, durch Dr. Hermann Ebner 100.—; WIZO T\r/V: 10% ' "z^sVen d er:’ Zirej Mlsrachi f. Siiberbuch Dr. Schalom Lilienfeld 6.60; Selbstkontingentler: Zwirn Sidouie 2.50. Radaktion and Administration: Wien, L, lliarc- Anrei Straße X Tet: U 22-3-91. RtdakfloiwechluS Sonntag, Dienstag and Donnerstag . Professor Dr. Harry T o r c i y n e r, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem die Lehrkanzel ftir hebräische Philologie inne hat, wtdlte auf einer Rundreise durch Europa einige Tage in seiner Heimatstadt Wien. Er hielt hier in der Gesellschaft der Freunde deT Hebräischen Universität einen Vortrag über die Ausgrabungen von Lachisch — er entzifferte die bei den Ausgrabungen gefundenen Tonscherben — und sprach in einem Privathaus in engem Kreiß über die sprachsehaffende und sprachverschöuernde Tätigkeit., die er als der Leiter der erwähnten Lehrkanzel und als Mitglied des Präsidiums des Waad Halaschon zu erfüllen hat. Über dieses Thema äußerte sich Professor Doktor Torczyner, der du-ob seine wissenschaftlichen Arbeiten über die Entstehung des semitischen Sprachtypus, durch seine assyrologischen Studien und seine Arbeiten über die Keilsehriftenentziffernng bekannt auch -zu einem unserer Mitarbeiter, dem unter anderem folgendes sagte: Der Lehrstuhl für hebräische Philologie der Jerusalemer Universität hat eine nach mehrerer, Fronten gerichtete Aufgabe. Voi allem hat er der Wissenschaft zu dienen. Die Methode muß hier allerdings wesentlich ders sein als im Galuth. Wenn vor etwa 30 Jahren ein Professor an einer Univi die Bibel vortrug, so hatte er es verhältnismäßig leicht. Damals sprach man nirgends wirkliches Hebräisch, die Kenntnis der hebräischen Grammatik war wenig verbreitet, der Dozierende konnte sich daher damit begnügen, in der Vorlesung die Übersetzung der biblischen Texte zu behandeln und die grammatischen Formen zu erläutern. Tat. er vielleicht noch ein übriges, so war es eine Draufgabe. Anders liegen die Dinge heute in Jerusalem. Da sitzen vor dem Vortragenden Rabbiner, Absolventen von Jeschiwoth und Absolventen hebräischer Bchulen, und alle diese Leute bringen das, was im Galuth erst mühsam an der Hochschule erarbeitet werden mußte, als selbstverständliche Voraussetzung mit Diese so ganz andere gearteten Umstände verursachen dem Professor natürlich viel schwere Arbeit. Er kann von den Schülern 'erlangen, aber man erwartet auch _ mn ihm. Anderseits: Man hat mehr Arbeit, dafür jedoch auch mehr Freude, denn jede Stunde bringt wissenschaftlichen Gewinn. Die Ferdcrtwgen des Alltags Doch noch in einer zweiten wichtigen Beziehung unterscheidet sich, die hebräische Lehrkanzel in Jerusalem von dem Katheder im Galuth Der Lehrstuhl der hebräischen i Sprache beschäftigt Sprache muß in Erez Israel auch den) praktischen Leben, dem täglichen Dasein gewidmet sein. Es ist durchaus kein Zufail, erklärt Professor Dr. Torczyner, daß ich, der ich gegenwärtig dieses Lehramt bekleide, reicht nur im Präsidium des Waad Halaschon sitze, sondern faktisch dieses Komitee leite. Täglich muß ich durchschnittlich zwei Stunden für die Arbeit dieses Komitees verwenden. Ich redigiere die Zeitschrift des Komitees ,J,eschonemr' und die übrigen Publikationen der Institution. Außerdem gilt ee, hunderte und tausende Angelegenheiten, die sich um die Lehrkanzel und den Waad Halaschon gruppieren, zu erledigen. Das Leben stellt große Anforderungen, die man mit den Forderungen der Wissenschaft in Einklang zu bringen trachtet. Es soll eine neue moderne Sprache geschaffen werden, die den Bedürfnissen des Lebens Gegenwart genügt, die logisch, schön und genau ist und zugleich die Verbindung den alten Quellen festhält, aus denen die hebräische Sprache emnorgewachsen ist. die Verbindung mit jenen Queller, die in unserem Bewußtsein lebendig bleiben sollen, wenn wir uns als Erben unserer Väter fühlen wollen, die uns mit der Sprache auch das Land hinterlassen haben. Einen Begriff von der Vielfältigkeit der auf diesem Geb: t gestellten Aufgaben erbäli man, wenn man hört, daß ein hebräischdeutsches Wörterbuch, an dem ich arbeite, fast abgeschlossen ist und demnächst erscheinen wird, daß ein Büchlein über die hebräische Aussprache, in dem ich wissenschaftlich und populär erheiternd — es sind lustige Gedichte eingestreut — dem Volk moderne hebräisch Sprache nahezubrinvereuche. jetzt in Polen in zweiter Auflage erscheint, daß eine zweite populäre Schrift, die sich mit dem aus fremden Sprachen übernommenen und in Erez einheimisch gewordenen Lehnwörtern befaßt, soeben erschienen ist. und (L.ß der Waad Halaschon . Anzahl von Wörterbüchern herauegibt, die Fach&usdrueke für die einzelnen Spezial- -ebiete des praktischen Lebens enthalten, so zum Beispiel für die Graphik, für das Turnen. für da« Radio ttnd ähnliche Dinge. In Kürze wird auch ein Wörterbuch für Kochkunst herauskommen. Diese Arbeiten erledigt Professor Torczyner jedoch gewissermaßen nur nebenbei. Hauptsache bleibt natürlich die .wissen""’'"" liehe Forschung. Seine Bibelübersetzung ist beendet und sein Buch über die Lachisch-, Inschriften ist vor kurzem in der ..O-'tord University Press“ erschienen. Gegenwärtig ist Professor Torczyner mR der Neubearbeitung seines Hiob-Kommentare in hebräischer , IX. und XX. 1 irk: Samstag, den 12 d., t»5 Uhr nachmitags im Leo-poldstädter-Tempel, II., Tempellasse 5, und in den Bezirkssynagogen, IX.. .Vlüllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. 3. Gottesdienst für die reifere Mittelscbuljugend: Freitag, den 11. d., Ü6 Uhr abends im Leopotdstädter-Gemeindetempel, n., Tempelgasse 5. Kundmachung, betreffend den Ankauf von M a z z o t b. Das Rabbinat macht darauf aufmerksam, daß die Bereitung von einwandfreien koscheren Mazzoth und" Mazzothprodukten, augefangep von der Beschaffenheit de« Mehies, bis zur Fertigstellung, große und schwierige rituelle Anforderungen stellt die eine besonderestrenge Aufsicht erforderlich macht. Daher* kan-n das Rabbi: . eie ke Ter: Anforderungen entsprechen. Überdies wird darauf verwiesen, daß yqn dew Bribs eines jeden Kilogramm inländischer Maawtä, das verkauft wird, ein gewisser Prozentsatz n» seren notleidenden Glaubensgenosse» zugute kommt, so daß jeder Käufer gleich zeitig; 9 X ritt. Das Rabbinat fühlt sich dadurch veranlaßt, dem auf koschere Mazzoth und Mazzcth* Produkte reflektierenden Publikum zu empfehlen. semen Mazzothbedarf bei den unter Aufsicht des Rabbinats stehenden Mazzothfabriken, und zwar: Nathan Brodetzky, II., Leopoldsfasse 43, Mina Strom, II.. Rotensterngaase 11, Moritz Vortrefflich, II., Obere Augartenstraße Kr. 52. zu decken. Es wird gleichzeitig darauf i.i’gewipsen, daß von dem Mazzoth der obigen Finnen bereits (Chaliah) genommen ist Todesfälle. Munk Franziska (83). Josefovit# Ester (73), Koch Nathan (83), Roch Gisela (62), Schlesinger Leopold (8(), Rosenberger Max (61), Blitz Mathilde (20), Nussenbiatt Rosa (56), Kohn Fanny (81), Jelenko Katarina (75), Steiper Necha (47), Stegmann Juda (76), Äckner Nathan (32), Körner Ernestine (75), Wacbsler Heinrich (85), Oesterreieher Antonie (57), Meitner Berta (8?), Fieisehmann Soße (68), Rozen Watzlach (34), Weisz Jakob (80), Gan-?el Jakob (79), Skamperl Isidor (745,' Kohn Friedrich (84), Spitz Sigmund (63), Bmstork Adolf (61,i, Infeld Cäzilie (62). Braun Mimei (75),Keßler Josef, Fleischhauer (84), Drill Leopold (61), Köwi Modz (77). Finkeistein Maria (72), Schön Emma (82), Bind Sofie (77). Kastl Franziska (86), Rabl Regine (94), Feiwel Pinkas (86), Gigerich Mina (89), Kohn Leopold (83), Krestin Leiser, Maler (70), Spitzet Bernhard (57), Weisser Ernestine (66), Ranch Ernestine (51), Barkai Arnold, Präsident der Artistenorganisation (64), Frischmams Franziska (83), Bernheim Pinkas (58), Weszsteln Wilhelm, Bauernstrauß Breindl (TO), Diamant Meianie (53), Nettei Sigfried, Ingenieur (60), Ehemann Mina (69), Kaiser Jacques (6D, Gottfried Emil Ephraim (51), Maier Joeef (59). Nuszbaum Farkas (78), Dr. Schwalb Bernhardt Zahnarzt (71), Dentsch Wilhelm (88). nntlicb S 170, S 4 B0, halb- Ausl* RM 150. Tschechoslowakei Kj 2R-. slawlen Dinar 50.—, Polen Zloty 6.M, Ungarn Pengö 4.80. Rumänien Lei 206.—. Bbriges Ausland: Schweizer Franken sah - - .tseheek Koste; Österreich Nummer D 113.546, Pole« Nr. 191.100, Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr. 46.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, U Mare-Anrel-Straße 5. — Verantwortlich« Redakteur: Roheit Poiower. Wien, L, lf«ft> Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G- Wien, IX, Ctnisiusgasee 8—16.

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