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Die Stimme · 1938-02-25 · Heft 737 (25.2.1938) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 737 (25.2.1938)
Date
1938-02-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Wien, Freitag, 25. raten«- 19» — Kt. TST. Mitteilungen der sehen Kultusgemeinde Wien Kundmachung. Da« Raöbinat der Israelitischen Kultuegemeinrte Wien bringt zur Kennt,-m, daß es die rituell« Beaufsichtigung der Welnha-ndlung des Herrn Samuel Markus Silber, II., Rotensterngasse 22, bis auf weiten» Übernommen hat. Austritte. Alfred Fischer, Kaufmann, rer heiratet, geb. 0. III 1893 in Wien, V., Margaretenstraßf; ll||8; Walter Klein, kunetgewerbL Erzeuger, ledig, geäi. 20. IX. 1911 m Wien, I., Kohimessergasee Sr. 3-, Dr. Eva Firkel. Ärztin, verheiratet, geb. 25. ITT. 1906 in Breslau, VIII., Josefegaaee 5; Max Kanitzer, Geschäftsvermittler, ledig, geb. 6. X. 1893 in W'ien, XVIII., Hans-Saehs-Gasse Sr. 17; Anna Kredel, geb. Epstein, Private, g»b. 28. VII 1901 in Frankfurt a. M., verheiratet. XIX., Hkruuelstraße 80; Gisela Mlmlich, ledig, geb. 28. 1. 1919 in Wien, XVII,, Rhigaagaese 4; Dr, Kurt Kreisler, Privater, ledig, geh. iS. VII. 1908 in 'Vien, III., Sebwarzenbergpiatz Nr. 7: Leo Deutsch, Vertreter, verheiratet, geb. 28. XI. 1908 in Wien, III., Koloirtegawe 7; Sigfrid Jucker, geb. am 3. IV. 1902 in Velka Byte«, geschieden, wohnhaft in Wien, XL; A-malia Braun, geb. Wallis, geb. 25. X. 1853 in Trebitsch, verwitwet, HL, Ziehrerplatz 9; Alexander Heinrich, Beamter, geb. 6. IX. IRf« in Recht! itz, Burgenland, verheiratet, XVII., Elternlemplatz 4: Kurt Krau«, ledig, geh. 29. I. 1910 in Wien, X.. Landgutgasse 10; Angu-rin* Fitzholz, ledig, geh. 8. 1. J'>01 in Wien, XV , Wumsergasse 45—47-. Johann Leopold Schnahl, geh, 15 XI. 1894 in Neapel verheiratet, Wien XVIJT.; Lotte Herland, geh. 3. I. 1919 m Wien, ledig, HI., Adamsgasse 5. KINOPROCRAMME Vom 55. bis 38. Februar 1HPERAL-KINO S. Woehe J „Ghbouilte* ROTENTURM jo* „Im Osten nichts Neues" Still.iiil: („Chlna.txpren Ub«rtai,l9») _ W«g*nm V ' A VA */«|0 AUGARTEN-KINO U n Tel. A «Ä, * ,Mt HöiferBlilfrl Rann-nsofr* KINO KERN fm Prater e v,«, %*. va •/.« sm, SCHWEDEN A 49.0-60 brirtut ta iS bi n« ,Gräfin Walewsks" LEOPOLDSTÄDTER Y0LKSKIN0 II.. RotenstemBasse 7 a Tel. R 49-0-23 SuJ^Sriwm Pool" ’ Icieiihon R 41-707 nDYBUKM Bogmii: 4. > ,6, •/,!. »0 Wir REMBRANDT-KINO fc/SÄS* KINO TEGETTHOFF AM BROADW ” U -/,«■ 7Ji Bezugsbedingungen: Österreich: Monatlich S 170. vierteljährlich S 4.80, halbjährig S «J0, ganzjährig S 18. F fl r das Ausland: Vierteljährlich: Deutschland RM 3.50. Tschechoslowakei Kf 28.—, Jugo slawien Dinar 50.-, Holen Zloty 6.50, Ungarn Pengö 4.80 Rumänien Ui 200.-. übrige» Ausland: Schweizer Franken 5-50 Postscheck Konto: Österreich Nummer D 113.546. Polen Nr. 191 190, Tschechoslowakei Nr. 500 2®), Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, 1„ Marc- Aurel StraOe 5. Tel.; U 22-3-91. Redaktionsschluß Sonntag, Dienstag und Donnerstag vormittags. Kigentiluu-r. Verleger und Herausgeber: Zio uistiseber l..nnlesverband für risterreich. Wien. Marc Aurel Straße 5 — Verantwortlicher Redakteur: Robert Pnlower. Wien, I-, Marc- Aurei-Straßt 5 -- Druck: Veroay A, G., Wien, IX, CanisiusgasH 8—10, t MGIT IN ItEß- STI AI A\E Liebe Rinder! Es war wirklich eine große Freude für mich, daß ihr die Jause der „Rbnder- Sirnnne“ so zahlreich besuch», habt. Und ein besonderes Lob muß ich eurer Pünktlichkeit spenden. Viele Erwachsene können sieh da ein Beispie! ne hm«. Nun ich hoffe, daß niemand von euch <-ut täuscht fortgegangen ist. Den größeren Kindern möchte ich noch sagen, daß die nächste Veranstaltung der „Kindei Stimme“ für Kinder von 18 Jahren a sein wird, und zwar ©in musikalischer Nachmittag, der ganz allein von den Lesern der „Kinder-Stimme“ bestritten werden wird. leb hoffe, ihr freut euch schon , jetzt, darauf. Ich bitte diejenigen Kinder, j j die mitwirk en wollen, sich so bald als ‘ ’ möglich bei mir zu meiden. Es fehlt mir! noch ein Cellist. Vielleicht ist einer von euch diese« schönen Instrumente« kundig. Ferner muß ich euch sagen, daß ich heute mit einer längeren Räteeiseri« beginne. Jeles Rätsel bt anderer Art. Wer jeine Serie von 12 Rätseln richtig löst, | bekommt von der „Kmder-Sfcimrae“ eine j schöne Belohnung. Hoffentlich beteiligi! ihr euch ebenso fleißig wie bei dein Preisj rätsel. Von den Zeichnungen kann ich , leider nur eine veröffentlichen. Letzter I Termin ist der 28. Februar. Viele herzliche Grüße! Sehalom! Die Jause der 0Kinder-Stimme‘ Wie ein warmer Sonnenstrahl wirkte die Jause, die die „Stimme“ für die kleinen Leser der „Kinder-Stimmc“ am letzten Sonntagnaohmittag kn Jüdischen Klub der Jungen veranstaltete. Es war ein in diesen schweren Zeiten besonder wohl tu cn des Bild, zu sehen, wie zahlreich die Kinder aus alten Teilen der Wiener Jude.nsc.haft erschienen und mit welcher Spannung sic den Vorträgen entgegensahen. Don Begrüßungsworten der „Dodah“ folgte orn Prolog, den eine Mitarbeiterin der „KinderStimme“, Gertrud Weiß, zu diesem Anlaß selbst verfaßt hatte und wirkungsvoll zu Gehör brachte. Das schon bekannte ausgezeichnete jüdische Kasperl theater von Franzi Feuerstein erweckte freudigste Stimmung in die Reihe« der kleinen Zuhörer. Mit feiner Einfühlung m die Kinderseete verstand es der bekannte Amateuraeiebnor Ing. Emst E p p I e r. mit seinen Kunststücken die Kinder in Bann zu halten. Den Abschluß des gelungenen und ausgezeichnet organisierten Nachmittags bildete die Jause mit Schokolade und Gugelhupf. Frau Dr. Hilde Bieter und Herr Dr. M. Präger trugen durch Spende« in liebenswürdiger Weise zur Verschönerung de« Festes bei dj. Martin Buben ÖO.Geburtstag Ans einer Rede vor Kindern und Jugendiiehon, gehalten von Ernst Simon. Jerusalem. Liebe Kinder! Eure Lehrer haben mich gebeten, euch heute etwas von einem großem jüdischen Erzieher zu erzählen, der kürzlich sechzig Jahre geworden ist, und dessen Namen die meisten von euch gehört haben: Martin B tt b e r. Wehn ihr die Erwachsenen fragen werdet, so werden sie euch vielleicht sagen, die Bücher und Vorträge von Martin Buber -eien „furchtbar .schwer“, und man könne zuweilen nicht altes verstehen,- Aber ich glaube, ihr versteht ihn bester als mancher Erwachsen«. Es kommt oft vor, daß man als Kind etwas besser w-'ifl und fühlt als mancher Erwachsene in der Zeit des Großwerdens: | aber ist man dann ein wenig älter und wirklich ganz erwachsen, nicht nur kör perlieh, sondern auch an Kopf und Herz, | dann versteht man oft Dinge aufs neue. So ist es jedenfalls Martin Bube gegangen, und noch dazu mit einer für ihn — und durch ihn auch für uns sehr wichtigen Sache: dem Cbassidisüj u s. Die Älteren von euch haben wohl 1 schon gelernt, was das ist, aber den Jüngeren will ich es noch einmal erklären: der Chassidismus ist eine jüdische Bewegung, die vor kaum 200 Jahren in Südrußland begann, also in einem Landstrich, in dem es noch viele jüdische Bauern und ländliche Schankwirte usw. gab. Er hat sich von dort aus, wenn auch gegen heftigen Widerstand eines Teiles der gelehrten Talmudjudea, beinahe über ganz Osteuropa ausgebreitet und besonders unter den armen Volksgenossen be-1 izeisterte Anhänger erweckt. Denn der Ch&ssldbums — daß „Chassidut“ auf Deutsch Frömmigkeit beißt, wißt ihr; wohl, wandte sich vor altem an die Armen und Gedrückten, und also auch an die Ungelehrten, an dm Am ha-Arez. Sein Begründer und erster Meister, Rabbi Israel von MiediyboS, war selbst kein sehr gelehrter Hann, sondern vordem ein armer Kleiuirindertebrer in einem kleinen Dörfchen — also mit euren gebildeten■ Lehrern und gelehrten Professoren nicht zu vergleichen! Aber er hatte eine tiefe Liebe zu Kindern und z,u alten Söhnen Israels. Diese Liebe erwuchs ihm aus seiner Liebe zu Gott, die, das fühlte er, von Gott erwidert wurde. Und das wißt, ihr ja.: nichts ist. so ansteckend wie Liehe, selbst Haß nicht. R. Israel steckte also mit seiner Liebe zu Gott und Volk die armen Juden de? Ostens an, und sie wurden von einem heiligen Fieber befallen, das sie mit. einem Male gesund machte von all ihren Leiden. Sie begannen zu tanzen und zu steigen, weite Fahrten in die Wälder zu machen oder die Nächte iu ihren klewie«, heißen Gebetsstübchen durehzuMem — damals haben dr. sich an den Händen haltend, zum Lobe Gottes und ihrer Gemeinde, jenen Tanz erfunden, den wir beute Horra nennen, oder sich am Sabbath-Nachmättag in der Dämmerung um einen ihrer Lehrer, einen von jenen gerechten und wundertätigen „Rebhejim“ oder ..Zaddikim“, zu sammeln um1 bei einem Stückchen Brot mit Hering seine ..Thora“ zn hören; daraus ist dann unser Onegg Sabbath geworden. All das war für die Chassidisn ein rech- | ter Dienst, der sie in immer innigere :f Gemeinschaft brachte mit Gott, dem f Schöpfer der Welt,; mit seiner Schöpfung, s? iler Natur und mit den Menschen, seinen ,;i Geschöpfe«. Aber, werdet ihr fragen, das war doch in Osteuropa, und wieso ist denn man- , ohes davon auch zu uns gedrungen, wie die Horra und der Onegg Sabbath und ¥; die eine oder andere schöne chassidisehe Geschichte? Denn wir im Westen Europas traten doch zu jener Zeit gerade in K das Zeitalter der Assimilation? Wer -7 brachte uns dieses Kulturgut nach dem |S Westen? Nun, die Antwort erratet ihr? gewiß schon: kein anderer als Martin (i Buber. ® (Fortsetzung folgt.) fj Briefkasten: | Dorrlt Bernstein: Warum hast du dich | nicht gemeldet? Grüße! | Peter Klar: Die „Jüdische Jugend“ ist §> eine monatlich erscheinende Zeitschrift, 'J hauptsächlich für Mittelschüler, die ganz | ausgezeichnet ist; berausgegeben vom s> Kulturellen Elternbund. Administration, 3 I., Seitenetettengasse 4. |: Anna Keller: Deine Fragen kann ich f nur mündlich beantworten. Sprechstunde 1 bis auf weiteres noch immer Mittwoch § von 3 bis 5 Uhr. | Anni Davidsohn: Der Termin des hebräischen Nachmittags liegt noch in M weiter Ferne. Es freut mich, daß auch § deine liebe Mama von den hebräischen Übungen Gebrauch macht. Dir herzliche Grüße, an die Mama Empfehlungen.;?rrop nns snrn Wer lernt mit | uns Hehrüisct)? Es freut mich ganz besonders, aus den vielen Zuschriften zu ersehen, daß euch und euren lieben Eitern dieser Abschnitt so gut gefällt Hoffentlich werden sich auch aii die Kinder, die mir jetzt diesbezüglich schrieben, bei der kleinen Abhlußprüfung melden, 10. Was willst I du? » rozeh??flsfi WIR ne Ani rozeb .Sign“ nsln lechol. "" ” Jesch lecha kessef? Ken jesch li. Jesch lecha Chavah io.?bcj xr??.?"R3e en .k1? bin Nr. 1. Kreuzworträtsel Von Alfred Scheider. (Ch l Buchstabe.) SL Von links nach rechts: 3. Mutter (hebräisch). 5. Erster Mensch. 8. Auf (hebr.). 10. Schwiegervater Jakobs. 11. Einwanderer nach Palästina (hebr.). 12. Wie 4 senkrecht. 18. König (hebr.). 14. Buchstabe, Zeichen, Wunder (hebr.). 15. Bibi. Frauennaroe (Urahne König Davids). Von oben nach unten: 1. Jüdischer König. 2. Stadt aus der Bibel (L Buch Moses). 4. Was (hebr.). 6. Hebr. Buchstabe. 7. Rasch, schnell (hebr.). 0. Bibi Franenaame (Frau Jakobs). Auflösung in der nächsten Nummer der „Kinder-Stimme“.

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