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Die Stimme · 1938-02-23 · Heft 736 (23.2.1938) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 736 (23.2.1938)
Date
1938-02-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Kr, 736. — Wien, Jßttwod», 88. Febraar II«, fena« eingehalten, die Kost ist — bei allen Mahlzeiten ~ überraschend gut und reichhaltig. Etwaige Scmderwünsohe werden (in der dritten Klasse!) nach Möglichkeit berücksichtigt. Auch die übrigen Angestellten des Hauses, die netten und angenehm-gesprächigen jungen Frauen, weiche die Aufräiunearbeit besorgen, die gefälligen und sauberen Spräenzutrügerinnon, das Bureanpfwonal, der Portier, eonstage Bedienstete sind zu Auskunftserteilunge-n' und Dienstleistungen (Telephonieren. Zeitungen besorgen usw.) zu jeder Tag- und Nachtstunde schnell und verläßlich zur Verfügung. Man könnte begreifen, daß sich manch ein Genesener, dem e>; daheim sicherlich nicht halb «o gut geht, von dieser Stätte wahrer Karitas mit geteilten Gefühlen verabschiedet. Da« R o thschild-Spital verschließt sich Andersgläubigen keineswegs. Selbstverständlich wird der nichtjüdische Patient nicht da« mindeste von konfessioneller Differenzierung spüren. Es herrscht vielmehr sogleich und andauernd das beste kameradschaftlich« Einvernehmen. Immerhin, die überwiegende Mehrheit der Aufgenommenen sind Juden, und das von kleinlichen (stillen und lauten) Tagesfeindseligkeiten bedrückte Gemüt atmet erleichtert auf. WIZO-Revue Im neuen Gewände und mit vorzüglichem Inhalt ist die Halbjahresscbrift „Pioniere und Helfer“ unter dem »eiten Titel „W 1 Z 0- Revue“ in die Öffentlichkeit getreten. Man braucht nicht erst auf die Vorgeschichte und die Verdienste der Pioniere und Helfer verweisen, um davon überzeugt zu sein, daß die neue WIZO-Revue ihren Platz und ihre Aufgabe voll ausfüllen wird. Was ihr Zweck ist, umschreibt in kurzen Worten Frau Vera W e i z m a n n (Vorsitzende der Galuth-Exekutive der WIZO) in ihrem Geleitwort Wie sie feststellt, ist die WIZO-Revue die erste in Europa erscheinende speziell den Interessen des Zionismus und Palästinas dienende Frauenzeitschrift. Sie ist nicht zuletzt berufen, die Bande zwischen der Galuth und Erez Israel inniger und lebhafter zu gestalten. In gleicher Weise soll sie den Frauen »n der Diaspora ein getreues Bild des palästinensischen Wiederaufbaa-Wwkes vermitteln und umgekehrt den Pionierinnen ln Erez Israel das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit ihren Mitschwestern in der Galuth lebmdig erhalten Ist es doch, wie Frau Hadassa Samuel (Vorsitzende der Palästina-Exekutive der WIZO) in ihren Begrüßungsworten ausführt gerade jetzt wichtiger denn je, daß die Pioniere auf Helfer rechnen müssen. Und Helfer in Wort und Tat will die WIZO-Revue nach besten Kräften sein. Sie will die gewaltigen sozialen und erzieherischen Leistungen, auf die die WIZO, wie der Präsident der Zionistischen Exekutive Dr. Cbatm Weizmann in seinem Begrüßungsschreiben hinweist, mit vollem Recht stolz sein kann, festhalten und registrieren. Sie will aber nicht bloß eine Chronik darstellen, so wichtig diese dir von Frau Romana Goodman (Vorsitzende des Organisation* und Propagandadepartments) vorgezeichnete Aufgabe auch ist, sondern sie will geistige Mittlerin, Trägerin unserer Ideen und Bestrebungen auch für die Gegenwart und Zukunft sein. Sie. will, um mit den Worten von Rebekka S i e f f (Vorsitzende der Londoner Exekutive) zu sprechen, ihren Leeerinnen ein starke Anregung für weitere Entwicklungen bieten und dabei mithelfen, neue i Arbeitsgebiete zu erschließen. Unter den Themen, die in der ersten Nummer Erörterung Anden, sei besonders auf die Berichte über die gegenwärtige Lage in Erez Israel, auf die aufgezeigte Möglichkeit neuer Bodeokäufe für den Keren Kajemeth und wichtige zur Sprache gebrachte soziale Probleme bingewiesen. Viel aufklärendes Material bringt der Abschnitt „Frauen und Politik“, in dessen Rahmen namentlich das Für und Wider des Kampfes um eine eigene Frauenliste zum Kongreß erörtert wird. Daß es bereits Chalnzoth des Meeres gibt, erzählt eine Nachriebt über die Fisohersiedhing iD der Haifabucht. Ebenso durfte die Rolle, welche die Frau als Vorkämpferin und Pionierin des Gemüsebaus in Palästina gespielt hat, erst so recht aus den interessanten Mitteilungen des Heftes hierüber zur allgemeinen Kenntnis gelangt sein. Doch wendet sich die WIZO-Revue auch höheren Problemen zu. wie die Beiträge über Humanismus und Nationalismus über Sprache und Sitten, sowie über das hebräische Volkslied beweisen. Ein Bilderbogen mit vorzüglich gelungenen Aufnahmen, eine Umschau über Neuerscheinungen auf dem jüdischen Büchermarkt, sowie einige Kurznachrichten beschließen den reichen Inhalt des ersten Heftes. So finden die Frauen eine Fülle von wertvollen Tatsachen und Berichtsmaterial, erfahren »Uet Wissenswerte über die Arbeiten der WIZO in Palästina und in der Galuth und nehmen das Bewußtsein mit sich, in dieser Revue eine umfassende Übersicht über das Aufbauwerk und die Mitwirkung der WIZO hieran in die Hand zu bekommen. Da* soeben erschienene Heft 4 der „Mitteilungsblätter der Hebräischen Universität Jerusalem“ das, zum ersten Male gedruckt, eich in neuem handlichen Format und besonders ansprechender Ausstattung darbietet, gibt, wiederum ein treffende« Spiegelbild der Entwicklung der Universität. Es bietet neben ausführlichen Mitteilungen über das interne Leben der Universität eine Reihe interessanter Beiträge von Mitgliedern des Lehrkörpers. So erörtert Prof. G. 8 c h o 1 e in, der Spezialist auf dem Gebiete der Erforschung der Kabbala ist, eine Reihe von Problemen, die dieses Studium für die moderne jüdische Geschichtsforschung bietet, und kommt zu dem Ergebnis, daß da* Zentrum diese.-; Studiums Jerusalem sein müsse. Auch io unseren Zeiten noch, führt Professor Seholem aus, verwalten manche Gruppen von Kabbalisten kt einigen Jeeehiwot.h Jerusalem« das geistige Erbe der Kabbala in unmittelbarem Anschluß an die Tradition. Sie werden auch von den in der Galuth verstreuten Kabbalisten als die berufensten Deuter ihrer Lehre angesehen. Aber für das Bewußtsein di'®er letzten Träger d*r Kabbala, ist weitaus das Meiste von den historischen Gehalten dieser Bewegung erloschen. Die einzige Kabbala, die in einem gewissen Maße noch über eigene* Leben verfügt, ist die des R. Schalem Scharfabi aus dem Jemen, der im 18. Jahrhundert in Jerusalem lebt« und die alte Lehre der Kabbalisten von der Praxis des mystischen Gebetos, de« Gebetes i-us der Versenkung und Ausrichtung in die Geheimnisse der Gottheit, aufs minutiöseste aiiftgearbeitet und auf die Spitze getrieben hat. Diese Gebetemystik hat. noch heute Anhänger, die s e nach jahrelangem Studium und vielen Vorbereitungen praktizieren. Ihnen aber sind all« Gebiete der Kabbala, soweit sie nicht der theoretischen Begründung dieser Meditattonsraystik dienen, undurchsichtig Anders als dieser Kabbalist steht der aufklärerische Kritiker da, dessen Urteil über die Entwicklung der jüdischen Mvstik und über ihre Bedeutung für die jüdisch« Geschichte weitgehend li<- allgemein verbreiteten Vorstellungen bestimmt hat. Es bedarf keiner näheren Darlegung, um die Gründe verständlich zu machen, die. die Forscher dieses Typus zu ihrer negativen Wertung der Kabbala trieben. Und nicht so sehr diese Wertung ist es. die uns beute bei der Rückschau auf die Forsehnngslape diese« Gebietes so bestürzt; wissen wir doch gut genug, daß ihre Haltung nicht so seht die des Wissenschaftlers als vielmehr die des aktiven Kämpfer? gegen eintnoch lebendige und als feindlich und gefährlich empfundene Macht war. Im Gegenteil: wir dürfen diesen ersten und leidenschaftlichsten Kritikern dankbar sein; denn ihr Haß, so sehr er ihr Werturteil trübte, bat sie doch oft scharfsinnig gemacht. Was aber hestürzen muß, ist der Mangel an genügender Bach- und QuelJenkenntnis. aus dem heran* nur allzu oft diese Urteile gefällt wurden. ’ So besitzen wir bis heute keine sachliche i Darstellung oder Analyse der großen Systeme der späteren Kabbala, besonders aus ihrer Blütezeit in Safed im 16. Jahrhundert Der wissenschaftlichen Bereitschaft, vor allem über die lurjanische Kabbala den Stab zu brechen, steht die traurige Wahrheit gegenüber, daß keiner ihrer Richter die Fähigkeit besaß, den LehrinisaU dieses sehr dramatischen System* in sachlich zulänglicher Form darzustellen, ja. daß keiner auch nur die Verpflichtung dazu empfunden hat So kann zwar jedermann erfahren, wie Isaak Lurjs dem Judentum geschadet, niemand aber, was er wirklich gedacht bat. Die Kehrseite dieser feindseligen Interesselosigkeit der jüdischen Wissenschaft war. wie MT natürlich, daß. als ihre berufenen Torhüter das Gebiet vernachlässigten, Scharlatane und Hypothesenreiter hier ungestört ihr Wesen treiben durften. Diesen Auffassungen und Stellungnahmen gegenüber zeichnen sich deutlich die Problem« ab. die einer neuen Haltung zur jüdischen Geschichte und einem besonneneren Durchdenken der Aufgaben jüdischer Wissenschaft, wie sie von unserer Universität gefordert werden müssen, noch immer oder gerade jetzt gestellt sind. Sind doch fast alle wichtigen Fragestellungen, die «Jer Rabbariaforscter im Vor allem aber wird die neue WIZO-Revue die Überzeugung fest verankern, daß sie ihre Aufgabe, als Pionierin und Helferin vollauf erfüllen wird Dr. Amalie Kantor. Interesse der künftigen jüdischen Ge- . schichtsschreibung zu beantworten hat, uns ungelöst überkommen, wenn ander? sie überhaupt als Aufgaben erkanntworden sind. Viel hängt für da« Geschichtebild mancher Perioden von der Art ab, in der es uns gelingen wird, diese mannigfachen, teils historisch, teils mehr philosophisch bedeutsamen Fragen zu beantworten. Aus der Arbeit an diesen Problemen wird die Geschichte der Kabbala entstehen, die die Einheit dieser oft dramatischen Entwicklungen und Verwicklungen in ihrer historischen Bewegung und Dialektik aufzuzeigen hat. Sie wind und kann in engster Fühlung mit den benachbarten Disziplinen der jüdischen Philosophie und der jüdischen Geschichte arbeiten und vermag so, den Studenten dieser Fächer in «richtigen Punkten gewiß ein neues Verständnis auch der dort behandelten besonderen Fragestellungen zu eröffnen. Die Vorbedingungen für die Erfüllung solcher Aufgaben sind zur Zeit in der Tat woi.i nur in Jerusalem gegeben. Hier allein berührt rieh die neue Fragestellung mit den alten noch lebendigen Resten ite' Kabbala. Hier allein sind wohl auch die Sammlungen von Quellenmaterial vorhanden, ohne die jede Arbeit auf diesem Gebiete zur Unfruchtbarkeit. verurteilt wäre. Jerusalem besitzt. nicht nur in drei bis vier öffentlichen und privaten Sammlungen nahezu vollständig die gedruckte, unendlich verstreute und großenteils unbekannte Literatur der jüdischen Mystik; es ist auch dafür Sorge getragen worden, durch zielbewußte Auswahltätigkeit im Laufe vieler Jahre die ungedruckte Literatur der alten Kabbala, die für die Forschung von besonderer Bedeutung ist. in Handschriften und Photographien in großer Fülle zusammenznbrintren. Sind doch verhältnismäßi? mir «ehr wenig« Texte der Kabbala aus der Zeit vor der Vertreibung aus Spanien zum Druck gelangt, so daß eine Geschichte ihrer Entwicklung auf Grund dieses Materials allein ganz unzulänglich. ja unmöglich wäre. Die große und bis zu dieser Generation wohl von keinem Gelehrten studierte handschriftliche Literatur de; alten Kabbala ist zudem noch bemerkenswert vollständig erhalten, und, soviel uns und vielleicht a-uch den künftigen Forschern unverständlich und verschlossen bleiben wird, ist doch die Hoffnung nicht ganz grundlos, aas diesem ungeheuren geistigen Trümmerfeld den ursprünglichen Bau und seine Gcstaltvcränderungen wieder herstelien zu können. Prof. Seholem wird binnen kurzem, einer Einladung des Jewish Institute of Religion in New York folgend, dort Vorlesungen über jüdische Mystik halten. Eine Pieihe guter Aufnahmen, darunter ein Bild des kürzlich verstorbenen Mitbegründer« der Hebräischen Universität Felix M. W a r b u r g (nach einer Radierung von Hermann Struck), ergänzen den Text des Hefte*. Druck und Ausstattung zeigen, auf welcher Höhe heut« bereits das Druckweses in Erez Israel steht. JÜDISCHER KALENDER iS. Februar bb 3. MSrz 1938 S*. bis 30. Ader 1. 549* Freitag <!$.) Sebbtffc-Elftgug 5^ Ufcr Sensteg (86.) Sabbatb-AiHgMg *15 ttkr Wodimbsdutl«. W«l(kh«l boaeersteg {3.} 1. BOSCH CHODKSCH Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Predigten. Freitag, den 25. d., bei den um 5.25 Uhr beginnenden Abendgotteediensten in naohbenaanten Gemeinde- und Bezirkssynagogen, und zwar; L Seitenateti-engasse 4: Obernabbiner Dr. I. Tagüeht; III., Untere Viaduktgasse IS: Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbmnne®- gasse la: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; Vl„ Schmalzhofgaese 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VHL, Xeüoeggergasae 12: Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 81: Rabbiner Dr. A. I. Schwarz; X., Rumboidtgaaee 27: Rabbiner Dr. A. Weiner; XV., Turnergasse 22: Rabbiner Dt. H. J. ZinwueJs; XVU Rubergasse 8: Rabbmer Dr, J, M, Bach; XDL, DoWnergiast fc Ein wichtiger Zweig Jüdischer Geschichtsschreibung: Kabbala-Forschung Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX.. Khickygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 26. d., beim Vormittagsgottesdienet« Schrifierklärung: XXL, Holzmeletergasse 12: Rabbiner Dr. M. Rosenroten; um y,4 Uhr nachmittags Vortrag aus dein Schuleban Aruch: XV, Turnergasse 22: Rabbiner Dr H. J. Zkoanels. Jugendgottesdienste, 1. JngendgotteedienM für Volks-, Haupt. _j4 Mittelschüler (innen): Sametag, den 26. d. M,, 3 Uhr nachmittag«, in allen 1t- Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdlenste für M c h UI e _i H, IX und XX. .. i: Samstag, den 26. <L M, HS Uhr nad mittags, im Leopoldstädter-Tempel, 11. Tempe easse 5, und in den Bezirkssynagogen IX MUllnergasse 21, und XX.. Kluckygasse 11. 3. Gottesdienst für die reifere M i 11 Schuljugend: Freitag, den 25. d. M„ 7 Uhr abends, im Stadttempel, L, Seitenstettengasse 4. Todesfälle. Dr. Sehr.--. Karl, Arzt (76), Meißner Sigmund i@6), Wasservogel Therese (78), Maier Alfred (58)1 Donnebaum Hermann (44), Schneider Maximilian (12), Frank Jenny (78), Brück Joachim (70), Wiener Emil (68), Sofer Sigmund («), Deutsch Fritz (34), Neubau» Marie (73), Stiebet Valerie (83), Dr. Löwy Emanuel, Univ.-Prof. i. P. (81). Schön Sah Anna (67), Dr. Berkowicz Michael, Advokat (59), Ehrenreich Simon (85), Grünbaum Ladislaus (25), Mangold Julie (87), Sohiffermann Pinkas (83), Grünhut Alfred, Hofrat i. P. (66), Waldner Marie (78), Kornmehl Sigmund, Cafetier (68), Fink Hedwig (60), Piezeaik Rubin (42), Meth Hans (63), Kose! Martin (68), Aschenberger Abraham (46), Halpern Ghawe (73), Popper Josef, Holzhändler (79), Blum Marie (79), Keiner Kar! (70), Laßner Theres» (69) Lewinsobn Alfred (79). Herzog Friederike (61), Hoffet Emil (63), Schnürer Rudolfine (82), König Saul (66), Schiaurerl Markus (72), Fried Leo, Ing. '31). FILME Heute: „Im Osten nichts Neue«“ mit Strohelm. Erich von Strohelm spielt die Hauptrolle See heute in -französieoher OriginaHaseung' im Roten türm- und Votivpark-Kiu« zur Ersten! führung gelangenden Films „Im Osten nichts Neues“ (China-Expreß — überfällig), dessen weitere Hauptrollen mit Charles Van-d, Sony Prim und dem Mongolen Inkisehiaoff besetzt sind „Der Dybuk“ als Film. „Der Dybuk“, die dramatische Legende von Anski, die hauptsächlich durch die Aufführungen der „Habitnafe“ bekannt geworden ist, wurde auch bereits in Y. arschau in jiddischer Sprach« verfilmt. In der Filmfassung ist da« Allgemein-Menschliche stärker betont. Den Wunderrabbi Asriel spieltder berühmte Abraham Moreweki. Lea wird von Liii Lilliana verkörpert. Ale künstlerischer und historischer Berater fungierte Universitäts- Professor Dr. Majer Bailaban. Wiener Uraufführung in jiddischer Sprache mit deutschen Fußtiteln nächsten Dienstag rm HeKos- und Nestroy-Kino. Freitag: Frank-Capra-Premiere im Apollo. Frank Oapra, der amerikanische Melsterregie- Senr. dem.wir die Welterfolge ,Mr. Deeds geht in die Stadt“. „Es geschah in einer Nacht“, „Lady für eine Nacht“ verdanken, bringt sein neuestes Werk „Das verlorene Paradies“ (Lost HorizoD), das Freitag, den 25. d-, urner dem Ehrenschntz der österreichischen Völkerbussd-!iga zur Erstaufführung «langt. Hauptrollen: Ronald Colman, Jane Wyatt, Eleanor Powe]] tanzt in „Rosalle“. Ein Eleanor-Powell-Film ist nach den ungeheurem Erfolgen, die, die junge Künstlerin mit ihren „Broadway-Melodie“-Fi!men errungen hat, immer ein mit Spannung erwartetes Ereignis. Demnächst erscheint nun ein neuer Eleanor- Powell-Film unter dem Titel „Rosalie“. Die weiteren Hauptrollen dieses Films epielen Ne! son Eddy, Ilona von Hajmaesy. „Tarzans Rache.“ Von den Tarzan-Büchern Edgar Rice Burrough* enthält „Tarzan« Rache* noch nie gezeigte Dschungel-Abenteuer, die in dem neuen 20tli Century-Fox-Filns von Gleite Morris, dem größten Athleten der Welt, bestanden werden müssen. Seine Partnerin Sri Eleanor Holm. „Tarzans Rache“ erscheint iD der nächsten Woche im Krewz-Kino. „Diese Nacht ist unsere Nacht“ Da* ist die Nacht, in der «in junges Ehepaar, das den höchsten russischen Kreisen entstammt und nach Pari« emigriert ist, noch langer Zeit wie der einmal gelegentlich eines Festes sich seiner Vergangenheit erinnern darf, schildert dieses von dem bekannten Pariser Auto* Jacques Deval verfaßte Lustspiel. Das Ehepaar spielen Claudette Codiert und Charles Bovi, Der von Anstel Litwak inszenierte Großfilm der Warn« Bros, erscheint demnächst te Wien. Bezugsbedingungen: Österreich: Monatlich S 170. vierteljährlich S 4.80, halbjährig S MO. ganzjährig S 18. F B r das Ausland: Vierteljährlich: Deutschland RM 3J0. Tschechoslowakei Ke 28.—, Jugoslawien Dinar 50.—, Polen Zloiy 6.50, Ungar» PengB 4.80 Rumänien Lei 2t».—. übriges Anstand: Schweizer Franken WO. Postscheck Konto: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr. 46-879. Redaktion und Administration: Wien, L. Marc- Aurel StraSe 5. Tel.: ü 22-3-91. Redakttonsschloß Sonntag, Diensteg and Donnerstag yofmUtags,

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