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Die Stimme · 1938-02-11 · Heft 731 (11.2.1938) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 731 (11.2.1938)
Date
1938-02-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Nr. 731, — Wien, Freitag. 11. Februar 1988, Spanische Reifert Hauptrollen, i-rseheirit nach-te Woche in e Reih« von Wiener Kino« in Uraufführung „Das Tagebuch des Todes“ alarmiert New Yorker Unterwelt, fi.arlie Chans .« wird unter Mordverdacht verhaftet, Charlie Chan, der von Warner Öland körpert wird, lost alle Rätse’ in dem nt 3i>th Century Fox-Film: J>a, Tagebuch Todes“, der ah heute im Kreuz-Kino ors-'h« Regie die-««« Films fuhrt« Eugene Forde. „Der große Wind, der das Land Hinwirft.“ Gegenden der Stklsee. „Das verlorene Paradies“ — der aktuellste Film des Jahres. ...Das verlorene Paradies’ gilt, als der aktuellste Film des Jahres, liier wurde ein Thema bewältigt, an das sich ein Mann vom Range und dem Können Frank Oapra wenden durfte. Dieser Film bedeutet eine Tat: er eröffnet der wifbvist renden Weit einen Weg, auf dem sie die wirklic-hung eines der kühnsten Menaehhe träume finden könnte, des Traumes v ewigen Glück und Frieden. Die mäimiii Hauptrolle die«?« einzigartigen Filma verkörpert Ronald Colmar.. KINOPROGRAMME Vom 11. bla 14. Februar srr „bucTaneer** ROTElfTURM RtM« ItPBitrrubrunB r AUGARTEN-KINO i»?ittrSS_ „Oer Purlmipiclcr" BoRtnn; V.4. '/A VA v.10 Uhr. KINO KERN im Prater Dir. Hers A Perlmaan - Telephon R 40-0 Urtm4 AH»inft«ifftthrtmg Nr Prater und leopoidttatft Oskar Jitter tfer itrterai» leien ‘ SCHWEDEN 9- Woche! « 49.0.SA *™t» •«•». Snwi« #«rw lOTBkwf b 11 Ml ME «Gräfin Walewska" LEOPOLDSTÄDTER VOLKSKIHO II.. Rsteasterngasse 7 a Tel. H 49-0-23 Ronald Coiman, Madalalna Caroll in : „DER QEFANQENE VON ZENDA“ ' Telephon K 41-707! „BELEBE BiLlfllR" RSMBRANOT-KINO SX' ■~~7ixA!arasaÄS.* ” h:, D e en führte Branf* KINO TE6ETTHOFF Macdonaidin: || I natllch^S 1.70, flertelÜährUcb S 4.80, halbjährig S 930. ganzjährig S 18. Für das Ausland: Viertel jährlich: Deutschland KM 3.50. Tschechoslowakei Kd 28.—, Jugoslawien Dinar 50.—, Polen Zloty 630, Ungarn Pengö 4.80, Rumänien Lei 200.—, übriges Ausland: Schweizer Franken 5-50. Postscheck Konto: Österreich Nummer D 113.546. Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, L, Marc- Aurel-StraBe 5. Tel; U 22-3-91. Redaktionsscbluß Sonntag, Dienstag und Donnerstag vormittags. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, L, Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polower, Wien, L, Mare- Anrel-Straße 5. — Druck; Veruay A. G-, Wien, 'X. Canieiuag»s§e 8—10, [IIIIBR-SmAE Achtung! „Kinder~Stimme''’Jause I Liebe Kinder! Endlich kann ich euch den ersehnten Termin bekaimtgeben. Die Jause findet am 20. Februar nachmittags um 4 Uhr im Jüdischen Klub der Jungen, Wien, I., Franz-Josefs-Kai 3, statt. Die angemeldeten Kinder erhalten eine separate Einladung, die gleichzeitig als Eintrittskarte gilt. Mit dieser Kinderjause leitet der o-bige Klub seine Kinder nach mittage ein, die von diesem Zeitpunkte an regelmäßig jeden Sonntagnachmittag stattfinden. Kinder, die sich noch in letzter Minute entschließen diese Veranstaltung m besuchen, müssen dort an der Kasse eine Eintrittskarte kaufe«. Es wird viele Überraschungen geben, aber welcher Art sie sind, wird nicht verraten. Aber ich hoffe, ihr freut euch auf diese Jause ebenso wie eure euch herzlichst grüßende Dodah.?rraj? nm sTfri Wer lernt mit uns HebrHisely? 7. Wie spät ist es? Kama sehaah? V.tjfftt nt; Acht Uhr! schmoneb! U1J18I? 8. Was kostet Ma mechir Tri dar Buch? hasofer? Nicht viel! iu harbe!!"2“ 9. Wie heißt du? Ma acbimcha? 'ri-O*. Ich hc-ißc... sebmi... .*81? Ks würde mich »ehr interessieren, viele ..Kiode-r-St:mme”-Leser diese gen fleißig lernen? Ich mochte die.iei , von euch, die sieb an diesem klniuen Kurs beteiligen, 'utton. mir auf < Karte bekanutzugf-ben. damit vi> am Schlüsse zu einer kleinen Prüfung auffordern kann. Paßt auf, geht acht wie ich s gemacht! Von Liesl Hirsch, stud. realgymn. Gewinnerin des ersten Preises. „Scholom“, das eine war nicht schwer, Leicht allerdings wars auch nicht sehr. Ich nahm den „Zach“ (mein TierJanui’- buch. Darin ich alle Tiere such') Und fand als kriechendes Insekt. Die Ameise darin versteckt. Also, ihr Kinder, macht es nach Und suchet auch einmal im „Zach“! Das Schwerste war dm Silbenrätsel, Da lag beisammen Koni und Häcksel, Denn Hoangho und Ibrahim, Das paßt zusamnt’ me Kraut und Riib’n. Da mußt’ eben mein Atlas her Und schon vnr’n Chinas Fluss’ nicht schwer. ist's nicht der Jangtse, isfs der Hoangho, Nun war auch mir gar nicht mehr Was ich nicht fand, das ließ ich aus, Denn später Ixun’s von selber ‘raus: Talmud, Erzvater, Ibrahim Und schon ich „hört* die Kinderstimm’“! Beim Md nahm ich ’ne Karte her, Das war das Maß so ungefähr, Dann schnitt ich ja! es Stückchen Und sucht’ die graden Linien ‘raus, Die mußten passen an den Hand; Ein Kind, viel Wasser, Schilf ich; eh Er war Moses’ ,JUnderstharnt e forttrug von dem NU der Wind. t nt Ägyptens Königskind. Scholom. Mutier Von Cilli Friedländer (15 Jahre). Wei i Poler i kleim Hau«. Alf, und zerbrochen, am Dorfes. In diesem Hause steht, in einer rauchigt-n und rach Abfällen riechenden Küche eine Frau. Sie ist nicht alt und sic ißt, nicht jung. Aas ihren Augen spricht viel Not und" Trauer. In ihren Augen Hegt di.; Sorge tune tägliche, Brot. Sie weiß was Hunger, Elend und Verachtung sind. Ihre Augen gleichen zwei tiefen. unergründlichen schwarzen Meeresseen. —- Plötzlich hört, man ihre heißere Stimme. .Mordeehaj. du mißt aufstehn, du mißt, gehn ins Cbeder.“ ..Ich mag nicht. Mamme. ich bin hungrig, und es ißt kalt draußen.“ „Jo, Mamme, essen, essen!“ oitten die kleineren Kinder. Ihre großen Augen flehen um Brot. Jüdi«<’hc Kinüeraugeu. die von wissendem Leid erfüllt. sind. ..Wo ißt Chaskel?“ fragt Mordi-rlmi. „Ja, C-haskr.l“, seufzt, die Muttei. Ihr Chaßkel hat sich in letzte! Zeit «ehr geändert. Jeden Abend kommen Kollegen zu ihm und da hört sie immer Worte wie: „Herz!, Zionismus uaw.“ Sie versteht das nicht. Für sie sind das nur Phrasen. Sie versteht nur, daß ihr Chaßkel weg will von ihr, weit weg, nach Erez Israel. Krez Israel? Dorthin fährt man doch nur zum Sterben, Und ihr Chaskel will dort leben, arbeiten, siegen, fremden Völkern zeigen, was opferbereite Jugend vermag? Sie versteht ihn nicht, aber sie glaubt-, nein, sie ist sogar überzeugt, daß Uhaskel einstmals t in großer Führer dieser neuen Idee sein wird. Sie weiß ja nicht, daß es ivr Jur , die; ihr Sob Auch ihr Reseri hat jetzt ganz andere, fremde Ideen. Sie könnte zum Beispiel schon . längst heiraten. Der Schiomek Schächter wirbt schon so lang um sie. Der Schadchen hat schon die nötigen Verbindungen bergest,eilt. Gut, Schlomek ist nicht schön und nicht mehr ganz jung, aber er ißt doch sehr reich und ein guter Mer,nch. Aber Ktv--'-;!. hat man schon so etwas gehört, will eich nicht ..verkaufen“. Sie will den heiraten, den sie iiebt. Komisch! Hat s i e denn ihren Mendcle geliebt? Geliebt? Liebe! Lieben kami man doch nur Gott und die Eltern. Aber vielleicht. — können «ich auch uwei junge Menschen lieben, so wie Rachel und Jakob? Nein, ihren Mendaie hat sie nicht geliebt, Aber trotzdem hat sie ihn gepflegt, ist ihm eine treue Gattin gewesen und hat ihn aufrichtig betrauert ils er ßtarb. Für ihre Kinder hat eie geichuftef. uni eie zu ordentlichen Menschen zu erziehen. Einen Sohn hat eie •erloren. Jossel, ihren Stolz! Ein echönes, kluges Kind. Er ist. im Krieg gefallen. hat noch seinen letzten Brief. ..Mamme, es ist so schwer zu sterben.“ ] . . Eigentlich hat eie nur mit. j Mordechai Freude. Er wird einmal ein | großer Rabbi werden. Ein zweiter Rabbi; Löw. Abc' hat eie denn wirklich mit! deren Kindern keine Freude? Ein j Mutterhcrz hat Raum für unendlich viel I Liebe und Treue. Mütter ßind andere als j gewöhnliche Menschen. Mütter sind von gesegnete Geschöpfe. Geschöpfe, die alles Leid, aber auch alle Freude ausgekostet haben, die uns Gott schenkt. Sehr v.ig Freude, aber sehr, sehr viel Leid. Aber eie hat jakeine Zeitzum Nachdenken. Sie muß arbeiten. Sie muß im Winter durch meterhohen Schnee stamp- Muß sich von den Gassenbuben und Kutschern anschreien und verspotten lassen. wj Sic nimmt ein großes Tuch, hüllt sich j darin ein, dann ordnet sie noch alles. I wirft einen geflickten, schweren Sack i um die Schultern und geht. — 'dom *! Fenster sieht, man ihre gebückte, unj scheinbare Gestalt- Schwer seufzt sie I unter der Last. Aber kein Wort, kein j Vorwurf dringt von ihren Lippen. Gott . | wird helfen. Gott, der Beschützer der ’ | Armem und Unterdrückten. Sie verj schwindet um die Ecke. Unscheinbar!; Armselig! Aber eine Heilige! Eine Heldin i des Alltags! Eine Mutter! | Eine jüdische Mamme! j Bücherecke | „Benni fliegt ins Gelobte Land.“ Von ' Mirja m Singer. Ben ul bekommt ein Flug- ,ri zeug geschenkt, mit dem er nach Etez n! Israel fliegt. Da« ganze Land wird geschildert. alt-jüdische Märchen und Legenden worden eingeflochten. Besonder« schön ist die Stelle, die über die von Theodor Herz! in Mozzah gepflanzte Zeder berichtet. (Verlag R. Löwit, Wien.) Für Kinder von acht Jahren an. Für größere Kinder: „Leben als Abenteuer“ Von Paulus Schotte. Man erlebt mit zwölf bedeutenden Menschen ihr Schicksal. Nichts verkörpert die Entwicklung der Menschheit besser als die bedeutende Persönlichkeit So w-erdei ihr mehr vom Ablauf und Sinn der Welt erfahren als durch philosophische. Betrachtungen. Ihr könnt, mir glauben, daß der Kampf gegen die Bakterien oder gegen die Unvollkommenheit von Maschinen spannender als jedes Abenten«Buch ist. (Steyrermtihl-Voriag, Wien.) „Der Weg des Lebens“ von Karl -r. Sergius, ist ein Buch, das euch in leiehtfr.ö’ieher Weise Ding« des Lebens näherbring!, von denen die meisten von euch noch recht wenig wiesen. Die Zusammenhänge von Werden und Vergehen werden euch klargemacbt. Zum Beispiel „Die Entstehung des. Lebens“, „Die Fortpflanzung“ oder „Symbiose, Parasitismus und Kriegsgefahr“. Es wird euch gewiß sehr interessieren. Wer kann zeichnen? Die Zeichnungen Nr. 2, 3 und 4 sind aus Nr. 1 entstanden. Versucht nun selbst, aus den Schnörkeln 5 und 6 etwas herauszubekom-men und sendet es mir ein. Die beste Zeichnung wird in der „Kindarg-itimme“ abgedruckt

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