Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 728 (4.2.1938)
- Date
- 1938-02-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Jfe 738. — Wien, IVettag, den 4. Februar 1988, Frtt Mb S Mi XI., Zentralfriedhot, uten ton i In Sjaitq letiittui Austritte Heinrich Alfred Weetphal, geb. 4. H. 1870 in . L, g< . -- . , , Kaufmann, vertu 1., Kohlmarkt 16, Oerti Weishut, geb. M XI. 1921 in Wien, ledig, IX., (tarnisongasse 3; Marianne Weishut «<A. Heiler, geb. 12. IX. 1808 in Prag. gerkhtL getrennt, IX., Garniaonga*«« 3: Eugen Ftn, geb 8. II. 18(5ft in Mainz, Fabrikant, vertu VI., Getreideniarkt 1: Ing. Emil l.ang, geh, 27. jI. 1897 in Wien, verb.. XJX.. Gatterburggasse 6; Josefine W’ahriich geh. Fischiiof, geb. 8. XII. 1899 in Wien, verh., XV., Schwegiereträße 41; Albert Schwarz, geb. 26. VI. 1894 in Wien, vertu Bankbeamter, II., Untere Donaustr. 8S: Josek (Jozel) Frydman, geb. 22. IV. 1871 in Radom, Privater, verwitwet I., Franz-Josefe- Kai Hotel Metropole; Ing. Robert KrauB, geh. 20. IV. 1891 irr Wien, vertu Elektroingenieur, VI., SttunpergasM 23; Friedrich Schiller, geb. 31. V. Hilf; in Wien, ledig, XX., Pappenheimst raße ft; Elsa Raubicek, geb. 24. IV. 1914 in Wien, ledig, XX., WaJIeaftehMtraSe 20; Pepi Krammer, geb. 22. I. 1905 in Jartna, ledig, IX., WiUielm-Extter-Üasse 28; Gisela Wohlfeld, g«b. 10. X. 1894 in PrzemysI, ledig, Geschäftsfrau, IV., Taubstiranmengasse 5. « CliBEMTMIftE KINOPROCRAMME Vom 4. bl» 7. Februar IMPERIAL-KINO t Äön traufrahrunB! Ä,din Ulgen-ein Vergnügen R0TEHTURM %'rr"C."7, »State Door« (Rivalinnen) R«fl”n' VA v,6, '/A \1<> AUGARTEN-KINO Hf- Süd All^lnaatTUhrnag fftr Wien, 6. WmIu i»d"urcS^Him „Der Purlimplclcr" KINO KERN Im Prater otr. Kern * Pertmann - TelepUon R 40-0-40 Ur- und tUWnaiit»8lmi»| m Pnttr mH UmUtoMt «Ä Der dritte Grad SCH WEDEN «"t* aw»o, ct»rH. s*r*r LEOPOLDSTÄDTER VOLKSKINO II.. Roteosteraaasse 7 a Tel. R 49-0-23 Versenkung des smsrlduroh die kan lechen Schiffe« r9!lSff Jagt NESTROY TON-KINOLt bon r 4. 7,4 * Helene Wilifflr RIMBR ANDT-KIN O JiTjjBZ] Helene1Wlilfür KINO TECETTHOFF .Dos kleine MOeur“ Woohentagd: ö, 7, 9 mir. und Feiertage: */42. Vi4. i;A VA 740 L’h Julien Duvivlers Meisterwerk UN CARNET DE BAL (DIE TANZKARTE) mit FRANCOISE ROSAY HARRY BAUR FERNANDEL RAIMU DER BESTE FILM DES JAHRES! Tuchlauben, 1.1121-1-22 Schwarzenbergplatz ukm.® Stafa, VII. B 33-0-68 Flieger, IX. A18-1-52 I Redaktion und Administration: Wien, I, Mare- Aurel Straßf 5. TeL: U 22-3-91. Redaktlot» schloß Sonntag, Dienstag und Donnerstag Die Bekanntgabe des Termine« der Kinder-Jause erfolgt in der nächsten Nummer. Bis Ende der Woche können sich noch eure Gäste anmelden! Liebe Mädels and Baben! Ihr habt doch sicher schon gehört, daß manche Zeitungen Rundfragen veranstalten, ihr werdet also auch wissen, was das bedeutet. Nun, heute wollen wir einmal dem Beispiel der Großen folgen, und wenn euch diese Idee gefällt, so schreibt an die Dodah der „Kinder- Stimme“, die mir versprochen hat, dann fortlaufend solche Rundfragen zu veröffentlichen. Unser heutiger Titel lautet: Warum Ist Brest Israel melnZ,Iel? Natürlich dürft ihr nicht darauf antworten: . weil ich Zionist bin“. Nein, dae wäre zu bequem. Ihr müßt, euren Entschluß genau motivieren und ganz ausführlich darüber schreiben. Die besten Antworten werden veröffentlicht. Also schreibt so bald als möglich. Wir fronen uns schon sehr! Schalom! Oilli Friediänder (15 J.) Die kurze Lebensgeschichte einer Schneeflocke Zwei Schneeflocken saßen auf der Kappe eines Burschen. Da kam eine drillherab und -.eut“ sich — klatsch — zwischen die beiden. Da baten «io die anderen Schneeflocken, sie solle ihnen ihre, Lebensgeschiclite erzählen. So begann sie: „Ich war mit vielen anderen Tropfen in einer großen Wolke. Es war sehr kalt, wir wurden zu Schnee und fielen herunter. Der Wirbelwind zeigte uns viele Städte und Dörfer. Scnüeßlich kam ich nach Wien. Hier setzte ich mich auf ein Dach, um auszuruhen. Bald kam der Wind wieder und rief: .Schneeflocke, komm mit mir!' Aber ioii wollte nicht. Da riß mich der Sturm weg und...“ — da fiel sie in den Kanal. „Schade", sagten die übrisrgebliebenen Schneeflocken. „Wir hätten ihr so gerne zugehört.“ In diesem Augenblick nahm der Bursch die Kappe vom Kopf und da lösten sie sich auch in einen großen Wassertropfen auf. Julius Mayersdorf (10 J.)?rrpp nn* rrfri Wer lernt mit uns HebrIUsc§? Wart ihr auch fleißig? Bitte, sammelt diese zehn Lektionen. Ihr werdet zum Schlüsse die Sätze besser wiederholen können! 4. Was gibt es Neues? ma chadaschoth?? nWW fl» Nichts. Io klum. .SI^S te*? 5. Wo Ist die ajeh rebow Herzlstraße? Herzl? t ^Tlf! 3VPi fr* Dort. schäm. 6. Wo wohnst Du? ajeh ata gar?? *•: W Ich wohne ani gar in der brehow... ... 3VD | habt ihr ein Mittel, das da« langweilige Auswendiglernen erspart. Schneidet die beiden Zeichnungen sorgfältig aus - und klebt sie vorsichtig auf Pappe. Dann schneidet aus Figur B die schwarzen Dreiecke aus. Nun legt ihr Figur B auf Figur A; durch den Mittelpunkt M wird eine Reißzwecke gesteckt, die in einen alten Korken gesteckt wird. Jetat, könnt ihr Figur B drehen. In den ausgeschnittenen Dreiecken erscheint oben die Tonart, der kleine Buchstabe darunter nennt die zu ihr gehörige Molltonart, und unten seht ihr die Anzahl und Art der Vorzeichen. Wenn ihr euch das öfter anseht, könnt ihr’s bestimmt bald — ohne Pauken. Nun versuchte einmal Margarete Cohn. J# f * Jüdische Musikliteratur Diejenigen von euch, die Klavier spielen, wissen, -.laß die jüdische Musikliteratur für die Jugend bis jetzt noch wenig Auswahl hat. Der berühmte jüdische Komponist Joachim Stutscbews k y bemüht sich, diesem Obel abzubelfen, und so bringt er soeben das erste Heft mit Original-Klayigr-K ompositiöneu von Aehron Paul Dessau. Rothmüller, Stutschewsky und Thaler in einem Jugend-Album heraus (Jibneh-Verlag, Wien). Die Stücke sind leicht verständlich und stellen an die Technik des Spielers keine schweren Anforderungen. Ein zweites Heft folgt später. Der Verkaufspreis ist äußerst niedrig,, so daß diese Anschaffung den Eitern leicht möglich sein wird. gedenken wir des Mannes über , dessen Lebenswerk als Motto stand: .. „Gott, Natur und Liebe,“ Adalbert Stifter Auflösung des Zahlenrätseis aus der vorigen Nummer: Moses. 5 Minuten Musik für die Grösseren! Ihr werdet sicher in der Schule öfters von eurem Musiklehrer nach den Tonarten und deren Vorzeichen gefragt, zum Beispiel: wieviel Kreuze hat G-dur? Antwort: eins. Aber es gibt auch Tonarten mit sechs Kreuzen oder mit sechs bs. Dabei kann man sich leicht irren. Hier in der Judengesse Gewiß werdet ihr alle in den Schulen j in den letzten Tagen gehört haben, daß Adalbert Stifter, der große österreichij sehe Dichter, am 28. Jänner 1868, also i vor 70 Jahren, gestorben ist. Aus diesem! Anlaß werden überall Feiern veranstaltet. Seine unvergleichlich schönen Bücher ,.Feldblumen“ und „Bunte Steine“ solltet ihr alle iesen und seine Beschreibung von der „Sonnenfinsternis in Wien“, wohl die schönste, die je von dieser Naturerscheinung gegeben wurde, müßt ihr besonders auf euch wirken lassen. Adalbert. Stifter hat, wie ihr wißt, zweiundzwanzig Jahre in Wien gelebt; er war unter anderem auch der Hauslehrer eines Sohnes des berühmten Staatskanzlers Metternich. Von großem Interesse für jüdische Kinder in Österreich mag es sein, daß Stifter auch in dem berühmten Haus mit dem Kornhäusl-Turm gewohnt hat. Kornhänsl, ein sehr erfolgreicher ] Architekt, erbaute unter anderem auch den herrlichen Tempel in der Seitenstettengasse und für sich selbst in der Judengasse ein Haus mit einem Turm, der noch heute steht. In dem obersten Stockwerk des Turmes hatte er sein Arbeitszimmer, in das er sich mit einer Art Aufzug, wohl der älteste, der in Wien verwendet wurde, befördern ließ. Daß Adalbert Stifter, ein feinsinniger und edeidenkender Dichter, auch oft in den Tempel kam und die Juden, bei ihren Gebeten und Festen näher kennen lernte, ist wohl verständlich, war er doch ihr unmittelbarer Nachbar. Mit Verehrung Briefkasten: j Alfred Scholder. Verzeihen Sie da« 1 Mißverständnis! Ich bin sehr froh, daß Sie gesund, sind. Bitte um die versprochenen Adressen. Grüße! An alle Leser und Leserinnen der „Kinder-Stimme“! Haifa, den 18. Jänner 1938. Liebe Freunde! Ich Las schon oft in der „Tünder-Stimme“. daß sie Briefwechsel vermittelt und wende mich darum an euch. Mein Name ist Seew Mautn e r, bin ein Wiener und jetzt drei Jahre ip Erez. Ich wünsche Briefwechsel mit Jungen oder Mädchen in meinem Alter (14 Jahre) in deutscher Sprache, der oder die Aussicht hat, nach Erez zu kommen. Erste Anschrift mit Bild. Meine Adresse: Seew Mautner, Haifa, Hadar-Haearmel, P. 0. B. 1005. Hoffentlich meldet sieh bald jemand. Mit Schalom! Seew Mautner. J. Reiß. Danke für die liebem Zeilen! Das hat mit Mangel an Religiosität nichts zu tun. Ich bin selbst sehr religiös erzogen, habe mich aber immer überzeugt, daß die Landarbeit die einzige ist, dk* auch an Feiertagen verrichtet wird. Das siehst du nicht nur bei uns, sondern auch bei allen anderen Konfessionen. Im übrigen halte ich persönlich jeglichen innigen Kontakt mit der Natur, die doch eine Schöpfung Gottes ist, auch für Religiosität. Mehr kann ich hier nicht antwqj ten. Bitte um deine Adresse. Grüße! Bücherecke Für Zehn- und Dreizehnjährige. „Der Retter von Chula.“ Von Elieser Smolly. Jüdische Jugendgeschichten aus dem neuen Palästina, deren schönste die Geschichte des Waisenknaben Stmson ist, der durch seinen Heldenmut eine ganze Siedlung in Erez Israel rettet. Jede Geschichte ist außerdem mit einem wunderschönen Bild versehen. (Verlag Erich Reiß, Berlin.) „Peik.“ Von Barbara Ring. Die Geschichte eines kleinen dänischen Knaben. Ein Sohn eines Arztes. Seine Eltern sterben Ihm früh, er wird von einem sehr lustigen alten Kutscher auf dem Lande erzogen und kommt dann zu einem alten griesgrämigen Onkel nach Kristiania, den er auch bald mit seinem Humor dazu bringt,, daßer sein bester Freund wird. Beide Bücher werden euch gewiß gut gefallen.