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Die Stimme · 1937-12-31 · Heft 713 (31.12.1937) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 713 (31.12.1937)
Date
1937-12-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Freitag - Ausgabe Dieses Blatt Ist ab 4 Vbx nachmittags bei den Kolporteuren erhältlich ^‘Stimme 15 9 Nr. 713 JÜDISCHE ZEITUNG Wien, Ff eitag, 3t Dezember 1937 e *7- Teweth 5698 ii. Jahrgang 'Besser sehen* besser hören* TUNGSRAM Jßamfien TUNGSRAM ‘Röhren „Evening Standard“ erklärt zu wissen, iß man sieh innerhalb der britischen Regierung nicht mehr darüber einig sei, ob Palästina geteilt werden soll. Eine einflußreiche Gruppe im Foreign Office habe erklärt, der Widerstand in der mohammedanischen Welt gegen die Teilung so stark, daß man es jetzt, wo England! Deutschland, Italien und Japan bedroht nicht, riskieren könne, sich auch noch Nahen Osten Feindschaften ziizuziehen. Er gibt noch immer keine Ruhe Hause des Salem, der sich jetzt in der Nähe von B e i r u t aufhält, eine Versammlung statt, in der viele der verbannten palästinensischen Araberführer sowie N U r i Pascha, der frühere Ministerpräsident von Irak, anwesend waren. Ein Beschluß wurde gefaßt, der Nun Pascha autorisiert, mit Großbritannien zwecks Aufgabe des Planes einer Teilung von Palästina, zu verhandeln, sowie ein Manifest zu veröffentlichen, das die Araber aufruft, die neue britische Kommission, die bald nach Palästina kommen' soll, zn boykottieren, falls nicht allen verbannten Arabern gestattet wird, nach Palästina zuTückzukehren, und dem früheren Arabischen Komitee erlaubt wird, sich wieder zu versammeln. Der Propaganda-Import ans dem Dritten Reich Haifa, 30. Dezember. (JTA.) „A Difaa“, Organ der Ietiklal-Partei, vergleicht diel Lage in P a 1 ä s t i n a mit der der Tscheche) s l ö w a k ei und schreibt: „Ähnlich wie die Tschechoslowakei, ein Staat mit vielen Minderheiten, geschaffen wurde, der jetzt den Frieden Europas bedroht, so will der Völkerbund in Palästina einen jüdischen Staat schaffen, der ebenfalls einige .Minderheiten umfassen und in gleicher Weise den Frieden im Mittelmeer bedrohen würde.“ In einem zweiten Artikel schreibt das Blatt, kleine Staaten hätten keinerlei Existenzberechtigung. Palästina müsse daher Teil eines großarabischen Reiches werden. Die Bildung einer arabischen Förderation würde die Araber, djtfür entschädigen, .daß sie 400.000 Juden in. ihr Land hineingelas- -&en habe|, 'Art. diesir Sprache erkennt ,n Propaganda’ aus ff«Ht Driften B wird!; VN?. , daß die h gelenkt Änderung des Peel-Planes Wie „Daily Telegraph“ mitteilt, wird die englische Regierung Mitte nächster Woche ein Weißbuch veröffentlichen, das die Instruktionen enthält, die der neuen nach Palästina zu entsendenden Kommission als Richtschnur dienen sollen. Die zur Kommission gehörenden Personen seien noch nicht bekannt Die Regierung habe sich dahin entschieden, daß man in der augenbiickl'chen Lage nicht jede Möglichkeit einer Abänderung des Peel-Planes ausschlie. ßen sollte. Allerlei Kombinationen Eden habe erklärt, er sei bereit, das Kolonienministerium zu stützen, das weiterhin an dem Teilungsplan festhält. Im Kabinett hätten jedoch Warner Unterstützung gefunden, und es bestünde die Möglichkeit, daß die Untersuchungskommission, die demnächst nach Palästina entsandt werden soll, um über die besten Methoden der Durchführung der Teilung zu •»richten, Vollmach-;4*fc'7eO*l*e«i-fs2iÄH(Lschlüge an Stelle der Te zu machen. Das Blatt meint, daß in einem solchen Falle die Teilung mindestens um ebn Jahre hinausgeschoben werden würde. „Great Brita.in and the East“, das ziemlich araberfreundlieh ist, schreibt unter dem Titel: „Geduld in Palästina“: Niemand kann wann in Palästina Friede, und sei es auch nur oberflächlicher Friede, wiederkeh-1 besitzen. ren wird. Viele Araber, die seibs Terror nichts zu tun haben, versichern, daß dies noch lansre Zeit dauern wird. Inzwischen haben jene Juden, die der Ansicht sind. daß für ihr Volk der Status einer dauernden Minderheit in einem ungeteilten Palästina besser ist als ein geteiltes Heiliges Land, mindestens die Möglichkeit, mit den Arabern in Verhandlungen zu treten. Minderheitsstatus unannehmbar! Auf diese Aufforderung der britischen Zeitschrift hat der W a a d L e u m i bereits geantwortet. Im Zusammenhang mit den Gerüchten über arabisch-jüdische Verhandlungen und die Verständigung, die angebdich erreicht worden sei, f* .jt ‘ •'v«Khrtnwwe»fc,'wr’’taMr^Efrfer kategorisch festgestellt wird, daß der Jischuw nie und nimmer einem Minderheitsstatus für die jüdische Bevölkerung oder einer auf dem Grundsatz des numerus clausus aufgebauten Einwanderung zustimmen werde. Ferner wird erklärt, da.ß die Jewi.sh Agency und der Waad Leumi die einzigen Körperschaften seien, die die zu Verhandlungen Tegarts und Petris erfolgreiches Debüt Von autoritativer Seite verlautet, daß d;e jüngsten Erfolge des Militärs in Nord- Palästina das Resultat der von Tegart und Petri in Palästina eingelührten Methoden, wie sie in Indien geübt werden, sind. „El Jamea al Islamia“ meldet, daß bei den militärischen Operationen in Nordpalästina insgesamt 9000 Mann eingesetzt worden sind. Systematische Einkreisung der Terroristen al- In den Dörfern Derraliad, M „ kr um und Shaab in der Gegend von Nazareth sind 300 bewaffnete arabische Terroristen, Teilnehmer an den Kämpfen dar letzten Tage in Nordpaiästina, einge schlossen. Die Eingeschlossenen versuchen, den Ring zu durchbrechen, haben jedoch kaum Aussicht auf Erfolg. Eine Militärabteilung ist auf dem Marsche in das arabische Dorf T a r s c h i j Gefecht mit einer Araberbande geraten. Eine zweite'Militärabteilung wurde zur Re-' Vision in eine ..Reihe Dörfer entsandt, deren j Bewohner verdääitig sind, flüchtige Ter-' roritüen bei sieh, |u yerbergen. Eine dritte Abteitoiig .wurde (von Akko nach Safed koäMäandiett,"uav-in den Dörfern der Umgebung Durchsuchungen vorzunehmen. Eine vierte Abteilung schließlich wurde znr syrischen Grenze entsandt. Außerdem wurden die Patrouillen an der syrisch-palästinensischen Grenze neuerlich verstärkt, um zu verhindern, daß die arabischen Terroristen Zuzug aus Syrien erhalten. Ein feiner Polizeibeamter Einer der Bandenfübrer im Norden, Azzat Sbuber, der das Amt eines Po 1 ize i beam ten. bekleidete, bis er ii Jahre 1936 aus dem Dienst entlassen wurdt versuchte nach Syrien zu flüchten. Dies g< lang ihm jedoch nicht, da alle Straßen mit Truppen blockiert sind Beruhigung eingetreten Nach siebentägiger ununterbrochener Verfolgung der terroristischen Banden in Nord- Palästina ist schließlich Beruhigung eingetreten. Der größte Teil der Militärabteilungen Ist in ihre Garnisonen zuckgekehrt und ließ In einigen Dörfern nur Waffen zurück. Die Ortsbevölkerung arbeitet unter der Leitung von Offizieren an der Wiederherstellung der beschädigten Straßen. {ßuntjc jJ (Bacc/l Banditin , ■ -7« ^enJCAlUTUW KQFUZ-KiNO: 4. -Ab.'h 8.' % IG,, Goga inszenieit Judenverfolgung Bukarest. SO. Dezember. (Privat..) Die neue rumänische Regierung beginnt nach dem Muster der nationalsozialistischen Regierung Deutschlands sofort ihrem Hauptprogrammpunkt, den scharf antisemitischen Kurs zu verwirklichen. Dieser negative Programmpunkt ist ja auch ihr ganzes Positivum. Aus den dem Ministerpräsidenten Goga nahestehenden Kreisen erfährt man, daß die Regierung die Aufhebung der Ver- ' ifserlaubnis von Erzeugnisder Staatsmonopole wie Alkohol, Tabak und Zündhö’zer für Juden plant, jwie das Verbot für Juden, Gechüfte in ländlichen Bezirken u betreiben. Auch soffen die E i nitrgerungen von Juden überprüft •erden. Weitere Maßnahmen sind gegen die resse zu erwarten. Affe Juden gehörenden Zeitungen seilen verboten werden. Jüdischen Journalisten wird e rbeit näni itu igen Ferner werden rumänischer Handel und Industrie ln der Weise nationalisiert werden, daß mindestens CO Prozent der Beschäftigten sich aus „reinblütigen Rumänen“ rekrutieren werden um! mindestens 50 Prozent des investierten Kapitals rumänisch sein wird. Firmen, welche diesen Bestimmungen nicht naebkommen werden, werden der Liquidierung verfallen. 71 Präfekten (politisch-administrative Leiter der einzelnen Amtsbezirke) sind bereits abgesetzt und an ihrer Stelle Personen ernannt worden, die Anhänger der National- Christlichen Parteirichtung sind, ln der gleichen Weise wurden die Komif-itspräridenten ausgewechselt, die großen demokratischen Zeitungen „Dimineatza“, „Adeverul“ und „Lupta“ wurden verständigt, daß sie nicht c. .^iWv Großes Aufsehen erregt dfe BesteHung der früheren radikal-antisemitischen Abgeordneten Nicola R o b u zum Präsidenten des Komitats C e r n a u t i (Czernowltz), das eine große Judengemeinde beherbergt. A’s vor einiger Zeit der Landesrabbfner des Altrelcbes, Senator Dr. Niemlrower, auf Einladung des griechisch-orthodoxen Patriarchen nach Czernowitz kam, um an der Jubiläumsfeier für den Patriarchen tellzunehmea, stellte sich dem Landesrabbiner am Eingang zum Erzbischöflichen Palais Robu ln den Weg und verwehrte ihm das Betreten "des Gebäudes, Später entschuldigte sich deswegen der Patriarch bei dem Rabbiner. Der Schutz von Rumäniens Minderheiten ist durch Verträge verbürgt. 13 Millionen Rumänen stehen sechs Millionen Minderheiten gegenüber. Die stärkst« Minderheit «ind die Ungarn (1,500.000), es folgen die Juden (850.000), die Deutschen (780.000), Ukrainer (720.000), Bulgaren (850.000), Türken (250.000), Rüsten (150.000). Rumänien ist völkerrechtlich nach dem bekannten Minderheiten vertrag von St. Gormain vom 10. September 1919 zum Minderheitenschutz verpflichtet. Die rumänischen Minderheiten stehen unter dem Schutz ies Völkerbundes. Rumänien wurde alter in den Friedensvert.rägen (Minderheiten vertrag zu Paris vom 9. Dezember 1920) noch eine Spezialverpflichtung auferlegt: es mußte allen in Rumänien lebenden Juden, die keine Staatsbürgerschaft naehweiseo konnten, die rumänische Staatsbürgerschaft verleihen. Gegen diese Bestimmung läuft die Partei Gogas und Cuzas Sturm, sie verlangt einen Bruch mit dieser völkerrechtlichen Verpflichtung und eine Revision alter auf Grund dieses Vertrages erteilten Bürgerrechte. (Weitere Nachrichten Sette 3) Sektion undWIXO Prater, Wien, ii , Stuwerstrafte 1, Tel. R 40-1-86 L Sonnlog, 9. JKnner 1938, 8 Uhr 30 abends, In den SKlen des MI UKrkasinos, Wien. L, Schwarxenbergplalz 1 Ball mit Mittemachteakademie . Dr. Deslder Fviedmann, Präsident der Israel. *u!tus«emelnde j Dr. Oskar QrUnbaum, ftrüs' Ehrenprotekterat. iakmb hrbch, Rat der Stadt W as j iophie Löwenhers, Präs d “ - '•K,äht\n. it des Z es. Landesverbandes •voa S 3-30 plus 10% für RKL. in der Sektion. Wien, II., Stuwerstraße 1, Telephon R 40-1-86 L» und bei Optiker R(^f Seidaer, i, Fnmt-Josefs-Kai 33, Telephon ü 28-9-66 r - ‘i; BeliyBroder, Fritz GfOnbaum, KsdFstkss, MaxBrod. IgoGutiaiffcia, Jazzkapelle IsyGeiger, Jazzsänger üo liiaaf, Gewinner nee gold. Bandes der Jazzsänger 1937

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