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Die Stimme · 1937-12-29 · Heft 712 (29.12.1937) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 712 (29.12.1937)
Date
1937-12-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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f«t ab 4 Uhr nachmittag* bei toi Kolporteuren erhältlich JÜDISCHE ZEITUNG mm, Mtttwoeh, 29-Dezember 1937 Sg. Teweth SM« 11 Jahrgang . Ifaterba Amri|uwdnH^gj^y«ndmui Washington, 28. Dezember. (JTA.) Im setz, nach welchem Personen, die für ein amerikanischen Kongreß sind diktatorisches' .Regime eintreten, nicht drei Gesetzesanträge eingebracht eingebürgert werden dürfen. Kongreßworden, die daran! abzielen, den H 111 e r ismitglied J. V1 v e r beantragte ein Gesetz, raus und andere Rassenhaß-Bewedas die Deportierung von Ausländern gungen in den Vereinigten Staaten zu und in Amerika eingebürgerten Personen verbieten. Die drei Anträge sehen dravorsieht, die sich der Rassen- oder Religionsstische Mittel zur Ausrottung jeder Bewehetze schuldig machen, und ein zweites Geltung vor, die zu religiöser und rassischer setz, das Geld- und Gefängnisstrafen für ln Diskriminierung hetzt und diktatorische Lo- Amerika geborene Bürger bestimmt, die rellsungen verficht j giösen oder Rassenhaß predigen. Der Vorsitzende der Auswanderungskom- Sämtliche drei Anträge wurden der E i nmisaion dra Kongresses, Kongreßmitglied Wanderungskommission des Kon- Samuel Dickstein, beantragte ein Gegresses zugewiesen. Arabischer Gegentem>r? Jerusalem, ,28* Dezember. (PaJcor.) In arabischen Kreisen akftt Gerüchte in Umlauf, dafi die gegen ÄB'.lfafti von Jerusalem ] eingestellten Grnppeh gedroht hätten, ihrerseits za terroristischen Kampfmethoden zu greifen, falb die Anhänger des Mufti nicht «ufhörgn, die Nashashibi-Gruppe anzugreifen und zu verfolgen. Die Propaganda des Bari-Senders . Commander Fletcher führte im is Beschwerde über die Prodee Bari-Senders und der 5n®ohen Zeitungen gegen England im Gfieut: Die italienische Regierung sei mit-' verantwortlich für die Opfer an Menschenliebe», EigentumsbeSchädigmig und für die Morde in Palästina. Die italienische, Presse Ware ein« Dögenkampagne über Palästina. Wieni,d»i;R«l.™og direkt i»piä«tt«nd &***<• 4« Om» d« wöchentlich Nachrichten in arabischer 1STfri‘s ,,, . T , «■**'•«" sSVSfwTÄ S endigung des Weltkrieges sind and dte ~ denn Der Vatikan zur Judenfragei Der Antisemitismus ist eine Schmach Palästina sich in Europa fühlbar macht, v die Juden unter politischer Verfolgung leiden haben. Der siegreich fortschreitende Antisemitismus ist eine Sclunach. Er ist ein Kampf gegen eine Rasse Im Namen einer anderen Rasse, gegen eine Religion, die sich nichts anderes zuschulden hat komi kosen, ab das sie ihren universellen jetzt täglich. «B*c cdafecOeftw Fm» < Fiopaganda einandensetzungeu. Jaden gegen _T_T In Erwiderung darauf erklärte der Unterpolitische Interessen gegen religiöse, Orient Staatssekretär im Foreign Office, Viscount gegen Okzident kämpfen miteinander auf) Die Feinde der Juden führen einen Kampf Cranborne: Es ist eine gefährliche dem Boden, der nicht pur die Geburtsstätte|gegen geistige Werte. Der Antisemitismus Form der Propaganda, wenn ein Land mit religiöser Zivilisation, sondern auch Schauder gegenwärtigen Epoche ist nicht nur ein Vorbedacht, oder allem Anschein nach mit platz historischer Auseinandersetzungen ge- Kampf gegen die nationalen Aspirationen Vorbedacht, seine Nachbarn herabzusetzen wesen isto des jüdischen Volkes, sondern auch eine Ervereueht. Nichts kann, die Beziehungen kwi.1 Nach einer "Schilderung der gegepwür-j scboinuEgsfOrm des Kampfes, den das Neusehen Ländern to sehr trüben, wie fortgetigßn Situation in Palästina stellt düs Blatt heidentum in großen Abschnitten de® »fefte;lrjsführ«nde Nachrichten. Widderääß das unmittelbare Resultat der Be, [ Internationalen politischen Loben« prohSit war at» der italienischen Preise, sowie schränkung der jüdischen Einwanderung Sn! voziert. als der Presse des Nähen Ostens und ahdeper Länder deutlich zu etsehen, daß eine Stellungen auch diesmal erfolgreich sind. I Wasserzufuhr ungenügend sei; ferner, welgfigen unser Land gerichtete- Propaganda Wenn dies nicht der Fall sein wird, werden lebe Schritte unternommen werden würden, geführt wird* Wir haben diese Piopanda wir natürlich, früher oder später, weitere'um dem Ausbruch von Epidemien infolge stets sehr ernst genommen. Wenn sie allzu Maßnahmen ergreifen. Wir wollen hoffen, dieser Unzulänglichkeiten vorzubeugen, heftig betrieben wurde, haben wir bei denj daß wir dazu nicht gezwungen sein werden.! Minister Ormsby-Gore erwiderte: zuständigen Stellen. energische Vorstei-j 1 ..Ich habe von den hier erwähnten Mängeln langen erhoben und dies pflegte zu einer „Corrlere della Sera“ Spricht Kenntnis. Besserung zu .führen, allerdings nur zu einer yon „englischen, Terror44 lüj Beratende Ingenieure haben Pläne für ein Palästina I verbessertes Drainage-System und für . , eine bessere Wasserzufuhr nach Tel-Aviv „Corriere della Sera“ hat mit der Ver-j vorbereitet. _ . öffentlichung einer Serie von Artikeln seines - Aus diesem J Sonderberichterstatters Enrico Rd z z i n 1 m mg uuaQZleuen mwi vornanaen sein Grunde hat, wie vor. wenigen Tagen un über die Lage in Palästini und en werdgn. inzwischen zweifle ich nicht, daß Unterbaue mitgeteilt wurde, Außenminister „englischen Terror “i® da« .Gesundheitedepartement in Zusammen- ’ - ' --1- Ante - b«« *it nitta tIle «Jtig, 1 r„S<?ud fn dT jetzigen Znstand _m Pagchritte jjen wW ..„ & c- > Retina und an der tragischen Situationjer der Stadtb”völkCTnag 2 . Irahftr“ surf riift iitjiT fhft Methode® r & vorübergehenden. Vcrachlcelttortuig dar Situation In den letzten Monaten bat sich die Situation versohl im me Araber“ auf die „Ziele und die Methoden | der englischen Politik im Mandatsgebiet“. Kanalisationsanleihe ftir Tel-Aviv Eden eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter gehabt. Ate man den Außenminister int Unterhaus fragte, Ob die Propaganda Italiens unter den Arabern nach seiner Zusammenkunft mit dem italienischen Botschafter eingestellt wurde, antwortete er mH „Nein“. Es konnte dadurch vielleicht der Eindruck entstehen, daß er damit meinte, die von ihm erhobenen Vorstellungen seien erfolglos geblieben. Jerusalem, 28. Dezember (Palcor.) Dies hat er jedoch nicht gemeint Er meinte neue Anleihe in Höhe von 175.000 Pflediglich, es liege noch kein Beweis dafür I für die Stadt Tel-Aviv, die für Kanavor, daß die Vorstellungen erfolgreich ge-i lisation, Straßenbau und Bauten ver- -- wesen sind. Die« kann nicht weiter verwun-j wendet werden soll, wurde von der Regieghetto veröffentlicht Die Einführung von dem, denn die Vorstellungen wurden erst rung genehmigt. i Ghettobänken wird darin „ein schwerer vor kurzem erhoben, mußten nach Rom Im Unterhaus fragte Sir W. Smiles den Schlag gegen die polnische Kultur und eme weitergeleitet werden und werden dort erst Kolonienminteter, ob er davon Kenntnis große Gefahr für deren Zukunft“ genannt. Stündlich geprüft Wir hoffen und glauben,! habe, daß das Kanalisationssystem m Die Unterzeichneten laden alle anderen Prodaß der gesunde Verstand des italienischen, Tel-Aviv unzureichend sei und die Gesund-(fessoren ein, sich ihrem Protest anzu- Volkes dafür sorgen wird, daß die Vor-1 heit der Bevölkerung gefährde, und daß die, schließen. 55 polnische Hochschulprofessoren gegen Hochschul' ghetto Warschau, 28. Dezember. (JTA.) 55 P r ofessoren der Universitäten in Warschau, Wilna und Posen haben einen Für Recht und Gerechtigkeit Die Weihnachtszeit hat zwei Enunziatiionen gebracht, die für den österreichischen Lebensraum von besonderer Bedeutung sind. Die erste stammt von dem Sohne des unglücklichen Kaisers Karl, Otto, der mit Elan sein legitime* Recht auf die österreichische Krone erhebt. Wir Juden haben für legitime Interessen mehr Verständnis als ein anderes Volk, wir sind sogar die ältesten Legitimisten. Palästina ist uns entrissen worden, aber wir haben seit bald 2000 Jahren nicht aufgehört, die Wiedergutmachung des uns zugefügten Unrechte i fordern. Tin Jahre 1918 haben die Siegerstaaten einen unvernünftigen Krieg mit einem unheilvollen Frieden beendet. Die österreichisch ungarische Monarchie wurde zertrümmert und ein Boniot fast wahrgemacht, das Conrad von Hötzendorf einmal gebrauchte: „Der Balkan beginnt gleich hinter dem Hotel Sacher.“ Mitteleuropa im weiteren Sinne des Wortes wurde zerstückelt und schwache Sukzessionsstaaten sollten in demselben Donauraum zum Spielball der Großmächte gemacht werden, wo die Habsburger-Monarchie durch Jahrhunderte die Garantie für da« Gleichgewicht der Kräfte und damit für den Frieden Europas war. Heute, 25 Jahre nach der Zertrümmerung der Monarchie, regen sich starke Kräfte in und rings um Österreich für die Restauration der Habsburger, und auch so mancher Staatsmann, der mitgeholfen hat, Österreich zu zertrümmern, würde erleichtert aufatmen, säße Otto in der Wiener Hofburg auf dem Thron der Habsburger. Gerade die Juden, die ältesten Legitimisten der Welt, würden die Habsburger-Restauration als einen Akt der Gerechtigkeit begrüßen. Ihre Stellungnahme ist davon diktiert, daß sie unter Habsburgs Herrschaft zuerst das Toleranzpatent und dann die personelle Gleichberechtigt mg erhielte®, zunächst also vom Gefühl der Dankbarkeit,* aber J der Vorkriegszeit bedeuten kann. Zuviel ist seither geschehen, auch ohne Berücksichtigung des Zerfalls der Monarchie Wenn Österreich 1918 zerfiel, so haupt* sächlich auch deswegen, weil seine Völker nicht rechtzeitig ihre nationale Autonomie erhielten. Österreich wäre wahr*, scheinlieh erhalte® geblieben, wäre es »i einem Bund autonomer Nationen, der Deutschen, Tschechen, Polen, Slowenen usw. und auch der Juden umgestaltet worden. Auch der Juden, denn die- Juden waren es, die, ob gewollt oder ungewollt, infolge ihrer assimilatorischen Stellungnahme das wahre Kräfteverhältnis der Nationen verschleierten, ln Böhmen und Mähren wurden dach die Jaden den Deutschen, in Galizien efen Polen und in Ungarn den Magyaren zugerechnef» Otto von Habsburg strebt nun die : Käiserwürde über Österreich in seinem heutigen Umfang, also in einem fast hundertnrozentig deutschen und christlichen Staat an, der aber trotzdem Angehörige von weiteren drei anderen Na* tionen zu seinen Bürgern zählt: Die Juden, die Kroaten im Burgenland und die Slowenen in Kärnten. Diese drei Nationen führen heute ihr nationales Eigenleben, auch die Juden. Gerade die Juden werden, ungeachtet der Quertreibereien einer in den Massen nicht verwurzelten jüdischen Assimilation, die es nicht wahrhaben will, daß sie auf das Aussterbeetat gesetzt ist, Wert darauf legen, daß sie als gleichberechtigte Nation in der Praxis des täglichen Lebens respektiert werde®, sobald das Haus Habsburg, dem es so viel verdankt, wieder in Wien residiert. Die Frage des Zeitpunktes der Wiederkehr der Habsburger aber ist Sache aller Österreicher, ohne Unterschied des Glaubens und der Snkt'on and WIZO Prater, Wien, II., Stinmrstrafta 1, Tal. R 40-1-8« L Sonntag 9 JHnner 193». » War 30 abends. In den SKIen de« Ml UKtkaslnos. Wien, 1.. Setz warzenbergplatz 1 Ball mil MIllermaeHlsaltadeixiie StMteret Dr Desider Friedmann. Präsident der Israel. Kultusgemelode; Dr. Oskar Granbaum, Präsident des Zion. Landesverbandes für Österreich; Dr. Jakob Ehrlich, EhrenproteKtorat. &iaawrax ur. uw«- Rat der Stadt Wien; Sophie Löwenheiz. Präsidentin der WIZO für Österreich n riete von 6 2-SO plus 10% »r KKL. in der Sektion. Wien, 1L, Stuwerstraße J, Telephon R 40-1-66 L, und bei Optiker Karl Seidner, I., Frani-Josefs-Kai 38, Telephon F 28-9-66 kademle mitwirkewfe ReilyBroder, Frita Grttabaum, Karl Farkas, Max Brod. Igo Guttmann, Jazzkapelle hy Geiger, Jazzsänger Leo Illmar, Gewinner des gold. Bandeder Jazzsänger 1937

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