Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 706 (15.12.1937)
- Date
- 1937-12-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit# e Msrama Nr. 706. — 'Wien, Mittwoch, 15. Dezember 1987. daß die Jadäer ein solches Schicksal ebenso wen ic überdauern werden wie die Israeliten, wenn sie sich, wie es der Künder, bei Hohen und Geringen sehen muß, aus dem einzig festen Ankergrund lösen, dem Bund, der Aufgabe, andere zu sein wie die andern. Seine Unbedingtheit drängt ihn „zu zerbrechen und zu zerstören“ alte was ihm im Leben des Volkes verfehlt, dem Gesetz sittlicher Verpflichtung zuwider erscheint: dumpfe Sicherheit, wie mechanischen Opfer- und Tempelkultus, blindes Selbstvertrauen wie soziale Ausbeutung und Unterdrückwig engstirnigen Nationalismus wie intrigante Machtpolitik: seine Unbedingtheit drängt ihn ohne Rücksicht und Furcht zu verkünden, daß Schuld aufgehäuft wurde, Unheil bevorsteht, zur Umkehr zu mahnen, auch wenn man ihm nicht glaubt, ihn verhöbt, verfolgt, in den Block sperrt, seine Prophezeiungen verbrennt, ihn fast ums Leben bringt, als das Vorausgesagte mit erschütternder Wucht einträfft, Reich, Stadt und Tempel fallen von der Hand des Chaldäers und das Volk zum erstenmal in die Verbannung zieht. Seine Hebe heißt ihn „bauen und pflanzen“, die Keine zu unsäglich Neuem und Zukünftigen legen, im Augenblick der tiefsten Verzweiflung und Niederlage. Er lehrt das Volk Schläge, Druck, Not nicht als vernichtende® Schicksal, sondern als fruchtbare Mahnung Gottes zu empfangen, im erbittertsten Feind noch nur sein Werkzeug zu sehen. Da den Juden alle äußeren Formen zerbrechen, sie aus dem Boden losgerissen werden, der Tempel ihnen verkohlt, macht Jirmejahu den Geist, die Gesinnung, den Glauben zum Band, das die Zerstreuten umfaßt, zusammen zwingt, ihnen neue Heimat wird und sie mit der alten unlösbar verknüpft Er macht den Verbannten den neuen Lebensraum wohnbar, indem er einmalig und unwiderruflich jedes Land in dem sich der Jude aufhält als das bezeichnet, was es ist, als vorläufige Station, auf dem Wege zur Rückkehr in das einzige, das seines war, ist und bleibt. Und wenn auch der Mensch Jirmejabu am Ende, inmitten eines verstörten, in Götzendienst versunkenen Volkssplitters in Ägypten als Rufer ohne Antwort, als Kämpfer ohne Sieg, als Säer in der Wüste erscheint, so wächst doch der von ihm geworfene Keim zur Frucht: Zum Volk, das ungeheure Last von Blut und Tränen voll Zuversicht als Prüfung trägt, zum Volk, das seine sittliche Aufgabe nie mehr ganz vergessen kann, zum Volk, das ebensowenig wie seinen Geist, sein Land in sich auslöscht und auf den Tag der Rückkehr zuschreitet, zum Am olam, zum ewigen Volk. Diesen großen, geschichtlichen Entwicklungsgang entrollt Kastein vor uns. Vor unseren Augen läßt er Jirmejahu zu seiner Sendung finden, sich klagend bäumen unter ihrem Gewicht, gehorchen, zur Vollendung wachsen. Alle reichen, vielfältigen Mittel seiner Darstellungskraft setzt Kastein in diesem Buch ein. Der Wissenschaftler schält aus den Texten der Bibel den historischen Kern mit ungemein überzeugender Logik und Klarheit heraus, der Kulturphilosoph zeigt die großen geistigen und sozklogischen Zusammenhänge jener fernen Epoche auf. der dichterische Gestalter stellt Land und Menschen mit ©in paar kargen Strichen voll Farbe und Leben hin, der Spraohkünstler formt einige Übertragungen von ergreifender Schönheit. Und doch gibt den wesentlichen Grundton des Werkes der Etbiker und Volkserzieher Kastein, der in planvoller Absicht Jirmejahu, den Menschen, den Juden dieser Zelt gegenüberetellt. Was spricht der Prophet durch den Mund, die Formulierung »eines Deuters? Er verkündet, daß alles Geschehen eich in tiefster Einheit nach Plan und Gesetz vollzieht, daß das einzig Vergebliche, Niohtlauernde die Gewalt ist. Er verkündet, daß nicht das Auf und Ab von Macht und Politik den Weltlauf bestimmt, sondern daß die großen Entscheidungen immer wieder in der Brust des Menschen fallen, der geschaffen wurde, frei zwischen Gut und Böse zu wählen. Er verkündet, daß ein Volk nicht durch seine Masse lebt, sondern durch 6eine Gesinnung, daß es lernen muß, in Niederlagen zu wachsen, im Siege sich zu bescheiden; er verkündet, daß ein Volk lieben nur heißen kann: das Letzte, Äußerste an sittlicher Kraft von ihm fordern, dessen es fähig ist. Er sagt, der Prophet Jirmejahu, desn Menschen von heute, dessen Welt namenlos zerrissen erscheint, dem Politik Schicksal ist, der an nichts glaubt als an Gewalt, der nichts wünscht als Macht, dem Liebe zur eigenen Nation bedeutet: dünkelhafte Verachtung anderer — er sagt das, der Fhophet Jirmejahu. dem Juden von heute, gegen den dieser Mensch und seine Welt anrennt von außen und innen. Es gibt gTOÖe moderne hebräische Dichter und Denker, Micha Berdyezewski, Schaul Tschemiehowski. die in manchem ihrer Werke Zweifel ausgesprochen haben, ob der Geist der Prophetie die Entwicklung der Ju- und gesund zu werden, ähnlich den andern i bistot für SeviHa Pastor, eine besonders löh- Völkem“. — Doch wenn wir Sn diesen nende künstlerische Aufgabe. Tagen Stärke sehen, die im Grunde nur Schwäche, Gesundheit, die im Grunde nur Krankheit ist, dann wissen wir, daß der Weg, auf den uns das Wort das Künders führte, der rechte ist, der Weg der Rückkehr zu Geist und Land, der Weg bis zu jenem Ende, von dem geschrieben steht: „Es kommt die Zeit“, spricht der Herr, „da will ich mit dem Juda einen neuen Bund machen... Mein Gesetz will ich in ihr Herz geben und in ihrem Sinn schreiben und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.“ Den Juden an seine Vergangenheit zu erinnern, damit ei aus ihr Mut und Vertrauen für die Gegenwart, Hoffnung und Verdichtung für die Zukunft schöpfe, ist Kasteins Ziel. In keinem seiner Werke hat er es vollkommener erreicht, als in dem Buch vom Propheten. Georg Beer. Jiidisdtes Kulturtheaten „Uriel Acostau Es ist ein Wagnis, das Gutzkowscbe Trauerspiel, da* mit Meistern der Sprache und der Parsteilungskunst, wie Sonnenthal und Robert, viele Jahre lang ein Paradestück des Burgtheaters war, tm enge® Rahmen der winzigen Bühne des Jüdischen Kulturtheaters aufzuführen. Aber es wird frisch gewagt und damit das Spiel ganz gewonnen. So einfach die bühnentechnisohen Mittel upd die Requisiten sind, so wirkungsvoll sind sie dank der praktischen und geschmackvollen Anordnung der zur Verfügung stehenden Dekorationen, so daß man keinen Augenblick lang den Eindruck verliert, mitten im holländischen Milieu des 17. Jahrhunderts zu sein. Und die Menschen, die in den Kostümen dieses Jahrhunderts agieren und die Gutzkowseben Verse sprechen, tun dies mit so edler Zurückhaltung und dabei mit so eindringlicher Deutlichkeit, daß die Tragik des Geschehens rings um Uriel Acosta und Judith mit voller Wucht den Zuhörer packt Trotzdem ragen einzelne Leistungen noch hinaus, so vor allem der Rabbi ben Akiba von Fritz Links, der in den wenigen Minuten de« Verweilens auf der Bühne, da er durch die mit weiser Altersabgeklärtheit gelenkte Prüfung Acosta* die Härten eines dogmengebundenen Urteils zu mildern trachtet, i» Publikum_jk* Gefühl der Bewunderung für die tiefe Wpjehelt des alten Rabbi erweckt Erschütternde Wirkung weiß Alice Koch als die blinde Mutter Aeostas hervorzurufen. Durch besonders gepflegte Sprache zeichnet sich Otto Trill als de Silva aus. Dagegen könnte Rudolf Weiß seinen Uriel Acosta den Zuhörern näherbingen, wenn er in den Augenblicken gesteigerter seelischer Erregung etwas deutlicher spräche. Das Schwanken zwischen Liebe und Konvention macht Martha A uffärber als Judith recht glaubhaft Da* Publikum folgte den Vorgängen auf dar Bühne in atemloser Spannung und dankte nach jedem Aktschluß mit stürmischem Beifall. e-r- * Porträtaasstellnng Bojko Die in dem Räumen der „WIZO“, Sehöfctenring' 25, veranstaltete Ausstellung von Porträts des Malers Sigfried Bojko wetet einen schönen überblick über das Schaffern dieses bereits international anerkannten Künstlern. Gleich beim Eintritt in die Ausstellungsräume fesselt das Bildnis einer alten Dame die Aufmerksamkeit dos Besuchers. Weit über allem porträtistischen Können hinaus verrät das Bild die Meisterhand eines wahren Künstlers. Bojko ist einer jener Maler, die sich nicht mit der vollendeten Wiedergabe der Ähnlichkeit des Modells begnügen, sondern im die Mysterien der' Farben und Reflexe einzudringen suchen, die das menschliche Antlitz beleben, liebliche Kinderbilder, Porträts schöner Frauen und interessante Männerköpfe verleihen der Ausstellung den Reiz der Abwechslung. In Bojko reift ein bedeutender jüdischer Künstler heran. * Die Ausstellung bleibt bis inklusive Sonntag, den 19. d„ geöffnet. Freitag wieder Premiere in den Jüdischen Künstlerspielen Trotz des ansgesprochenen Erfolges der letzten Novität „Motke fvn 81abötke“ hat sich die Direktion der Jüdischen Künstlerspiele entschlossen, für diesen Freitag eine Premiere anzusetzen, um zur besseren Repertoiregestaltung die Novitäten abwechselnd geben zu können. Sevilla Pastor wird Jüdisches Kulturtheater, L, Franz-Josef s- Kai 8 (R 28-2-86), täglich, 90 Ute (Sonn- und Feiertags 15 Uhr 80 bei kleinen Preisen): „Uriel Acosta“,. Schauspiel von Karl Gutzkow (jn einer Neuemriohtuag). „Die Schlckerte“ als Werbevorstellung. Donnerstag, den 23. d., wird Sevilla Pastor in den Jüdischen Kflnstlerspielen in ihrer Glanzrolle in „Die Schickerte“ zu sehen eein. Es handelt sich um eine einmalige Werbevorstellung bei besonders ermäßigten Preisen. Freude dos zahlreichen Stammpublikums — also ab Freitag, den 17. d„ in einer neuen Rolle in „Chassene in Tfise“ zu sehen sein, ein. Stück, das in Wien noch nie gegeepielt wurde, weil hierzu bisher die entsprechende Besetzung fehlte; Das überaus epacden nicht in eine falsche Bahn gedrängt ( nende Stück beherrschte nachgewiesenermaßen habe, ob cs nicht darauf ankomme: „Bt&rk | io Warschau zwei Jahre des und Chanulckab-Feiern me wizo vijvn hatte heuer wie alljährlich die Freude, einen Massenbesuch bei der von ihr veranstalteten Kinder . Chanukkah-Feier zu konstatieren. Alle Damen der Gruppe haben durch aufopferungsvolle Arbeit und Mühe zu dem Gelingen dieses Festes vorbildlich beigetragen. Besonders zu erwähnen wäre die hingebungsvolle Arbeit der Frau Lehrerin Adler-Winter. Ktaderbewahrsnstalt Am 5. Dezember veranstaltete die Israelitische Kinderbewahranstalt, Schiffamtsgasse, eine eindrucksvolle Chahufekafeier. Oberkantor M a r g o 1 i e s und der Chor de* Leopoldstädter Tempels leiteten die Feier ein, worauf Kinder die Gäste mit Gesangevorträgea ergötzten. Pauli S c h i n-d 1 e r, begleitet vom Kinderchor, begrüßte die Gäste mit einem Prolog, der Beifall fand. Ein großer Teil der Kinder wurde mit Wäsche, Kleider und Schuhe beschert. Mit einer Jause und mit der Verteilung von Spielsachen an alle Zöglinge schloß die schöne Feier. I Damen: Bierer Hanna, Borak Musia, Boyko i Heia, Eckstein Sabine, Friedmann EUy, Gerat- I mann Marta, Geschwind Karola, Grünbaum Else, Horowitz Ada, Kahn Lore, Lampel Bet- ' tina, Landau Bronia, Dr. Löw, Meißner Eise, Moigenstern Jeanette, Roth Sophie, Schauer Marta, Spira Olga, Steinberg Marie, Tuttnauer Olly, Zuekermann Hedy. — Veranstaltungskomitee (Leitung: Mandala Jolly - Lustgarten Lola): Die Damen: Agdem Erna, Harnik Sonja, Horowitz Lotte, Kaposy Vally, Kotanyi Lotte, Tuttnauer Gerty. Als Vertreterin der Jung- WIZO-Mirjam sprach FrL Ruth Weiner. Nach der Generalversammlung wurde der neueste Paläetinafilmstreifen vorgeführt. Donnerstag: Vortrag Auerbach! Der Vortrag „Okzident — Altneuiand _ — Orient“, den Dr. Elias Auerbach (Haifa) für die Wiener Keren Hajessod- Zah-ler hält, findet morgen, Donnerstag, den 16. Dezember, um 8 Uhr abends, im Offenbach- Saal (IV„ Treitlstraße 8), statt. Einladungskarte mitbringen! „Ohei Shem“ (Polnischer Tempel), Leopoldsgasee 29 Freitag, den 17. d., K8 Uhr abends, Vortrag Jakob Frostig: Wochenabschaitt mit „Orach Chajim“. Gedenktafel für Jüdische Frontsoldaten. Die Bezirksgruppe IX., Alserbaohstraße 41 (Cafe Esplanade), des Bundes jüdischer Frontsoldaten Österreich* richtet an die Bewohner de« IX Bezirkes die Bitte, ihr um- Sebend die Namen, Geburts- und Todestag, bärge, Regiment, sowie Begräbnisstätte der im Weltkriege gefallenen jüdischen Krieger, die im IX. Bezirk gewohnt haben, bekanntzngeben. Zu Ehren dieser gefallenen Kameraden ist die Errichtung einer Gedenktafel kn Müllner-Tempel geplant. Zionistischer Veranstaltungsholender Donnerstag, 16. Dezember. 1. Bez., WIZO, Schottenring 25, MB Uhr nachmittags: Elisabeth Luzato: „Verfleicb der Gesetzgebung Hamurais mit der Gesetzgebung Mosis.“ 1. Bez, Jung-WIZO Mirjam, Jordangasse 7, 8 Uhr abends: Geschichsvortrag über „Ra h e 1 Varnhagen.“ 1. Bez., Sektion I, Bauernmarkt 8, %9 Uhr abends: Dr. L Klaber: „Die Sorgender jüdischen Eltern.“ 2. Bez, Sektion und WIZO Prater, Stuwer- »traße 4* M>9 .Uhr abends: Vortragsabend Im Rahinto des österreichische« Luftechutzbundes. 13. Bez, WIZO HjjBtzing, Hietzinger Hauptstraße 22, J49 Uhr abends: Dr. Martha Ho! fmann: „Die Gestalt Jeremias bei Werfel, Kastein und Zweig.“ 15. Bez., Sektion und Jungsektion Breitensee, XV, Akkonplatz 7, Uhr abends: Professor Dr. Wilhelm Stein: „Der Kampf um I e r a e 1.“ Freitag, 17. Dezember. Ooegg-Sabbatb 8 Uhr abends. 2. BW, Sektion H, Prater 13. Vortrag Aron Scbwertfinger: Smirotb. 8. Bez-, Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1. Vortrag: Prof. Dr. H. S c b I o h t e r. Rezitation: Prof. Weinstein. Kantoraler Gesang. 2. Bez, Hechaluz Haklal Zloni, Zentralhelm Novarsgasse 29. 4. Bez, Sektion und WIZO TVIV, Hauslabgasse 2. Vortrag: Rabbiner Dr. M e h r e r. IR Bez., ' Sektion und WIZO XVI/XVH, Franengaase 9. _ 19. Bez, Sektion und WIZO XIX, Dolliaerga*ee 8. Vortrag: Studienrat Prof. Dr. J e r usalem, Gesang: Oberkantor Feuer. 20. Bez, Sektion und WIZO XX, Jägerstraße SO Vortrag: Dr Markus Frey. SO. Bez, Sektion Zwischenbrücken, Univer- Bumstraße 62, H9 Uhr abends. Vortrag: Rabbiner G. Horowitz. Gesang M. Mühlstock. Samstag, 18. Dezember. 1. Bez, WIZO, Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags, Onegg-Sabbath. Vortrag: Dr. Zw! Kanner: Jüdische Inseln in Arabischen Meer“. 2. Bez, WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 4 Uhr nachmittags, Onegg-Sabbath für Kinder unter Leitung von Frau Rachel Aschkenasy. 2. Be», Jungsektion H, Praterstraße 13, 8 Uhr abends, Heimabend, Pressebericht und Diskussion. Iß Bez, Jungsektion XVI/XVH, Fraueng. 9, Vereine- und Diskussionsabend. (UD’SCHER KAIENDEP 17. bis 23. Dez 1937.13. bis 19. Teweth 5698 Freitag (17.) Sebbafirftegeng Uhr, Samsta j (Iß) Sabbath-Assgang 4*2 Uhr, Wothenabsdialtt: Wajchl FILME O i ni rilTtr*,,M,til”"g WIZO I hielt am 2. d. ihre Generalversammlung ah. Die Leiterin der Gruppe, Frau Charlotte Magiesanik, begrüßte da* Präsidium der WIZO und die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste, und erstattete den Tätigkeitsbericht. Mit großem Interesse folgten die Anwesenden den Ausführungen der Präsidentin dei WIZO Ceterrelch, Frau Sofie Löwenberz, über die Arbeit der WIZO in der Gegenwart Frau Löwenberz dankte den Damen der WIZO I. für ihre erfolgreiche Arbeit, besonders den Leiterinnen dieser Gruppe Frau Charlotte Magasanik und Frau Ria Göurary. Beide Damen wurden von der WIZO I ins G ol d e n e B u c h des KKL. eingetragen. Frau Malka Bauer führte als Tsgespräsideötm ' die Neuwahlen durch. Es wurden gewählt: Leiterinnen: Frau Charlotte Magreanik and Frag Ri* Gourary. Ferner die 1 4#*» Märchen. Indien, wie ee wirklich ist, versucht die heue große Abenteurer-Sensation der 20th Century Fox „Wee wiflie winkle“ („Guter Kamerad“) zu zeigen. Kämpfe mit aufständischen Bergstämmen, Spionage und Verrat bilden den exotischen Hintergrund für den herrlichen Roman Rudyard Kiplings, in dem Shirley Temple neben Victor MacLaglen, June Lang und C. Aubrey Smith zu sehen sein werden. Die Uraufführung findet am Freitag im Burg- und Imperial-Kino statt. „Der Purimspleler.“ Der von der Greenfilm-Warschau gedrehte Farben-Toufllm in jiddischer Sprache dürfte in der nächsten Zeit im Augarten-Kino, da* auch den erfolgreichen jiddischen Film „Jidi mit’n Fidl" herausbrachte, erscheinen. Die Musik zum „Purimspieler“ komponierte der bekannte Komponist Nikolaus Brodsky, der auch die Musik aller Gal-Filme schrieb. Boy Taylor — „Unter vier Augen“. Hi der großen Abenteurersensation der 20th Century Fox „Unter vier Augen“ erhält Bob Taylor, als amerikanischer Offizier, einen streng vertraulichen Auftrag von dem Präsidenten. Er darf keiner Mensehenseele von dem Inhalt dieser Unterredung Kenntnis geben und muß — bei der Ausführung seines Befehls — Schmach und Schande ertragen, ohne sich rechtfertigen zu dürfen. Ab 16. Dezember im Elite-, Opern- und Votivpark-Kino. Lanrel & Hardy singen und tanzen. So unglaublich ee klingt, der dicke, behäbige Oliver Hardy kann tanzen. Und der ewig weinerliche Stan Laurel entpuppt sich als guter Sänger. Die Beiden produzieren sieh zum erstenmal in ihrer Laufbahn als Gesangs- und Tanzkünstler in dem neuen Metro-Goidwyn- Mayer-Lustspiel „Ritter ohne Furcht und Tadel“, der demnächst in Wien erscheint. Redaktion und Administration: Wien, I, Marc- Aurel-Straße 5. TeL* U 22-3-91. Redaktionsschluß Sonntag, Dienstag and Donnerstag vormittags. Postscheck Konto: Österreich Nummer D 11X546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Bezugsbedingungen: Österreich: Monatlich S 170. vierteljährlich S 4.80, halbjährig S 930. ganzjährig S lß Für das Ausland: Vierteljährlich: Deutschland RM 330. Tschechoslowakei Ki 28.—, Jugoslawien Dinar 50.—, Polen Zloty 6.50, Ungarn Pengö 4.80, Rumänien Lei 200.—, übriges Ausland: Schweizer Franken 530. ——————Mrerea Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I» Marc-Aurel-Straße 6 — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polower, Wien, L, Maro> Aurel-Straße 5.— Druck: Vernay A. G„ Wien* IX., CaniiiusgaHe 8—10,