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Die Stimme · 1937-10-29 · Heft 689 (29.10.1937) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 689 (29.10.1937)
Date
1937-10-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Freiing - Ausgabe 9k Dleaee Matt Ist ab 4 Ufer nachmittags] bei den Kolporteuren erhältlich y. t>. b. ^Stimme Dian«: Ohloo: SIMONE JAMES SIMON STEWART 15 I JÜDISCHE ZEITUNG Wteu, Freitag, «9. Oktober 1937 U Cheechwan $098 U. Jahrgang Weizmann nach Palästina abgereist London, 29. Oktober. Präsident W e i zma n n hat sieh nach Palästina begeben. Er wird dort an den Verhandlungen mit der angekündigten neuen Kommission teilnehmen und solange in Palästina bleiben, bis die Kommission ihre Arbeiten abgeschlossen haben wird. Fauzi Kaukadyi in Südpalästina? Jerusalem, 28. Oktober. (JTA.) In Jerusalem erhält sieh hartnäckig das Gerücht, daß der RebellenfSfarer Fauzi Bey el Kaufe a d y 1 sich in Palästina aufhalte, und daß er die Terrorkampagne im Gebiete von HebronundvonBeerScheba führe. Er sei auch verantwortlich für den Überfall auf Oe Polizeistation in Daharia, Der Balfour-Wald in Flammen Jerusalem, 27. Oktober. (Reuter.) Im Balfour-Wald, dem ausgedehnten Pialenforst auf dem Hügel von Nazareth, brach heute, vermutlich durch Bra ' Iegung, rin Feuer aus, das sich d " i starken Wind mH großer Schnelligkeit Vor 20 Jahren, n 2. November 1917, ist die von Lord Arthur James B a 1 f o u r Unterzeichnete Erklärung veröffentlicht worden, di Wohlwollen der englischen Regierung für die jüdischen Bestrebungen nach Errichtung des nationalen Heiin Palästina aussprach und zugleich * weder die bürgerlichen und religiösen Rechte der Araber noch die Rechte der Juden ihren Wohnländem irgendwie geschädigt werden dürfen. Deklaration ist dann vom Völkerbund One Adle Ben Zwis , l. Oktober. (JTA.) Bei dem „! des von arabischen Terroristen ermordeten Oberinspektors der Regierungsschulen, Avinoam Yellin, erklärte der Vorsitzende des Waad Leumi, Jizchak Ben Zwi, in seiner Ansprache am offenen Grab u. die jüngsten Maßnahmen der Palästinaregierung gegen die arabischen Terroristen hätten sich als ungenügend erwiesen. Es sei eine festere Hand notwendig, um den arabischen Terror auszurotten. In die Trauer um den Toten, fuhr Ben Zwi fort, mische sich die Bestürzung über den Entwurf des neuen Einwanderungsgesetzes. Dieser Entwurf lasse nicht nur das vom Völkerbund anerkannte Recht der Juden außer acht, sondern bedeute auch eine Prämie für die arabische: Terroristen. „Dawar“ ffir eine Woche verboten Jerusalem, 29. Oktober. Die hebräische Zeitung „Dawar“ hat sich in einem mentax zu der Abänderung der Einwanderungsgesetzgebung gegen den Ausdruck „f o r e i g n e t“ (Ausländer) gewendet, mit dem die jüdischen Ankömmlinge in Palästina in dem neuen Regierungserlaß bezeichnet werden. Ebenso wurde der von der Regierung gebrauchte Ausdruck „jüdische Rasse“ kritisiert. Das Blatt fügte hinzu, daß die Verfügung, die den High Commissioner berechtigt, die Höchstzahl der Einwanderung festzusetzen, ein Nachgeben gegenüber Terrorismus bedeute. Wegen dieser .Bemerkungen wurde das Blatt von der Regierung für ein* Woche verboten. Der Balfouv-Tag Im siebenten Himmel Eilte-, OperaVIotiiparR-Rlno Wegen des gesetzliche« Feiertages (1. November) erscheint die nächste Nummer Mittwoch, den 3* November. wesen in Palästina, kraft der historischen Verbindung mit diesem Tande, wie dies dann die Präambel zum Mandat ausdrücklich bestätigt«. Die Erklärung hat unserer Arbeit neue Impulse gegeben, und wenn wir heute trotz aller Widerwärtigkeiten, trotz aller Rückschläge fest auf dem Boden Palästinas stehen, so danken wir dies den Männern, die für den Zionismus unterhandelten, und dem britischen Staatsmann Balfour, der nicht bloß aus politischen Gründen, sondern auch aus einem hochaufgefaßten Bürgertum der Bibel sich dazu entschloß, mit den anderen Kabin ettemitgliedem die Hand zu bieten zur Gutmachung des „ältesten Unrechts“. England hat uns enttäuscht, es hat unsere Arbeit nicht gefördert, wie wir dies erhofft hatten. Und gerade jetzt, in diesem Jahr des Jubiläums, löst sich England aus dem Mandat, will das uns zugesagte Territorium zerschlagen und auf einen kleinen Fleck Landes beschränken, dessen Erhebung zum Judenstaat uns rächt darüber täuschen kann, daß wir dort das jüdische Problem nicht im entferntesten lösen können. Aber wir sind im lande. Wir haben Städte und Dörfer ans dem Nichts geschaffen. Die Araber sind teils von ihren Groß« und Italien akzeptiert und vom amerikanischen K. o n- _reß durch Sonderbeschluß sanktio-1ches auf Land und Freiheit, auf niert. Die Deklaration war die erste Anvolle nationale Geltu.ng . und erkennung des jüdischen'Anspru-|auf ein eigenes, freies S t a a t sist vergossen worden, aber wir bleiben im Land, wir führen die Arbeit fort. Wir lassen nicht von unserem Recht, von der historischen Verbindung, die anerkannt ist und nicht zurückgezogen werden kann. Die britische Palästina-Politik: Vor neuen Entschlüssen Londons London, 28. Oktober. (JTA.) Von unterrichteter Seite wird ndtgeteUt, daB trotz gegenteiliger Versicherungen die gegenwärtige Situation in Palästina in den Kreisen der Regierung Besorgnis hervorgerufen hat. Dennoch herrscht allgemein die Ansicht vor, dafi in dieser Parlamentssession keine neuen bestimmten Gesetzentwürfe von der Regierung dem Hause vorgelegt werden. Die Regierung ist unbedingt entschlossen, nach keiner Richtung hin neue Schritte zu unternehmen, bevor nicht Ruhe und Ordnung in Palästina vollkommen wiederhergestellt sind. Dementsprechend werden zunächst auch keinerlei Maßnahmen im Zusammenhang mit der geplanten neuen Palästinakommission getroffen. An den Vorschlägen der Königlichen Kommission in ihren allgemeinen Grundsätzen hält die Regierung nach wie vor grundsätzlich fest Man kann mit gutem Grund erklären, daß die Regierung sich der schweren Fehler, die in der Vergangenheit in Palästina begangen worden sind, bewußt ist. Offenkundig ist es jedoch, daß unter den Mitgliedern des Kabinetts Meinungsverschiedenheiten über die kfinftig einzuschlagende Politik bestehen. Die volle Wahrheit über die Hal tunggegenüber dem Muf ti ist bisher noch nicht an den Tag gekommen. Es beißt daß schon im vergangenen Jahr Bemühungen unternommen worden seien, um der Tätigkeit des Mufti ein Ende zu machen, doch seien diese Versuche mißlungen. In parlamentarischen Kreisen hat die beharrliche Weigerung der Regierung, das Kriegsrecbt in Palästina zu verkünden, Unzufriedenheit erregt. Es wirkt auch irritierend, daß die Regierung durchaus nicht geneigt ist Mitteilungen über ausländische Propaganda in Palästina zu machen. Immerhin wird es als ein wichtiger Schritt in der für wünschenswert g halterten Richtung angesehen, daß Ormsby-Gore am Donnerstag erklärt hat, Regierung sei jetzt davon überzeugt daß der Mufti ein Feind Englands ist Antisemitische Ausfälle Im belgischen Senat Antwerpen, 28. Oktober. (JTA.) Die Affäre des Zusammenbruchs der Bank Goldzieher-Penso, der durch Julius Barmat herbeige führt worden sein soll, hat auch im belgischen Senat ein Echo gefunden. Senator van Dieren, einer der Führer der vereinigten antisemitischen Front, der die Rexisten und der Flämisch- Nationale Bund angehören, erklärte einer Rede im Senat u. a.: Barmat ist Jude. Die Juden sind ein Volk, auf a ein Fluch ruht und das deshalb alles tut um sich Mnaufzuarbeiten. Dadurch aber werden sie zu einer europäischen Plage und den Völkern Europas gefährlich. Nehmen Sie sich, meine Herren Senatoren, vor den Juden in acht; begegnen wir rechtzeitig dieser Gefahr in unserem Lande. Die Antisemitengruppe „Dinaso“ entfaltet in der letzten Zeit wieder erhöhte Tätigkeit. In der vergangenen Woche fuhren Truppe in Automobilen, die die Aufschrift „Juda verrecke“ trugen, durch das von zahlreichen Juden bewohnte Bahnhofsviertel Antwerpens. Unter der jüdischen Bevölkerung Antwerpens herrscht große Empörung über die nach deutschem Muster inszenierte Hetzpropaganda. Dienstag, 16. November 1937, V*9 Uhr abends, Großer Musikverelns-Saal /U A ICC If f EIEB mWHIdi der zehnten Wiederkehr des Todestages ft £ Ir ft PI Im ■ ft I ft K Gedenkrede: Staatsrat Pr, Deslder FRIEPMANN Mitwirkend der weltberühmte Oberkantor M. KUSEWICKI (Warschau) Sichern Sie sich rechtzeitig Karten beim Zionistischen Landesverband, I., Marc-Aurel-Straße 5 (U 22-2-11) und bei sämtlichen Zionistischen Bezirkssektionen! _

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