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Die Stimme · 1937-10-25 · Heft 687 (25.10.1937) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 687 (25.10.1937)
Date
1937-10-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Pf- «7, — Wien, Montag, 96. Oktober 1937. 8*!ti 9 RASSISCHES v KLASSISCHES Revue in 12 Bildern von Bobby Weiser und Ticky Schlesinger. Musik von L. Dickstein tokob ho Esu stais« bsrab AnfrSstug - Ms Rettjag twopas Isteivlew mH Mwoss* Me Lorelei (V» fastr unbekannt) Doktor-Ein (Sdlsdier Voraaae*B>lo- 4* Pessesler Lied am Stammbaum Quartett tu zweit Die Teilung PaUsttus leopoidstidter Syaphoole iSdlsdies Vareintiett Auszug aus Ägypten Premiere 6. November fm Offenbachsaal Korten von S 1.50 bis 4.— (inkl. Garderobe) Zion. Landesverband, 1., Marc-Anrelstraße 5, ü 22-2-11; IKA, L, Kai 3, B 28-3-36j M. Bath, II., Taborstratie 80a, B 45-805; Löwit, I, Wolkoile 6, B 85-4-58; Lanyi, I., K&mtneretr. 44, B 26-3-33; W1Z0,1., Schottenring 25, A11-6-86; Emg-Clab, 1., Kohlmarkt 8, U 28-4-37 und rion. Bezirkssekt, Jüdische Huldigung fOr den Staatspräsidenten von Uruguay Man schreibt uns aus Montevideo: Um dem Staatspräsidenten von Urugay, Dr. Gabriel Terra, für sein der jüdisohen Bevölkerung etee bewiesenes Wohlwollen zu danken, hatte rieh vor einiger Zeit in. Montevideo ein Komitee gebildet, das am 30. September eine Kundgebung im „Teatro Sodre“ j veranstaltete. Seinem Aufruf waren viele; Tausende von Personen gefolgt. Das große; Theater, daß 2000 Personen faßt, war bfe| auf den letzten Platz gefüllt. Es sprachen; unter anderem der Polizeiarzt Dt. Rosem-' blatt, der Rabbiner Milleski (in Jiddi-j scher Sprache), der türkische Rabbiner! Algaehi, der ein von ihm verfaßtes; hebräisches Gedicht zu Ehren des Präsiden-; ten vortrug, und Dr. Elias M i 11 e s, der j unter anderem sagte, Präsident Dr. Terra i habe der Delegation, die ihn von der Veranj Btaltung hi Kenntnis setzte, erklärt, er i hoffe, daß Uruguay ein zweites Palästina für j die Juden werde. Diese Erklärung wurde von der Versammlung mit stürmischen Beifall aufgenommen. Der Innenminister Dr. Bado führte unter anderem aus: Präsident Doktor Terra bat mich gebeten, Ihnen für diese Ehrung zu danken. Als ein Land der Freiheit, eines kleines, aber edles Vaterland Mer Menschen, als ein Land mit jungen Herzen und offener Stirn, haben wir inmitten unserer mühevollen Arbeit alle Brüder der Welt ankommen sehen, die mit uns dies« Asyl menschlicher Träume teilen wollen. Unter der Fahne unserer Republik finden Menschen aller Rassen und aller Ideen Platz, wenn es Menschen guten Willens, gesunden Herzens und reiner Ideale sind, wie alle Farben des "Spektrums im Sonnenstrahl Platz finden. Wir fordern von den Emigranten von gestern und den Brüdern von beute Respekt und Mitarbeit an unserer Demokratie, an dieser Demokratie Terra«, unter deren Schutz jene beiden großen Tugenden ln wunderbarer Vereinigung erstrahlen, von denen uns Spinoza spricht: „Die Freiheit, die die Tugend des einzelnen und die Sicherheit, die die Tugend des Staates ist.“ Wir wollen nicht ausschließlich rechte, noch ausschließlich links gerichtet sein. Wir sind im Politischen wie im Rassischem die Synthese vieler erlauchter Erbschaften, unter denen wir aber nicht den Haß zählen, möge er kommen, woher er wolle, den Haß der Klasse gegen Klasse, Nation gegen Nation oder Rasse gegen Rasse. Möge unser Land, meine Freunde, für euch und für diejenigen unter euch, die es in Zukunft aufsuchen, nur das Land der Verheißung, das Land der Erfüllung sein, das Land, das die erhabenen Gebote der Brüderlichkeit and die Gesetze menschlicher Solidarität erfüllt, in dem der eine dem anderen hilft. Wir haben den Ehrgeiz und den Traum, meine Freunde, daß unser Vaterland Ihrer Rasse, der Rasse des Schmerzes und der Stärke stets beweisen möge, daß nicht vergeblich einer der Ihriges den Mensehen zurief: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." Dr. Knöpflmacber gestorben Im Alter vom 85 Jahren ist Mer Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Knöpflmacber gestorben. Er gehörte zu den angesehensten Mitgliedern des Wiener Barreaus und war vor Jahren Großpräsident der Wiener Bae Brüh Loge. Der Sohn des Verstorbenen, Dr. Hugo Raöpflmacher, ist als Übersetzer der Werke Bütiiks und Achad Haams ins Deutsche bekannt. Todesfall. Der Wiener Rechtsanwalt Doktor Emil S c b o r r ist im Aber von 69 Jahren gestorben. Da« Leichenbegängnis fand gestern, Sonntag, statt. Zionistische Sektion und WIZO Schüttri. Mittwoch, 87. d. BL, m Uhr, Calä Residenz, HL, Löwengast« 80, Dr. Naohman F «Der ZioaietenkoBgreß.“ Gerda Gottliebs sportlicher Aufstles Die jüdische Fünfkampfmeisterin Österreichs Wie aR sie ist, braucht man ja nicht gleich zu verraten. Fräulein Gerda G o 111 i e b macht zwar aus der Anzahl ihrer Jahre kein Hehl, aber es ist doch besser, es nicht gleich zu erzählen. Es genügt wohl, festzustefien, daß sie vor vier Jahren im Alter von siebzehn Lenzen den Sprung in die Leichtathletik tat, also nach heutigen sportlichen Anschauungen wohl ziemlich spät, zumal da man in allen Klubs Jugeudgruppen hat. Aber Fräulein Gerda gehörte bis zu ihrem sechzehnten Jahr überhaupt keinem Sportklub an. Erst 1932 trat sie ate Schülerin der Schwimmeektion des W. A. C. bed, wo sie gleich durch ihren unerhörten Startsprung von ungefähr 12 Metern, deT ihr ohne besonders hervorragendes Schwimmen ein rasches Vorwärtskommen ermöglichte, auf- Eines Tages sagte ihr Schwimnitramer: „Weißt du, Gerda, eigentlich müßtest du auch eine gute Hoch- und Weitspringerin sein. Versuchs doch einmal mit der Leichtathletik. Morgen gehst du mit mir auf den W. A. C.- Ptatz.“ Gerda wagte nicht zu widersprechen und fand sich am nächsten Tag bangen Herauf dem Sportplatz im Prater ein. Dort man sie hoohsprintren. Gerda nahm einen Anlauf und sprang. Alle Anwesenden waren verduzt: Das Mädel war Rekord gesprungen — 145 Meter! Selbstverständlich mußte Gerda bei der drei Tage später stattflndenden österreichischen Meisterschaft mitbalten. Sie erreichte da zwar bloß 1.40 Meter, aber sie besetzte immerhin damit den zweiten Platz. Das war für ©in erstes öffentliches Auftreten gewiß eine glänzende Leistung. Die letzte väterliche Ohrfeige Und was war der Lohn? Eine kräftige Ohrfeige. Gerdas Papa hielt nämlich nicht viel von der ganzen SportleTeä. Er hatte zwar sein Töchterchen, als es sechs Jahre alt war, auf den Eislaufpktz geschickt — das sei gesund, sagte er, und mache dem Kind Appetit — doch vom anderen Leibesübungen wollte er nichts hören. Wozu brauche ein junge® Mädel, erklärte er immer wieder, Skiläufen, Tennisspieler und ähnliche Sachen, Es solle nicht Gerda mußte deshalb den Sport im geheimen betreiben. Mit 13 Jahren begann sie zu schwimmen, im selben Alter fing sie mit dem Tennisspielen an, und ungefähr zur gleichen Zeit stieg sie zum erstenmal auf die Bretteln. Mit dem Schwimmen fand sich Papa Gottlieb noch halbwegs ab. Aber das Laufen, Springen und dergleichen Hupferei ging ihm entschieden auf die Nerven. Gerda wagte ihm daher nichts davon zu sagen, daß sie der Leichtathletiksektion des W. A. C. beigetreten war, und schlich sich verstohlen zur Meisterschaft. Ihr Erfolg UeB rieh jedoch nicht vert liehen, denn di* Zeitungen schrieben ihn, und so erfuhr der Papa von der schrecklichen Geschichte. Es setzte zu Hause einen furchtbaren Krach ab, der mit einem Knalleffekt in Form einer kräftigen Ohrfeige abschloß. Gerda versichert aber, daß es die letzte väterliche Ohrfeige war. die sie erhielt. Auch heute »t Herr Gottfieb von der sportlichen Betätigung seiner Tochter nicht entzückt, doch er hat rieh damit abgefunden, ’ Mm schließlich sind verschiedene sterreiohische Rekorde und eisterschaften, ein Weltrekord ad eine fünffache Fttnfkampfeistersehaft nicht etwas Alltäglich*. Rekorde und Meisterschaften Für die Fünfkampfmeisterschaft, die Gerda Gottlieb dieser Tage zum fünftenmal in ununterbrochener Reihenfolge eroberte, ist Gerda Gottlieb besonders geeignet, weil sie, wie geschildert, eine Allround-Sporflerin ist. „Ich betreibe den Sport zum Vergnügen“, sagt sie, „und nicht aks Beruf, Ich spezialisiere mich nicht und will nicht etwa eine Kanone in einer einzigen Disziplin sein.“ Das heißt aber nicht, daß Gerda nicht auch in einzelnen Disziplinen Bestleistungen zu erzielen vermag. Im Spring«» und Laufen hat sie eine ganze Menge von österreichischen Rekorden und österreichischen Meisterschaften zu verzeichnen, Ja, im Hocksprung vom Stund hält sie seit 1934 den Weltrekord mit 1.32 Meter. Dieses Jahr hat sie überdies einen neuen österreichischen Rekord im Hochsprung mit Anlauf aufgestellt, und zwar bei einem Meeting in Belgrad, wo sie über 1.55 Meter kam, was bloß um 5 Zentimeter schlechter ist als der Olympische Rekord. Im Laufen war sie eine Zeitlang eine der besten in der österreichischen Staffel und hat auch jetzt noch mit 12.5 Sekunden über 100 Meter eine international gute Zeit Im Fünfkampf vollbrachte sie 1933 eine Bestleistung. Sie verbesserte sie jedes Jahr und blieb damit stete an der Spitze der Kohkurrentenschar. Diesmal bei ihrem fünften Sieg, durch den sie zugleich österreichische Staatsmeisterin in deT neu eingeführten Staatsmeisterschatt wurde, blieb sie um 5 Punkte hinter ihrer vorjährigen Leistung zurück, aber sie war noch immer um 19 Punkte besser als ihre Konkurrentin Weiß aus Klagenfurt. Wie Gerda zum Jüdischen Sport Als Schwimmerin ist Gerda Gottlieb eine der Besten in der Hakoab- Staffel über 4X100 Meter. Sie war in der Hakoah-Staffel, welche die österreichische Meisterschaft machte. Vor drei Jahren kam sie zum Schwimmklub Hakoah. Ein Jahr darauf verließ sie auch die Leichtathletiksektion des W. A. C., um zum Sportklub Hakoah iiberzutreten. Was war die Veranlassung dieser Wandlung? Lassen wir es Gerda Gottlieb mit ihren eigenen Worten sagen: „Nachdem ich eine führende Rolle im Sport erlangt hatte, ging ich zur Hakoah hinüber. Ich wollte zeigen, daß ich als Jüdin im Sport etwas leisten kann, und hegte den Wunsch, dies offen als Jüdin zu tun.“ Erfolge bei der Makkabiah Mit Begeisterung ging sie daher im vorigen Jahr zur Makkabiah nach Erez Israel. Sie kam zwar ermüdet in Palästina an und hatte anfangs mit ihrem Quartier in dem überfüllten Tel-Aviv Schwierigkeiten. Aber dennoch s&m- 4X1 OO-Meter-Sch wiramstaffel, ferner einen zweiten Preis im Weitsprung mit Anlauf, und schließlich einen dritten Preis im 4X100- Meter Laufen. Aber noch mehr als diese Siege beglückte _ie, wie sie sagt, der Anblick der Arbeit ln Erez Israel ißt schwärmerischer Begeisterung spricht sie von dem sich mächtig reckenden und streckenden Tei-Aviv und von der Tätigkeit der jungen Menschen in den jüdischen Kolonien. Die ausgezeichnete jüdische Sportlerin wird möglicherweise bald dem jüdischen Sport in Werdet und werbet Mitglieder des Jüdischen Buchclub Wien, I., Fleischmarkt! Der Jüdische Buchelub, der eine kulturelle Institution ersten Ranges ist, bietet seinen Mitgliedern für den viertel jährlichen Beitrag von nur S 8"— 1. Jedes Quartal ein von ersten Autoren geschriebenes und von Künstlerhand ausgestattetes Budi. 2. Die Jüdische Revue als Kontaktzeitschrift allmonatlich ohne weitere Mehrkosten ins Haus zugestellt. 3. Eine Reihe von kulturellen Vorträgen. 4. Das Recht, Bände auch außerhalb des Quartales zum ermäßigten Mitgliedspreis zu beziehen. 5. Die Möglichkeit, an Stelle der Quartalsbände ein anderes, gleichwertiges Werk zu wählen. Verlangen Sie sofort Werbenummer unserer Zeitschrift und unseren Prospektl Der Jüdische Budiclub Wien, 1., Fleischmarkt Nr. 1 Telephon R 21-4-85 r Gymnari itafic lassen Sprachstudium der Modist _ wandt hat, ist heute Gesellin, kann aber hier in Österreich keine Beschäftigung finden. Deshalb denkt sie daran, nach Belgrad zu gehen, wo ihr ein entsprechender Posten in Aussicht gestellt wurde. „ — —____ „ Es wäre tief zu bedauern, wenn Gerda Gottösterrach^und damit dem österreichischen lieb gezwungen sein sollte, diesen Plan zu ver- Die Judengesetze im neuen Deutschen Strafrecht Dem deutschen Redchskatomett liegt der Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches zur Beschlußfassung vor. Eine Diskussion über ihn 'innerhalb der Grenzen des Dritten Reiches äst unmöglich. Ein juristischer Mitarbeiter der „Deutealilamd-Be richte“ der SoziaMsmoknatischan Partei haut es unternommen, den Entwurf edngehead zu analysieren. Es ergibt sich dabei sofort, daß der Entwurf auch für das Ausland sehr interesstaat ist. Führt er doch die Strafbarkeit von Handlungen ein, die im Ausland von Ausländern begangen worden sind, besonders dann, „wenn sich die Straftaten gegen (Ke Grundfesten des deutschen Staates richten“. Daß mit dem neuen Strafgesetz eine Verschlechterung dos gegebenen Zustandes beabsichtigt aed, kann allerdings kaum behauptet werden. Vieles ist durch Spezialgesetz vorweggenommon. Todesstrafen für Verbreitung hochverräterischer Schriften, Judengesetze, Sterilisierung, das alles ist nicht neu. Das Neue ist nur, daß diese Bestimmungen, die ein Optimist für vorübergehende Maßnahmen haften konnte, nun in ein System gebracht werden, das für die Dauer bestimmt ist. Ein hervorragendes Kennzeichen des Entwurfes tat die Aufgabe des Grundsatzes, „Keine Straf« ohne Gesetz“, der schon in der englischen Magna Charta von 1215 verankert war. Ähnlich wie schon in Sowjetrußland, wird die Analogie in das deutsche Strafrecht eingeführt. Bestraft werden können auch Tatern, die im Gesetz nicht für strafbair erklärt sind, die aber „nach dem gesunden Volksempfinden“ bestraft zu werden verdienen. Der verbrecherische Wille spielt im neuen Entwurf eine ausschlaggebende Rolle. Während im klassischen Strafrecht das Wort galt, daß die Tat, nicht der Täter zu bestrafen sei, tot' es jetzt gerade umgekehrt. Entscheidend ist die gewollte, das heißt die nach Meinung des Rechtere mutmaßlich gewollte Tat, Damit wird alles aus dem Objektiven ins Subjektive verschoben. 1 Keimzeichinenid »t ferner die ungemein häufige Androhung der Todesstrafe, besonders b«i politischen Delikten. Todesstrafe ist vorgesehen unter anderem auch für Verrat an der ReicbshoheM, Verrat an der Gruadordnung des deutschem Volkes, Verrat am Führer des deutschen Volkes, Vorbereitung zum Hochverrat besonders gefährMcfaer Art, Verrat von Staatsgeheimnissen, verräterische Begünstigung des Feindes, verräterische Untreue, gefährlichen Sprengistoffbesitz usw. Hochverrat begeht nicht nur, wer gewaltsam die Grundlagen des Reiches zu erschüttern versucht, sondern auch, v e Nati« als' ali- Ftthr die Grundlagen der Raesenpolitdk usw. gewaltsam angreift. Landesverrat wird auch dann angenommen, wenn kein Schaden für das Reich entstanden ist. In den meisten Fällen des Landesverrates ist Todesstrafe vorgesehen. Die Judengesetze sind beibehalten und durch eine Bestimmung ergänzt, die zum Beispiel auch das Tanzen von Juden mit Nichtjuden in öffentlichen Lokalen mit Gefängnis bestraft. Wer die nationalsozialistische Partei und ähre Gliederungen, wie SA, SS usw., verunglimpft. wird mit Gefängnis bestraft. In schweren Fällen, besondere wenn däo Tat im Ausland begangen fct, tritt Zuchthausstrafe ein. Auch das NiohtgTüßen deT Parteifahae, die Verächtlichmachung der deutschen Rechtspflege, die Gefährdung des Vertrauens des Volkes zur Volksfiifirung wird bestraft. Religiöse Bekenntnisse sind gegen Verunglimpfung nur geschützt, soweit sie nicht „gegen das Sittiicihkeits- oder Moralg&fiihl der germanischen Rasse verstoßen“. Sogar Störungen des Gottesdienstes riad straffrei, wenn sie dazu _ „Angriffe auf Staat oder Partei abzu wehren“. Als durch Strafe geschützte; Reohtsgut erschein'' die „völkische Grund-

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