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Die Stimme · 1937-09-10 · Heft 675 (10.9.1937) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 675 (10.9.1937)
Date
1937-09-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Wien, Freitag, 10. September 1987. — Nr. 675. Seite 5 Junge Menschen — unterwegs Unser Mitarbeiter besuchte den Hachscharahplatz des Hechaluz Haklal Zioni in Prottes. Wir verweisen darauf, daß der Hechalui Haklal Zioni außerdem noch auf Hachseharahpiätzen in Döbling, Simmering, Frauenkirchen, Graz, Groß-Enzersdorf, Himberg, Hohenau, Hütteldorf, Mönchhof, Obertriestiug, Paana, Kasdorf, Bauchwart, Schwechat, Straßhof, Stadtkibuzz, Untersiebenbruhn,Weißenbaoh und Traiskirchen arbeitet. Eine Arbeit, die mich schon jahrelang beschäftigt, erforderte das Studium des Lebens auf einer Hachscharah, einem landwirtschaftlichen Umschulungskurs für Chaiüzim. So stieg ich denn in den Zug und war anderthalb Stunden später in Prottes. Ein wundervoller Spätsommertag begünstigte mein Unternehmen, ein wolkenloser, tiefblauer Himmel umgrenzte die Äcker und Felder, die die gelbbesonnte. Landstraße durchschnitt, auf der ich in Begleij tung eines Chawer, der mich vom Bahnhof abj geholt, dahinschritt. Befreiender Duft stieg aus : der nettgepflügten Erde, die wir Großstädter ansonsten bloß als Lokalkolorit unserer Som-' merfrische erleben. Diesmal war sie mir mehr.; Diesmal, da ich sie von jungen Zionieten be-, arbeitet wußte, war sie mir Brücke zu unserer, Erde hinüber, sie war nicht Erde der Galuth,! sondern Korridor in unser Traumland. Und wenn ich mir auch der Selbsttäuschung bewußt war, wenn ich ein wenig durch die halbgeschlossenen Lider blinzelte, war es das farbensatte Blau des orientalischen Himmele und die gewölbte, pflugschardurchfurohte Erde, vom sandigen Gelb hinüberdämmernd in ein intensives Braun, erschien mir Wüstenerde auf dem Wag zur Fruchtbarkeit. Der gelbe, viereckige Komplex, auf den wir lossteoierten, war der Erneetmenhof, eine der zweiunddreißig mustergültig geführten Doktor- Marianne-Hamburger-Löwschen Besitzungen. Durch eine schattige Allee hindurch, vorbei an wiederkäuendem Vieh und ungefüllten Silos, gelangten wir in den weiten Hof. In der Küche lernte ich Jda kennen, von deren Kost ich drei Tage abhängig sein sollte, und Jenny, ihre Gehilfin. Sie zeigten mir das kleine Heim, den sauberen Speise- und Tagraum und daneben den netten Sehlafsaal der Burschen, zehn Pritschen und eine Kleidergarage. Eine H e r z 1in denen Jungens wie diese Tag und Nacht Tarock spielten, an häßliche Vorstadtgassen, wo vor den Toren trüber Zinskasernen Burschen gleich diesen, tagelang himmelnd lehnen, an hausierenden Vertreter, an Luftmenschen in den Winkelgassen der Leopoldstadt — und verglich Verglich diese braven Burschen, die den Mut zur Tat hatten, mit jenen nie jungfewesenen Zögerern, die sieh nicht wegreißen önnen von abgebrauchten Formen, verglich diesen herrlich weiten Himmel, die sanften Hügel und die kleestrotzenden Felder mit dem Horizonte eines Großstadtkabinetts, verglich die heüduffende Luft und die frohen Farben mit dem staubigen Straßendunst und dem Grau des städtischen Alltags. Das waren mehr als dreißig Kilometer, zwei Welten waren es, die diese Strecke schied, eine untergehende und eine anbreehende. Bankbeamter, Schuhvertreter und Skilehrer werden Bauern Als sie beim Mittagstisch saßen, in Arbeitsgewändern, den.- Schmutz jedoch im dicken Wasserstrahl hinweggespült, erkannte ich in den bäuerlichen Figuren die klugen Köpfe unserer Nation. Während des einfachen, aber vorzüglich zubereiteten Mittagessens erzählten sie mir ihre Schicksale. Leo war Bankbeamter gewesen und Max Schuhvertreter. Zwei kamen aus dem Burgenland vom väterlichen Ladentisch her, Oskar aus einem Textilg esohäft. Ernst ein Münchner Skilehrer, war aus Dachau geflohen, über die Alpen herüber, und Willy kam aus Hamburg, nach einem Versuch in Südamerika, Fuß zu fassen. Ob sie glücklich seien? 0 ja! Manchmal gibt es sichei Depressionen, es gibt Vergangenheit, die di« Erinnerung rührselig koloriert, es gibt Sehnsüchte und unerfüllte Wünsche — hier wie überall. Aber nicht die Sehnsucht zurück. Die Sehnsucht geradeaus, die Sehnsucht nach dem Land, dessen Symbol sie hier bloß bearbeiten, die Sehnsucht nach dem Ziel, nach Erez Israel. Unvergeßliche drei Tage Ich kam mit einem leisen Bangen, mit der Angst vor Enttäuschung. mit der Angst. Überheblichkeitzu finden, mir, dem Nichtchahiz gegenüber, mit der Angst vor dumpfer Körperlichkeit — ich habe all da« nicht gefunden. Ich fand eine h a rmonisohe Gemeinschaft, bescheidene Menschen, die mit Selbstverständlichkeit ihren arbeitsreichen Weg gehen. Nie werde ich die unbeschwerten Stunden vergessen, im Gespräch mit euch zwei natürlichen Mädchen am Wiesenhang verbracht, di« etimmungavollen Abende, wo wir im dunklen Schlafraum nebeneinander lagen und unsere Lieder uns hinitberführten in unser Land, die erquickende Balgerei, den Spaziergang am Feldesrain und im Fohrenwald -und den Gepäcksmaisch auf weiter Landstraße. Und wenn ich von Schwierigkeiten im Aufbau drüben lese, von Teilung und von Ja und Nein, dann wandern meine Gedanken zunächst zu euch zurück, die ihr niehtstreitetundnieh" ich weiß, was auch immer kommen mag, ih" werdet euer Ziel erreichen, ihr zwölf jungen Zionisten von Prottes, die ihr unterwegs wartet. Bobby Weiser SACHSELS MODEHUTE S 9.80 und S 12.— HaarfilzhOte S 19.- und S 23.- Borsatino Ant Casa S 32,— b ü s t e, Wandzeitung, Keren Kajemeth- Plakate belebten die kahlen Wände und brachten mir das Provisorium dieses Aufenthaltes wieder zum Bewußtsein: Durchgangsstation nach Erez. Bef den Cfuduzlm von Prottes Aue dem Fenster de# abseits gelegenen Mädchenzimmers sah ich 'bereits unsere Burschen bei der Arbeit. Durch ein breites Tor, an überma-nnshohen Maisstauden vorbei, gelangte ich zu ihnen. Ich erkannte viele der Gesichter. Nicht, daß ich die Burschen gekannt hätte, aber die Gesichter waren mir vertraut, von Versammlungen her und von Heimabenden. Damals noch Publikum, waren sie nunmehr Akteure unserer Idee. Sonngebräunte, muskulöse Kerle, barfuß und bäuerlich gekleidet, bäckselten sie Mais. Eine am Vortag gegrabene, etwa hundert Quadratmeter messende und zwei Natura- Schule „Universum** (GrUndungsJahr 1931) IX., GaritlSOltgaSSe 3 (Telephon A 20.4-48) Beginn neuer Anfängerkurse Mitte September. Vormittags-, Abendu. Nachmittagskurse (ab 5 Uhr)- I Mittelschüler mit Vorkenutnissen können bereits am 1. September in die vorgeschrittenen Kurse eintreten. Mittelschüler aus der 4. Klasse mit ungünstigen Jahreszeugnissen werden für die Matura vorbereitet. Abend im Stock GUboas Berge sanken tief ln die Schleier weißen Nebels, Als die Nacht die Sterne rief, Und der Mond sein Silber sickerte ln die Poren des Gewebes, Das nun übers Tal erglänzte, Überrieselnd den Schall Junger Stimmen, TiergebrüU, Das Gejammer der Schakale . Und der Fernen Widerhall. Und die nächtlichen Zypressen Und die Tannen von Jerusalem Entschlummerten leise im Vergessen Vergangener, bunter Märchennächte, Und mancher schlichten, stillen Weise — Malkah Locker. Bad Luhagovice c. & r. bietet billige Herbst-Pauschalkuren zu K6 66— und 72— täglich. Direkter Wagen Wien— Lubacoviee und zurück bis 15/IX. Auskünfte, Anmeldungen und Fahrkarten*. Öal. Heiseboreau (EDOK, Wien, I., Kirntnerstrafie 82 Telephon R 23-4-88 Meter tiefe Grube wurde mählich von Maisschnitten, die aus einer mit einer Dampfmaschine durch Transmissionen verbundenen Häckselmaschine heraussprühten, erfüllt. Auf dem hochbeladenen Wagen standen zwei Chaluzim und reichten mit Heugabeln die gebündelten Stauden herab, wo eie ein dritter in Empfang nahm und in die Maschine schob. Ein vierter bediente die Dampfmaschine, indes ein fünfter bereits eine neue Fuhr beraakutschierte. In der Grube standen drei weitere Chawerim und verteilten mit breiten Schaufeln die heraüsfließenden Maisschnitten auf die Fläche, während ein waschechter Ottakringer einen Stier und einen Ochsen durch die Grube trieb, auf daß diese die Masse festtrampelten. Ein letzter begoß schließlich jede Lage mit eineT Melasselösung. Am nächsten Tage, als die Grube bereits voll war, wurde sie mit Erdreich überdeckt; sie wird im nächsten Frühjahr das Futter für das Milchvieh geben. Ich sah auf die schwitzenden, kraftvollen Gestalten, auf da« Muskelspiel der arbeitenden Arme, auf die breiten Schultern und die kaum merklich atmenden Brüste und dachte: Sollten das wirklich bloß anderthalb Stunden Entfernung sein, von Wien bis hierher? Ich dachte au die dumpfen, rauchigen KaffeebauMtnben, Jüdische HuHsdccsfiidc Das Assimilanteascbicksal muß Moisef Feraponkow bis zur Neig« auskosten, j Furchtbare Geschehnisse, ein Pogrom, wecken in ihm Erinnerungen an ferne Tage, die er schon längst überwunden zu haben glaubte,, beweisen ihm, daß. er trotz allen Wamdlungskünsben und trotz seiner Versippung mit rechtgläubigen Russen der Moschke Chaser von ehedem ist, der Mann aus der jüdischen Gasse. Aber für seinen Sohn gibt es kein solches Zurück, für ihn gibt es nur einen Ausweg, die Vernichtung der kompromittierenden Vergangenheit. Diese zeitlose Tragödie ist der Inhalt des Dramas „Moschke Chaser“ von J- D. Berkowitseh, eines theaterfesten Stücke, das in Rußland zur Revolutionszeit spielt Sujet und Handlung können starken Publikums in tereeses sicher sein, aber in der Darstellung des Morris Schwärt z- Ensembles, das im Rahmen der Festaatfftihrungen anläßlich des zehnjährigen Bestandes der Jüdischen Kiinstlerspicle gastiert, erzielt es eine tief erschütternde Wirkung. Morte Lipman, der, sparsam im Ausdruck, beweist, daß sich in der Beschränkung der Meister zeigt, macht die Wiedererweckung der. jüdischen Seele in „Moschke Ohaser“ glaubhaft und ebenso seinen Entschluß, den Fehler, den er gemacht hat, durch Zerstörung dessen, was er in die Welt gesetzt hat, auszumerzen. Jizschock Gru4berg ist als Moschkos Sohn vielleicht ein wenig zu fahrig, sein satanischer Haß gegen alles Jüdische jedoch spricht unverkennbar aus Bliek und Gebärde. Die beiden weiblichen Hauptrollen werden von Natalja Lipman und Eny Liton mit trefflicher Charakterisierungskunst gegeben, von jener in stets schnatternder Aufregung, von dieser mit inniger seelischer Anteilnahme am Judenschicksak Doch es wäre verfehlt, bloß der Hauptdarsteller zu gedenken. Jede einzelne Rolle ist mit einem Schauspieler besetzt, der sich seiner Aufgabe mit seinem ganzen Können, das bei keinem gering ist, entledigt, und so zu dem Erfolg der Vorstellung seinen Teil beiträgt. Besonders aber müssen der gewesene Pope Adolf P. e 11 s, der Wächter der Mühle Kamioths und die Rachel Beer der Cilli Bell erwähnt werden, die mit ihren Episodenfiguren Schöpfungen subtilster Schauspielkunst bescheren. Das Publikum dankte den Darstellern enthusiastisch für den hohen künstlerischen Genuß, der geboten wurde, Stück und Truppe verdienen nicht bloß. diese Anerkennung, sondern auch1 jbae durch eine häufige Wiederholung der Vorstellung vor zahlreichen Zuschauern, die sich durch den Besuch des kiei Theaters selber beschenken. e. Alle Schulbücher richtige Auflagen, für antiquarische allerbilligste Preise Größte Auswahl I Spesenfreie Zusendung. Verzeichnisse umsonst. Zeit spart, wer kauft im SCHULBUCH ERANTIQUARIAT HERMANN TUCHNER Wien, II., Ecke Taborstraße 52 Telephon R 41-4-20 Es sieht geschrieben; Einer furchtbaren Auslese u-ard unser Stamm unterworfen in 2000 Jahren; die schwach und feig und ehrlos waren, fielen ab; wir aber dürfen mit .Stolz sagen, daß wir nur Edle zu Ahnen haben, nur Män ner und Frauen, die sich treu blieben in jeder Not. (Franz Oppenheimer, Alte und neue Makkabäer, Gedenkrede 1906) Sei stolz, mein Sohn, nicht unbescheiden, Dräng’ dich nicht vor, dräng’ dich nicht auf, Sucht man als Juden dich zu meiden, Ertrag’s, noch ist’s der Welten Lauf. (Emil Lehmann, 1829—-1898) Der tiefste Jammer ist tränenlos. (Karl Emil Franzos) * Nicht Wächter, nicht Verteidiger der Mauer sind wir, sondern die Mauer selbst, und jeder von uns ist ein Ziegel dieser Mauer. (Arlosorofi, Leben und Werk) Die Judenfrage ist eine nationale Frage und um sie zu lösen, müssen wir sie vor allem zu einer Weltfrage machen, die im Rate der Kulturvölker zu regeln sein wird. (Herzlj Judenstaat) Nachmittags- Kinderheim „Atid" Inhaber u. Leiter Ä.. (agticht bietet Schü’ern und Schülerinnen aller Schultypen von 1 ,3 bis 1 ,,? Uhr nachmittags Studienkonirolle, Sprachen, Sport, Musik, Spie! Anmeldungen und Auskünfte ab 15. September IX., Hdi lgasse 2. Tel. R 52012 SO. Geburtstag der Frau Begine Ulm&tu Au.- Anlaß des 90. Geburtstages dr i’rä- -idnrti'i der \n ,!!u ln n Fut -i-v I > t i IN Hause der Kaufmannschaft eine stark holte. Michael HainUeh hielt, zu Ehren der Jubilarin, die «ine Weggcnosyi» seiner verewigten Mutter war. eine Rede, in welcher er die Vorzüge des Alters hervorhob und die Yp-dien d«*- der Frau Dir. l'iinann würdigte. Eben •:> v iirdigten Obmabb'mer Dr. T a gtu-ge-r.: n.tte Dr. Josef T i c h o. iiofrat Dr.' F r n n k f u r te r, Frau Dr. K r ü g e r, Direktor K h ti n e r und andere die aüßer- Uuitropin. Im Namen der Zionistischen Frauonorganisaiiuii (WJ7.0) überhrnohte Dr. Amalie Kantor besondere Glüekfilhrte, daß gerade die W1ZO. welche ein ansehnliches soziales Hi 11'.-werk in Palästina in den letzten Jahren errichtet, hat, das soziale Wirken der verdiomstvüllen Frau Ulmann zu schätzen weiß. Unter den zahlreichen Anwesenden bemerkte man unter anderen Rabb. Dr, Kamink a, Rflbb. Dr. Rosen mann, den Amtedirektor der Israelitischen Kultuugemeindo Dr. Josef L ö w e n h e r z, den Abteilungsleiter der Füreorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. Nabum Blauer, General Sommer. Prof. Brenner. Walter Feldern, Sofie Roth (WIZO) und Erna Pat ak. Dr. August Stein gestorben Der erste Präsident das Obersten- Rate* der Jüdischen Kultusgemeindea-VerbUnde in Böhmen, Mähren und Schlesien und langjährige Präsident der Prager Kultufigemeinde, Dr. August S t«i n, ist anfangs September im Alter von 84 Jahren gestorben. Dr. Stein war 40 Jahre lang als Magistrat*- boamter der Stadt. Prag tätig gewesen. Viele .Jahr« hindurch bekleidet« er selbständig ein Referat der Stadtverwaltung, in das auch die Assanierung der Prager .iudenstadt Ende des vorigen Jahrhunderts fiel. Dr. Stein gehörte der teehecho-,jüdischen Bewegung an. Er erfreute sich in allen Kreisen Her jüdischen Bewegung großer Wertschätzung. Die Beerdigung fand auf dem Jüdischen Friedhof in Prag in einem Khrengrab statt. Dritte Makkabiade im Früh' jahr 1938 in Tel-Aviv Tel-Aviv, 8. September. (JTA.) In der Sitzung des Exekutivekomitees des Welt- Makkabi, die während des XX. Xionistenkongressc« in Zürich etattfand, ist beechlos- 3‘‘n worden, die Dritte Makkabiade im Frühling 1938 abzuhalten. Zur Durchführung der Vorbereituugsarbeiten wurde ein Qrganusationekomitee eingesetzt. In den nächsten Wochen bereit« treffen Spezialisten aus dem Ausland in Tel-Aviv ein. um. den Bau des neuen Stadions mit dem Spielplatz und d«r Rennbahn in Angriff zu nehmen. Die baltischen Makkabi- Spiele An den in Kowno vom 27. hie 29. Augußt abgehaltenen Zwei t e n baltischen Makkabi-Spielen haben über 1000 aktive Sportler aus den baltischen Ländern und mehrere tausend (laste aas Lettland, Estland und Litauen teilgenoimnen. Die Spie!« standen unter dem Ehrenschutz des Bürgermeister« und ehemaligen litauischen Ministerpräsidenten Oberst Merkis. Den Höhepunkt des Festes bildete der Aufmarsch am 29. August, zum Grabmal de? Unbekannten .Soldaten. Dem Zuge der jüdischen Sportsleute w'urderi die blauw e i ß e n F a Ji n e n der einzelnen Verbände vorangetragen. Ihm schlossen sich Abordnungen der verschiedenen jüdischen gesellschaftlichen Organisationen an. In dem staatlichen Stadion landen dann die A b s e h 1 u ß k ä m p f r> statt. Der größte Teil der Preise wurde von den r tnischdi Mannschaften gewonnen. Es v -rd« beschlossen, die Dritten baltischen Makkabi- Spiele im Jahre 1938 ia Lettland abzuiialten.

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