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Blau-Weiss-Blätter · 1918-09-01 · 2 (9.1918) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
6 (1918-1919)
Issue
2 (9.1918)
Date
1918-09-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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ausgenommen haben, nicht ansscheiden wollen. Die Meinung aller ging dahin, daß man, entsprechend der natürlichen Entwicklung, 3 Entwicklungsstufen im Blauweiß unterscheiden müsse: Die 1., bis etwa zum 14. Lebensjahr (die Zahlen sollen nur Anhaltspunkte, keine starren Schranken sein), erfordert straffe Disziplinierung, Erziehungsarbeit. Die 3. Stufe reicht bis etwa zum 16, Jahr; es ist Sache der Führer, die Wanderer der 2. Stufe zum Verständnis der Blauweißidee zu bringen und die mechanische Unterordnung durch eine freiwillige unter beit selbstgewählten Führer zn ersetzen. Die 3. Stufe läßt sich nach oben hin schwer begrenzen. Sie reicht bis zu dem Alter, in dem man durch Berufspflichten, Familie und ähnliches in Anspruch genommen, den Kontakt mit der Jugend verliert. Der „Vlauweißbund für' jüdisches Jugendwandern" umfaßt die 1. und 2. Altersstufe; es ist wünschenswert, daß auch die dem Bund Entwachsenen in der 3. Stufe eine Organisationsform finden, die sie für uns nicht verloren gehen läßt. Ausdrücklich wird jedoch die Notwendigkeit betont, nach außen hm eine scharfe Grenze gegenüber dem eigentlichen Blauweiß zu ziehen. Es wird beschlossen, dieses Thema im gesamten österreichischen Blauweiß bis zum nächsten Fnhrertag zur Diskussion zu stellen. Als Redner des Bundes am österreichischen jüdischen Jugendtag wird Seidemann bestimmt uüd eine Resolution Seidcmanns angenommen, die Richtlinien für die Form des Anschlusses an die Zentralstelle jüdischer Jugendorganisationen gibt. Da am jüdischen Jugendtag in Wien fast alle Vlauweißbünde vertreten waren, veranstaltete die Bundesleitung eine Besprechung der in Wien anwesenden Führer. Erich NoS erstattete einen kurzen, imvrovisierten Bericht über die bisherige Tätigkeit der Bundesleitung. Otto Engländer teilte mit, daß er mit einem kleinen Kreise ehemaliger Blauweißer die Uebersiedlung nach Palästina vorbereite. Es seien durchweg Ingenieure, Techniker usw., zum Teil verheiratete Männer, die, im vollen Bewußtsein der Tragweite ihres Entschlusses, als Bauern hinübergehen wollen. Es entwickelte sich hierauf eine Debatte über die zu schaffenden Organisationen der über 18 Jährigen, über das Dienstpflichtjahr und andere Fragen, die sich auf keinem besonders hohen Niveau bewegte und wenig neues brachte. Die Schuld daran dürste der Uebermüdung der durch die Verhandlungen des Jugendtages in Anspruch genommenen Delegierten zuzuschreiben sein. Wir hoffen, daß die bevorstehenden beiden Blauweißtage uns Gelegenheit zu eingehenderer Aussprache geben werden. Erich Noö Mittettungsn der Schriftleitung Zwischen dieser und der letzterschienenen Nummer liegt ein Zeitraum von 3 Monaten. Wir wurden durch die sehr peinliche Papierknappheit dazu gezwungen. Um Platz zu sparen ist diese Nummer übrigens in verkleinertem Druck erschienen; eL mußten einige bereits angenommene Aufsätze bis zum nächsten Hefte zurückgestellt werden. Trotzdem ich aus der Bundesleitung ausgetreten bin und die Redaktion der Blau-Weiß-Blättdr Ferdi Ostertag, Glogau, übergeben habe, gebe ich doch aus einem Briefe Martin Pleffner'S, Breslau, Folgendes wieder (meine Antwort wurde geschrieben, ehe ich die Schristleitung niederzulegen entschlossen war):

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