Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 6 (1918-1919)
- Issue
- 1 (6.1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Mesha 1× ep/1006058
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sie un«. Unter sich pflegten sie zu sagen: Da« find keine „Söhne des Todes", das sind „Moskowiter." Unsere Wacht in Sedschera befestigte sich und siegte vollkommen. Später ahmten Mescha und Jemma Sedschera nach und führten ebenfalls jüdische Wacht ein. Allerlei Der Linigungswillen der jüdischen Jugend Oesterreichs hat zu einigen wichtigen Tagungen geführt. Am 5. Mai 1918 fand in Wien eine Hebralscha Ingcndkonferenz statt, die folgende Resolutionen einstimmig annahm: I. Die jüdische Jugend ist gewillt, der Verlebendigung der hebräischen Sprache ihre Kraft zu widmen. Die innerhalb des zu begründenden Verbandes der Jüdischen Jugendgruppen Oesterreichs vereinigten Organisationen werden ßch zu einem Arbeitskreise für hebräische Spracherlernung und Sprachverbreitung zu» samnu nschließen. Sie beauftragen in diesem Sinne die auf dem kommenden Jugendtage zu wählende Leitung des Verbandes, ein hebräisches Arbeitsamt mit einem Referate in der verbandsleitüng zu begründen. Die einzelnen Gruppen werden zu ihrer Aufgabe machen: 1. Die rege Pflege der hebräischen Sprache in eigenen Lern-, Speech» und Lesezirkeln. 2. Die Ausbildung hebräisch beherrschender Jugendführer. 3. Den Beitritt zu hebräischen Jugendorganisationen. II. Forderungen an die Schule. Die jüdische Jugend fordert die pflege der hebräischen. Sprache als Grundlage der jüdischen Erziehung. Sie lehnt den he« bräischen Scheinunterricht in seinen erstarrten Formen im Rahmen des gegen» wärtiqen Religionsunterrichtes, der nur noch einen kärglichen Rest des einstigen eigenen jüdischen Schulwesens bildet, ab. Sie fühlt sich durch die Vernachlässigung der hebräischen Sprache zutiefst beschämt. Die Jugend fordert einen hebräischen Minimallehrxlan der Schule, durch den die Möglichkeit der Vertiefung in die jüdische Kultur, der pflege echten Rationalbewußtseins und wahrer Religiosität vorgezeichnet erscheint. — Sie muß mindestens hebräischen Sprach- und Literaturunterricht schon in den bestehenden Schuleinrichtungen in jenenr Ausmaße fordern, der dem hebräischen als der Sprache ihrer Kultur zukommt. In der Erkenntnis jedoch, daß eine jüdische Erziehung nur Ln der eigenen jüdischen Schule restlos verwirklicht werden kann, erstrebt und fordert fie diese na» tionale jüdische Schule, die allein die Möglichkeit einer künftigen hebraisierung von Schule und Leben gewährleistet. HI. Die jüdische Jugend weist auf die Wichtigkeit der hebräischen Lehrer» ausbildung auf sprachpädagogifcher und jüdisch-kultureller Grundlage hin, die nur von einem jüdischen Pädagogium geleistet werden kann. Ebenso bedarf es zur Erreichung unseres Zieles der Schaffung jugendgemäßer, geeigneter Lehrmittel und Lehrmethoden. 2*