Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 39 (19.9.1907)
- Date
- 1907-09-19
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2446951-2449244-2449284--63824-3519954- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
WWW ■ÜÖ «e Sie M jetzt durchs GPM ver leudeten, dürch Studium unserer heiligen Thora auSfüllen und soe ben Heimgang Ihres Katers sühnen? Wollen Sie nicht --" Weiter fonttte Hirsch Lewtnskt nicht sprechen, denn eben trat der Rabbiner, geleitet von Frau Sulzer, in dm Salon, um der Familie fein Beileid auszudrücken. Die Wächter gingen in daS anstoßende Stervezimmer, stand die Türe offen, so daß ihnen kein Wort, der ' Haltung verloren ging. „Die ganze Gemeinde steht mit mir unter dem Eindruck der schrecklichen Todesnachricht," sagte der Rabbiner. „Soeben sprach ich Herrn Bloch, der mir sagte, daß er gestern Abend bis nach zehn noch mit dem Seligm zusammenBm <£$f6 gespielt, habe. Wie ist, denn dev Tob eingetreten?" „Mein Mann," sagte schluchzend Frau Sulzer, „kam gestern Abmd wie. immer Punkt halb elf mit unserem Sohn vom Cafä nach Hause und Ging direkt in das Schlafzimmer, um fich zur Ruhe zu begeben. Kurv vor elf ging auch ich zu Bett und fand meinen Mann^schon schlafend, aber er bewegte sich gegen seine Gewohnheit unruhig hin und her und sprach laut im Schlafe. Ich trat.an sein Bett und fragie ihn, wäZ hast Du denn? Darauf sprach er laut und vernehmlich: „Trüsmpf ist KreüzsZBauer!" legte fich dann ruhig auf die Seue.^auf der er noch heute morgen.lag. Er war tot und das waren seine letzten Worte." „Das ist ein schöner Tod!" erwiderte salbungsvoll der Rochbiner. „Da hast Du eS," sagte leise Hirsch LewinSki zu fejnem Sohn, „bis jetzt hat man geglaubt, wenn man mit ,Echvdaux dm LWen seine Seele aushaucht, La».wäre «in schöner Md,: aber -jetzt?" „Kreuz Bauer!" seufzte Sulzer erschreckt in die Hö Mann habe gerufm und bat zimmer einmal nachzusehen. Auch er hatte den Ruf gehört und ging furchtlos in das Zimmer. - Aber Hirsch Lewtnskt benchigte den Rabbiner, sein Sohn habe nur die SchemoS des Verstorbenen wiederholt, nicht der Verblichene, sondern sein eigener Sohn sei eS gewesen, der jetzt gerufen habe: Kreuz Bauer! JoLi so laut, baß Frau je fuhr. Sie glaubte, chr den Rabbiner, tm Sterbe- 18. Setzt. CH imb HDD pa olim-Ber ein sah fich der hiesige Bikkur (Verein zur Wege und Unterstützung israelitischer Kranker, etngetr. Verein, gegründet auf direkte Anregung seines großen Vaters von Dr. Markus Hirsch ¥$]) gezwurmen, einen außergewöhnlichen' kurzen, Ausruf um Zuwendung von G rben zu versenden. Infolge des durch die Ereigntffr im Osten furchtbar gewachsenen Andranges armer Kranker mußte der Verein vis Ende August (o&> in 8 Mchrattn) schon über 10 000 Mk. für hie allerdringendsten Fälle verausgaben. So geht die Berwaltrma des dem^Winter und seirwn naturgemäß »och viel größeren Anforderungen mtt Betriebsmitteln für letzt zu teil i segensvolle Wirksamkeit fich die allgemeinen und gewiß verdienten Sympathien erworben hat, diese Unterstützm eich'tch^ finden offe mö: wir von Herze» , un? Men es zuverflchtttch. In feiner Tätigkeit mach! .in ortwährend steigendem Maße die Berköstigung armer kranker GlaubenSgenoflm, welche wegen lleberfüllung der «m SpitAer oder aus sonstig Ursachen in die hen Krankenhäuser verbracht werden muffen, einen sehr großen Ausgabeposten aus. Diese Gelegenheit soll gerne dazu benutzt werden, rühmend und dankend hervorzuheben, welches freundliche Entgegenkommen dnt Berein gerade bei Ausübung dieses so sehr großen Ton ei den BerwattungsöiÄanen und den Herren Aerzten der städtischm Spitaler findet. Als warme Freude des n*3 Vereins möchten wir diesen Bericht wicht schließen, ohne uns vtne Anregung, die uns wichttaperfchetttt, zu erlauben. Wirde es nicht vielleicht die Bereinszwecke .noch besser fördern, wenn atrstatt eins Aufrufes um Gaben eine Bitte an unsere jungen Männer, an unsere Jungfrauen und Jünglinge versandt würde, in einem Propaganda-Komitee dem allverehrten, aber zum Nachteile seiner Allen teuren Gesundheit überlasteten Herrn Hermann Lehmann m Hilfe .zu etlm, um dem Berein die so notwendigen Mittel zu verschaffen? Oder wie wäre eS, wenn wackere Leute einen Aufruf des n"D'BereinS gar nicht cchcharten und aus eigener Jnttkative derartiges unternehmt« würben? Eine bessere Gelegenheit, fich etn großes Berdtenft zu erwerben, läßt fich ficherltch nicht so wieder find«. Frisch anS im neuen Jahre! —o— 5a«iliemjachk1chtt» (Unseren Abonnenten steht diese'Rabrik kostenlos zur Bersügung. Nichtabonneuten haben für die Anfnahme jeder Notiz eine Gebühr von 1 Mk., die . gleichzeitig eiqzusmdm ist, *» «O». richten. Die Sendungen müssen immerspätesteuS am Msttwoch, Bormittag v,or dem Erscheinen der jewelligen Rümmer in nufere» Härchen stin.1 s Verlobt: Tila Ehrmann mit Julius Strauß» Beegen-Großkarben. fiebarten: Eine Tochter: Oppenheimer (Israel), Frankfurt a. M. ¥eir»torbeii: Bertha Oppenheimer, 46 I. Fürth L. B. Für de» Reklameteil ist die Redaktto« «icht vcrant» wörtlich; insdefundcrc ist es anSfchltestlich AGacheMr Leser, die i« dtettamtttil enthattonc» «nnfcslnichM 4ttottfcr Ware» »der sorrstige «lngadeu rcl^isnSDekchP» Uche» Charakter) «ms ihre Zuberlässigkeit zu prüßem-- Kaitar Friedrich 6346) —- Ottenbach a. H. „Osgeia ©lebt ». ]Kleaii»tt«i»M Sekoi Äe Sie Siche «, wie Sie vottca: es läßt sich nicht wegdisMtieren, jt FayS ächte SodeUer Mineral-Pastillen 's mehr als 20 Jahren fich bei allen kältungsformen des Halses und der 5 Wege glanzend bewährt haben.und dä^ Menschen sie vorbeugend zur Bekämpfung selbst schwerster Katarrhe mit stets gleich glänzendem Erfdßg^gebraucht haben und noch gebrauch«, ächte Sodener solle» in keinem Ha fehlen, damtt sie immer zur Hand si Ueberall für 85 Pfennig die.Schachtel erhältlich. Da Nachahmungen existieren, so weise man dieselben ganz entschredem zurück und verlange stets „FayS ächte Qobmtt'U wfchrt.; insbesondere ist es aassehllessllchSaebe der Leser, dis tRlaseratsatsU V/ f 5 *\t\ m NOSSETT BEl - -BTL s-CHOCOL^GlN t'V'f' NTIRT REäN Y A B ri I a A 5N Brillante ffielfteniL Wesen ur Ruhesetzüng d. BWWhMs edmtenste IVA Hottl trir einem ielhesuchtefte» Bndeplatze nter günstigen Bedingungen zu erkaufen. — Selbstrestektapten, »elche über mindestens -30,000 Jlt. verfügen, «chatten Näheres nter K. R. «8 an Dande t Co., «öl« a. Rh. (890- B«chvraWkrS0J.alt»voLa«gen. Aeußerunü gut. kaufmu.univers. Bild., sucht stch m. relig.häusl. erzog. Mädchen zu verehelich. Mitgift 15Mille. Derstkannstch an ein.rent.^ast eingef. Buchdrmkerei betetUae«, wodurch sich ihmeine glänz.' Existenz biet. Auch Ausland wird berÜckst.ANonymverb. KLMWAUK th'Wt:-- (8966 WMeU-lIllMll» vollkommenster nerD Batter-Ersalz im vii tlirlscftffi Mn, AMssAmkAKsstzAllA : : WtzAU : : Im dfebraudie ist Tomor] der Baller Varzuriehen; 'weil fleischig imd mH» MrmÄiWak and »trengslen Vorschriftei mtspr«Lead : : :: iefet n vtrvickitbi Die tlersfeUana erlolgl unter sffinBIfler Unwesen Nett anB beifuna eines ponSr. 6hm. Herrn nabb. Dr. B. GDoif. 30(n, angtzstMfen und li Man verimtzx.lk'omortt allen einschlägigen Geschäften. (8788 Alleinige Fabrikantin: — Cleve (Rhld). — KapellentraSe — 91 - von WIESBADEN “ütc* mm nattmufe Wölff. HakMOwe vme Aägltngrn zn jeder Bett, und Referenzen dnrch .däe Vosnehertte. Rrofpekt« «S40 Lack Streng um, XeBtfmt R». 1«. «r»ste freie« «euiwuug am nz bezügl. Lotei 8trso88. Bestrensm. Hmw in schSnst. m* Vrachtüo»e Hotelwagen auf »m Bahnhof; Hausdiener zu jed. streng orthod. Rabbiner. (8163 Eine ältere alleiNSeheude Danse in eitkr Wnen iSraelit: mSärlSrnhe. Offert, angabe unter H. J. 7> Rndolf “ evuug: «. Grlekacher,Wall«R«^ Kafterpuloer, schwach und stark, 75 Pfennige, per Carton im Inland. (8605 kr. Fmlke, Gek»»ha«fe«. Gefälligst lesen! Alls Üiejenlgen. 'Welche sich Mtt dem Stadium der heechüttgett — und dies that in Deutschland jede gebildete Familie sowie Hotels, Lesezirkel n. s. w., sollten es nicht versäumen, bei Mer , ein. Abonnement auf die in weiten Kreiseil bestens eingeflihrte^ wöchentlich 6 maJ in französischer Sprache’ erscheinende politische Tageszeitung LA GAZETTE DE LORRAINE (JOUHMAL PB METZ) ' za bestellen. ' ' Der Preis derselben beträgt für .das Vierteljahr nur Mk. 886 und erhalten deren Abonnenten als wöchentliche Gratisbeilage das illustrierte Pariser? Wochenblatt lj’Ac4wi»li4>6 voltstftndig kostenfrei geliefert. ln seiner Broschüre: ,,Lebendige Grammatik, Schulmethode für die lebenden Sprachen“ (Separat - Abdruck aus der Zeitschrift „Der Unterricht“), Potsdam 1909, A. Stein, 8. 30, äossert sich Professor B. flHämmser-Mannheim' folgendennassen: toWirkumiti aktuelle Spreche giebt auch die Seitmig. Zettnagea, die in Deutschland ersekelaen, vle s. B. die „Qaaette de Lervaine“ (Jonrnal de Hetz) eigne» stell nach unserer Erfahrung ganz besonders hierin, sie sind aktueller als französische Leitungen eie Frankreich, und zwar veil sie deutsche Dinge französisch besprechen.“ Zur vorherigen Einsichtnahme stehen Probenummem auf Wunsch gratis zur Verfügung. Man verlange solche von der Geschäftsstelle der Gazstts de Lorraine (Journal de letz) in Hetz.