Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1900-05-23 · Heft 42 (23.5.1900) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 42 (23.5.1900)
Date
1900-05-23
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2446951-2449049-2449089--50799-3519927
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

35 Der UotztgenannD* scheint der Sohn des ersten Besitzers gewesen zu sein. Auf F. 114b zeichnet Banich ben Jacob lialevi s:’"^4) Beudet Anvingo ( vielleicht, Avignon V) als Figentümer |’;^o| <njiro n:^jx rr-un u Gtr iin rpr -c -rz, F. 115 b ':ce zpr iz C’jyz; F. 7a findet sieh als Randbemerkung zc-rjyz F'r 'br.ss *iz 'i'iz c\x:. Der auf F. 1.15b genannte Bendel ben Jacob scheint, wie aus F. 7 a hervorgeht . der Vater des auf F. J a zeichnenden Baruch zu sein, so dass die Handschrift, von Vater auf Sohn und Enkel durch Erbschaft überkommen sein dürfte. Jede Seite des Manuscr. der Megilloth enthält 46 Zeilen, der Pentateiichkommentar 48/44. Die Schrift ist die sogen. Raschischrift. Zwischen F. 128 u. 129 ist ein Blaff herausgeschnitfen. Dieses dürfte Erklärungen zu den Segnungen des Bileam (Nuin. 28. 7 tf.) enthalten haben. Unser Uodex enthält folgende Schriften: 1. Kommentar des R Abigedor zum Pentateuch. 2. Kommentar des K. Abigedor zu den Perikopen. 8. Kommentar des U. Abigedor (Adieu Zedek zu den fünf Megilloth. 1. Responsen des R. Meier v. Rothenburg und des R. Abigedor Cohen Zedek. I. P e n t a t e u c h k o m m e n t a r. Wenn wir auch mit Zimz-Steinsrhneider •’) übereinstimmen, dass R. Abigedor Cohen Zedek den Pentateuchkommentar nicht selbst geschrieben. so dürfte es dennoch als erwiesen zu betrachten sein, dass einzelne Aufzeichnungen aus R. Abigedors Papieren dem Compilator dieses Kommentars. einem Schüler des R. Abigedor "r“;rzx 'in vva. Vorgelegen haben, worauf die in dem Anhänge zn unserem Kommentar hetindliche Notiz in den Piske Meharam F. 1.73 a «"in -v ’z-zq hin weist. Ein Teil der Erklärungen zum Pentateuch stammt sicherlich aus der Feder des R Abigedor. so unbedingt jene Stellen, in welchen er seinen Grossvater R. Menaehern aus Jognv 48 a, 55 d, 60 h. 60 d, 68d u a. m. anführt. Aber auch aus folgendem Grunde erscheint die Annahme gerechtfertigt-, dass der Kommentar zum Pentateuch von R. Abigedor ('oben Zedek ist, bezw. von ihm inspiriert durch seinen Schüler nieder geschrieben. da in den Pesakim und in den Peschatim nur alte Autoritäten, zum grössten -14 Die Abbreviatur LUPc bedeutet D’E’ ““‘Ni .l'PI'L' □’31£3 und Cr seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlich. Später wurde dieselbe mit hiuzugeftigtem Amen in und noch später durch hiiizugefiigtes ..Sela Io in l?N"ü’?££' erweitert, s. Zunz z. Geseb. u. Lit. p. 318. 5) Steinschneider, Katal. der hehr. Baudsehr, in der Stadtbibliothek zu Hamburg S. 15. Nr. 45. j 'fei! Zeitgenossen des R. Abigedor, zitiert werden; j nirgends finden wir die Meinung eines später j lebenden Gelehrten angeführt. Aus diesen! Gründen können wir Zunz6), der unseren Kommentar dem R. Abigedor Kara 7) zuschreibt, nicht beipflichten 8), Der Kommentar zum Penta teuch ist geteilt in Pesakim und Peschatim. Die Pesakim, Erörterungen mit vorzugsweise halachischen Resultaten, bis 500 gezählt, werden durch 0 bezeichnet. Voraus geht ein Verzeichnis derselben, F. 1 7. Der Kommentar zum Pentateuch umfasst 127 Blatt, ln den Peschatim citiert R. Abigedor folgende Autoritäten:1') R. Isaak b. Jacob Alfasi l0) aus Fes 1 1.05 1 *), R. Elieser aus Böhmen12) 1170. R. Josef Bechor Sciior13) 1.170, lbn Esra14) 1167, R. Gerschon15) I05o, R. Jacob aus Orleans16) 1050, R. Isaak b. Abraham17) 1195, R. Jacob Tarn18) 1150, R. Salomo ben Isaak (Raschi)19) 1080, R. Salomo b. Abraham aus Dreux20) 1220, R. Hillel21) ca. 1196. Neben diezen Gelehrten werden in den Peschatim auch verschiedene Werke zitiert und 6) Zuuz, z. Gesell, u. Lit. p. 105. 7) R. Abigedor Kara starb 1493 zu Prag. 8) Am Ende der Pesakim finden sich die Worte “inVDN '1 ‘pD£: 'Jjyo lOtm, also mit Weglassung des gewöhnlich vorkommenden p”lX (HI. Ich halte jedoch dieses inj’DN ’l mit dem auch oben angeführten N"“in T ’3rOö identiscli. Zunz, z. Gesell, u. Lit,. S. 567 fasst übrigens auf Wolf, Bibliotheca hebraica t. 4. p. 750, der diese Hypotiiesc zum ersten Male aufstellte. Vgl. Dukes in Orient Lit. Bl. 11 Jhrg. 1850 p. 366, bezttgl. des Ood. Uri 345 -r. 2, den Zuuz dem R. Abigedor Kara zusclireibt. Eino Vergleichung der leiden C’odd. war mir bis jetzt nicht möglich : ich hoffe jedoch, später darauf zurück zu kommen. 9) Per. 16 a, 79 a, 116 a, 57 a D’JINJH, Per. 70 a mn nun. 10) F. 57a DE>PN. 11) Die Jahreszahlen habe ich zum grössten Teil nach Zunz, z. Gesell, angegeben. 12) DrOO '1 122 Ii. ln den Pesakim F. 122 h schreibt er nnSC. Heilprinn in Leder hadoroth setzt ihn für das .Jahr 4430 a. m. ■— 1170 an. 13) 32 e, 34 a, 64 d. 14) 37a, 81d, S3d, 86 d, 96 d, 99 d, 116c. 121t». R. Abigedor zitiert ihn überall unter dem Namen Tijtf TG2. if>) 81 a, 88 a. 16) 84b. 17) 34a mit der Abkürzung 78a, 86c, 87c, I 13 a NH"21. 18) 57e, 92d, 114a mit der Abbreviatur n‘‘T Rabenn Tarn. :‘J) 7 d, 9a, 10a, 10., 11 b, 11c, 12«, 12b. 12c, 12d, 13a, l4a, 14c, 15c, 16 a, 16c, 17a, 17c, 18a, 18c, 19a, 19c, 20a, 20c. 21c, 21 d, 22a, 22c, 23a, 24a, 25a, 25c, 26a, 26 c u. s. w. In den Pesakim wird Raschi unter dem Ehren-Namen?run angeführt, Feber diese Benennung Raschi's vgl. Ruber zu Latisoh Schare Zion S. 37, Anm. 169 cd. Jaroslau 1885. 20) 72 c, 21) 92 a.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.