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Der Israelit · 1900-04-12 · Heft 30-31 (12.4.1900) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 30-31 (12.4.1900)
Date
1900-04-12
Page
– (sequence 26)
Language
German
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644 Aus unseren Berichten in den Vorjahren ist allgemein bekannt, mit welchen Sorgen die Anstaltsverwaltung in Betreff der alten Gebäude in den letzten Jahren zu kämpfen hatte. Die sehr engen, niedrigen und dumpfen Zimmer, die dem Hause zugehörige, ganz unzulängliche Soolbade-Anstalt u. a. m. machten sich als empfindliche Uebelstände geltend, die in demselben Maße unerträglicher wurden, je riesenhafter die Anzahl der Bittsteller von allen Seiten mit jedem Jahre wuchs, je größer die Zahl der Pfeglinge wurde, zu deren Aufnahme die Verwaltung sich gezwungen sah. So wurden 1895 im Hause 171 und in den darauffolgenden alten Steinfach-Baulichkeiten doch nicht mehr aufzuhalten vermochten. Alle diese Umstände drängten den Anstaltsorganen immer mehr die Ueberzeugung auf, daß nur ein Neubau Wandel schaffen könne, wozu nach dem am 5. Februar 1896 erfolgten Ankäufe eines Nachbargrundstückes, welcbes das ursprünglich um 18,5 Ar große Grundstück um fast eben so viel vergrößerte, nunmehr eine ansehnliche Baufläche vorhanden war. Aber die Hoffnung auf einen Neubau schien in eine unabsehbare Ferne gerückt, weil es an allen Mitteln dazu fehlte. Ta erwarb üch Herr James Simon in Berlin . «%-> Iusicht von der Jahren 175 und 170 Pfleglinge gezählt, wofür 36 und später 39 Betten nur zur Verfügung standen, die bei viermaligem Wechseln nur 144 bis 156 Personen Platz boten, während der Rest außerhalb des Hauses untergebracht werden mußte. Bauliche Veränderungen, die alljährlich mit großem Kostenaufwande vorgenommen wurden, wie der Bau einer Speisehalle, die Erweiterung der Badeanstalt, verschafften nur wenig Erleichterung. Dazu kam noch, daß die engen Zimmer von Pfleglingen übervölkert waren, und daß die jährlich aufgewendeten Reparaturen, die unverhältnißmäßig große Kosten verschlangen, den immermehr fortschreitenden Verfall der Gartenseite. das unvergängliche Verdienst um unsere Anstalt, die Baufrage in Fluß zu bringen. Nachdem derselbe bei Gelegenheit der Errichtung und Einweihung des von ihm in Kolbergermünde gestifteten und dem Berliner Verein für häusliche Gesundheitspflege als hochherziges Geschenk zugewendeten „Kaiser und Kaiserin Friedrich- Sommerheims" durch Augenschein die unerträglichen Zustände in unserem Hause und die schweren Sorgen der Verwaltung kennen gelernt hatte, wurde auf seine Anregung durch Beschluß des Kuratoriums vom 13. und des Vorstandes vom 16. October 1896 ein Comitee für den Neubau ernannt, das sich unter dem Vorsitze des

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