Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 54 (6.7.1893)
- Date
- 1893-07-06
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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m 10B9 hüllt. Die Leiche selbst zeigte eine von einem Ohr bis zum andern gehende klaffende Halswunde. In den Taschen des Ermordeten befand sich nur ein Betrag von 22 Pf. und jener mit Mülhaus unterschriebene Brief; von dem Gelde, ca. 1500 Mark, das Grünebaum bei sich gehabt hatte, fand man nichts mehr. Den Aufenthalt des Mörders erfuhr die Behörde durch einen Brief, welchen dieser an seine Maitresse, die 17jährige Dienstmagd Thiemann, gerichtet hatte. Der Brief enthielt eine Aufforderung an die Thiemann, sofort nach Rotterdam zu kommen, und als Reisegeld einen 50 Markschein. Es wurden ca. 70 Zeugen vernommen. Die Geschworenen sprachen Uebelgrünn schuldig des Raubmordes; der Gerichtshof verurtheilte ihn zum Tode. Der Verurtheilte leugnete bis zum letzten Augenblick. Odessa. 16. Juni. Herr David Wiffotzki aus Moskau, ein hochherziger Gönner der Colonisation Palästina's, hat bei seinem vorübergehenden Aufenthalt in unserer Stadt 10006 Mk. für die neueröffnete jüdische Schule in Jaffa, 20o0 Ml. für die Ackerbauschule, 10Y0 Mk, für die Handwerkerschule und 1000 Mk. für die unter Aufsicht des Herrn Segal stehende Schule gespendet. Herr Wiffotzki eröffnet hier eine Filiale seines Moskauer Theegeschäfts, in welhem fast nur Ausgewiesene aus Moskau beschäftigt find. Wien. Der rühmlichst bekannte Obercantor deS orthodoxen Tempels in Großwardein, Herr Meier Scharr, wurde nach mehreren, mit glänzendem Erfolge absolvkrten Probevorträgen für die neuerbaute Synagoge nach polnischjüdischem Ritus in Wien, II-, Leopoldgasse 29, engagirt. Die Schlußsteinlegung und Einweihung dieser Synagoge findet noch vor den diesjährigen hohen Feiertagen statt, und wird bei diesen Anläffen Herr Schorr bereits als Obercantor dieser Synagoge functioniren. Gr.-Kanisza. In Groß-Kanisza hat dieser Tage eine Millionärin geweilt, welche vor vielen Jahren als armes Mädchen nach Brasilien ausgewandert war und fiH dort ein riesiges Vermögen erworben hatte. Als sechzehnjähriges Mädchen hat Karoline Rosenbaum — dies der Name der Millionärin — als Magd beim damaligen Rabbiner von Groß-Kanisza gedient. Ihr unruhiger Geist trieb sie in die weite Welt. Sie ging nach Amerika und vom Glück begünstigt, kam sie in Brasilien bald zu einem bedeutenden Vermögen. Vor zwei Jahren ist ihr in Groß-Kanisza ansässiger Vater im Alter von 105 Jahren gestorben und dies veranlaßte sie jetzt, nach der Heimath zurückzukehren. wo sie ihrem Vater ein prächtges Grabmal errichten ließ. Frau Rosenbaum hat die Armen und die Wohlthätigkeitsvereine mit namhaften Spenden bedacht. Sie beabsichtigt, in Bälde Brasilien ganz zu verlaßen und sich wieder in Ungarn niederzulaffen. Paris. Das israelitische WohlthätigkeitSbureau erstattete seinen Bericht über das Verwaltungsjahr 1892. Die Ausgaben betrugen in Folge der russischen Verfolgung 414,200 Fr., fast 100,000 Franken mehr als im Vorjahre; die Einnahmen betrugen 70,000 Fr. mehr als in dem vorhergehenden Jahre. Briefkasten der Redaction. L. I. R. Senden Sie, bitte, Anderes. Das Gesandte war nicht zu verwenden. Briefkasten der Expedition. A. B. in C. Wenden Sie sich an die Oberin Frl. Tiefenbronner. M. H. in H. Von bewußtem Werke sind noch der 3., 4., 5. und 6 Band, sowie der 1. Theil (neue Folge) vorräthig. Dieselben kosten broschirt Brutto 2 Mk. pr. Band mit Ausnahme des l. Theiles (neue Folge), welcher 2.50 Mk. kostet. •*T fl n h t fl m*~ Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich, -m S.&D.LÖWENTHALSilberwaaren 10,5 Frankfurt a. M., Zeil 25, Israel. Oultusgegenstände. Montreux, (Schweiz). Hotel et Pension des Grands Rains. Von 1. September 1893 an empfehle mein kleines Hotel I. Ranges mit Centralheizung, elektrischem Licht in allen Zimmern, russische, türkische Bäder, Massage, Dampfbäder und gewöhnliche Bäder im Hause. — Bescheidene PensionS-Preise. — Arrangements für längeren Aufenihalt. Simon Drcyfuß, 4377) Besitzer. /£in ediger Neligionslebrer u. Vorsänger, nickt geprüft, kein BITIItf, mit guten Zeugnissen von Gemeinden, wünscht unter mäßigen Ansprüchen bis zum I. August eine Stelle in einer kleinen Gemeinde. Frco.-Offerten sind unter Nr. 4378 an die Exped. d. Bl. erbeten._ <!^ie Elementarlehrer-, Cantoru. Schächterstelle Hierselbst ist bis 15. September zu besetzen. Fixes Gehalt 700 Mk., Nebeneinkommen 300 M. Seminaristisch gebildete Lehrer, die mit guten Stimmmitteln begabt sind, belieben ihre Zeugnisse zu senden an den Vorsteher A. Jsay Sohtt, 4376) Schweich a. Mosel. in jüd. Elementarl. v. ang n. Aeußern. 25 I. alt, m. 1300 M. Eink. p. a. wünscht sich zu verheirathen. Offerten, womögl. mi Photographie, unter Nr. 4382 befördert die Eped. d. Bl. 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