Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1892)
- Date
- 1892-03-17
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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4 34 als 600,000 Acres oder 6 Prozent des kultivirten Landes der ganzen Provinz. An allen diesen Plätzen, welche innerhalb des Judenrayons liegen, wurden die Pächter durch die Maigesetze gezwungen, ihr Land aufzugebcn und in die Städte zu ziehen. Vielfach suchten die russischen Gutsbesitzer die Ausweisung der Inden rückgängig zu machen, weil ihre Rente sank. In einigen Fällen erfolgte die Ausweisung sogar während noch das Getreide auf dem Felde stand, so daß es nicht eingeheimst werden konnte. Dr. Kempster beobachtete an verschiedenen Orten, daß die Bauern das Getreide auf dem Felde stehen ließen, weil sie es den Juden vorher verkauft hatten, diese aber ausgewiesen wurden und es nicht in Empfang nehmen konnten. Der Kommissar schildert dann seine Beobachtungen auf der jüdischen Ackerbaukolonie Dekshui, welche durch eine im Jahre 1868 eingeführte Steuer von 50 bis 60 Rubel jährlich per Kopf schwer bedrückt wird. Die Leute wollten nach Amerika auswandern, um sich dort dem Ackerbau zu widmen, ohne welchen sie nicht mehr leben zu können erklärten. Die amerikanischen Kommissare, welche sich einer sehr gemäßigten Sprache bedienen und die von ihnen geschilderten Thatsachen für sich selbst sprechen lassen, erklären am Schluß ihres Berichtes, daß sie oft ihre Gefühle hätten zurückdrängen müssen, wenn sie angesichts der Scenen des Elends und der Roth standen, „welche die geehrten Menschen umgaben" — Scenen, welche sie nie in ihrem Leben vergessen könnten; ihre Schilderung sei keineswegs vollständig, aber was sie mittheilten, sei nicht nur authentisch, sondern auch eine überzeugende Geschichte der Lebensbedingungen, unter denen Juden in Rußland leben, welche bisher nur zum Theil geschildert worden seien und die man wegen ihrer Ungeheuerlichkeit nicht für wahr gehalten habe. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Die 0iUrcuw0acett-Ja&«ift Lazarus Posen Wwe in Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstämle: Ez dia.jim, Tass, Kronen, Channkahlampen, Besomimbüchsen, Seder- Gegenstände, Pokale, Weinhumpen etc. etc."und versendet ihre neuen, sehr vergrössertcn Musterhefte nebst Preis-Couranten gratis und franko! (189 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. M., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Unter den Linden 5, Hotel Bristol. Bekanntmachung;'. Mitte April d. Jahres werden inländische israelitische Waisenknaben nnd Waisenmädchen in die hiesige israelitische Waisenanstalt aufgenominen, nnd und Bewerbungsgesuche um fragliche Aufnahme innerhalb 4 Wochen portofrei cinzusenden nnd folgende Zeugnisse beizuschließen: 1. Ein Gebnrts-, Domizils- und Leumundszeugniß mit besonderer Angabe, das; Bewerber einer legalen Ehe entstammen;^ 2. ein Gesundheitszengniß; 3ein Schulzeugniß; (1967 4. ein Vermögenszengnis;; 5. ein Jmpfzeugniß. Solche Waisen, die das 6. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt, oder das 11. schon überschritten haben, können die Aufnahme nicht erlangen. Fürth, den 10. März 1892. Die Verwaltung der israel. Waisenanstalt.! Schwcizcrkäsc bei Abnahme von 9'/^ Psnnd ä 90 Pi. bet g röste rer Abnahme ä 85 Pf. empfiehlt J. Schapiro, OUlnsenk,ansen, Bayern. Atteste bestigl. nH£0 seitens streng religiöser Rabbinen lagen uns;ur Einsicht vor. 99) Expedition des Israelit. in der Nähe de- Großh. Refidevzschloffes und Hostyeaters. JUtrenommtrlea Hötel. empfiehlt sich einem verehrliche* reisenden Publikum, sowie zur Abhaltung von Hochzeiten und sonstigen Festlichkeiten. Cfvllfl Preise. Gute Bedienung. 9071 Besitzer: Blegnrand H»f. Referenz: Herr Rabbiner Dr. Marx. Bis 100 Proe. reiner Verdienst ohne Risiko bietet sieh in der Annahme von Aufträgen auf: V/ioifonl/arlnn iürd. Visiten-Karten-Fabrik v. V IbllBriKdrieil^ß ß .«ruSpe f Müh]haus0n i .Th. Schnellste, billigste und sauberste Ausführung. Musterbuch etc. für Annahme-Stellen gratis u. fre. _(68OT Kunststickereien, n a ns, pm~- Decken, Thora-Mäntel, Trauhimmel (nsn). Franz Reineeke, 7569) Hannover.