Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 76-77 (25.9.1890)
- Date
- 1890-09-25
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXXI. Jahrgang. Beilage juJK76&77bt0„3srneUt&lefdittnui Leitender Artikel. Das Anlegen -er Thesilli». Mainz, 25. September. Die großen nub furchtbaren Tage mit allem ihrem Ernste und ihrer Aufregung find vorüber, wir haben uns durch Kasteiung mannigfacher Art, durch Entziehung von Speise, Trank und Schlaf unserem Gotte zu nähern gesucht und gebeugten Gemüthes von Ihm Vergebung für unsere Sünden erfleht. Und nun ist das heitere Sukkothfest im Anzuge, an dem uns die Freude zur Pflicht gemacht ist; und wer käme einer solch' schönen Pflicht nicht gerne nach? Wir können uns indeß nur dann voll und ganz der Freude des HüttenfcfteS hingeben, wenn wir hoffen dürfen, daß uns am Versöhnungstage Verzeihung geworden. Eine solche Hoffnung erblüht uns aber nur, wenn unsere Lebensweise nach dem Versöhnnngstage es anfweist, das; wir in sittlicher Beziehung sortgeschrittcu, oder daß wir wenigstens den Willen haben, mit Ernst und Eifer an unserer Vervollkommnung zu arbeiten. Es sei uns deßhalb heute vergönnt, von einer Mizwah zu reden, deren richtige Ausübung in weiten Kreisen gar Vieles zu wünschen übrig läßt. Wir meinen, wie unsere Leser bereits aus der Ucberschrift ersehen haben, die Mitzwath Thefillin. Es ist in der That eine merkwürdige Erscheinung, das; dieses Gebot, das mit derselben Leichtigkeit, mit demselben Aufwand von Mühe und ohne irgend welche materielle Opfer gerade so gut richtig wie unrichtig ansgeübt werden kann, daß dieses Gebot von der großen Menge in ganz verkehrter Weise gchaudhabt wird. Unser geschätzter Mitarbeiter, Rabbi Liep man Pr ins hat sich in seinen geistvollen Abhandlungen über die Sprüche der Väter bereits der Mühe unterzogen, aus die Wichtigkeit der sorgfältigen Ausübung des Thefillingebotes aufnierksam zu machen und sich damit den Dank der *inn ’Jinj, der bedeutendsten Männer unserer Zeit, erworben. Einer derselben, Rabbi Salomou Cahu, Rabbiner von Wilna, übersendet uns mit seinem Danke gleichzeitig Zeichnungen, die derselbe einem für Rußland hcrausgegebenen Gebetbuche hat ansügen lassen und die veranschaulichen sollen, in welcher Weise das richtige Legen der Thefillin ftattzufinden und wie oft unrichtig Thesilin gelegt wird. Rabbi Salomon bittet uns, diese Zeichnungen im „Israelit u. Jeschurun" zur Kenntniß der Leser zu bringen, welchem Wunsche wir gerne und freudig Nachkommen. Nim -ljpiwi Dip» by nrnia swn bv r6’snn 'n ruion mson nti'iyi rra D"pon nrw .pöd imscs .(n"^) und mytw vztsdi -pmoi .rDPnm miro Figur 1 zeigt die richtige Art, wie die pb’sn getragen werden müssen, d. h. die und sogar der äußerste Theil des Gehäuses müssen unmittelbar auf der Stelle des Haarwuchses liegen, auch muß darauf geachtet werden, daß der rön bv iv>p auf dem Genick, nicht unten am Halse liege. * rix. 1. 't>’snn 'rp*crn by nruio xrroyün nsp pi "2 hjibn rua nH NHDpip ^33 Nim _,miN3 ’i^n .Di^tn on b^D Wenn Jemand aber die p^sn so trägt, wie die Figur 2 zeigt, d. h., die p^sn liegen nicht vollständig auf dem Haar, sondern nur ein Theil derselben, der andere Theil aber schwebt in der Luft, so ist dies so gut, als trüge er gar keine pV’sn und er spricht eine .-ibvItz ra~i2, d. h. er spricht den Namen Gottes vergeblich aus. rix. 2.