Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 19 (10.5.1882)
- Date
- 1882-05-10
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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466 bedenken und zu Hause besprechen zu wollen. Der unermüdliche Reb Gerschom hatte sich auch an Elke Ulschitz gewendet, deren Habsucht aufgestachelt, und sie aufgefordert, im Interesse ihres eigenen Kindes, ihren Einfluß auf ihren Mann geltend zu machen. Der schlaue, sein Geschäft rationell betreibende Schadchen, ließ alle Batterien spielen, alle Minen springen. Er benügte sich nicht seinen Antrag bei dem Vater des Mädchens angebracht zu haben; sondern er besuchte auch den Großvater und Oheim desselben, erklärte ihnen, daß er viel zu gewissenhaft sei, ihrer Enkelin, beziehungsweise Nichte, eine Partie — so vortheilhaft sie auch sei — ohne ihr Wissen anzubieten. Reb Gerschom hatte sich durch diesen feinen diplomatischen Zug rasch die Zuneigung der beiden stolzen Männer gewonnen, und da sie es gestehen mußten, daß die Partie in der That eine glänzende sei, zeigten sie sich dieser Verbindung sehr geneigt. Reb Gerschoms Klugheit gelang es, eine Annäherung zwischen ihnen und Sabel Ulschitz herbeizuführen und Ester hatte gegen ihre nunmehr verbündeten Verwandten einen harten Kampf zu bestehen; aber sie blieb standhaft und die einzige Concession, die man ihr nach langem Drängen abringen konnte, war, daß sie den vom Schadchen ausgehenden Vorschlag, Zodok solle ihren Vater, Schabbos nach Minche besuchen und sie solle zu Hause bleiben, annahm; aber sie erklärte im Vorhinein, diese Begegnung mit Zodok Opotschna würde an ihrem Entschlüsse nicht das Geringste ändern. Der Schadchen und mit ihm Esters Verwandte rechneten weniger auf den Eindruck, den die Persönlichkeit, als auf jenen, den ein ungewöhnlich kostbares Geschenk, das Zodok — wieder auf Anruthen des Schadchens — dem Mädchen als geringen'Beweis seiner edlen Neigung überreichen sollte, hervorbringen würde. (Fortsetzung folgt.) A X Z E I Cr £ IV. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. WW" Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kauffmann, Buchhandlung; Mr Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfen 35; für Cöln bei Leo Frank, Steinseldergasse 7; für München bei N. Bettelheim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M. Dornberger, hebr. und deutsche Buchhandlung. Bei I. Kauffmann in Frankfurt a. M. ist erschienen und durch alle Buchhandlungen, ebenso durch die Expedition des „Israelit", zu beziehen: Akiba. Hebräische Verlagsbuchhandlung von Historische Erzählung ans der Zeit der letzten Kämpfe der Juden gegen die römische Weltmacht. Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, I. Theil: Inhalt: Des Königs Eidam. — Graf oder Jude. — Rabbi Elchanan. — Die Verlassene. — Das Licht der Diaspora. — Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, II. Theil: Inhalt: Bostanai. — Süß Oppenheim. — Der Fürst von Coucy. — Preis: 2 Mark ÄO Pf. Aus Vergangenheit und Gegenwart, III. Theil; Inhalt: Der Königliche Resident. — Esther Ehiera. — Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, IT. Theil. Inhalt : Gegenströmungen. — Vor hundert Jahren. — Zwei Schwestern. — Preis: 2 Mark. Rabbi Joselmann von RosheimI. und II. Theil. Preis jedes Bandes 2 Mark. Preis für sämmtliche 7 Bände 12 Mark, elegant gebunden 21 Mark. JakobB. Brandeis i Ah ,. PRAG „oiä Herraths - Gesuch.j Hilf all Ein isr. Mädck'en ans anständiger und religiöser Familie mit einigen tausend Mark Vermögen wünscht sich mit einem jungen Mann oder auch Wittwer zu verehelichen. Verschwiegenheit ist Ehrensache. Franco - Offerten unter D. 1699 an die Exped. d. Bl. Für ein sehr braves Mädchen mit 1500 M. Mitgift sowie hübscher Ausstattung und Möbel-Einrichtung wird eine passende Partie gesucht. Adressen beliebe man an die Exped. d. Bl. unter Nr, 1633 auszugeben. Mein Verlags katalog wird auf Verlangen gratis zugeschickt. (100 CVür Magenleidende und Reconvalescenten j O empfehle selbstgekelterten rothen i Affenthaler Beerwein n M. 1, M. 1,20! und M. 1 50 pr. Liter; selbstgekelterte i Weißweine ä 70 Pf. bis M. 1,50 pr. j Liter.! Ferdinand Kahn,! 1464) Tauberbischofsheim (Baden).