Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 4 (20.6.1860)
- Date
- 1860-06-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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1. Jahrgang. E i n Nr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 20. Juni 5,020. (1800.) Dirfe Zeitung crs»eint wöcbcntliä' einmal, Miltwoä's, in mindesteneinem Bogen. Preis des Jahrgangs: Im Buchdandrl 2 Tklr. p. 6. oder fl. 3. 30. kr. rh., Halbjäkrig 1 Thlr. v. (5. oder fl. 1. 45. kr. rk., Vierteljälmg 15 Sgr. p. 0. oder Ltempelgebühr :c. der Preis de- Jahrgangsum 24 Sgr. erhöbt worden. Inserate werden mit l Sgr. für die Petirzcile oder deren Raum berechnet; vorläufig unentgeltlich, so weit es der Raum gestattet. Alle Burbhandlungrn und Postämter nehmen Bestellungen an. Qeilerreicbiscl'e Banknoten laut bours. Für den Monat Juni des laufenden Quartals wird 5 Sgr. p. <5. oder 18 kr. rk. gezahlt. Bei der Post 20 kr. rh. Inhalt. miltlung, Versöhnung. — Wisscnscl,aft uud Judentkuin, von Ä. I. Lulzbach. — .Zeitungsnachrichten:? eutschland: Kassel. Aus Baien,. P reu stcn: Berlin. Bromberg. Qc st erreicht stirer Kai - Leitende MrLikel. Uebrr VersMc LUi' Iu6gleichunZ, Vrrnnülung, ^ersölmunZ. r:-.2^2 .-.2^2 -22 7i"2p7l rr^-2 ^2. Der heilige Urquell des Segens hat kein Gefäß gefunden, das des Segens so viel enthielte als der Friede! Sollen wir Dir, lieber Leser, ein Loblied Vorsingen auf das Glück und Heil im Gefolge des Friedens, sollen wir Dir eine begeisterte Schilderung entwerfen von den Wohlthaten des Weltfriedens, von dem Segen dcS häuslichen Friedens, von dem unschätzbaren Werthe des religiöfen Friedens, sollen wir Dir die .-uo? ins Gedächtniß rufen, daß „Friedenstiften" zu den Dingen gehört, deren Früchte der Mensch in dieser Welt genießt und deren Stamm ihm aufbewahrt bleibt für die zukünftige Welt, oder sollen wir Dir das herzerquickende Bild des Hohenpriesters Aharon vor das geistige Auge sichren, der da gepriesen wird als das crbabenfte Musterder Liebe zum Frieden und der Erstrebung des Friedens? Sollen wir Dich an das Prophctenwort erinnern, das da Ephraim bei Einigkeit trotz Götzendienstes Aufschub verheißt, das drohende Verderben aber an den Ausbruch der Zwietracht knüpft? Sollen wir Dir ins Gedächtniß rufen, daß das zweite Heiligthum durch Zwietracht seinen Untergang fand, und daß gegenseitiger Haß cs war, der den Staat Inda vernichtete und verursachte, daß wir feit fast zwei Jahrtausenden die staatliche Selbstständigkeit entbehren? Wir wollen das Alles nicht anMhren, wir wollen trotz der Erhabenheit und Schönheit des Gegenstandes auf eine ergreifende und eingehende Schilderung desselben verzichten, denn wir wissen. Du liebst den Frieden ebensosehr wie wir, und in gebundener und ungebundener Rede ist der Friede bereits zu vielfach besungen worden, als das; es uns gelüsten könnte, auf diesem Felde literarische Lorbeeren erringen zu wollen. Genug, daß wir wissen, der Friede ist Heil und Glück bringend, wo auch immer er erscheinen mag, und namentlich auf religiösem Gebiete. Dreimal glücklich der Mann, der ihn zu fördern berufen ist, dem es gelingt ihn zu schaffen! Das Wo wäre demnach zweifellos, auch das