Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 3 (13.6.1860)
- Date
- 1860-06-13
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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T. Ries, der auf Humbold'S Empfehlung vor 18 Zähren ausgenommen ward. Die Wahl der Academie muß einstimmig sein und daran allein scheiterte einst Hegels und Varnhagens Aufnahme. Unter Friedrich den Großenhatte die Academie Mendelssohn gewählt, konnte jedoch die königl. Bestätigung nicht erlangen. . , . Qesterreichischer Kaiserstaat. ' Preßbnrg, den 3. Siwan 5620. pmp fl l.nnrr " / P'MQ O'-»u P'SU — -rrifl'v Wer darf einzutreten hoffen in die Reihen der Seligen? Wer demüthig ist und bescheiden, selbst auf die Gefahr.hin verkannt zu werden, wer Gott ergeben im Glück und Gott ergeben im Unglück ist, wer sich stets mit Gottes Lehre durchdringt und selbst auf den eignen Seelenadel nicht stolz ist. (Tract. Snh. 88 b) Diese erhebenden Worte des Talmuds sind es, bie mildernd und versöhnend Trostesbalsam unsrer tiefen Schmerzenswunde gewähren, da wir den Tod eines der hoffnungsvollsten Hörer der hiesigen jüdischen Hochschule beklagen. M. I. Dukes, der edle Sohn eines edlen Vaters, ward in der Blüthe der' Jugend von dieser Erde abgerufen. Seine Mitschüler beklagen in ihm einem edlen und tugendhaften Freund, der sich um die unbemittelten Hörer derHochschule die größten Verdienste erworben, der bei tiefem und ausgebreitetem Wissen stets bescheiden und anspruchslos gewesen^ und sich deßhalb nicht allein die Liebs aller seiner Eollegen, sondern auchder väterlichen Zuneigung unsres hochverehrten Lehrers, des Herrn . Oberrabbiners von hier, erfreute. Deßhalb war auch die Theilnahme bei seinem Leichenbegängnisse eine so große, und heiße Thränen netzten sein Grab, Thränen, die das schönste Denkmal für ein,, wenn auch kurzes, aber reiches Leben sind. - Kohn Jakob aus Miskoltz, Nbbntskd. Frankreich. Hachcfelden, im Elsaß. Unsere Gemeinde beklagt den Tod ihres gelehrten und verehrten Rabbiners Jsaac Goldschmidt; seine Verdienste um Schule und Unterrichtswesen waren sehr bedeutend.! Seine talmudische Ausbildung verdankte er der Jeschibah zu Mainz, woselbst er einer der bevorzugten Schüler des berühmtenRabbiHerz Scheuer gewesen. (N. Herz Scheuer genoß das Gluch es M erleben, daß gleichzeitig 40 seiner Schüler äl-Z RaW biner ihren Gemeinden Vorständen. D. Red.) . Paris, Anfang Juni. Eine fromme Dame, . Frau Benedict Silbernagel, hat dem hiesigen - Tal? mudverein (w"n) ein Legat von .5000 Fr. verMacht.- — Die Aussicht über die jüdischen FleischscharreNläßt viel zu wünschen übrig. Im südlichen Frankreich wurden in einer Metzgerei während des PässahsesteHs 200 Ochsenzungen verkauft, wiewohl der Schochet' nicht mehr als 8 Stück Rindvieh geschlachtet hatte Jnr llviv. Irs. werden daher die Consistorien aufge-' fordert, nnt Ernst und Strenge ihre Aufmerksamkeit auf diese Gegenstände zu lenken, und in der That gibt es wohl für eine jüdische Neligionsbehörde keinem wichtigere Sorge, als die Ermöglichung einer den- Normen unsrer heiligen Religion gemäßen Lebensweise^ Feuilleton. Der er»ie Malm. O, zwiefach glücklich ist der Mann, / Der wahrhaft von sich rübmen kann, Daß er der Frevler Nathschluß mied, Auf Sünder Weg niemals gerieth, Wo Spötter sitzen nimmer saß. Stgtt dessen liebt er Gottes Lehr' - Er weiß, wie sie, gibt's keine mehr; Durchforscht sie drob bei Tag und Nacht, Eh' er entschläft, wenn er erwacht! . , Drum gleicht er auch dem starken Baum,. Gepflanzt in wasserreichen Raum, Der zeitig süße Früchte bringt, ' ' Dem früh verwelkt kein Blatt entsinkt, ' ' Und Alles, was er thut, gelingt. . Fürwahr, nicht so der Frevler Brut, 7. Sie faßt, wie Spreu, des Sturmes Wuth> Wirst hin sie in ihr ödes Nichts, Am hohen Tage des Gerichts, Und Sünder haben niemals Theil An der Gerechten ew'gem Heil. —, - . Gott kennt des Frommen Dornenpfad, Und weiß, wie er gekämpfet hat — Gibt ihm drob den schönsten Lohn! Ihr Frevler, sprecht nur immer Hohn, . - Es führt euch euer tüä'scher Sinn Zur ewigen Vernichtung hin! —