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Die Wahrheit · 1918-01-11 · Heft 1 (11.1.1918) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1918
Issue
Heft 1 (11.1.1918)
Date
1918-01-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
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..Nr. Z7. Mepdr ÜÄÄ /i - , «Der.NyM Mcob Büchmcnm HG berühmt Mer Herr BerüfSgenossen. Md. anerkapnt bei den Glaübensbruvem.. Und wahrlich, Meftr Huf und diese Anerkennung, sie waren wohlverdient UtchtzerechtiHt,denn er gibt wenige seinesgleichen, die es in AHMMHesWMges bis M Dtzllendnttg^ äebr-cht. .. . .!UMeCharMereigenschafLen pMessinisktönHnMdenheiligen Mevuf eines ^Scheliach Zibbür", . . i Seinem Wqhlspruche nb’-m ' „Ich preise Gott Mein Lebelang im Lied, in Andacht und Gesang" blieb er bis zu seinem Tode treu." Nachdem auch Oberkantor Bela Gutmann s. A. dem Verblichenen einige rührende Abschiedsworte nachgerufen hatte, würde das, was an Jacob Bachmann sterbttch war, der Erde übergeben. In dem Bachmannschen Nachlasse befinden sich Manuskripte vieler Synagogengesänge, die neue musikalische Schönheiten offenbaren. Vielleicht erwirbt sich die Budavesier Kultusgemeinde das hohe Verdienst, diesen Nachlaß im Druck erscheinen zu lasten. Der Dank der Kantorenwelt, die dadurch von neuem erfahren würde, daß Jacob Bachmann einer ihrer Ersten war und bleiben wird, wäre ihr sicher. Verschiedene Nachrichten. Wien. Von einem schweren Schicksalsschlage wurden der Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde (XXL Bezirk) Doktor M. Rosenmann und seine Frau betroffen, indem ihr zweitältester Sohn Arthur, ein siebzehnjähriger Jüngling. Schüler der VII. Klchse des Floridsdorfer Realgymnasiums, am 4. d. M. verschied. Bor ungefähr drei Monaten begab sich derselbe aüf den Ostbahnhof, um freiwillig den Labedtenst verwundeter Soldaten zu leisten, und auf der Rückfahrt von diesem patriottschen schönen HilsSwerks erlitt er einen so schweren Unfall, daß er an dessen Folgen nach langem schweren Leiden starb. Sonntag, den 6. d. M., fand das Leichenbegängnis des braven, trefflichen und lieben Jünglings aus dem Floridsdorfer Friedhofs statt. Die zahlreiche Beteiligung weiter Kreise der Gemeinde legte Zeugnis ab von der Beliebtheit und Wertschätzung, deren sich Herr und Frau Rabbiner Dr. Rosemann allseitig erfreuen. Es waren anwesend! Frau Ober« rabbiner Dr. Güdemann, Herr und Frau Kultusvorsteher Emanuel Grünwald, Herr- und Frau Rabbiner Dr. Feuchtwang, die Rabbiner Dr. Bauer und Dr. Mandl, die Professoren de- Verstorbenen Dr. Knies, Dr. Sturm und Dr. Weiner an der Spitze einer großen Zahl seiner Mitschüler, die Sekretäre Dr. Adler und Emil Engel, Amtsleiter Freistadt, Advokat Dx. Tauber und Frau, Advokat Dr. Beer, Großindustrieller Leopold Walla, Herr Dukes, Herr Ä. Hof- Sauer, Frau' Professor Dr. Pollak, ferner der gesamte Tempelvorstynd und Vertreter sämtlicher Wohltätigkeitsvereine des Bezirkes (unter diesen die Damen Dr. König und Henriette Grüttwatd) und viele andere. In der Zeremoyienhaffe widmete Herr Rabbiner Dr. Feuchtwang aus warmen Freundesherzen kommende schöne Worte deS Gedenkens dem allzu früh verewigten Jüngling, den er alS guten Söhn, wackeren Prüder, tüchtigen Schüler und treuen Freund - treffend schilderte und dem schwer heimgesuchten Elternpaare innige Worte des Mitgefühles und Trostes spendete. Die kantoraten Funktionen versah Herr Kantor und Religwnslehrer Eibenschütz in überaus würdiger Weise. Äffe, die Arthur Rosenmann, sein liebenswürdiges Wesen, fein bescheidenes Benehmen, seinen frommen religiösen Sinn und sein geMetes Auftreten gekannt, werden ihm eine treue und liebevolle Erinnerung bewahren. Das verehrte Mternpaar möge in der allgemeinen Teilnahme und dem Mitgefühle, das sich ihnen zuwendet, Trost und Linderung in feinem großen Schmerze und in festem Gottvertrauen Mut-sind Kraft finden. —n— Wien. Freitag, den 4. d. M., verschied nach kurzem schweren Leihen im 74. Lebensjahre Herr Manuel Schwager, Väter deS langjährigen Administrators der „Oesterreichtfchen Wochenschrift", Herrn Mär Schwager. Sonntag, den 6. d. M., Um 12 Uhr mittags fand daß Leichenbegängnis des allgemein wegen seiner Rechtschaffenheit geachteten Mannes unter großer Beteiligung statt. Oberkantor Morgenstern mit dem Tempelchor sang ttefergreisend die Trauergesäntze und Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Grunwald Lehachte ner warni empfundenen des Verstorbenen,!ön Rede der^ menschlich guten .Thür den Choral „^chiwisi" än, worauf Öberkantor Morgenstern ergreifend das „El mole rachymim" regierte. Im Namen oe-Bor- 8ander des Vereines jüdischer Meingewerbetreibender rezitterte Herr ardasch daS „El mole rachamim." Unter den zahlreichen Anwesenden bemerkte man r Den Gesamtvorstand des Vereines jüdischer Kleingewerbetreibender mit ihrem Obmann S. KlaUSner, Bizeprär t. hetz BHHsuSyorstandes Anton Beck, die Rabhiner Dr. Bach, Täglicht/ Dr. Hchwärr untz Dr. KaMittka. Den PrSsidMen des Sperr,-ungar. Knnkorenbereines Öberkantor Bauer, die ErstenSan- 'wren JneSeraer, Kaufmann, Matyäs. Schleifer. Mäysrowitsch, Hirsch, Margujies, ferner Ämtsletter Rochmis, yberbeamker Heinrich Engel, Frau Aohiste VenedW. Frau Öberkantor Morgenstern u. v a. Wien. Eine der beliebtesten Persönlichkeiten der XVI. und XVII. Gemeindebezirkes war dieser Tage Gegenstand großer Ehrungen, welche den bescheidenen unv'verdienstvollen Mann als eine ihm von seinen Mitbürgern zugedachte Ueberraschung besonders gestellt haben dürsten. . Herr Hofphotügraph S. Weitzmann, deffen Verdienste um die soziale Fürsorge allgemein bekannt sind, feierte kürzlich mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit das er in aller Stille begehen wollte. Aber die zahllosen Freunde uyd Anhänger ließen diese Gelegenheit nicht vorüber, dem sonst so bescheidenen, allem Jubiläumstrubel abholden Manne ihre Verehrung und Dankbarkeit zu beweisen. Am Mittwoch, den 2. Jänner 7 Uhr abends veranstaltete ein Exekutivkomitee in der KultuSkanzlei des Tempels XVI., Hubergaffe 8, eine Feier, zu der das Jubilarpaar mit der ganzen Familie erschienen war. Auch die drei im Felde stehenden Sohne — alle dekorierte Offiziere — waren anwesend. Obmann der Bezirkskommission Herr Alexander Goldblatt begrüßte die Erschienenen und erteilte Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Bach das Wort zur Festrede. Derselbe schilderte in beredten Worten den Jubilar, wie er als Mensch und Familienvater sein gutes Herz in den Dienst der Anderen sein ganzes Leben lang gestellt habe. Kultusvorsteher Dr. Jakob Deutsch überbrachte in schwungvoller Ansprache die Glückwünsche der Gemeinde und überreichte dem Jubilar das Gratulattonsschreiben des Präsidenten Dr. Alsted Stern. Herzliche Worte richtete hierauf namens der BezirkSkommission Herr Obmann Alexander Goldblatt an das Jubelpaar. Für die Vereine XVI., und XVII., sprach in humorvoller Weise Direktor Benno K a h a n e. Qbmannstelloertreter S. Weiler begrüßte namens des Temyelporstandes den verdienstvollen Obmann des Tempels X VI., und XVII. Aus der Mitte der Gemeindemitglieder feierte in schwungvollen Worten Herr Siegfried Stein den Jubilar. Bon den Vereinen des XVI. und XVII. Bezirkes, die dem tätigen Walten des Gefeierten ihre Dankbarkeit bezeugten, wurde dem Jubilar eine Künstlerische Adresse mit der Unterschrift sämtlicher Vereine und vieler Gemeindemitglieder durch Herrn Obmann Alexander Goldblatt überreicht, Herr Weitzmann dankte in bewegten Worten im eigenen Namen und im Namen seiner Gattin für die überaus herzliche Ehrungen und hob hervor, daß sein Hauptbestreben dem friedlichen Wrken im Bezirke gewidmet sei. Unter den Erschienenen bemerkte man: den vereinigten Tempelvorstand und die Bezirkskommission für den XVI. und XVII. Bez. Abordnungen der Chewra-Kadischa für den XVI. und X VII. Bez. der Vereine „Kinderfreunde", „Ausspeisung", „Kinderstütze", „Frauenverein", „Gemiles Chesed", „Greisenschutz", „Beth haam", „Kaiser Jubiläums Wohltätigkeitsverein". In Vertretung der Gemeind» waren'ferner erschienen: Sekretär Dr. Emil Adler, Sekretär Emil Engel und Adjunkt Hugo W eiß. Ebenso Herr Oberkantor M. Kaufman, Kantor Smotrizky und Amtsleiter Rochmir. Der Jubilar, eineder geachtesten Mitglieder der Gemeinde ist Obmann des Tempelvereines, Obmannstellvertteter der Chewra- Kadischa und der Bezirkskommission für den XVI. und XVII. Bezirk. Bstien. Dienstag am 1. Jänner 1218 fand im Kaffee Gtraffenhof H., Taborstraffe 24 a eine Besprechung von Palästina-Freunden aller Parteischattierungen statt, in welcher Zwt Cohen-Jaffa eia kurze-, aber inhaltsreiches Referat über die Koumifation Palästinas erstattete. Die Rede machte auf die Versammelten ttefen Einoruck. Der Erfolg des Abendwar die Gründung einer „Achufah Gruppe" unter Leitung des Herrn Referenten zum Zwecke der Förderung der Dalästinarolyniesatton, welcher sofort über 60 Mitglieder beigetreten sind. — Mitgliederanmeldung nimmt Frl. Jda Vogel im genannten Kaffee jeden Abend entgegen; daselbst findet auch jeden Dienstag halb acht Uhr abends, Zusammenkunft aller Palästina- Freunde statt. Herr Cohen ist auch gerne bereit an der Gründung neuer. Ähnlicher Gruppen mitzuhelfen. Wien. (Eine Anregung). Profeffor Josef S u 1z e r erntete vor wenigen Tagen bei feinem letzten, großen Äynagogalkonzerte im großen MusikyereinSsaale, mit der stattlichen Zahl der mitwirkenden Kunstkräfte reichen Beifall. Die eingefügten Bibelstück«, vorgetragen von der viel applaudierten Künstlerin Fräulein Martha T r v b i t f ch paßten so recht in diesen musikalischen Abend hinein und jeder verließ befriedigt die der Kunst geweihten Räum», in denen der geniale Sühn seinen großen Barer als Meist« des SfNagagälen Gesanges dem Wiener Publikum vorführte und dich«» urch seine eigene Leistungen auf dem Cello begeistert«. Wofür »t» heute eintteton möchten: Unserer intelligenten Jugend derartig»» in besonderen ad hoc veranstalteten künstlerischsn Vorführungen di» Schönheit unserer synagogalen Melodien vorzuführen. Aachen wir einmal damit — bei Tchülerpreisen — den Versuch und lasten au» beredtem Munde jedem einzelnen Gesangsstücke «inen Kommentar vorausgehen und die für alle- Gut» und Schön» empfänglich» Jugend, wird uns dafür sehr dankbar sein, sie wird dabei auch fürs Jüdische gewonnen werde».

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