Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 11 (1932-1933)
- Issue
- 7 (3.1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 167 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 167 (Dettingen im Ries. Neben den Einträgen über die Rabbiner, welche hier seit der Mitte des 17. Jahrhunderts gelebt und gelehrt haben, finden sich in dem Memorbuch Aufzeichnungen über Angehörige der alten und bedeutenden Levitenfamilie Model-Oettingen, welche von dem. Verfasser in einem eigenen Exkurs besonders behandelt werden. Da es sich hierbei um die Wurzel zahlreicher hervorragender Familien handelt, welche sich in vielen deutschen und außerdeutschen Gemeinden (wie Frankfurt a. M., Berlin, Hamburg, Worms, Fürth, Prag u. a.) seit Beginn des 17. Jahrhunderts ausgebreitet haben, hat der bekannte Verfasser mit dieser Veröffentlichung der jüdischen Familienforschung einen nicht zu unterschätzenden Dienst erwiesen. J. M. Moritz Scherbel, „Haman". Rechtzeitig vor dem Purimfest erscheint eine Neuausgabe des beliebten Purimspiels „Haman" des Dichters Moritz'-Scherbel, dessen 100. Geburtstag vor kurzem gefeiert wurde. Mit seinem Dreiakter ,JJaman" hat Moritz Scherbel ein humorvolles Purimspiel geschaffen, das besonders bei der Jugend Anklang gefunden hat. Die Aufführungsrechte sind freigegeben worden, sodaß die Aufführung überall gebührenfrei erfolgen kann. Eine neue Bibelübersetzung. Binnen kurzem wird (bei J. Kauffmann, Frankfurt a. M.) die erste Druckprobe einer neuen Bibelübersetzung erscheinen, die von einer Kommission von 14 jüdischen Gelehrten schon vor langer Zeit begonnen und unter der Redaktion des Vorsitzenden des Dozentenkollegiums der „Hochschule für die Wissenschaft des Judentums", Dr. Harry Torczyner, nunmehr fertiggestellt ist. Die Buchhandlung R. Wahrmann, Börnestraße 27, in Frankfurt a. M. legt ihren 2207 Nummern enthaltenden Antiquar i a t s k a ta 1 o g Nr. 8 vor, der eine sehr vielseitige Auswahl von Hebraica und Judaica enthält, .darunter auch zahlreiche I rankofurtensien. Die Preise sind im allgemeinen als sehr billig zu bezeichnen. Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Kulrussteuer 1932/33 Die von der Gemeindeverwaltung mit Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde beschlossene Erhebung eines Z uschlags zur Vermögenssteuer wird nunmehr durchfeführt. Die Veranlagungsbescheide werden den in Betracht ommenden Gemeindemitgliedern demnächst zugehen. Der Zuschlag' beträgt für das Rechnungsjahr 1932/33 1 5 v. H. der im Jahr 1932 zu entrichtenden Vermögenssteuer und wird nur vod denjenigen Gemeindemitgliedern erhoben, die für das Steuerjahr .1931 zur Einkommensteuer frei veranlagt sind oder deren Vermögenssteuer höher ist als ihre Einkommensteuer. Auf die dem Veranlagungsbescheid beigegebene Begründung wird besonders hingewiesen. Wahl von Synagogenvorstehern. Die Versammlung der Platzinhaber der H a u p t s y n a g o g e zur Vornahme der Ersatzwahl für turnusmäßig ausscheidende zwei Mitglieder des Synagogenvorstandes findet Freitag, den 10. März 1933, nachmittags 4 Uhr, in der Wochensynagoge statt. Ermäßigung der Pflegesätze Das Pflegaant des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde, Gagernstraße 36, teilt mit, daß es .mit Rücksicht auf die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse die Pflegesätze in der eisten und zweiten Klasse wie folgt festgesetzt hat: 1. Klasse je nach Zimmer . . von RM 14.— an, 2. Klasse je nach Zimmer . . von RM 9.— an. Mazzenbäckerei Die automatische Mazzenbäckerei der Gemeinde, Heidestraße 79, wurde aufs gründlichste renoviert und auch für das laufende Jahr der bewährten Leitung des letztjährigen Pächters, Herrn I. Benjamin, unterstellt. Es ist alle Gewähr dafür geboten, daß die Bäckerei nur Mazzen von hervorragender Be~ schaffenheit liefert, so daß die Gemeindemitglieder ■ keine Veranlassung haben, ihre Mazzen von auswärts zu beziehen. Vermehrter Umsatz wird sich auch auf die Gemeindefinanzen günstig auswirken und daher mittelbar den Gemeindemitgliedern zugute kommen. Es wird dringend gebeten, den Bedarf nur aus der Gemeindebäckerei zu decken. Bestellungen werden in der Mazzenbäckerei, Heidestr. 79 (I. Benjamin) und in den unter Aufsicht der Ritualkommission, stehenden Bäckereien entgegengenommen. (Vgl. auch die Anzeige in dieser Nummer.) Bekanntmachungen des Friedhofsamtes Grabsteine ' Auf unseren Friedhöfen, insbesondere auf den Friedhöfen an der Rat-BeilJStraße und in Bockenheim, befinden sieh eine Anzahl Grabsteine, die nicht mehr standsicher sind, so daß sie umzustürzen drohen. Die Verfügungsberechtigten sind haftpflichtig und werden aufgefordert, die Standsicherheit der Denksteine einer Nachprüfung zu unterziehen und die erforderlichen Maßnahmen schnellstens in die Wege zu leiten. Soweit dieser Aufforderung nicht entsprochen wird, müssen die nicht standfesten Grabsteine durch das Friedhofsamt umgelegt werden. Meldung von Sterbefällen Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr.-Sammelnummer Zepp. 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht Ton den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch Tom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Fried hof sgärtnerei Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanzung der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jahrweise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhcfsgärtnerei, Eckenheimer Landstraße 238 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37 (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonntag werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße werden laut Gemeindebeschluß alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedhofsamtes der Gemeinde ausgeführt. Oeffnungszeiten der Friedhöfe Die Friedhöfe an der Rat Beil-Straße und an der Eckenheimer Landstraße sind in der Zeit vom 1. November 1932 bis 15. Februar 1933 von llA bis 17 Uhr, vom 16. Februar bis 31. März von 7X> bis 18 Uhr geöffnet. — Freitags wird eine Stunde vor Beginn des Sabbats geschlossen. Samstags und an den jüdischen Feiertagen sind die Friedhöfe geschlossen. Gedächtnislichter Zum Andenken an Verstorbene können in den Gemeindesynagogen Gedächtnislichter gebrannt werden. Die im Voraus zahlbaren Gebühren betragen: tür ein Licht am Jahrzeitstag Rm. 1.— für ein Licht während des Trauerjahres (11 Monate und am ersten Jahrzeitstag) Rm. 75.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag Rm. 100.— für ein ewiges Licht am Jahrzeilstag einschließlich Verrichtung des Kaddischgebets Rm. 200.— Sprechstunden der Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr — Dr. Horovitz, Staufenstraße 30, Fernspr. Maingau 77963, 15—16 Uhr (außer Montagj — Dr. Salzberg e r, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. üeppelm 56920, 15X—16X Uhr — Dr. Seligmann, Böhmerstraße 9 pari., Fernspr. 51184, 17—18 Uhr — Rabb. Kand. Dr. V o g e 1 s t e i n, Altkönigstraße 10a bei Richter, Fernspr. Maingau 74018, 9.15—10.15 Uhr (außer Mittwoch). Rabbinatsassessor Kirschbaum, Eckenheimer Landstr. 6, Fernspr. 58281, tägl. 14—15 Uhr; ferner in der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa", Theobaldstraße 6, Fernsprecher 45673, Donnerstags 10—12 Uhr, Freitags 9—11 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephoniseh vereinbart werden. Für Körper und Füsse nur DIAISN-PUDER