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Neue jüdische Presse · 1905-12-01 · Heft 46 (1.12.1905) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
3 (1905)
Issue
Heft 46 (1.12.1905)
Date
1905-12-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seile 6 Frankfurter Israelitisches FamÜienblatt. Nr. 46. Holland und eine vierte am Rabbinvcseminar zu Florenz. In England besitzt das „Jewish College" eine reiche Bibliothek. Sehr wertvoll sind bereits die Büchersammlungen der beiden jüngsten Rabbinerseminare in Amerika, von denen das „Hebrew Union College" in Cincinnati durch die Erwerbung der Kayserling-Bibliothek wesentlich bereichert wurde, während das theologische Seminar von Newyork im Jahre 1903. von Mayer Sulzburger 7500 Bücher und 750 Handschriften erhalten hat. Zu diesen 13 mit Rabbinerseminare» verbundenen großen Büchersammlungen tritt eine weitere Reihe von Bibliotheken hinzu, die die großen jüdischen Vereine zusammengebracht haben. Wir erwähnen die Sammlungen des deutsch-israelitischen Gemeinde- Lundes zu Berlin, der „Alliance JsraLlite" zu Paris, der Abarbanell-Bibliothek zu- Jerusalem, des Beth Damidrasch zu London und der den anrerikanischen Bne Brith-Logen gehörenden Maimonides-Bibliothek. Weit wertvoller als alle diese in jüdischem Besitz sich befindenden sind die von den Regierungen der einzelnen Staaten unterhaltenen Bibliotheken, so die Hofbidliorhck zu Wien, die Bibliothek zu Paris, die königlichen Bibliotheken von Berlin und München, die Friedlands-Bibliothek und Universitätsbibliothek zu Petersburg, sowie die große jüdische Büchersammlung am Vatikan. Auch manche große Kommunen und einzelne Institutionen haben eine Ehre darin gesucht, daß in ihren Büchersammlungen die hebräische und jüdische Literatur reichlich vertreten ist. Wir erwähnen in erster Reihe die Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M., der sich die Büchersammlungen von Leipzig, Leyden, Rom, Florenz, Venedig, Mailand, Parma, Turin und Odessa würdig anreihen. Zu den Gruppen von Bibliotheken, welche von nicht jüdischen Institutionen angelegt wurden, gehören last not least die herrlichen Schätze des Britischen Museums, der Bodleiana, der Cambridge University und der Guild Hall in England. Bon amerikanischen Bibliotheken dieser Art führen wir an die öffentliche Staatsbibliothek in Newyork, welche durch ihren antisemitischen Bibliothekar Davis Melville in der jüngsten Zeit unliebsam bekannt wurde, sowie die der Columbia University zu Philadelphia. Die beiden letzterwähnten Büchersammlungen sind aber durch die große Munifizenz jüdischer Privatleute reichlich ergänzt worden. So hat Jacob H. Schiff die jüdische Büchersammlung der Bibliothek zu Newyork wesentlich bereichert und die große jüdische Bibliothek an der Columbia University ist durchweg ein Geschenk des Temple Emanuel zu Philadelphia. Zum Schluß dürfen, die großen Bibliotheken im Privatbesitz nicht unerwähnt bleiben. Zn diesen zählen den Rosenthal-Bibliothek zu Amsterdam, die Strachum-Bibliothck zu Wilna, die reiche Büchersammlung des Chacham Gaster und die Bibliothek des Chief Rabbi Dr. Adler, die Büchersammlungen von Claude Montefiore, Elkan Adler, Lucien Wolf und des sel. Asher Mayer, des früheren Herausgebers der Londoner „Jewish Chronicle." Allg. Ztg. d. Indent. Briefkasten. L. S. Daß der jüngst aus dem Amte geschiedene preußische Justizminister S ch ö n st e d t ein Antisemit ist, darf man — trotz seiner Liebenswürdigkeit im persönlichen Verkehr mit Juden — unseres Erachtens nach ruhig behaupten, denn ihm war es Vorbehalten, in seinem Ressort, dem einzigen, in dem man eine Gleichberechtigung der Inden kannte, diese Gleichberechtigung zu einer papierenen zu machen und den ungetansten Juden die Karriere aufs denkbarste zu erschweren. Seinem Nachfolger B e s e l e r, dem bisherigen Präsident des Oberlandcsgerichts in Breslau, geht der Ruf eines vorurteilsfreien Mannes voraus. Schuhmacherei O U P P. Börneplatz 23. Separator. Billigste Preise. Familieunachrichten. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos). Geburten. Ein Sohn, Dr. med. Heinrich Oppenheimer (Jgersheimer), Würzburg. Verlobte. Erna Marcus, Pinne, mit Dr. med. Simon Bambcrger, Frankfurt, Hananerlandstr. 11. Sterbefälle. Sara Doiny, geb. Kahn, 95 I., Mannheim. Ernst Emil Hirsch, 53 I., Frankfurt, Eppsteinerstraße 35. Fanny «teinthal, geb. Kohn, Wiesbaden. Emilie Herzog, geb. Scheuer, 7S I., Worms. Myrtil Blum, 59 I., Straßburg. Julius Levi jr., 38 I., Stuttgart. Jonas Mayer, 60 I., Speyer. Eugen Rothschild, 68 I., Trier. Louis Bloch, 61 I., Osfenbach. Judith Rothschild, geb. Steiner, Mannheim. Fanny Heß, geb. Seckeles, 72 I., Frankfurt. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Alfred, Sohn des Herrn Josef Hehmann, Allcrheiligenstraße 52 II. in der Synagoge Börneplatz. Conditorei Nossbaum Friedberger Landstr. 45. Telefon 10189. Unter Aufstoht Sr. Ehrw. Herrn Babblner Dr. Horovitz. Specialitiit: Kaffee- und Thea-Gebäck. Wocheu-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Luach.) Samstag, den 2. Dezember (4. Kislew), Wochenabschnitt Tauldaus Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 15 Min., Straßburg 5 Uhr 20 Min., Berlin 4 Uhr 45 Min. Offenbäebtr Druckluft=Anlage Telefon 123. Offenbach a. M. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Teppichreinigung. Wir bitte» unsere Leser,, ihre» Bedarf unter Bezugnahme auf unser Blatt bei unseren Inserenten zu decken. Frankfurter Israel. Familienblatt. i Enthaarung. Als sicher wirkendes, unschädliches Enthaarungsmittel empfehle ich mein neues Präparat Dllldlill. Feine Gesichtshaare werden in 4—5 Minuten, stärkere Haare an den Armen, Händen etc. in höchstens 10 Minuten schmerzlos entfernt. - " Dose Mk. 1.50, 3 Dosen Mk. 4,00. - Dr. M. Albersheim, Fabrik feiner Parfürmerien. Frankfurt a. H., Kaiserstr. 1. — Wiesbaden, Wilhelms!r. 30. Versand gegen Nachnahme. Illustr. Katalog kostenlos. : i : In unserem Verlage erschien soeben: **r nnattn vw LL Zusammenstellung aller auf dem Almemor vorzutragenden Qebete von Bf. 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