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Jüdische Rundschau · 1934-03-23 · Heft 24 (23.3.1934) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 24 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 16 JÜDISCHE RUNDSCHAU -i Die Palesiina-Amssiellußf! in Leipzig V»>11 Ungeduld ciwarlot mul lioffiiuiigsfnih begrüßt, 11 nt die I’ n 1 ä s t i » a - A 11 s s t c!1 u 11 g auch hier ihr«.־ Pforten geöMiirl. Rührige 11:111110 luibcn es verstanden, die Fülle von Material in den für eine aolelie Veranstaltung etwas he• pcliränklen Räumen (Köiiig-Allicil-I laus, Markt *)_) in _ mihi* voller lind ieeliniscli folgcrielitiger Anordnung uiitcr/uhriiigcii. Ueher Nacht, kann man fast sagen, so dall am 18. Marz, die feierliche F rö f f 11 11 11 g vor einer grollen Zahl geladener ('!äste — Vorstand und Rabbiner der Oemeiiule, führende Persönlichkeiten der jüdischen Organisationen .— erfolgen konnte. 11er Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für t.cip- 71״, Dr. Fritz 1.0 c heil stei 11, begrüßte die (Liste mit einem kurzen Hinweis auf die Tatsache, dalf diese Palästina-Aus- Stellung׳ im Gegensatz zu früheren Ansätzen gleicher Art umfassender, instruktiver sei, um auch allen, die nicht die Möglichkeit habe״, das Land aus eigenem Ansehen kennenzulernen und solchen, deren Interesse an der jü- (fischen Aufbauarbeit erst beginne, wenn auch nicht eine vollkommene Kenntnis Er»•/. Israels, so doch dessen markan teste Züge zu übermitteln. Vor allein aber solle die Ausstellung den Charakter des neuen Palästina dartun, das den Menschen jüdisch uniforme. Wer den Zeugnissen jüdischer Pionierarbeit gegenüber(!eie, müsse sieh dessen beveullt sein, dnli ohne die beiden grollen Palastinafonds — Keren 11 a i c s s o (I mul Keren K a j e m c t 11 — dieses grolle Werk der jüdischen bniruenmg niemals bis zu seinem jetzigen Staude hätte durchgeführt werden können, eine Verpflichtung für jeden Juden, nach seinen Kräften zum Aufbauwerk in F.rcz Israel beiziitragen. IV. Ernst Modi• ner, Leiter des Keren Ka je inet 11 für Deutschland, gab daran anschließend ITIäideniiigcii zur Ausstellung, die bereits nach einem Alter von drei Monaten durch die nutlergewöhnlich rasche 1 nt wirk 11111 jf des jüdischen Palästina teilweise über* holt sei und in ihrer den Leipziger Räumlichkeiten entsprechenden ,,verkleinerten Ausgabe“ erfreulicherweise nur als schwaches Abbild der Wirklichkeit zu gelten habe. Nach Dr. Mechncr dankte »1er Vorsitzende der lsraclitiselieu Heligionsgemcindc Leipzig, Carl G o 1 <1 s c h m i d t, den Voranstaltern für ihre llemiihuiigen, den Leipziger Juden diese Palästina-Aussteifung angängig gemacht zu haben, eine Schau, die schon in IScriin sein grölltes Interesse am Palästinaau (bau erweckt habe und hoffentlich noch weitere jüdische Kreise fiir dieses gewaltige Werk interessieren werde. Asacl heil David, der Vertreter des Ileehaluz, sprach als PaläslinenM'r in hebräischer Sprache von dem jahrhundertelangen Traum der Juden, der durch »lie Pionierarbeit in Palästina in Lrfüllung gehe. Die erste Besichtigung erfolgte unter der fachkundigen Führung IV. Mechners. Der Besucher der Ausstellung muß sich durch die Fiilie des Dargebotenen erst einmal hindurchtasten, um zu guter Letzt überwältigt zu werden durch »iie tausend Beweise jüdischen Schaffensdranges mul jüdischer Produktivität auf allen Gebieten der Kolonisation. Seien cs die plastischen Riescnphotos des Großkraftwerkes von Tel-Or, von Kfar Jechcskel, Haifa und Jerusalem oder die naturgetreu nachgebiUletcn Modelle von Zeltlager, Kwuzaii lind Mosch,aw Owdim, sic alle gehen auch dem größten Skeptiker den miumstölSiichen Nachweis des neuen jüdischen Lehens im Lande der Väter. Was aber diese Ausstellung von allen bisherigen Werbeaktionen für Palästina unterscheidet, ist nicht mir die allseitige Information über das indische Aufbauwerk, sondern dall sie ein Kaleidoskop »les ׳ I chens im l ande überhaupt ist. Von »len Masten einer mo- (fernen Deiierland/eiitiale, über die Fahrkarten der nalästincnsischcn Verkehrsmittel, Landkarten und Telephon,adreßbücher in Hebräisch, Arabisch und Fnglisch bis zu den Bildtafeln der verschiedenen Bevölkerungstypeu und jenen künstlerisch vollendeten Großaufnahmen jemenitischer Köpfe rundet sieii das Bild des Palästina, ״wie cs wirklich ist“. Dr. Walter Leopold Die landwirtschaftliche Schule Mikwch-lsrael unterhält ein Lnndcrzichiiugshcim fiir Jugendliche im Alter von 16—18 fahren zur gründlichen theoretischen und praktischen Auslnldimg in sämtlichen Zweigen der palästinensischen Landwirtschaft, Bewerber werden ersucht, ihre Bewerbungen für das Schuljahr 1031/35 mit Zeugnisabschrift und Lebenslauf sobald wie möglich cinzuscmlcu, damit die Einreisegenehmigung rechtzeitig eingeholt «,erden kann. (Adresse: Agriculture School Mikwch-Israel, P.O. II. 185, Tel-Awiw.) Die auf einer Welltournee befindliche jüdische Cher- Vereinigung ״LI a n i g u n“, unter Leitung von Clt. Winawer, * befindet sich zurzeit in Jugoslawien, wo sic am 23. März im Belgrader Rundfunk jüdische Lieder singt. Die Reise geht dann weiter nach Athen und Palästina. Nüclisto Äliltiliflun noch Piililstlna (mitgctcilt vom Palest ine 0! Orient Lloyd, Berlin NW 7, Frledriclistr. 100, Tel. A6 Merkur 2015). GcnisaU'mme 2a, 3. nh Triest 1 lelouatl 2«), 3. ah Genua 1 Iflmian 30, 3, ah Neapel Pairin 30. 3. ab Marseille Ausonia 31. 3. ab Triest 1. 4. ab Brindisi H.ilirt 4. 4. ab Triest Polnnirt 5, 4. ab Konstanza Roma (530001) .*׳ .5 ab Neapel Splünx 6. 4. ab Marseille Roma (33 000 Tonnen) 7. 4. ab Neapel Germalcmme , 11. 4. ah Triest Tcvcre 12. 4. ab Genua 13. 4. ab Neapel Marietlc Paella 13. 4. ab Marseille Polonia 18. 4. ab Konstanza Italia 18. 4. ah Triest Aramis (22000 Tonnen) 20. 4. ab Marseille Die religiöse Chawurah, über deren bevorstehende Gründüng bereits an dieser Stelle berichtet worden Ist, ist inzwischen in Kfar Saba auf dem Boden des früheren Kibbuz JaMic eröffnet worden. Als Mitglieder dieser Chawurah kommen in erster Linie Menschen in Frage, die sich bereits im Lande befinden oder in nächster Zeit nach Ercz Israel kommen. Meldungen und Anfragen an: Max Münz, Cliawurath I lagcrmauim, Kfar Saba. Zionistische Jugend 111 Straßhurg. Seit einiger Zeit arbeitet in Sfralllmrg der ״Brith-I Inhonlin“. Fr ist dein Schweizer ״Brith-I Inboiiim׳' nngcsclilossen, ist palästinozcntrisch eingestellt. Der ״Britli-i inbonini‘* •zählt nach einem zehn wöcli ent liehen Bestehen 70 Mitglieder. Ein Teil der Aclterenschaft befindet sich in Straßburg oder in der Umgclning auf Hacliscliarah, der übrige Teil beginnt die Hachscharah in nächster Zeit. Nr. 24, 23. TU!93,,] Ein ״athefsfftchei" Mitglied der Palüdlna-ExeVuii F Bcuthen, d. 15, 3 1.'] Sehr geehrte Redaktion 1 ’ ' *׳ jt Vor über zwei Monaten brachte der ״Israelit“ ,1 rieht ans Jerusalem, wonach Mosche S c h c ז t 0 k »,״׳' fe der Exekutive, vor »lern staatlichen Gericht die AblemJjo «* Zcugcneidcs m religiöser Form abgelchnt habe, weif ‘ gmse Bindungen nicht )״sitze. Der ״Israelit“ ho > i Gelegenheit nicht yorubergehen lassen, ohne das Aufbauwerk bei seinen Lesern in Mißkredit zu 11ri11״cnV'''l■ gegenüber möchten wir eine Notiz der weiteren <)!>(!״ e'T keit vermitteln, welche R 4 l> b i Bi ח ja min jm ״|jsr,'^׳'| sehen Organ ״II ah cd" veröffentlicht hat. Er schreibt!‘’׳ 111״ der separat.orthodoxen I’rcs.c kocht e» wkriet ׳ ■י ])icyimil riehlel rieh die. Aufregung gegen Mosrlie Sri!(,(4'’״1]״ er sieh vor dem Staat liehen Gericht geweigert hat, einen /0,,'44״ in religiöser Form ahznlrgcn, und veil.ui״( hat, man »1141״*"'* feiner (ricrliehen Ver.iehemng Iwglliigcn‘. Fiir he»timtntr ist (Lis eit״• Sunde, so s׳ l״ver, wie « ihre-glei,-!״ ״.״;rh, Hut. ich hm voll die :er |le״kwei,e ein wenig in Verwirr*,״ ' .setzt worden. Seil wnnn i,t e, denn fiir einen luden e1nf wenn er sie]! soweit als möglich von einem religio •ei! Ki1|« [(״■/! So etwas wurde doch sliinilig n!1 ein bcsontlerer Vom» lind Warum soll denn »׳in Mitglied der /,ionistiselira lisö4 nielit die Fordciung iiusspreehen dürfen, daß man seinen w4« .Uirh ohne F,i<l ('.hiuben schenk(, IG srhein(, daß hier IVJ"' haß von »ler rechten Linie der Ilelrud ilung »!.gelenkt hw, er^ das Cn.iile krumm macht und den Sehreiher von dem'c,,’ seines SdtDpfovs weit. hinweg fuhrt. * Wils Most Iie Scherlok ,tnl.ingi, so |:eln".rt er niuidotf« ־ in den Lernen, die gellöseiillicli religio .1• Werte mit F11ß׳n ן,",' (.e!cgr״(lis׳|| helei er sogar mit mir wisitmmen in drm tV_ i licihaus.״ * ' n | Wird der ״Israelit“ auch diese Richtigstellung brireä wir zweifeln leider daran. Hochachtungsvoll Arnold Wieset, Dr. Max Kollenscher, früher Berlin, sein Bruder Leo Kollenschcr, der frühere Berliner Rechtsanwalt und Notar Georg Locwciiberg, und das bisherige Vorstandsmitglied der Volksbank Iwria e. O. m. b. H. zu Berlin, Bcrthold Steinberg, haben unter der Firnis The Kollenschcr, Locwcnberg fv Co. Bank Limited in Tci-Awiw ein Bankgeschätt gegründet. Der Schauspieler Kurt Katsch schreibt seine Lebenscriiiiicrimgen, die den Werdegang eines jüdischen Bühnenküustlers darstellen werden. Der Titel des Buches, das mit einer lebendigen Schilderung der ostjiidischen Heimat des Künstlers beginnt, heißt: ״Vom Ghetto zum Ghetto“. B^rnfkadm deb Hedcddmt Carl Bellniann, Breslau. Wir danken Ihnen für Ihre Zeilen, die uns sehr interessiert haben. Ihr Hinweis, daß es vom Süden Palästinas nach der Gegend tlcs Roten Meeres hin keine guten Karten gibt, sollte Anlaß sein, um diesem Mangel abzuhclfen. KALENDARIUM 1934 — 13. Woche 5694 — Z8. Woche Freiing 23. März 7. Nissan Snmsloß 24. ״ 8. H (שנת הגדול) ix Sonntag 25, ״ ״ .9 Montofl 36. u 10. * Dienstag 27. » 11. * S.bbnl-Auiunng! Bnlln 7״, Bre.lnu 6*>. Frankfurt a. M. 7״. MOndien 7» ״Palästina“, Z-i'tschrift fiir den Aufbau Palästinas. Rfdütlon ji. F.): Adolf Böhm, Wien. Nr. 2/T ist eben erschiene? Sic ist 88 Seiten stark und präsentiert sich als stattlich« Band. Dr. A. (iranovsky schreibt über ״Die Frage de: Einführung einer Grundsteuer in Palästina“. Wie bekam!, sind in Palästina noch »Iie aus türkischer Zeit stammend«! landwirtschaftlichen Steuern (Zehnten und Werk«) in An׳ Wendung, nur wenig reformiert von der neuen Vtrwata; Dr. (iranovsky erörtert ausführlich die Frage ihrer Lnet/ur; durch eine Grundsteuer in der Weise, daß dadurch statt einer Behinderung (wie gegenwärtig) eine Förderung der Inter,׳ sivicrung erzielt werde. — E. Lieben stein schreib! über das Thema ״Zum Jüdisch-Arabischen Problem“. De! Autor plädiert für ein Zusammengehen mit den Arabern, wo• bei diese in »1er Entwicklung eines (iroliarahicns imterstüM werden sollen und dafür den Juden im Aufbau ihrer Heimstiitte in Palästina keine Schwierigkeiten bereiten würden.- Leo Kaufmann schreibt über ״Arbeiier\v01111»i«ll111!get!". Der Autor spricht über die schlechten Wolmverli.illnb: der Arbeiter und die Bemühungen zur (inimhuig von Ar׳ hriterhauskotouien. Fr berichtet über die Leitungen «1 diesem Gebiet, den St,arid der Arbeit, die Hemmungen und Fortschritte, die zu konstatieren sind. — Dr. Alfred Maז• cus schreibt über ״Nichteisenmetalle in der palästinn■ sischcn Wirtschaft“. Er erörtert die Möglichkeiten ein« Industrie in diesen Metallen, die auf Altmetall basiert wärt. ־— Dr. Pri ebat.sch schreibt über die ״Verbessern;!; der Viehzucht“. Der Autor bespricht die Felder, die bi1״ Import von Milchvieh gemacht worden sind und empfiehlt eine bestimmte Nicdcrungsrassc als geeignetste für dt״ Zuchtimport, — Agr. Josef W a i t z berichtet über (lieb׳ fahrungen »fcs KKL mit »ler Aufforstung. — Dr. A. Tarti• kower bespricht »Iie Lage »ler Arbeiterschaft in der Ko״• junkturperiode 1033. — ״Nachrichten und Daten“ gehen a 20 Titeln ein reiches Inforinationsmnterial. Ilnuptschriftleitrr: Dr. Rollert W e 11 3 c h, IJrrlin.CKirloltfi'bnrj l Stellvertreter! Kurt Locwenstein, Berlin W 15. VerantwMÜirt8 Schriftleiter fiir den gesamten redaktionellen Teil: Kurt Lo«»1״' *tein, Berlin W 15. Anzcigenleiterin und verantwortlich fir ״• An1cigcnte.il: Helene Chanciner, Berlin N 54, Vertag *™ leigenvcrwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin \V 15, Meineltotr״ * D.-A. Fclir. 3fl 300 Fxpl. Drurk: Siegfried Seliolcm, Berlin-Schöne. ־, 1־־־ vr:l GESUCHS Ktnrenltrimlf« 60 j, Dnme »ucltt 1 V'-j V4* 2Z.mil!,en*. rtirJit rit. ti. Cmrlf tsh^n.,!1אי Ar*t, Nonr*rt*r1tt b**., im ml. wr»U. VorüH Berlin®. Ansrhr. nn Erna EI*c־nmong©r, lUn.'Krirdrnim, K«i״ü־rnlU׳t 13(», Soras;1cnyo^r»«ng 5—S ZlTitnior, Krtrl)*־r1Ufm1175y., Vrrats.U, C*»rtrn, Nnl»׳* Wnlfiu. tfn 0»l. Siidontm Berlins, rum 15» 5* ffiMiiirht• KvOAVunnsre, Anlworl יזן• Brrit- 1.619«,d. An*.-Abt., Mcinrkrutr. 10 lOndMi^nrtnerlfi vftnicHt mit c». rrhn in den j|r. Ferien Aufenthult an der Ootne«. (Knch^rlegenKeit). 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