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Jüdische Rundschau · 1934-03-23 · Heft 24 (23.3.1934) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 24 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
– (sequence 13)
Language
German
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fien Ben Ben 1 hwclüs. liuli״ 07-:1״n. lirnvir- «711.) A1I״ it. t<־n Inr Kl, ״Irr Bc״',d> u,m!״ j. <׳n Hjr "f יtM I,'11 iUici mriiml r- 1m,| ,cid, 1«! Mn'• - ״ml natliri. t lalif; «litial. Ui,־«■ R■ '"•'fl »- «ml Spalt. I'iuh• )ivnvr. K־M11rht m Itm i. ftjalilh. iv c 1־ - Kna* I jnitc iUrl1<־n 1g von Osforn Hi dr titnrirn drlicn: ) Uhr, ibt rni* »chiikr mgen), H Theo- I. ist ß von re im!hau#, *farlin sleml- “llwi״. Weit- ׳irlitor . 1.1111• , 0ns Uhr iartin Uhr, t Kir Sn*l tische /, ioo. Jildi- Istrin. M«r״ fr»6c. [e*dl- Man- L»r<•■ Hee. —’ it der tra&e» Mär*, erlin: floj»• •י• 0 pplSCHF׳ RUNDSCHAU PALÄSTINA - WIRTSCHAFT Nr. 24, 23. MÄRZ 1«S4 Markiproblcme Palästinas Von Dr. J. Adler, Tcl-Awiw ßelJ. und Kapitalmarkt Die Depositen bei den palästinensischen Hanke״ betrjgcn gegenwärtig etwa 11'׳, Millionen pal. Pfund, davon fin erheblicher I eil auf Recluiiiiig des Auslandes. Der Zustrom «euer Lmlagon war in den letzten Monaten, wie stets im Winter, etwas schwächer als in der vora11ge<M11pcncn 1(it. Dies entspricht der ״stillen Saison״ der Touristik,”’ und lujli’icli haben sieh dabei die Auswirkungen der Iminipratiousj,c!,d1r.i1»M1״|tc1t bemerkbar gemacht. |\ ist ״״/!mehinc״, daß ןןן <h׳n Wonien im Zus.'imnmihnug1 mit der neuen Touristen-Saison wiederum viel neues Geld den Banken Palast in /ullielU‘11 wird. Die G e I d f 1 11 s s i g k e i t im Lande ist weiter groß. Die kurzfristigen Kredit,•mspnidic werden platt befried״;(, in der Itepet in der form der Diskontierung v0n Kunden wechseln ans dem Portefeuille des Kreditneli- [Tiers. Der Wechseldiskont bewert sieb /wischen 6 und $«>. Als l''״l|te der zahlreichen neuen Gründungen in Handel und Industrie wachst auch der Kreditbedarf. Soweit die palästinensischen Banken die bei ihnen verfügbare״ Gehler nicht durch Ausleihung auf dem Inlandsmarkte 7.11 verwenden vtrmüßen, erfolgt zurzeit kurzfristige Anlage auf dem Londotier Geldmarkt._ Lin Wechselmnrkt nach europäischen Bcgrillen hat sielt in Palästina bisher noch nicht ausgebiklet. Aut dem palästinensischen Kapitalmarkt ist das Geschäft in .Pfandbriefen (״debentnres“) gut in Lntwieklung hcgrilfcn. Die bisherigen Lmissioncn int Lande sind durchweg restlos iinlcrgebraeht. Soweit einzelne Umsätze stattfimlcn, wird heute bereits ein etwas höherer Preis als der Emissions- Kurs hczahll. Der II yp o t h r k e 11 m a r k t ist ausreichend mit Kapitalangrhoteil versorgt. I'.rste Hypotheken (Beleihung Iris zu (*>״״ des reinen Gehütidcwertes) sind zu 8 bis ') ״״ ständig platt /11 liahen. I.rhhaft ist das Geschäft in Hypotheken auf zwei bis drei Jahre Laufzeit aus Privathaiul; hauptsächlich «rilcn sie zwecks Linaii/ieruug von Aufstockungsbauten *iifgeiioinmeii. Der Aktienmarkt Palästinas steckt noch itu Anfang der I iilwicklung,. Immerhin besitzt das Land beute bereits einige Akticnpapicre von günstigen Aussichten, die eine solide .Kapitalanlage^ versprcclien, z. B. ״Rutenberg״ und ״Palesline Pot.ish״, Sollte der Plan einer Effektenbörse in Jerusalem verwirklicht werden, dann würden zur Notierung «ahrsclieiiilidi noch einige ägyptische Werte und eine Reihe internationaler Papiere, insbesondere des Londoner Marktes,;11 wählen sein. Der palästinensische Devisenmarkt ist wenig entwickelt. Die Importeure und Exporteure arbeiten mit dem Auslände größtenteils auf Pfundbasis, so daß ein Devisentcrmiiigeschält entbehrlich ist. Citrus - Früchte Bis Anfang März 1034 hat der Export in der laufenden Saison rund 3a Millionen Kisten erreicht. Man rechnet, daß im fics;mtlv׳erlauf der Saison, die ungefähr Mitte April ibdiließcn wird, rund 5 bis 5'ä Millionen Kisten zur Ausfuhr tri.nigeii werden Jim Vorjahr insgesamt <P/״ Millionen Kisten). Die Verkäufe nach England litten bis Mitte Januar unter jrdriiekten Preisen; seitdem ist jedoch eine wesentliche Er- Wwng eingetreten. In Deutschland wurden von Anfang an miclnnhare Preise erzielt, die sich and» weiterhin behaupten, fhs skandinavische Geschäft ist stabil und läßt weitere Jute bntwiekhmgsinöglichkeiteu erkennen. Der rumänische Markt, der früher geringere Qualitäten bevorzugte, hat sieh erfreulicherweise neuerdings auf erstklassige Ware unbestellt; leider erschweren Devisenprohlcme das Geschäft. Auf dem kanadischen Markt erlangte die Palästina-Orange dadurch eine fute Chance, daß ihr für die Monate Dezember bis März, die ״Imperial Preference“ zuteil ward; jedoch konnte dieser Vorteil nicht nach Erwarten aiisgenutzt werden, da infolge dr# .starken Sturzes des l ISA.-Dollars die California- und Florida-Orange auf erheblich verbilligter Preisbasis in Konkurrenz traten. Her (i ra p c - F r 11 i t - E x po r t geht mir allmählich aufwärts; der Wettbewerb der amerikanischen Ware ist nach wie ',or äußerst fühlbar. Her Absatz der Mandarinen- und Zitronen• Produktion begrenzt sich im wesentlichen auf den 10• Wen Markt. Weizen Der reichliche Rcgcnfall in Palästina hat die diesjährigen pntc-Perspoktuen neuerdings erheblich verbessert. Die Einhmr von Auslandswei/cn — irn Rahmen des palästincnsjsclirn Koutingentierungssysteins — war in letzter Zeit bedeutend, hauptsächlich aus Istanbul, daneben auch etwas *ns Rußland. Istanbul bietet türkischen Weizen cif Jaffa ffCcmvärtig mit 5 £ 14 sh per ton an. Buffer , Ihr palästinensische Buttermarkl ist gegenwärtig!.״ ßeßriiekter Stimmung. Der Butterheclarf des Landes ist überwiegend aut Import angewiesen; von den rund *J00 tons dp palästinensischen Butterkonsums im Jahre 1033 wurden ™־a 750 tons aus dem Auslände bezogen, insbesondere aus Australien, Dänemark und den baltischen Ländern. Nicht nur die Tatsache, daß in diesen Bc/ugsländcrn die Preise R-suiikcn sind, wirkt verstimmend auf den Palästina-Markt, sondern auch der heftige Konkurrenzkampf zwischen den PJ|astinc!1siscl1cn Importeuren selbst. Es wird darüber geklagt, ,. d'c Regierung die hygienische Kontrolle der Buttcrvcrackungsbetriebe nicht streng genug handhabt, so daß Firmen, 1״?•ucl'!,'י ',cr heutigen ungünstigen Preislage ihre Kund- Matt weiterhin mit einwandfreier Ware bedienen, sich in Hwisscm Sinne benachteilig* fühlen. Konserven ,. I)ic Versorgung des palästinensischen Konsums mit erst* ^sigcn L'ischkonserveii befindet sich in flotter Entwicklung. Importeure, die sich um die Erschließung neuer Be- «pqiicilcn in Norwegen, Dänemark und Portugal bemühen, Ai s'c'' durch starke Zunahme des Absatzes belohnt, h,3! .״Panisclic Fischkonscrvcn billigen Genres gewinnen 'u,cvia Singaporc, Zutritt zum palästinensischen Markt. Holz Öer Markt in Orangenkistenholz steht im Zcichen nicht mehr fernen Ablaufs der Saison. Der Import [,1״«mal nicht unwesentlich größer als im Vorjahr. Hin- ■miich der Bezugsliinder hat sich im allgemeinen nichts «ndert, auch nicht hinsichtlich des Preisniveaus. Man hatte 'ßfnommen, daß nach Saisonschluß etwa für eine Million 7" an Holz iibrigblciben würde. Indessen hat cm kürzlich Jälfa stattgefundener Brand einen umfangreichen Bestand ך• ך.מ z•׳ , t ן f 'י■»"■*,- ף*» י Wl? «4 L. .*!מ sa* tUa La Qnap01il!x i |I ji 1 iia 1411■,,. «ti lEIiD Aus Haifa wird uns gesell rieben: l.s. wäre, gewiß reizvoll, auf die Geschichte der Bodenpolitik in Haifa einzugehen. Aber cs dürfte im Augenblick von größerer Wichtigkeit sein, das gegenwärtige Fazit langjähriger jüdischer Arbeit aiifziizcigen. Versucht inan das, so ist zunächst der Hinweis notwendig, daß die Entwicklung durch natürliche Voratissctzungen in eine h e s t i 1״ m t c Richtung gedrängt wurde. Der Carmel tritt sehr dicht an das Mittelländische Meer und an die von ihm gebildete liaifa-Bay an deren Südwostscife heran. Dagegen ist die Haifa-Bay an ihrer Ostseite nach dein Lande hin offen. Das alte Haifa'selbst liegt eingeklemmt zwischen Carmel und Bay. Dieses alte Haifa mit seinen arabischen Wohnvierteln war vor dem Kriege von Juden nur in recht geringem Hmfaiige bewohnt — wie auch heute noch! Ls bot auch keinen Platz für eilte stärkere jüdische Bevölkcruug oder überhaupt für ein Bevölkcruugswachstum gleich welcher Art. Jüdische Bodenpolitik stand daher hier von allem Anfang an vor der Entscheidung: entweder die Hänge des Carmel und sein Gipfrlplatrau zu besiedeln, oder die Siedlung unmittelbar in die Bay hinein auszudehnen, oder schließlich um die ״Carrncl-Nase“ herum nach Süden in die eigentliche Küstencbcnc vorzustoßen. Man . hat sich jiidischerscits im wesentlichen für die ersten beiden Möglichkeiten entschieden und die Carmelhängc und das Plateau des Carnicls für Wohnsiedlungen bestimmt, die Haifa-Bay etwa bis zum Kisclion für gewerbliche und imlusliidle Siedlungen und darüber hinaus für vorstädfisclic Siedlungen, Arbeitersiedlungen 11ml zum Teil mich noch ihr Iniidwiils.c.linfttk'he Nutzung, Ganz außer acht gelassen hat mau freilich die dritle Möglichkeit nicht, die Existenz der Siedlung Math Gatim westlich des Hafens und unmittelbar vor der ״Garinel-Nase" zeigt das. Es gibt freilich Menschen, die die Auffassung vertreten, man hätte diese dritte Möglichkeit stärker forcieren sollen. Wie liegen mm die Dinge praktisch? Die gegenw ä r t i g i n jüdischer Hand befindlichen Bodcnrcscrvcn auf dem C a r ni c I und seinen H ä 11 -!ge n und in der Bay bis zum K1 s c 11 o n haben eine Ausdehnung, die den Bau von 8000 Lf ä 11 - sern gestattet, das heißt es sind etwa die Möglichkeiten f ii r d c 11 B a u v o 11 20 ()00 W o h n 11 n - gen vorhanden, vielleicht auch von 23 000 b i s 25 000. Rechnet man die Besetzung einer Wohnung im Durchschnitt mit 1־ Köpfen, so bedeutet das, d a ß i n H a i f a bis z u 111 K i s c 11 o 11 R a 11 m für die A 11 s i e d I 1111 g v o n etwa 80 000 bis 100OfX) Menschen sich in ji'ulisc 11 er Ha 11 d befindet. Daneben stehen die großen Mög- 1 ichkeiten in der Bay jenseits des Kisclion. Die Arbritcrsicdhing Scli’dum.itli-Owdiin, die zurzeit 300 Häuser umfaßt, wird jetzt, durch die Anlage von 200 neuen Häusern erweitert, die sich bereits im Bau befinden. Für 500 weitere neue Häuser in dieser Siedlung sind bereits die Aufträge erteilt und die Anzahlungen geleistet. Man kann demnach damit rechnen, daß Scli’dumafii-Owdim, jenseits des Kisclion, sehr bald min• dostens!000 Häuser umfassen wird. Die Planung sieht darüber hinaus den Bau von weiteren 1500 Häusern im Laufe der nächsten Jahre vor. Nordöstlich von Sch’chnmith-Owdim wird zurzeit eine Miftdsfamlssicdluug in Angriff genommen, die von 400 eingesessenen Ifaifaer Familien bewohnt werden wird. Oestlich hiervon schließt sich die Siedlung der Olej Germania an, die nach den Plänen der Zionistischen Organisation für die Ansetzung von neuen aus Deutschland kommenden Einwanderern gedacht ist und die dem Programm nach mehrere hundert Häuser umfassen wird. Es ist klar, daß vom quantitativen Gesichtspunkt aus mit diesen Bodeurescrven hei planmäßiger Ausnutzung insofern etwas anzufnngen ist, als hierdurch tatsächlich eine angemessene jüdische Beteiligung an der zu erwartenden Ent- Wicklung Haifas gesichert werden kau״. Freilich kann eine solche Planmäßigkeit, die dringend erforderlich ist, nicht gewährleistet werden ohne eine entsprechende Zusammen- Arbeit der verantwortlichen Instanzen, der gemisehtwirtsehaftliehen Bodcngesellschnften und der privaten Bodenbesitzer. Es ist kein Zufall, daß der N a t i on ,ו I f o n d s sich gerade in Jetzter Zeit für die städtebauliche Planung im Gebiet von Haifa eine englische Autorität vom Rufe des Professors Abcrcomhrie sicherte, der seine Arbeit bereits mitgenommen hat. Die bisherigen Ergebnisse der Tätigkeit des englischen Fachmannes sind nicht ganz mmmstriltai. Aber die Tatsache seiner Einschaltung in das Plammgswerk kann als Beweis für de״ lernst gelten, mit dem man an die Gestaltung dieser Dinge lierangcht. Wer sind nun die Instanzen, deren Ziisnmmcnarhrit erforderlich ist? — Was den Jüdischen N a t i o n a I f o n <1 9 anlangt, so sind seine Bodenreserven im eigentlichen Weichbild von Haifa sehr klein. Der KKL besitzt einen (iruiKlstücksblock ,111( Hadar-I laearinel, der von der südlichen Seite der Herz.lstralle ausgehend die Heehaluzstraße beiderseitig umfaßt und durch die Jechielstraße und die Schnpir״str;!(U’ begrenzt wird. In diesem Block befinden sieh mir noch einige Parzellen, die nicht behaut sind. Mit diesem Faktor ht also umnittelbar nicht zu rechnen, denn auch sein Landbesitz in der Pewsencrstrnlie und um das Technikum herum spielt 111 der Planung keine Rolle. Wohl aber steht dem Natinnalfoiuls als Gründer und Aktionär der Palcstiuc Land Development O.o, ein sehr wichtiger mittelbarer Einfluß auf die Gestaltung der Dinge zu. Die Pal cst ine Land Development Co. steht den wichtigsten Faktor.in der jüdischen Bodenpolitik in und um Haifa dar. Sie besitzt an den Hängen des Carinel, auf (lein Carmel selbst und in der Richtung auf die Bay erheb» liehe geschlossene GrumlstiickskomplexL׳ (insgesamt hat sic im Carmclgcbiet 6000 1 >1111.1111 allmählich in jüdischen Besitz gebracht, in der Kischnu-i bene etwa 3200 Ihmatn, aber diese Z.iffer11 umfassen durchaus nicht ihren gesamten Besitz in dem fraglichen Gebiet, Nun liegen die Hinge so, daß diese Gesellschaft nicht mir den Nntionalionds zu ihren Aktionären zählt, sondern muh den Keren Hajessod und die A 11 g I o Palest in c.Ba 11 k. Die Majorität ihres Aktienkapitals befindet sich im Besitz der Zionistischen Organisation, beziehungsweise ihrer Institute, die Minorität in Privat, besitz. Hierdurcli wird von vornherein gewährleistet, daß der große üodenbestand dieses Institutes, durch dessen Hände 80״/״ des gesamten jüdischen Bodenbesitzes in Haifa ge* gangen sind, in einer Weise verwertet wird, die sowohl den nllgemciiiwirtscliaftliclicn als auch den privaten Interessen der Beteiligten entspricht. Die Besiedlung des Carinel und seiner Hänge ist praktisch das Werk der P. L. I). C. gewesen. Die Fortsetzung dieser Sicdlungstätigkeit wird auch weiterhin in holirm Maße durch dieses Institut bestimmt werden. Daneben ist die P. L. D. C. aber auch für die Aufsehlicßung der Haifa- Bay durch ihren Besitz von Boden am Kisclion und in der Industriezone von Bedeutung. Neben der Palestine Land Development Co. ist in der I taifn-Bay selbst die Tätigkeit der Haifa-Bay Devc. I o p m e 111 Co. von größter Bedeutung. Die Boden dieses Unternehmens bilden diejenige Plamuigs/one, die vor allem auch für die industrielle Lntwieklung Haifas und, für seine Vorstadt- und Randsiedlungen einmal von Bedeutung werden wird. Auch dieses Unternehmen befindet sich unter der Kontrolle der öflentlieben jüdischen Institutionen. Es ist also für eine planmäßige Besiedlung seines Gebietes unter einheitliehen Gesichtspunkten die Voraussetzung gegeben. Daneben stellen dam! die rein privaten Gruppen, deren Bedeutung njclit unterschätzt werden darb Vor allem ist die Gruppe Josef Loewy zu nennen, die sowohl auf dem Carmel über Böden verfügt als auch auf Iladar-Hiearincl und schließlich in der Ilailn-Bay. Loewv 11,1t es sich angelegen sein lassen, die Besiedlung der Haiia-B,1v in gartenstiidtischen! Charakter zu fördern, seine Tätigkeit hat daneben große Bedeutmig hei der Aufsehlicßung bestimmter Teile ries Carinel erlangt. Als zweite private Gruppe von Wichtigkeit ist die Fl c x i.i.c r-G ru ppc zu nennen, die seinerzeit in der Haifa• Bay einen Komplex ühcrnnhm und jetzt allmählich damit beginnt, dieses Gelände, das nordwestlich der Eisenbalm- Werkstätten liegt, auf/iiscbließen und zu verwerten. Als dritte private Gruppe ist eine Gesellschaft von Kownoer J tiden zu nennen, die vor etwa zehn Jahren einem Gebiet»• komplex in der Haifa-Bay erwarben, M. von Kisten vernichtet. Hierdurch ist ein leichtes Anziehen der Preise bewirkt worden. In Bauholz ist letzthin auf dem europäischen Markte eine gewisse Verteuerung eingetreten, die sich indessen auf dem palästinensischen Markte noch nicht entsprechend ausgewirkt hat. Die Vorräte im Lande sind nicht sehr groß und haben außerdem durch den Jaffacr Brand eine erhebliche De• zimierung erfahren. Der Import zeigt etwa Vorjahrshölle. In einigen Kreisen rechnet man mit einem gewissen Abflauen der Nachfrage. Doch wird diese Auffassung nicht allgemein geteilt. In Holz für die Möbelindustrie (Hartholz) hat, bei stabilen Preisen, das Geschäft sich etwas ahgcschwiicht, was mit den Erschwerungen vier Immigration zusammenhängt. Die Vorräte sind nicht groll. Importe erfolgen hauptsächlich aus!,ölen, Rumänien, Rußland und Jugoslawien. Bitter klagt der Holzhandel über die unerträglichen Zustände im palästinensischen Hafenverkehr, namentlich über die Verstopfung des Jaffacr Hafens, wo mehrere Schiffe mit dringend benötigter Ware seit Wochen fcstlicgen, ohne daß die Ucbcrnahmc der Sendungen erfolgen kann. Zement Die Preise auf dem palästinensischen Zcmcntuiarkt sind unverändert. Das Geschäft geht sehr flott, so daß die Inlaiidsproduktion trotz starkem Ausbau nicht ausreicht, 11m den stürmischen Bedarf zu decken. Daher sind größere Importe aus Italien, Jugoslawien und England erforderlich. Hierbei wirken sich die uucr<p1ieklichcn 1 iafenvcrhältuissc in Jaffa und Haifa äußerst störend aus. Ein Import von Zcmcntwnren findet nicht in nennenswertem Grade statt, da mau diese durchweg im Lande herstellt. Lehluift klagt die gesamte Zeineiitvcrarbcitiing — Zementwareniiidustric wie auch Baugewerbe — über den Mangel an Spczialarbcitern, für den man die liumigrationspolitik der Regierung verantwörtlich macht. fisen Die Preisgestaltung auf dem palästinensischen Elsenmarktc hängt im wesentlichen von den internationalen Syndikaten ab. Die Eisenciufuhr Palästinas — vor allem aus Frankreich, Belgien und Deutschland — hat sich innerhalb eines Jahres um rund 50 <y« erhöht. Die Vorräte sind gegenwärtig reichlieh. Im Mittelpunkte des Geschäfts steht Beton-Eisen, sowie Eisen, in Halbfabrikaten lmd Fertigwaren, für alle sonstigen Zwecke des Baubalarfs. Es ist dabei bemerkenswert, daß die Versorgung Palästinas mit Nägeln aller Art nicht mehr auf den Import angewiesen ist, sondern bereit» durch ein• heimische Produktion erfolgt. Der Anfall von Alteisen (Schrott) im Laude wächst beständig; doch 11,1t sich bisher ein regulärer Schrottmarkt noch nicht herausbilden können, da der Export bei der gegenwärtigen Wdtmnrktlage nicht lohnt und eine Inlnnd.svcrwcmliing größeren Umfanges noch nicht in Frage kam. Die bisher vorhandenen Eisen• gicßercicn Palästinas haben mir sehr begrenzten Matcrialbedarf. Dies dürfte demnächst anders werden, w׳enn die in Haifa geplante große Gießerei, die insbesondero Badewannen und Röhren!!erstellen soll, ihre Tätigkeit aufnimmt. Heftige Beschwerde fülirt auch der Fisrnhande! über die Stockungen im Jaffacr und ilaifacr Hafen, über die völlig ungenügende Gestellung von Waggons durch die Eisenbahnen und die. mit all dem verbundene Verteuerung und Erschwerung des Geschäfts. Nichteisen - Metalie Die Einfuhr von Messing in Blechen und Stangen nach Palästina erscheint in hohem Cirade ausbaufähig, da verschiedcne Interessenten vorhanden sind, die im Lande Armaturenfabriken errichten möchten. Bis heute werden 95 ״/״ des palästinensischen Armaturenbedarfs importiert. Leider sind die Zollverhältnisse gegenwärtig dem Aufbau einer Armaturenindustric äußerst ungünstig. Während fiir das Fertigfabrikat bei der Einfuhr nur 12"« Zoll zu zahlen sind, ist das Halb• fabrikat mit 10 pal. Pfund Zoll pro Tonne belastet, was für Messingbleche 20 ״/״, fiir Messingstangcn sogar 30 »/# Wertzoll bedeutet. Für die Entwicklung der Metallindustrie in Palästina sind daher Zollreformen die unerläßliche Vorbedingung, Die bisher vorhandenen G ci b g i e ß e r ei en fabrizieren im wesentlichen billige Artikel (Türgriffe usw.). In den letzten zwölf Monaten hat sich Palästinas Messingeiiifuhr schätzungsweise verdoppelt. Die Preise weisen äuge«• blick lieh keine erheblichen Schwankungen auf. Auch der Kupfer-Import ist enorm gestiegen, hauptsächlich für alle mit dem Bauhcdarf verbundenen Verwcndungszweckc. Dagegen läßt die landesübliche (arabische) Kupfergeschirr-Erzcugung deutlich eine rückläufige Entwicklung erkennen. Die Käferpreise folgen der internationalen Notierung. In kräftigem Aufstieg befindet sich der Aluminium• Import Palästinas, sowohl für die neuen und bereits sehr stark beschäftigten Aluminiumgcschirrfabrikcn als auch für die Bautechuik, die für den Ausbau von Schaufenstern ern Aluminium-Legierungen verwendet; diese sind auch von en Karosscricfabrikcn lebhaft gefragt. Die Aluminiumpreise sind international kartclimäßig bestimmt. 11 1

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