Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 51 (30.6.1925)
- Date
- 1925-06-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 51 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 440 Büro des XIV. Zionistenkongresses. Mlttcllunß III. 1. Vita. Da» österreichische Ministerium üci AcuOern hat seine sämtliclicn Auslandsvertretungen verstandet, daß sämtlichen Kongreßteilnehmern bei Vorweisung der weißen Kongrcßlcgitlmatlon das Visum gegen eine Ermäßigung von 25-30 Prozent für einen scchswöchcntlichcn Aufenthalt In der ö&terrcIchUchcn Republik (ab I. August bis 15. September 1925) zu erteilen ist. Die vom Kongreßbüro aus« gefertigten Kongreßlegitimationen werden In den nächsten Tagen sämtlichen Landesverbänden bzw. Landesbüros der Sondcrverbäiidc zugestellt, die dann auf den erwähnten Legitimationen zu bestätigen haben, daß der betreffende Kongreßteilnehmer tatsächlich Mitgliedder zionistischen Weltorganisation Ist. Die Visa werden seitens der österreichischen Konsulate nur dann erteilt, wenn die Legitimationen sowohl vom Kongreßbüro, als auch von dem In Betracht kommenden Landesverband bestätigt werden. Es wäre daher ratsam, daß der Landesverband auch eine diesbezügliche direkte Mitteilung dem In seinem Lande be-. flndlichcn österreichischen Konsulat zukomme nliflt. , Die zionistischen Landesverbände und die Landesbüro» der Sonderverbände werden nochmals dringend ersucht, dem Kongreßbüro bis spätestens 8. Juli 1925 eine Liste aller Kongreßteilnehmer Ihres Landes einzusenden, die im Besitze ukrainischer, russischer Pässe sind, ebenso jener Staatenlosen, die andere IJcntitätspapicrc, wie Pcrsonalnachwtls, Nanscnpässc usw. haben. Das österreichische Außenmlnistcrium muß die genaue Liste bis 10. Juli In Händen haben, um die österreichischen Konsulate anweisen zu können, Pisse obenerwähnter Kongreßteilnehmer zu vidiren. Sollten die zionistischen Landesverbände bzw. Landesbüros der Sonderverbände den Termin zur Einreichung der Namen der Kongreßteilnehmer mit russischen, ukrainischen Pässen und der Staatenlosen nicht einhalten, so kann das Kongreßbüro keinerlei Verantwortung -für deren Vidicrung übernehmen. 2. Delegiertenkarten. Das Kongreßbüro macht ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Ausgabe der Delegiertenkarten zum bevorstehenden Kongreß ausschließlich Sache des von der Londoner Exekutive in Wien einzurichtenden Exekutivbüros ist. Jedenfalls hat das Kongrcßbüro in diesem Jahre mit der Ausfertigung und Ausgabe der Delegiertenkarten nichts zu tun. Eriiatrdclcgicrtc, die nicht an die Stelle von Delegierten treten, haben in ihrer Eigenschaft als Ersatzdclcgicrtc keinen Anspruch auf Einlaß in den Kongreßsaal. Sie gelten als private Kongreßbesucher und erhalten nur dann Zutritt zu den Verhandlungen, wenn sie Im Besitze einer Zuhörerkarte (Sitz- oder Stehplatz) sind. 3. Logis. Voranmeldungen für Logis sind direkt an das Kongreßbüro „Wohnungsamt", und zwar bis spätestens 8. Juli zu richten. Delegierte und Oiste, die auf privatem Wege In Wien Wohnung bestellt haben, oder privat zu wohnen beabsichtigen, werden ersucht, dem Kongreß büro dies unverzüglich bekannt zu geben. Gruppen von Personen, die den Kongreß zu besuchen beabsichtigen und ein gemeinsames hilliges Quartier wünschen, werden ebenfalls um entsprechende Mitteilung gebeten. Alle Zuschriften in Wohnungsangelcgenhcitcn müssen spätestens bis 8. Juli beim Kongreßbüro eingereicht sein, da sonst für geeignete Zimmerreservierung nicht garantiert werden kann. Den Bestellern wird sofort nach ihrer Ankunft in Wien an den Bahnhöfen, wo ein ausgedehnter Bahnhofsdienst eingerichtet wird, ihr Logis bekanntgegeben. 4. Reisegepäck •Versicherung. Das Kongrcßbüro hat durch eine Abmachung mit der Versicherungsabteilung des Kcrcn Kajcmcth Lcjisracl Wien eine eigene Abteilung für Rclscgcpäck-Vcrr.lchcruiig eingerichtet, worauf alle Kongreßteilnehmer, Delegierte, Gäste, Journalisten usw. besonders aufmerksam gemacht werden mit dem Ersuchen, Ihre Gepäckversicherung durch die Vcrsichcrungsabtcilung des Kcrcn Kajcmcth Lcjisracl, I., Kärntner Straße 23, abschließen zu wollen, da der erzielte Reingewinn zionistischen Zwecken zufließt. 5. Gcldvcrkchr. Den Kongreßbcsuclicrn wird in ihrem eigenen Interesse dringend empfohlen, sich über die Bestimmungen ihres jeweiligen Ausreise- bzw. Durchrcisclandes diesbezüglich der Mitnahme von Geld und Devisen genau . zu Informieren, damit sie bei der Ausreise und beim späteren Verlassen Oesterreichs keinen Schwierigkeiten begegnen. Das Kongrcßbüro hat. bei der Zentral-Europäischen Lündcrbank, Niederlassung Wien, ein eigenes Konto eingerichtet, auf das alle Zahlungen unter genauer Bestimmung, für die sie geleistet sind, Überwiesen werden können. Die Bankverbindung des Kongrcllbüros wird auch allen Kongreßteilnehmern rur Einrichtung von Reise-Akkreditivs, Auszahlung von Schecks, Ucberwclsungsvcrkchr, Einwechslung von fremden Valuten usw. empfohlen. 6. Fahrtcrmüßlgungcn. Das Kongreßbüro hat bei der »Ersten Donau-Dampfschlflahrtsgcscllschaft" für Teilnehmer XIV. Kongreß Begünstigungen für die Strecke Passau- Wen erwirkt. Ats Legitimation für die Inanspruchnahme der Ermäßi- E"ng gilt der für die Ekenbahnfahrt-Ermäßlgung herausgegebene Kongreßausweis, welcher bei Lösung der Fahrkarten Utl4 mit dem Station*« und Datumsstempel vtmhtrt w«den muß. BUro des XIV. Zlonlsionkongrcssu Wien 1925. Fritz Ulf man«, m. p. Dr. N. M. Gelber, m. p. Generalsekretär. Leiter. Keifereaz voh Iafltnleurca Wien. (J.T.A.) Anläßlich des 14. ZlonUtcnkongresse« Walilcu zoin Zionistischen Studenten - Weltkongreß Vom 16. hta 18. August 1923 In Wien. Die Exekutive de« Welt verbände« zionistischer llochßchülcr hat das Präsidium defi K.J.V. mit der Durch führung der Wahlen für den zionistischen Studenten-Weltkongreß für Deutsch- Und betraut. Wir veröffentlichen nachstehend einen Auszug aus der Wahlordnung. fi 1. Das aktive Wahlrecht besitzen «) alle schckclzahlenden, organisierten Akademiker, wahrend ihrer Hochschulstudien und höchstens 5 Jahre naclt ihrer Absolvlcrung, b) schckelzahlende, tuchtorganlskrie Akademiker während ihrer Hochschulstudien und höchstens 5 Jahre nach ihrer Ab- 9c4vicrung, wenn sie siel» In die Wahlliste derjenigen Korporationen oder Lnndcsorganisationcn aufnehmen lassen, die von der Exekutive als Wahlbchördc für eine Univcrsiliitsstadt oder Land bestimmt Ist. Die Aufnahme in die Wahlliste iat •'jedenfalls 10 Tage vor der Wahl zu erfolgen. Die Wahllisten müssen sc/ion 5 ingc vor Ucr Wahl anstiegen. §2. Das passive Wahlrecht haben nTlc nach § 1 Abs. a und Ii bezeichneten Akademiker und überdies noch sämtliche schckclznhlcndc Akademiker ohne Rücksicht auf Studienalter tmd Stellung, wenn dieselben auf einer einer Delegiertenliste einer Landcsorganisatlon oder Korporation gesetzt sind oder sich in einem Wahlvorschlag befinden, der von mindestens 20 wahlberechtigten unterfertigt ist' §3. Bei mehreren eingereichten Listen ist diejenige Liste als gewählt zu betrachten, welche die relativ meisten Stimmen aufgebracht hat. Bei der Vergebung der Mandate muß jedoch mindestens 1 Mandat auf diejenige Liste entfallen, welche mehr als 40% der abgegebenen Stimmen für sich aufgebracht hat. 6 4. Die Wohl der Delegierten wird nscli folgendem Schlüssel bestimmt! auf 21 bis 50 Stimmen (Mitglieder) I Mandat 10° „ „ 2 „ »200 „ „3 » 300 „ „ 4 „ von 400 bis 600 „ „ 6 „ 600 „ PCO „ „7 „ „ 800 „ 1000 ., „ 8 ,. auf jede weiteren 500 Stimmen entfallen 3 Mandate. Als Termin für die Aufnahme In die Wahlliste' die Büro des Präsidiums des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin W35, Kurfürstenstr. 150, nusllcgt. wird Mittwoch, der 8. Juli festgesetzt. ■Delegiertenlisten (s. £ 2) sind bis zum Freitag, den 10. Juli mittags 12 Uhr Im Büro des Präsidiums des K.J.V. ein zureichet». Dan Präsidium des K. J, V. ah* Wahlkoinmisslon. {UfKfo <kf zweiten Augusthllfte in Wien eine faguni jucnschcr Ingenicure, die am Aufbau Palästinas Interessier find, »tau. Die Tagung soll «Ich mit der OrOndung eines internationalen Verbandes befassen. Das Programm lautet! ffit« über den Stand des Aufbaus, Spezialgerät über die Gründung des JngenleurveTbandes, Debatte und Beschlüsse. Bericht Ober das erste Geschäftsjahr der Blnu-WclQ-Worki Ltd. Tel-Awiw, 12. Mai 1925. Die Bilanz der Blaii-Wclft-Works Ltd. sehließt mit einem Oewlnu für das erste Geschäftsjahr von ca. £E. 26S123. Wir schlagen vor, diesen Betrag zur Absehreibung auf Maschinen und Werkzeuge sowie auf die ersten Einriebtungsunkostcu zu verwenden. .Das.ErgcbnU.'dlcccs ersten •Gcichilfl*|ahrc» Int «I« durchaus günstig anzusehen, wenn man berücksichtigt, daß erst allmählich unsere Leute von Europa nach hierher gebracht werden mußten, daß der Betrieb vollkommen' neu einzurichten war, und daß wir erst allmählich bekannt werden konnten. Unsere Werkstätten sind zur Zeit vollauf beschäftigt. Die großen Aufträge, die wir zur größten Zufriedenheit unserer Besteller ausgeführt haben, haben um im Lande einen solchen Namen gemacht, daß unsere Beschäftigung auch in Zukunft Immer größer werden wird. Der größte Auftrag, den wir ausgeführt haben, Ist die Montage des Motoren hausender hebräischen Unlvernllät In Jerusalem, sowie die gesamte technisch c E l n r i c Ii t u n g 1 m I n n c r n der hebräischen Universität. Unsere Werkstätten, die sieh in einem Miclshause befinden, reichen für den vergrößerten Betrieb nicht mehr au?. Wir haben mit dem Bau einer nach modernen Grundsätzen entworfenen Fabrik begonnen. Der Nationalfonds hat uns ein etwa 5 Dunarn großes Terrain in Nordia (Tel-Awiw) zur Verfügung gestellt, das wir für 49 Jahre zu mäßigem Preise zur Miete haben, mit der Option, den Vertrag bei Ahlauf der Mlctszclt auf weitere 40 Jahre zu verlängern. Zur Ausführung dieses Neubaues sind erhebliche Mitte) erforderlich, und wir schlagen vor, dar. Kapital zunächst auf 20 000 L. E. zu erhöhen. Ein unseren Bestrebungen nahestehender Industrieller hat einen größeren Posten Akllcn übernommen und wird für die Unterbringung der neu auszugebenden Aktien Sorge tragen. Unseren technischen Bclrteben werden wir eine kaufmännische Abteilung angliedern, die in Gemeinschaft mit dem vorerwähnten Herrn geführt werden soll, und zwar beabsichtigen wir, den Vertrieb von sämtlichen aus Eisen hergestellten Gegenstände, d. Ii. Elsen selbst, Röhren, Maschinen aller Art sowie Indusfrlcbcdarfsgcgcnstfindc zu übernehmen. Wir sind überzeugt, daß sich dadurch unsere Vcrdknstrnög- Henkelten erheblich steigern werden, da wir auf diese Welse imstande sind, Fabriken und technische Anlagen aller Art zu projektieren, zu liefern, zu montieren und für völlige Betriebsfähigkeit zu garantieren. Von dem wirtschaftlichen Aufschwung, den das Land durch den sich immer mehr verstärkenden Strom der Einwanderer und Touristen nimmt, erholfen wir auch für die günstigste Wirkung._ Zar Deckung der Etawanäeraagupesen Der amerikanische Kcrcn HoJcssod hat neben seiner regelmäßigen monatlichen Ucbcrwcistmg von 100000 Dollar dem Londoner Kcrcn Hajcssod-lhirptbüro noch einen weiteren Betrag von 25000 Dollar überwiesen, die dazu bestimmt sind, dl« Unkosten zu decken, die dem Immlgrallorodcpartemcnt durch dre vergrößerte Jüdische Einwanderung nach Palästina während der letzten 6 Monato entstanden Bind. Vom Board o! Dcputies „London. (J.T.A.) Am 20. Juni hielt der neugcwihlte jüdische Deputlcrtcnrat (Jcwish Board ol Dcputies) seine erste Sitzung ub, Mr. II. S. Ilenriqiics wurde zum Präsldenten wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Lord Rothschild und Mr. d'AvIgdor Ooldimid. Mit einer Mehrheit wurde beschlossen, den Arbeitsvertrag mit der Anclo-Jcwish Association für drei Jahre zu erneuern und mit dieser Körperschaft gemeinsam das Komitee für Auswärtige Angelegenheiten (Joint Foreign Committee) zu bilden. Coloncl Waley-Cohen unterbreitete einen Bericht des Ocsctzes- und Parlamcnts-Komltcci. Dem Bericht lag ein Brief des Innenministers Sir Johnson-Micks bei, in welchem die Oründc für die Beibehaltung der Registrierung von Kindern Fremder auseinandergesetzt werden. Der Minister erklärte jedoch, daß er noch in diesem Jahre die Fremden-Regelung auf eine Daucrgruiidlagc stellen wird. Dr. Dalchcs und Mr .E. S. Slrautf »teilten fest, daß der Minister, die der Abordnung des Board gewährte kleine Konzession unwirksam gemacht und also sein Wort nicht gehalten hat. Hierauf wurde der Bericht des Joint Foreign Committee verlesen, der der Anglo-Jcwish Association bereits vorgelegen hat und durch die J.T, A. verbreitet worden Ist. Mr. d'AvIgdor GoUhinid sagte, die Arbeit von Mr. Luden Woll werde von den auswärtigen Regierungen aner- <annt, das Auswärtige Komitee dürfe stolz auf sie sein. Mr. <cstcnbaum begann mit Ausführungen über die Politik der polnischen Regierung gegenüber den Juden und sagte, die Regierung entziehe den jüdischen Mitbürgern ihre Existenzgrundlage. Mr. Luden Wolf unterbrach ihn und sagte, die Lage in Polen sei Jetzt sehr delikat, man iniige nichts sagen oder tun, was die jüdisch-pohibchcii Unterhandlungen erschweren könnte. Mr. Lazarus wünschte, man möge frei und offen sagen. dafl Mr. Luden Wolf auf eine direkte Einladung der polnischen Regierung hin nach Polen gegangen Mr. Morri» Jacobs unterbreitete den Bericht des Erzlchungskomitccs und schlug Verbesserungen im Erzlchungsplanc vor. In London besuchen nicht San/. 10 Prozent der jüdischen Kinder ja* Ische Schulen. Zum Teil ist dies dadurch zu erklären, dafi mehrere der Schulen sich in (legenden befinden, in denen sich die jüdische Bevölkerung vermindert hat. Das Komitee beschloß, eine Anzahl der Schulen in Distrikte überzuführen. In denen sich die jüdische Bevölkerung vermehrt hat. Einige Redner übten Kritik an der jüdischen Gemeinde, die für Erxlchungswcsen finanziell nicht genug sorgt. Vom Orden Drllh Abraham Atlantic City. (J.T.A) Der Unahhänpiee Orden Brith Abraham hielt dieser Tage in Atlantic City seine 30. Jahreskonferenz ab, an welcher 915 Delegierte teilnahmen, die 497 Logen mit Insgesamt 135000 Mitgliedern vertraten. Der Oroßmcwtcr des Ordens, Mr. Adolph Stern, sprach gleich zu Beginn der Tagung einen Protest gegen die Einwanderungsbeschränkung aus. Er sagt: „Die gegenwärtige Einwandcrungspolitik der Vereinigten Staaten ist zweifellos eine ungerechte und willkürliche. Man sieht leider keine Geneigtheit, ein begangenes Unrecht wieder gut zu machen. In den verschiedenen Häfen Europas weilen lausende Emigranten, die ordnungsmäßige Pässe für Amerika haben, aber wegen des Inkrafttretens des Eiiischr.'inkiings. Ctuelzes nicht mehr in dieses Land kommen konnten. Diese Leute leiden unsagbare Not und leben Iii ständiger Angst, aus Ihrem jetzigen Aufenthaltsorte abgeschoben zu werden. Ihnen muß der Eintritt in die Vereinigten Staaten gewährt werden. Hierauf wurde die folgende von Richter Sanders eingebradite Resolution verlesen und einstimmig angenommen: „In Anbetracht dessen, daß das Eiiiwandcrungsgesdz von 1921 unsagbare Härten enthält und Ursache dr-sen ist. daß Frauen von ihren Männern, Kinder .von ihren Ellern, Schwestern von ihren Brüdern getrennt werden, beschließt der Unabhängige Orden Brith Abraham, den Kongreß der Vereinigten Staaten zu ersuchen, eine Verbesserung des Gesetze« ui der Welse vorzunehmen, dall Frauen, Männer, Kinder, Eltern, Geschwister von Bürgern der Vereinigten Staaten oder solchen Einwohnern, die erklärt haben, Bürger dieses Landes werden zu wollen, sofort die Frlaubnh erhalten, außer der Quote In da* Land kommen zu dürfen." In einer zweiten Resolution wurde jeder Bill, die eine Zwangsrcgistriefiing der Fremden vorsieht, im voraus Kampf angesagt, da die Zwangsrcglstricruug ungerecht und uiianivrikaniseh sei Es wurde ferner betreffend Palästina die folgende Resolution angenommen: Der Aufbau und die Entwicklung Palästinas Ist eine erste Notwendigkeit. Dort haben die Flüchtlinge unseres Volkes Gelegenheit, Ihr Leben in Frieden und Arbeit fortzuführen. Der Kcrcn Hajessod. der diesen Aufbau fördert, verdient alle Unterstützung. Wir empfehlen allen unseren Mitgliedern, dem Kcrcn Hajessod freie Spenden zuzuführen, außerdem besteuern wir jedes Mitglied mit 2 Cent zugunsten dieser Institution. KoBlereiz der Ilaken Zelre Zloi Berlin. (J.T.A.) Anfang August findet fit Wien die dritte allweltllchc Konferenz: der zionistisch-sozialistischen Parteien (Zelre Zion) mit folgender Tagesordnung statt :1. Bericht des Vcrbandsbüros; 2, Berichte der Landcr.partelen; 3. Unsere Bewegung, Ihre Lage Im Oaluth und, In Palastina} 4. Unsere Verbindung und Mitarbeit mit der sozialistischen Arbcltcr-lnternatlonalc; 5. Unsere Phttform zum 14. Zionlstcnkongreß: a) die zionistische Politik, b) die Jcwlsh Agcncy, cj die Methoden der Palästina-Kolonisation und Dudgctfragen, d) die Organisationsfragen; 6. Jugendbewegung} 7. Organisation, Presse, Finanzen; 8. Wahlen. flebrSisthe Arbelt lüno Anzahl von Mitgliedern des Verbandes jüdischer Sludcntenvcrclne Deutschlands haben den Wunsch, während ihrer freien Zelt und Insbesondere während der Universitätsterten hcbrälochc Stinvden zu geben. Diese Studenten sind auch bereit, für einige Monato in Provinzortc zu gehen und Aufenthalt m Familien zu ndunen, die während dieser Zeit intensiv Hebrütech lernen wollen. Dieses Angebot dürfte insbesondere für solche Familien Interesse haben, die In der nächsten Zelt nach Palästina zu übersledcm gedenken und vorher noch Hebräisch lernen woBen. i Interessenten werden gebeten, sich direkt mit dem Verband jüdischer Studenttnvcrdne Detrtschland, Berlin N.24, August- Straße 17, in Verbindung zu setzen. ~1 M8MI SigäM Mi HS! in QiiSSjij mma IIP & EL EL LI