Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 46 (12.6.1925)
- Date
- 1925-06-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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T ....... t________ m>iv, ' * . s' Seite 412 ",)!t Achtung raiastlnarclscndc ans Polen Täglich mehren sich die Fälle, daß in Polen ansässige Juden nach Deutschland reisen und sich an das Paliislina-Amt Hcrlln wenden, um die Einrcisccrlanhnis nach Palästina zu erhalten. Diese Reisenden glauben, aus Berlin schneller und ohne Schwierigkeiten weiter reisen zu können. Das Palästina-Amt weist mit Nachdruck darauf hin, daß Durchreisende, auch wenn sie aus Polen kommen, keine Aussicht haben, in Berlin schneit ein Visum zu erhalten. Alle Personen werden eindringlichst gewarnt, zur Beschaffung von Visen nach Palästina sich nach Deutschland zu begeben. Die Lage solcher Personen ist verzweifelt. E» besteht keine Aussicht auf dauernde Hilfe, weder um iit Deutschland zu verbleiben, noch um weiter zu reisen. Alle Organisationen, Vertrauensmänner, insbesondere alle Zeitungen werden gebeten, in obigem Sinne aufklärend zu wirken und Personen, die sich an sie wenden, zu informieren. Alle Antrüge auf Erteilung von Zertifikaten müssen hei den Palästina-Acmtern der betr. Heimatländer gestellt werden, für Polen also beim Palästina-Amt in Warschau und dessen Unterämtern In den Provlnzstädtcit Polens. Palästina-Amt Berlin Landauer. Eixe Warnung der Wicntr huiiasgemeinde h JQdiscbe Auswanderer aus Polen Die Wiener Israelitische Kultusgemeindc veröffentlichte folgenden Aufruf: Trotz wiederholter ernster und eindringlicher Warnungen jichincn jüdische Auswanderer aus Pulen ihren Weg noch immer In grofler Zahl über Wien, in der irrigen Meinung, hier leichter Auswandcrcrzcriifikatc 711 erhalten ats in ihrer Heimat, obzwar auch das hiesige Palästinaamt aulierstandc ist, diesen Zurcisendcn solche Linwanderungszcrtifikatc zu beschaffen. I>icse Durclnvandcrer bleiben hier oft in der trostloscsxu Lage stecken, sind den grollten Widerwärtigkeiten amgeseizt. Es ergeht diilur imcfuiinlM im die geehrten Redaktionon der jikikschen Ulätler und an die jüdischen Ikiuelndcri und Organisationen in Polen die allcrerustcste Mahnung und Bitte, mit allen Mitteln dahin zu wirken, d.ifl Auswa iderer, die nicht schon von Hau* aus Im Besitz, von Zertifikaten sind, unter allen Umstünden den Weg über Wien meiden mögen, da ihrer liier nur die bitterste Enttäuschung und großes lilcnd harre, insbesondere sie dk sofortige Ausweisung gewärtigen müssen, gegen welche weder die Kultusgcmeindc n-.xh andere ffidischc Körperschaften ihnen Sehnt/, zu bieten vermögen. Lucien Well abgereist Luden Wolf hat nach achttägiger Anwesenheit Warschau wieder verlassen. In einer Unterredung mit Pressevertretern unmittelbar vor seiner Abreise sagte er, er hoffe, daß seine Mission von Erfolg gekrönt sein wird. Es war im voraus nicht zu erwarten, daß sofort greifbare Resultate erzielt werden, allein die Bahn sei geebnet für weitere Verhandlungen. Demnächst werde Minister Skrzynski nach Amerika reisen; es handelt sich um polnische Staatslntcrcsscn. .Die Judcnhcit Polens wird loyalerweise dem Minister die Ausführung seiner Aufgabe erleichtern. Iiis jetzt Ist es gelungen, gewisse Mißverständnisse zu beseitigen. •— Die jüdische Presse nimmt diese Darlegungen Wolfs mit einer gewissen Skepsis auf. JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 46 i 1 Die polnisch-|U dl sehen Verhaatllunfleu Der Warschauer J. T. A.-Vcrlrctcr befragte Lucicn Wolf über seine Mission tuid seine Eindrücke in Polen. Herr Wolf führte ungefähr aus: Meine Meinung ist, daß die Judenfrage in Polen eine gewisse internationale Bedeutung habe. Die von allen erstrebte Pazifizicrung Euro pas wird gehindert, wenn in Polen 12 bis U<v« der Bevölkerung durch die C0",v> ausmachende MchrhclUbevöIkerung bekämpft wird. Die jetzige soziale Lage der Juden in Polen — die politische Lage wollen wir vorläufig außer Acht lassen — ist eine unerträgliche. Der wirtschaftliche Zustand der Juden in Polen ist heute weit schlimmer als vor 21 Jahren, da ich zum ersten Mal in Warschau geweHt habe. Ich Wn trotzdem optimistisch gestimmt und erwarte, daß die polnisch-jüdischen Verhandlungen gute Resultate billigen werden. Die Lösung des Problems Ist nicht leicht und erfordert Geduld und Takt auf beiden Seiten. Ich bin vom guten Willen der polnischen Regierung wie der jüdisch parlamentarischen Repräsentanz überzeugt, man kann aber jetzt nur von einem gute» Anfang sprechen, das Resultat ist im Verlauf der kommenden Jahre zu erwarten. Wichtig «•it, die gute psychologische Einstellung. Es Ist leider eine Tatsache, dal) der Antisemitismus in Polen schon eine Psychose ist So kann es nicht weitergehen. Polen, setzte Herr Wolf fort, hat als Staat große Fort schritte gemacht. Die politische und wirtschaftliche Kon Bolidicrung schreitet vorwärts, einzig die Lage der jüdischen Bevölkerung verschlechtert sich immer mehr. Viele Großmächte sind on einem starken Polen interessiert. Ein I.and kann aber nicht stark sein, wenn in ihm ein, wenn tv'cht offener, so doch faktischcrDQrgcrkrieg besteht. Es liegt also nicht alfein im Interesse der jüdischen Bevölkerung, sondern auch Polens selbst, sowie ganz Europas, wenn, die jtidon/ragc In Polen günstte gelöst wird. Herr Wolf schloß: ich weile {11 Polen alt Beobachter und beabsichtige nicht, mich in die inneren poHsehcn An gclcgcnhciten einzumischen. Sollte aber meine Anwesenheit hier mithelfen, daß für die Bevölkerung Polens, insbesondere für die jüdische, bessere Zeiten anfangen, to wird das für mich Olück und Ehre bedeuten. * Dr. Leon Reich hat sich entschlossen, seine Demission zurückzuziehen, nachdem, das Plenum des Parlamentsklubs und der zionistische Oberrat Ihm das Vertrauen votiert haben. Zugleich wurde Dr. Reidt'bevdlrn&htigt, die Verhandhuigcn ^mit der Regierung fortzuführen. Berliner Kalender DSroi Berlin« Zlonlatlaoba V«r«lnlKun«, llnrlln W I», Malnakaatrala 10 Talaphom Illimwok 7IW-70 » rftitirhonhkonto Ho. 19000 UaiUn MW t Knn(inT»rw»ltnn* d«r II. B. V. Mittwoch, d«n 17. U »Will B H Uhr Zalra Mlaracfal ttailln, <m Hilm dr« MI«rnohl, Mnnht|nup1at* 1 Hart Tjit«*rua Harthi ,,!>!• Fragaa iUr mtaraulilBlIarha» ArbalUraokall.«' Union» Oil dar B. Z. V. Jtin Mittwoch Abaodi 8 Uhr OamOtllok«! DalMmannl* In rl»p nrftimrnl l'r!«<lrWi>lmln /t.li>a» Am KrMrifththMn Jadan Sonathenit Mlaracal - Jagaadf.aaaala'iehaJI. bot Harrn n»tifc. tl«rry Levy, KlborloM« Bit. M Schi.» "tkiu" vn« rmhn llllr .fiinaiin nml MrXMtan) Dtckm. ( Uhr SakialuUI daa Zclra Mlaraobl la DaaUohlaod. Spreobatundon Uglloh tun 7-10 Uhr nliondi im Uliraebl-Zetitrtlbflro, MnnliljnnaUtl t .V^iaa nnayn vwi*? tco nv» nabrliacka Spraoaacaala la Barl!« (XIV. laaaaiUf) Anikonlt «rtellt dar Rclmllaltar, narr N. narggrttn.IMaoa.tAir nmlDonnmtag »hendi »H Ohr, «tut MlitwMh aboixla (i Uhr, In dar Hoahiahnla inr dla Wlaaamelialt daa Jndantuma, ArtllltrlMtroO* 1t,!, Zlmmar <• SehrifUiebo Anfragen find au rl'liian nn N llrrparOn, OharlotUnbtirg B. KnnUtr. BS (Tel. Wllbolm OMH JVdlarha Kladarglrlaa. Nordan i ZaMtnlokar Str. Ufltt Oalam Jablnniklitr. 5<t NauVftlln i Wlaairmnnalr. IV! Wllrnarattorl. Ilaltarnnnar Blp, IU hat Panowakl T&fHob (aofiar öonnahaod and Bonner) von 0—t Uhr. In n\\*n Kindorgnrtdn können noch Klndar »atgasomman wardan. Spezifikation zum 4. Ausweis der Zionisteaslcucr- Einfläitge lür das 1. Quartal 1025 (Nr. 45 der Jüdischen Kundschoa") Asciiaffenburg: M. Liebster 3,—. Berlin t Dr. Hildesheimer 20,-, R.-A. Exilier. Dr. Grünfcldcr je 10,— (■>. Raten). r, L. Uochinnt Gebr. flrandr, I. Klausner, Kowgsdorf, Siii^rr, L. Spottheim, Ii. Strach je 10,—, I. ZwcIr 7,—} S. Flaiimenhaft, E. Gottesmnnn, 11. Häuser, M. Inslcr, h. Kurzherg, B. Lampl, L. Stopper, L. Teppcr, ». Tewel, II. Wiedmann je 5,—, H. Ikiron, ücrl, I. Brav, M. Rosenheek je 3,—. Urcmcn: S. Posnansky 3,—. Chemnitz: I. Jacoby 50,—. Dresden: Dipl.-Ing. Landau 15,—, Pclr, Saporta je 0,—, Kcscleff 8,—, Dr. Colm-Vosscit, Prof. OoldhcrR, l")r. Ilirseh, Jneohy, Losch- /»nlil, Milr/on, Atiiliiikuw, H. N.itnwll/, U. Kiiscnhiuiiii, Shimn, Sonnabend, Schenkcr, I. bchwarz, Wcinrcich je 0,—, l>r. Ilcrlowilz. Dr. Levy je 5,—, Ikenherg 1,50, Anschel, Hahr, I». Drefllcr, PeiriRoltl, Fricdmanii, Otilmann, It/kowiUch, Lnnr;er, Loitner, Licht, Lohrit, Lonkor, Markus, Dr. Nochflcs, Pohl, Rieber, Rirglcr, Rohaschck, Dr. Rosciibnuin, Silbcrmann, Sclicicr, Schiffmann, Schiffter, Dr. Schornstein, Wiesclmaun je 3,—, 2 h 2,-, 1 ä 1,50, 1 a 1,—, unsp. 23,-. Duisburg: N. Cohen, M. Prostak je 25,—. Frclhiirg: O. Schürt 3,—. Hannover: Hravinaiin 50,—, unsp. 120,—. Spezifikation zum 2. Ausweis der Zlonislcnslcuer- Eingänge Iflr das 2. Quartal 1925 (Nr. 45 der •.Jüdischen Rundsehnu") Aachen: R.-A. Stiel 10,—, I. Kaufmann 5,—, 1 ä 2,—. Allenstcln: Dr. Lewin 40,—, L. Lcwald, A. Lewiii je 30,—, R.-A. Wistinetzlcy 10,—. Aschaffcnburj«: L. Löwenthal 21),—, Gießer 5,—, Mauser 3,—. A&chcrslcbent Dr. Hirschfcltl, A. Michaelis je 10,—, I. Crohn 3,—. Augsburg: Traub 5,—, Bloch, Kupfer je 3,—. Berlin: I. Fciicrriug ■15,—, Dr. fiitin- (ton, Dr. S. Hildeshrimcr je '10,—, Mrinh. Maur 10,— (in <y« der f'iiinahmon nns den Vnrlr.'i/jcn Hii'hI.iu, I lambiir/(), San.« Rat Dr. lirailt, J.-R. II. SteiniU je 3i,—. I>h. II. t'raiikel, E. Göritz, Dr. Ilantke, Oir. Kareski, M. Slcrnhcrg, Ocschw. Wolfermann, M. Wollstcincr je 30,-, W. David, R.-A. Exlncr, M. Kobcr, Prof. Lewin, Pcltcsolin, Dr. W. Sklarek, D. Zellermavcr je 25,—, Dr. Apfel, B. Dendcr, M. Berg, M. Brunn, Dr. P. Chone, R.-A. E. Cohn, R.-A, H. Cohn, J.-R. D/ialoszvnski, A. u. S. Fendlcr, R.-A. I'ischcr, Dr. B. Grünfeldcr, R.-A. Dr. Klee, Dr. M. Kollcnscher, I. Koppel, Dr. Löwenthal, E. Moses, Fr. Silberbcrjr;, IL Sternberg je 20,—, S.-R. Dr. B. Lcwy 16,25. Dr. R. Erhard, R.-A. E. llcppiior, M. Merzic, K. Jacoby, Dr. St. Jakubowski, W. Jakubowski, Dr. S. Löwy, St. Müller, Dr. F. S. Neumann, Dr. H. Preis, B. Stcinberg. R.-A. Dr. Wci/jcrt. S. Wcinber/rer je 15,—, Dr. W. Aiicrbarh, R.-A .Aufrecht, O. Baer, L. Barth, A. Hein, M. Berff, B. Birnbach, Dr. Itischofswcrdcr, R.-A. Dr. Illncli, I. Bloch, Dr. C. Blum, R.-A. W. Böhm, D. Bojarski, R.-A. Itrv, S.-R. Dr. Caspary, E. Cohn, Apoth. Dobrczynskl, S. Dyk, S, Ehrenberg, Eifcrniann, B. Eisncr, Dr. A. Elsber/;, Frau I cnlgcr, M. Fluß, Dr. L. Freundlich, Dr. M. Freundlich, Dr. Fricdmnnn, B. Fuß, Dir. anrfunkcl, A. U. M. Gi-trclde, Dr. B. Goldberg, Dr. E. Ooldstein, E, Orofl, Orünspach, Dr. Hanse, Stud.-Rnt 1 lanimerr.tein, Fr. Dr. Ileyinann, A. Hirsch' feld, O. llirschowll/, I. Ilolilor, J.icnbluskl, Apoth. Jnroho witz, Dr. L. Joffe", Dr. IL Jessel, l*r. L. Jonas, Dr. Jnda, Dr. M. Junfrermann, Dipl.-InR'. Kauiinski, Dr. K. Kapitän, F. Katz, L. Kat/mann, M. Kesten, Dir. Kettlcr, Dr. Kirschncr, Dr. Kiiellcr, R.-A. Ph. Kozowcr. Dr. I. Kronstcin, l£. Küttner, R.-A. J. Lachmnnn, Dr. Lclirs, Dr. E. Lcszynski, Dr. R. Lcszynsky, K. Levy, Fr. R. Lcvv, R.-A. Lcwlnsohn, M. Lcwitt, Ä. Lichtenstein, Lichtheini, O. Liemann, Dr. K. l.ipowskl, Dr. F. Löb, R. Mayer, Dr. E. Michel, Dr. Mittwoch, Dr. W. Mofies, Dr. H. Mühsam, Dr. I. Münz, Dr. Macht, P. NaAhnnsohti, Dr. W. Noher, Dr. H. Notlimann, 1. Oppenheimer, Dr. Platz, R. Posner, H. Pulvcrmncher, Dr. L. Rosenberg, Dr. M. Rosenberg N. Roseuberg, Dr. Rosenzweig, Sachsenhnus, R.-A. Dr. K Simon, Dr. I. Simon, Dr. E. sTmonsohn, Dr. Stazberger, Symnmi, Schallt, Dr. Schauer. (Forfettzimg fotp;».) KEREN KAJEMETH LEJISRAEL (JftdiKhsr NaUoialfootla) zrzxzr: ao Hs^iscsus sp^chschuts zu ienen. plnaa n^ayn vwb1? lao n^n Derüntnrrlcht IbL in sSmtltclinn Klmson der Me.hnlo nach don Schawuoth-l'crlon wiedor aufgenommen worden und el künnen Daeh RUckuproeb» mit dem Untorxelehnttsn In sllfin Klausen für Fortgeschrittene Neuaufnahmen erfolg». Sprechnit bli auf weiteren Dienstag und Doonoritu« 6'/, Uhr Abeodi und Mittwoch, 0 Uhr »bondi In d«r Hoehtchaie für die Wlsiensobaft dos JndeotTtmi, Artlllerle»tr. 14,1 Treppe, Kimninr 4. Kolirlfillrbn Anfragen alml xu rlebton »ni Na BaraarUn, Ctiarlottanbura B, Knntstr. 83 (Tel. Wilhelm fiüOU}, M. Doraoran. I &w^J^IOI^,^ilt»4K^^S»4fcw^!5IIC! Poitichackkontoi üerlln 28247 Telephon! Biimtrck 7165-70 Benlckootot Darmslüdtor und NaUonalbank.WtS. Kurfürstcndomm 52 Zentrale iür Deutschland Berlin W15, Moinckcitr. 10 Der nüctista Snesitlen-ftusweis aes Kspen KaiofflBtli erscliclnt Freitag, 19. Juni 1325 Der 20. Taraus - Herzls Todesiaa fällt dieses Jahr auf Sonntag, den 12. Juli. In einem Jahre, wo der zionistische Kongreß — die unsterblichste Schöpfung Theodor Herzls — zusammentritt, wird kein Zionist es versäumen, den Tribut dankbarer Verehrung unscret.i grcHen Führer zu zollen. An die Freunde des Kcrcn Kaj'cmeth Lcjisrael, an alle, denen an der Entwicklung eines jüdischen Palristinas gelegen ist, ergeht die Aufforderung, mitzuhelfen bei dem großen nationalen Werk der Baumspcndc. Es gibt keine schönere Gelegenheit, den Namen eines Menschen, sein Werden, Wirken und Vergehen mit Erez-Israel zu verknüpfen, als die Pflanzung eines Baumes auf seinen Namen in den Wäldern und Waklaulagcn der Baumspcndc. Jeder Baum, der gepflanzt wird, gibt Schatten dein Koiinciirclchcn Lande, jeder I hin auf dürrem IVIs. boden, erneuert die Fruchtbarkeit des einstmals so reichen Bodens, jeder Wald an sumpfiger Stelle gewinnt verlorenes Land der Kultur wieder. Unterstützt dio Dnunispc-de! Spendet Bäume und veranstaltet Haus- Sammlungen zur Hcrzl-Jahrzeit. Verewigt durch Spenden für die Baumspcndc den Namen unseres großen Führers Theodor Hcrzl, dessen Andenken die Hcrzl« Wälder der Baumspendc gewidmet sind t Ein Baum in der Baumspcndc kostet 6 Mark. Ucbcrall, wo es möglich ist, sollen die zionistischen Vereine mit Unterstützung der Vertrauensleute des KKL. würdige Kcrz!-Gedenkfeiern veranstalten, für die wir bereit sind, Programme z\ samnienzustellcn, sowie Redner und Vorfragskräfte zu besorgen. Die illustrierte Zeitschrift „Aufbau", die in etwa drei Wochen erscheint, wird teilweise dem Andenken 1 Icrzls gewidmet sein und eignet sich vorzüglich als Propagandatnittel zur Herzl-Jahrzcit-Akü'on. Der „Aufbau" wird kostenlos allen Ortsgruppen und Vertrauensleuten zur Verfügung gestellt und auf Wunsch auch von hier aus direkt an einzelne Adressen verschickt, Gesinnungsgenossen, die sich in Bad Landeck in Schlesien aufhalten, bitten wir, sich mit Herrn Sauitäts, rat Dr. Lachmatui, Villa Johanna, in Verbindung zu setzen, der eine Vorführungdes Palästinafilms in Landeck plant. _ In Bad Nauheim ist anläßlich des Todestages von Theodor Hcrzl eine Gedenkfeier geplant. Zionisten, dio sich in der Zeit vom 12. Juli in Nauheim aufhalten, wollen ihre Atlrcssc entweder der Berliner Zentrale odet dem Bezirkssekretariat des Kercn Kajcmcth, Frankfurt a. M., Untcrlindau 21, mitteilen. Snrmmvm/iMm.-mimtw.-jn.-rti.ri.-jvmx awanwaaueu * jährige berr; Die Ortsgruppen Bamberg. Am Mittwoch, don 27. Atai, fand die die* e ordentliche Generalversammlung der Z. O.-G. Baniierfr statt. Der Vorstand und der N.-F.-Konmiissnr erstatteten eingehende Berichte über die Tätigkeit im Vereins jähre. Aus dem llcricbt des N.-F.-Kommissars ging hervor daß seit März 1921 ilber '1600 M. gesammelt wurden. I» den Vorstand wurden neu- bzw. wiedergewählt: 1. Vorstand Dr. S. Weichselbaiini, Kassierer und Schriftführer Alfred Katz N.-F.-Kommissar Ludwig Schmidt, Julius Blum als Vcrtrc tcr des IMnuweiß, Julius Stratis als Beisitzer. An die Versammlung HchloO sich ein Referat von Herrn Siegfried Stern Lrlangen, über seine Palästina reise. Karlsruhe. Ueber Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Osliuden Iii Deutschland sprach am Sonntag, den 7. Juni d. J., llerr Hermann Messinger, Nürnberg, in einet Versammlung, die vom Verband der Ostjuden in Karlsruhe clnbenifen wurde. Der Referent führte u. a. aus: Die Vergangenheit der Ostjuden in Deutschland verkörperte keine guten Aussichten für die Zukunft. Bis stellte sich die ostjüdische Gemeinschaft keinerlei politisch-kulturellen Aufgaben zur Lösung, sie begnügte sich mit der weiteren Fortsetzung der allein religiösen Lebensführung. Die daina Ilgen Beziehungen zwischen Ost und West waren keine gespannten, weil der Ostjude In den Augen des Westjuden al» Alnioseneinpfänger galt. Der Krieg brachte in dieser Hinsicht eine Aenderung. Es kam ein Teil der ostjüdischen Intelligcii» nach Deutschland, welche die Qeistigkeit und politische Aklt vität in Dcutsdiland hoben. Die Lage der Ostjuden w zurzeit eine katastrophale, Ihr Zusaniinennclilu» eine brennende Notwendigkeit. Der Redner, welcher die Lage der Ostlintel in weitem Umfang beleuchtete, schloß mit einem Appell, »■< Front der Ostjuden zu stiirken. In der Diskussion ■ Herr Josef Holunder. ' ,'■ vi' l •! i '' i'i i' ■. ,4 ' t ■a u / •'!., l' ) J1 : 1 ' 1 ' '' i: ■'. i «. iji J id i / i1 ■ '.\t;^ M1 \;i'