Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 41 (26.5.1925)
- Date
- 1925-05-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652730--17429-3518295- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 41 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 377 Zionistische Arbeit Im Elsaß Die Schckelkommhslon de l'Est de la l'ranco entfaltet iclt einigen Wochen rührige Tätigkeit und kann bereit» auf einige schöne Erfolge zurückblicken. Die Mitglieder, versammeln sich allwöchentlich lu den von Maltrc Eucard Wall und seiner liebenswürdigen Gemahlin zur Verfügung gestellten Rlumen um darüber zu beraten und xu versuchen, In die Tat umzusetzen, der zionistischen Idee mehr wie bisher im ganzen Lande Eingang ru verschaffen, zum Teil ist dies bereits gelungen un<f auch In solchen Orten fanden wir Verständnis, die bis Jetzt nichts iür den Zionismus übrig hatten. , * „ Dank der eifrigen Tätigkeit der Familie Joseph Bombctt können wir die ganze Kehllloh von lirumath zu den Schckcliahlcrn rechnen. In Obernai Hegt unsere Arbeit In den Händen des bewährten Herrn Albert A. Nchcr, dessen Wirken schon aus der Keren Hajessod-Kampagne hervortrat. Aus Mülhausen Ht. Rhin sind bereits ansehnliche Schekeleinginge zu verzeichnen und ist es hier Melle Ida Willard, die weder Zelt noch Mühe scheut. Weitere Zeichnungen sind von dort zu erwarten. Und ganz bestimmt können wir auf Metz za.ilen, wo Herr Engelstein um gewiß zu großem Erfolge verheilen wird. Herrn H. Kauflmann in Forbach ist es auch dort gelungen, eine Anzahl Schekalim abzusetzen, wihrend in Nancy tüchtige studentische Kräfte die Agitation über» nommen haben. Die Qroßstadte wie Strasbourg, Mülhausen, Colmar usw. bedürfen besonderer eingehender Bearbeitung, zu diesem Zweck wird vorerst ein Appell an die Oemclndemltgllcdcr versandt, wo mit Benig auf die bisherige Tätigkeit des Zionismus seine praktische Verwirklichung, der ständig fortschreitenden Kolonislcning der Ncugrüiulung von spezifisch jüdischen Dörfern und Städten mit allen dazu gehörigen Jnstulloiicn, dem allen Jetzt durch die Errichtung der jüdlschcn Universität In Jerusalem die Krone aufgesetzt ist — zur Zahlung de« Schckels auffordert, der so gering bemessen (fres. 5.— für Frankreich), daß jeder Jude, der sich noch einen kleinen Rest Anhänglichkeit für Zlon bewahrt hat, seinen Stolz darein setzen wird, bei den Schekcl/ahlern ja nicht zu fehlen, besonders im Hinblick auf die außerordentliche .Wichtigkeit des diesjährigen Kongresses, zu dessen wähl Jeder Schekelzahlcr berechtigt ist. Kein Jude will sieher hinter den führenden Persönlichkeiten Frankreichs: wie Palnlevc, Herriot, Millerand, de Monzicn, Leon Blum, zurückstehen, die In schönen Worten der Palästinasache Ihre größte Anerkennung ausgesprochen haben und für weitere Fortschritte «Ich c nsetzen. Die Schekelkommission ist sich bewußt, dal! Jeder Jude, der bisher den Schekel nicht entrichtet hat, sich unßcsäumt dieser Pflicht erledigen wird. Die Kommission, beitehend aus Maltrc Edg. Weil], place Brogllc 20, Lcoprtd Metrger, Place Bordeux 11, Leon Salonton, Kue IXserte 11. Csmlne Bloch, Ruc Schwendl 7, sämtlich In Strasbourg, sind gerne bereit, die Schekelzeichnungcn entgegenzunehmen. Ebenfalls läßt es sich -unser Schwesterverband „Beth Zlon" angelegen »ein, in den ostjüdischen Kreisen für unsere Ideale zu werben. Für das Orunpement local de l'Est de I« France Schekel- ■ Vommission. I. A.: C. Bloch, Rue Schwendi 7, Stra»bourg. Von der Arbeit der „OSE" Di« im Jahre 1912 In Rußland ce*ch*'fenc Gesellschaft Iür den Oesundhcltswhulz der Juden „OSE", welche «ich in lQdlsch-politlsdicn Dingen vollkommen neutral verhall und aus Juden verschiedenster Richtungen «Ich zusammensitzt, erstrebt die Hilfeleistung durch den medijlnischeu Rat und Schutz für die großen Massen des Jüdischen Proletariats, der Flüchtlinge, Walsen und de» gesunkenen Mittelstandes, Ihre Arbeitsstätte Hegt daher In fast allen Ländern jüdischer Ma6sensiedlung, vor allem aber In den durch Pogrome, Epidemien und Verarmung schwer helmcesucliten Ländern des Ostens, besonders In der Ukraine. Zwar Ist »lc nach ihrer Umwandlung in einen Weltverband bestrebt, die physische Regeneration des jüdischen Volkes In der ganzen Welt in planmäßiger Arbeit zu heben, doch bietet Ihr jene« Land, innerhalb denen Grenzen Jette gMcllschnftllchc Vereinigung nicht geduldet wird, Rußland, die grüßten Sorgen, gerade dort entfaltet sie unentwegt Ihre v> notwendige und sehntüchtig erwartete Hilfe. Die „OSE" setzt sich zusammen aus den Vereinigungen und Institutionen In Lettland, Litauen, Dan/ig, Finnland, Polen (ßlalystokcr und Wilnacr Rayon), Rumänien, Belgien, Paris und London, mit insgesamt 42 Abteilungen. In Palästina unterhält sie das Pasteur-liutltut. Mit ihr in Arbeltsgcmcin- Kluft steht der durch Sport- und Leibesübungen dieselben Ziele verfolgende, zirka 120 00D jugendliche Mitglieder unv fassende Makkabl-Weltvcrband. Nicht nur in rein therapeutischer Huisjcht besteht ihre Tätigkeit, sondern ebenso groß ist ihre prophylaktische Arbeit, welche besteht in der Aufklärung für Kranke, Schwangere und Mütter, Förderung des. Sportej, der Spiele und des Turnens, Verschickung In eigene Ferienkolonien, Herausgabe von Literatur, Plakaten und Abhaltung von Vortrügen mit Lichtbildern. Ein ungefähres Bild von dem Umfange ihrer Arbeit kennzeichnen die folgenden Zahlen: In Rußland sind In der Zeit vom 1. April 1923 bis 1. Dezember 1024 in den 8 Polikliniken und 12 Ambulanzen 593-109 Besuche «macht worden und 303 563 unentgeltliche Rezepte und Arzneien ausgegeben worden. In den 9 Krankenhäusern mit 155 Betten sind 5355 Patienten mit 52265 Kunkcntagen behandelt worden. In den 7 Impfungsslationen sind QsOS Pocken- und 29 4ÖO andere Impfungen vorgenommen worden. I« den 21 Kinderspelseküchen, 15 (später nur II) Krippen "nd 8 (später nur 2) Kindersanatorien sind 33132 Kinder durchgegangen. Außerhalb Rußlands, In den obengenannten Staaten, werden insgesamt 10 Bcralungs- und Schutzsnstalten für Mütter, 39 »chulmedlzlnische Stationen, 7 Kliiderkolonlen und Sanatorien, 6 Spielplätze, 4 Favus. Ambulanzen. 3 Röntgen-Abtellungen, 13 Ambulatorien, 5 Eml C'tntenberstungsitelien, 1 chemisch-bakteriologisches Labor« »orium, 1 Schwesternschule, 1 psychologische« Institut und <l»s Pirteur-Instltut (In Jerusalem) unterhalten. Behandelt sind worden in den Ambulatorien 111 844 Patienten, 25170 Schulkinder standen unter ärztlicher Aufsicht, 2000 Kinder durch Milchküchen bedient und 943 Kinder in Ferienkolonien Beschickt Auch in Deutschland, wo sie seit 3- Jahren ihre Zentral* Verwaltung zu sitzen hat, hat die „OSE" vor allem in den [Mischen Vierteln Berlins bereit« ihre ersprießliche Arbeit ("Sonnen, und ist daran, in den nächsten Tagen eine deutsche ' Berliner Kalender Bflroi Bo-Hnor ZlonUM-nht V«r«lnlgun«, lUrlln W t«, W»lo«k«»'i»l)» 10 T#l«pbom Oltmtrok 7IM-70 * 1'oiUoliooliknnS« No. IS0M D.fll» MW 1 K»MPn*»rw»IWn» lUr IV SS. V." U«LH»r»t»K, don 4- Jnnl abend« 8 Vbr Grupp« 0*1, (tu L-hrorwrolnitiMi»., Ali»»nä«r»tf. in/41 Ü"«rr Dr. Bolowolii«hlki ,.P*r XIV. Kooc"* n»A dl« Z«V«aH if ■lonliUic.li*a Org«nli»tW UnkoitoDb*lLr»» Uk. 1tmdObO raohtoUb Dar Olor» DUoiUr, ilut 86. U»l, T'ohX*» nonaanU«, don $» Statt lUbrttlieh flonnaHand, dan SA Mal M» I. .Ttmli OtoSa Waodaroag. Mlaraobt J ■(••dgttavtKaokaJt. J«1»b Soaoabond weHm. * Uk* bat Arthur HoliraRtnhatm. f,«»«Uowitr. 19a LaktBr* Tan Aehad Haan. UalirSlacba Spraohasbul« In Darlla (XIV, Saneitar) AmVnnlt «rtatli dar «ahnll-ltar. Karr N. narscrSn, DUniU« rt«n<t« « Vi Dar Jdlilwoob abaodi 0 Uhr, t>onn*r«uw abanda AH UV, <n "Wr HoohielwU Iflr dla WI.Mniob»/» d» .Indoninmt. AHttUrlaiirata Ii I, f.tramar 4. JUdlaaba KUdwC«>l»a. Kordan. Zah'lonlokar Str. M/SU Oitani JablomkUlr. 2>1 KaukAlln ■ Wltmannttr. 1J Wllmartdori. Ildlbronoor Ktr. 10 hat I'aao«ak( TScIlrh (anOor Bnnnabaiid nnd Rnnn»»g) *»n 9—1 Chr. In allan KliflariSHan kAnnan noch Itlndff anlganommaa wardao. H >-i',)ijyf'j^ifMTtrAiif.lJ.l!lKlM^lUlltUAIsajta „OSE" zu schaffen. Ihre Mitarlwit zugesagt und Ihre Mitgliedschaft erkUrt haben bereits eine große Anzahl der prominentesten jüdischen Autoritäten der Medizin. Aber nicht nur ihrer Mltglledsdiaft. sondern auch derer der groflen Jüdischen Massen bedarf die „OSE", um Uircr Arbeit gewachsen «ein zu können. In lkrlin wurde inj Lsufe de* Monat» April das erste jüdische Hygiene-Wandermuseum eröffnet, das spliter mehrere Städte Europas pas-.icren soll. Zur Zeit befindet sich eine Expedition in Amerika, um bei der dortigen Judeniie.lt einen Teil der enormen Mittel, welche die Gesellschaft für ihro Zwecke braucht, auftreiben zu helfen. Wir bedürfen aher der Hilfe und der Mitarbeit eine« Jeden jüdischen Menschen, der ein Herz hat für die Ziele und Aufgaben der „OSE", für die Qcsundimg de« Jüdi. Khen Velkes und für die Linderung der Not unserer Bruder in den furchtbar heimgesuchten Statten des Ostens. Dr. Muntner. Neue Synagofial-Oearlngc. Oberkantor Manfred Lcw»ndowski hat für den C-dur-Psalni 02 des Professor« Louis Lcwandowskl ein neues Kantor-Solo; „Zadlk katomor Jifroch", ferner für da» Hallcl-Ochet „Lau Oniush" für Bariton und Orgel gc&chrlcbeii. Beide Kompositionen towle die ncubcarbdtctc Chor-Piecc „Mo Oschlw" aus dem Hallcl von Kantor Eduard Qoklbcrg werden ' im Festgottesdienst zu Schewucth zum ersten Mal in der Synagoge „Der Friedenstempcl", Rcrlin-Halensce, gesungen. Karlclllag des K. J. V. In Dresden. Künstlerbaus. AlbrechtstraDe, von Sonstig, den 31. Mal, bis Dienstag, den 2. Juni. Sonntag vorm. II Uhr Alth errenbe»prech unflj über die Aufgaben der Altherrciischaft de« K. J. V. Auschließend gemeinsames (inollm.llcs) Mittagessen; nadnn. 4 Uhr 6. t. Eröffnung dci Knrlelltnges. Die Verhandlungen dauern bis Dienstag, den 2, Juni Ind. Es finden folgende Referate statt . 1. Die Aufgaben des K. J. V„ Referent Bbr. Herbert F oe rdc r. 2. Geistige Schulung und Orientierung Im K. J. V., Referent Bbr. Kurt Dlumenfeld. 3. Die Entwicklung Palästinas und unsere Aufgaben in ihr, Referent Ebr. Oeorg Landauer. Bundcsbnldcr, welche sich noch nicht angemeldet h«ben, werden gebeten, dieses umgehend zu tun. Auf dorn Manntbahnhof wird ein Bahnhofsdienst eingerichtet, durch den die Bundcsbrüder, soweit sie nicht schriftlich ihr Quartier gemeldet bekommen haben, dasselbe zugeteilt erhalten. Alle ankommenden Bundesbrfider werden gebeten, »Ich beim Bahnhofsdienst zu melden. Wir haben an alle Omidcsbrüdcr, die Zimmer für Dresden bestellt haben, Restatlgungskarten geschickt. Bundeshrüder, die sich bis Donnerstag nicht angemeldet haben, können nicht auf Besorgung eines Zimmers durch uns rechnen. y-'H'.1»/' " .i-t", , . >■,■ , » . . fj>, .m.'w," Pt"-.-»| frt».i^V.-l,vj.a:^»-.^W4ih^^ut^^^ti^.-^ i die lefiffiMe tiss \m MmM Die Arbeit in den Bädern und Sommerfrischen muß in diesem Joliro in groflercm Umfange aufgenommen werden. Es kommen dafür folgende. Veranstaltungen In Bctracbtt 1. Vorfüluuutr des Pnlütinafilm» de« Keren Kajemeth und des Knrcn Hoiconod Dieser Film Int in sehr wirksamer Wciso dadurch ergänzt worden, daß di« ErSffnuni der HohrSlachcn Universität in Jcnunlem untor Anwesenheit Lord Balfoura de» IV. Toll hinzugefügt wurde. 2. Vorträge bekannter Rodner. 3. Künstlorlscho und gcicllschuftlicho Venuiatnltungcn. Um etaej wirksame Ausnutzung der vorbondeneq Möglichkeiten durchzuffihren, Ist c« notwendig, daß und Jeder Zlonlst rcchboltlg mittollt, welchen Ündcort mt aufsucht und tu wolchor Zeit er »Ich dort aufhält Femer ist es notwendig, doli die in dor Nilha der Kurort« g». legenen Ortsgrupnoo dfo OrRoulsotlon der geplanten Veranstaltungen übernehmen. Wo c» notwendig Ist, wlrc dica durch dio Uczirkssclcrotarinto des Kcron Knjemoth unterstützt werden.Unsens Ulu»trIcrtoZoitschrift„Aufbau,«t deren nüchsto Nummer Ende Juni anläßlich der Herzl- Johrzclt erscheint, «toht für die BSderpropagond» kostenlog zur Verfügung. ^^^i^l'^^^l7^- * "i* r-^r«""f^*' Beralsressorl des K. J. V. Wir ktinnen HaLs-, Naf.cn- und Ohrenarzt Nlederlissungsmrmliclikelt In einem bekannten Badeort nachweisen. Räumlichkeiten vorhanden. E, 15/150. Deriiiatnlogischer Vertreter auf 3-4 Wochen im Juni von Buudesbriidcr gesucht. E. 151. Vertreter für praktischen Arzt für die Monate Juni- Augunt In Mittelstadt Mitteldeutschlands gesucht, E, l$2. In ostdeutscher OroOstadt bestehen duOcrst günstige Nlederlassungsmöfilichkeiteri für dnen Frauenarzt und einen Kinderarzt, fc. W und 156. Referendar für umlangrclches Anwaltsbüro in Westdeutscher Mittelstadt von Zionlstcn gesucht. E. 140. In Pa?äslln«ßCrCn Archltek,cn ßes,el" AnMellimgunöglichkeit Wir suchen für einen Dundesbruder, der wissenschaftlich L,JiftMri'c!l ^e,sh|fl[t Nebenbeschäftigung für den Nachmittag. E« kommt auch Jede andere Art der Tätigkeit In Betracht. E. 158. Meldungen unter Angabo der Nummer an das Berufsrestort de« K.J.V., Berlin W35, Kurfürstenstr. 150. Die Ortsgruppen Crcfeld, Am'17. Mai fand im größten Lichtspieltheater Crefchls, den Apoliohchtspielcii ein Filmmatince des Keren Kajemeth und Kcrcti Hajcssod statt, die gut besucht war. Einleitend sprach Herr Justizrat Iioden hei m cr, Köln, Worte der Einführung und Erläuterung. Der Film fand begeisterte Aufnahme. Die Ortspressc, welche ihre Berichterstatter entsandt hatte, brachte vorzügliche Rezensionen. Das finanzielle Ergebnis war ebenfalls gut, Elberfeld. Donnerstag (Himmelfahrt) lief hier der PalöGtinafilm. Dank der planmäßige» und angestrengten Arbelt von Herrn Hans Spanier und der tatkräftigen Unterstützung durch die OrUgrtippenmi(«lieder war das größte Kino der Stadt »ehr gut besucht Der moralische wie auch geldliche Erfolg war gut, so daO für den Keren Kajemeth ein Gesamt- Überschuß von etwa 850 M. erzielt werden konnte. Frankfurt a.M. Im Anschluß an den Delcgierfentag wurde hier die „Zionistische Frauengruppe Frankfurt a.M." gegründet. In den Vorstand wurden gewählt: die Damen: Paula Frenke!, I. Vorsitzende, Loew-Tachauer, LIpInaky und fkrgcr. Die Zionistische Frauenoruppe delegierte eine Reihe von Damen In die übrigen Jüdischen Verbände als ihre Vertreterinnen. Die Zionistische Fraucngruppc wird »ich mit kulturellen und sozialen Angaben befassen, Sie wird sich Insbesondere der Chaluifürsorgc widmen. Anfang April fand die erste Mitgliederversammlung statt, in der Frau Loew-Tachauer über die Aulgabcn der Zionistischen Frauengruppe referierte. Anfang Mal berichtete Frau Grünstein, die soeben aus Crcz-Isracl zurückgekehrt war. In einer außerordentlich gut besuchten Mitgliederversammlung über Ihre Rcisecindrückc. Es Ist nur zu wünschen, daß sich recht viele Jüdische Frauen unserer Gruppe anschließen, um in gemeinsamer Arbeit am Aufbau Palästinas mitzuwirken. Es sei schon an dieser Stelle bemerkt, daß die Zionistische Frauengruppe beabsichtigt, zum Herbst einen hebräischen Kindergarten z.u eröffnen. Zu diesem Zwecke wird bereit* mit einer Kindergärtnerin, welche die hebräische und deutsche Sprache vollkommen beherrscht, verhandelt. Alle Zuschriften sind an Frau I>iii i Liplnsky, Frankfurt a. M„ Uhlandstr. 50, zu richten. Hamburg. Am 18. Mal 1925 fand im Log«nhciin ein sehr zahlreich besuchter vorlratf von Herrn Holländer, dem führenden Mitglied der Palilsttna-Centralc der Agudah- Jltrool, statt. Herr Holunder, der vor ktiritmi im Auftrat» der Agiidah-JUroel-Organisation mehrere "Wochen in Erez- Jisrncl verbracht hatte, berichtete In Worten tiefster Ergriffenheit von dem neuen liklischcn Leben, da* slcfi dort im Kreise de» alten und neuen Jischuws zu entfalten beginnt. Er betonte, daß auch der eifrigste Agudist dort drüben auf der Schwefle der Väter fruchtbringende Arbeit ru seiner Be. fricdlgung und zum Nutjcu Utcz-Jinroel im Sinne des thoratreuen Judentum» leisten könne, und forderte die Anwesenden «uf, Jeder nach dein Mali seines Könnens, sich durch Zu. wendung von Geldmitteln an dem Aufbau von Erez-Jisroel im Geiste unserer Thora zu beteiligen. Er entwickelte In Kürze die organliatorluchen und wirtschaftlichen Plaue, die von der Agudish.JIsroel in lehtcr Zeit in Angriff genommen worden sind. Er forderte unter Hinweis auf die Maasjcr- Pflicht in der Zionistischen Organisation, eine energische Selbstbcsteiierung der Agudistcn, um die jetzt eich bietende Gelegenheit zum Bodcnerwcrb nicht vorübergehen zu lassen. In der Im Anschluß an dem mit großein Beifall aufgenommenen Referat einsetzenden Diskussion begrüßten führende Persönlichkeiten des Hamburger Misrarhi die Tendenz dieser neuen Agud.ihnrbeit und sprachen die Hoffnung aus, daß Im 'Zusammenarbeiten die Agudah mit den gesetzestreuen Zionistcn zur Stärkung des Thorattims an Erez-Jiiroc! beitragen möge. Kühl. Zwecks Reorganisierung des ostjüdischen Gruppen- Verbandes in Rheinland/Westfalen hat auf Einladung der Kölner ostjfidK'licn Vereinigung Herr Dr. Israel Taiibcs, Wien, eine Reihe von Versammlungen In Köln und mehreren Städten in Rheinland/Westfalen in diesem Monat abgehalten. Auf der letzthin Im großen Saale der Rlicinlandlogc stattgefuiidcncii Versammlung besprach Herr Dr. Taubes ein-?;chend Jene Momente, die <lic in Deutschland lebenden OstuUeu zu einem wichtigen Kaktor im öffentlichen jüdischem .eben ausbilden könnten. Redner hatte Gelegenheit, in allen Versammlungen auf die Pflicht der Ostjuden, das Aufbauwerk in Palästina tatkräftigst zu unterstützen, hinzuweisen. AH der Gottesdienst jüdischer Arbeit über unser palästinensische« Land kam, da wurden die Jüdischen Massen der ganzen Welt aufgerüttelt und die In Deutschland wohnenden Ostjuden dürfen dieser geschichtlichen Tatsache nicht indifferent gegenüberstehen. Zwecks TeMIrgung eines einheitlichen Arbeitsplanes fand Sonntag, den 24. Mai im Sitzungssaal der Synagogcn-Gcmci/idc Köln der er«ta Deleglertentagde« ostjüdischen Qruppcnvcrbandcs für Rheinland/Westfalen mit nachstehender Tagesordnung statt: Eröffnung, Begrüßungen. Referat über Ziele und Aufgaben des Gruppenverbände» In Köln, erstattet von Max Gold reich. Referat über Organisationsfragen, erstattet von Dr. Israel Taube«. Disku»slonen, Wahl des Zentralkomitees und der Verbandsexekutive. Dem Verbände gehören 21 Ortsgruppen in Rhein- Iind/Wc»tf»!ert an. r^*.,..? "»'i'p.'.....«. i1—' 4 »';■ ■ ■>......» .... TT* f Tagtläel! 3 Pfennigs die ItBUIciise, ergetoea — Marls Mm eleu ICe^cm Haf eii&etlbt CTlT" '■'''"■"Pre "V' '<T\m^'^l\'^'T^KV*ri''w^ "'' "* ^.Xif^UA» h<ti***;li***rK-. -s. TT V ff^-"r~*jf^ * ii.«..Mn.^ „t,j4u* ~3