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Jüdische Rundschau · 1925-05-19 · Heft 39 (19.5.1925) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 39 (19.5.1925)
Date
1925-05-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Kr. 39 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 303 Israel Cohens Tourne Der Generalsekretär der Zionistischen Organisation, Herr ,jiael Cohen, kehrte vor kurzem von seiner Fahrt durch Europa, die er im Aultroge der Zionistischen Exekutive Im hlcrcfi*c des „OrganIsatlons- und politischen fonds" unternommen hatte, nnch London zurück. Die Reise ljCrrn Cohens dauerte vom U. Dezember 1924 bis zun! 7. April 1525, während welcher Zeit er zionistische Zentren in 16 vermiedenen Landern besuchte. In all diesen Ländern hielt Utrr Cohen Konferenzen mit den Exekutiven der lokalen Monistischen Föderationen ab, während er bei vielen Gelegensten in öffentlichen Versammlungen über die politische Lage zionistischen Bewegung Vorträge hielt. Iis war dis erste jlil seit dem Kriege, daß eine derartige ausgedehnte Tourne" ^Auftrage der Exekutive auf dem Kontinent un- Ktnommen wurde, und der willkommene Empfang, der Herrn Cohen überall zuteil wurde, bewies, daß die Exekutive wohl geraten war, als sie diesen ljcschluß. faßte. Nach kurzem Aufenthalt in Paris fuhr Herr Cohen fjrh Antwerpen, wo er eine Sitzung mit dem Zentralkomitee der belgischen Föderation abhielt, und In der begossen wurde, £ 300 für den „Organlsations- und Politischen foiid*" beizutragen. Bei »einer Ankunft in Berlin fand Herr Cohen, daß die deutsche Landsmannschaft am Vorabend ia Dclegiertentagcs stand und daS daher die Zelt für die Ausführung seines Auftrages ungeeignet war, ura so mehr, ili die deutsche Föderation gerade dabei war, eine besondere Simmlung aus Anlaß der damals bevorstehenden Wahlen zum tmdesverband preußischer Gemeinden einzuleiten. Dessen ungeachtet hat Herr Kurt Blumen feld die Verpflichtung •intens der Z.V. f. D, übernommen, £ 100Ö beirutragen, welche Verpflichtung nachträglich von dem in Wiesbaden gewählten Zentralkomitee bestätigt wurde. Herr Israel Cohen setzte dann seine Reise nach Warschau fort, wo er Gelegen- [ itit hatte, auf der Jahreskonfcrenz der politischen Föderation über den Zweck seiner Mission zu sprechen. Die ncugewhhlte i Exekutive beschloß, £ 1000 aufzubringen, und ein Teilbetrag «urdc sofort gesammelt. Während seines Aufenthaltes in Hirschau referierte Herr Israel Cohen über die zionistische Lage auf einer Versammlung des Mit räch I. Von Warschau fuhr Herr Cohen nach D a n i I g und sprach auf einer Sitzung der Zionistischen Organisation der Freistadt, »öbei beschlossen wurde, £ 150 für den „Fonds" beizutragen, »«von der größte Teil sofort nach London überwiesen wurde. Die nächsten drei Wochen brachte Herr Cohen In Litauen., Lettland und Estland zu. In Kowno hat die Exekutive Ut$ Landesverbandes trotz der schweren ökonomischen Lage sich bereit erklärt, £ 300 beizutragen, und sandte einen Teil | tocs Betrages sofort an die Exekutive in London. In Riga :ad Li bau hielt Herr Cohen große öffentliche Versammlungen ab, und in Dorpat und Kcvnl sprach er in kleineren kreisen; die Sammlung in diesen Städten ergab einen Betrag m Ober X -100. Er besuchte dann W i 1 n a, wo die ökonomische Lage viel schlechter als in den baltischen Provinzen wr, es gelang ihm Jedoch auch dort, verschiedene Beiträge I m wohlhabenden Kreisen au erlangen. Er. hielt eine Vcrsamut- [lang in dem Hauptbüro der Wilnaer Organisation ab und kehrte mch Warschau zurück, wo er neben der Verfolgung seines fuiiptzielcs die Tätigkeit des zentralen Palästinalimts daselbst untersuchte und mit Captain Cartwrlght, dem Irischen PaßkontrollOffizier, verschiedene Probleme der palästinensischen Immigration bfsprach. Am 1, Februar wohnte Herr Cohen einer Sitzung des ztohiiltochen Zentralkomitees der tschechoslowakischen Republik ]ij Prag bei. Es wurde beschlossen, £ 800 aufzubringen, wo- |»n ein Teil sofort nach London überwiesen wurde. Von Prag [Mir er nach Wien, wo er mit der ne»gew3hltcn Exekutive Utt österreichischen Landsmannschaft eine Konferenz abhielt. [»Budapest sprach Herr Cohen in Privatversammlungen, |»o er ein freundliches Verständnis für seine Aufgabe vorfand, 1;r benutzte seinen Aufenthalt in Budapest, um seine Bemühungen bei der ungarischen Regierung wegen recht« lllchcr Anerkennung der lokalen Zionistischen [Organisation fortzusetzen. Er wohnte einer Konferenz |<tr jüdischen OemelndefOhrer bei, die von dem Unterrichts- |Bister Orafcn Klcbclsberg einberufen worden war. Mit I Rücksicht jedoch auf das ungünstige Verhalten der Jüdischen ptpriinciitantcn endeten die Verhandlungen nach erfolgtem httinungsaustausch ohne Ergebnis. Der Bericht, der In einigen [Hungen erschien, wonach Graf Klcbclsberg beschloß, die l^ilisierung der zionistischen Landsmannschaft zu verweilen, war unkorrekt und geschah ohne Ermächtigung, da ein Isolcher Beschluß weder dann noch seitdem seitens der Regiepg gefaßt wurde. Herr Cohen fuhr dann nach Zagreb, dem Zentralsitz der Itonistischcn Föderation für Jugoslawien. Am ersten Abend l 'nfcrlerte Cr mit der Exekutive, bei welcher Qelcgenhelt die I't'ircter der verschiedenen zionistischen Oruppcn anwesend [J'ien, und arn nächsten Abend sprach er in einer öffentlichen rtrsammlung. Außerdem stattete er zahlreiche persönliche Bc- |Wie ab. In Belgrad hielt er gleichfalls eine Beratung mit r'i Führern der lokalen Organisation ab und sprach In einer |«cnt||chcn Versammlung Im Jüdischen Union-Klub, der der l^rrahblner Dr. Alkalal beiwohnte. Da» Ergebnis der |j<müliungcn des Herrn Cohen in diesen beiden Städten betrug V} £ 300. Seine Reise nach dem Süden zu fortsetzend, errollte Herr Cohen Saloniki, wo attttdings »eine Aufgabt r^ke der Desorganisation der lokalen Landsmannschaft eine l lc|it schwierige war. Er sprach im „Theodor Hcrzl".Verein I," einer Vertreterversammlung, In der Herr David Florcntin Iii'1Vorsitz führte, und widmete seine Zelt hauptsächlich perlaichen Besuchen. Während seines Aufenthaltes In Saloniki I'[ er der Oast auf einem Bankett der lokalen Bnc-Brlth-Loge, I '«he Gelegenheit er gleichfalls für den Zweck »einer Mission •'nutzte. In Athen sprach cr In der Synagoge in einer Ver« l^mlung, die unter den Auspizien der lokalen Bne-Brlth- M« einberufen wurde. Da« finanzielle Ergebnis war jedoch J?1 so befriedigend, wie es sonst gewesen wäre, weil zur >n Zelt eine Sammlung zugunsten des Jüdischen Nationalim Gange war. Der Beitrag Griechenland« wird Jedoch **i weniger alt £ 200 betragen. Sir Alfred Mond, der sich jl' 'einem Röckwege von Palästina gerade In Athen befand, i.f'ng eine Abordnung der Jüdischen Gemeinde in Athen, JJ yon Herrn Israel Cohen geführt wurde und die Sir Alfred •Ja Ihre Anerkennung für seine Dienste im Interesse des ' ""chen Nationalfonds aussprach. „Von Athen fuhr Herr Israel Cohen am 5. März nach Kon* i'ntlnonel mit einer kurzen Unterbrechung In Smyrna. >r>0te {«doch »eine Tätigkeit In Konttantlnoptl auf die 'ung der Lage bejehrSr'rcn, weil der Zionismus In dcrTürkei zurzeit In Jeder Form verboten ist. Er setzte seine Reise nnch Philippopel fort, wo nach einer Beratung mit der Exekutive der bulgarischen Föderation bcschlössen wurde, einen Betrag von £ 300 aufzubringen. In Sofia hielt er außer einer privaten Zusammenkunft eine Öffentliche Versammlung Im zionistischen Hauptbüro nb, bei welcher Gelegenheit seine französische Rede ins Spanlollsche übersetzt wurde. In Anbetracht des existierenden Verbots der Ausfuhr von Oeld aus Bulgarien, «ah sich Herr Cohen gouötljrt, bei dem britischen Minister, Herrn William Erskinc und bei dem Generalsekretär des Ministeriums des Auswärtigen, Herrn Mlnkoff, vorzusprechen, um die Erlaubnis zur Ausfuhr zionistischer Fonds zu erlangen; da jedoch der Minister des Auswärtigen zu Jener Zeit in Genf wellte, konnte kein Be- Schluß gefaßt werden; diese Angelegenheit wird weiterhin auf dem Wege der Korrespondenz vcrlolgt. Am 17. März traf Herr Cohen In Bukarest ein, wo er in einer besonderen Sitzung der Exekutive der rumänischen Föderation sprach und außerdem zahlreiche Besuche mit befriedigendem Resultat abstattete. Von dort reiste er nnch Czcrnowltz, um einer Konferenz der Exekutive des zionistischen I »ffiu, i-t •** ■ -•r.rjrr rs £3G£3Dfö!3CGa durch S«lb«lunterrt<ht nach der weltbekannten Methode TocassQBrafr-tlaraacEasctoGBcflt Ott 2. Kvuiu« Iii eoeben trechtenen Damit Urft du Wert TOlleUndl» vor. Et Itt Jeltt Ilelejbtr. Kuno* Ii Bild 1-18 und 2 Oeling««. In Karton und Dedt« 1» M. Kareue Ui Ortet 1*-V. I Beilegt und Sechregltler. In Kulan und Decke II H. Dm votltUndlgc Werk (Kürette I und tl) In Kerton und Dtike SO M. Del Verpfllchhinit ew Abnahme elnee Kurtiu kAnnrn die Aride euch rlnieln (ilr |* I M. belogen «erden (monMlKh anriefe). DI« UnlcnlthUlirlrfe nach der Methode ToiuiMnl-UnUftiicheMI liefen auSerdrm rnr Idrr Enitll«ii, Fr»niflil«Jip lUllenledi, NlrderUnrtlKh, rolntidi, Porluitleillih. Hunilnltdi. Ilimluh, Sthwcdluh, Siiftnleih, Unrjarliui, Allgiicdititii, Lalclnleth. rrelie wie rar IfebrSUch. Durch ttdt Duehheodlun» lubeilchen. Probelektion H 11 (gewflnuhle Spreche bitte «Mitgeben) kottento» und portofrei »om Verlag Lonqansohelcltsoha Varlagsbuehhandluno <eVofaaaor O. Langoneohaldt), darlln-SotiOnobaitj. Oarjr. 1808) 3 Ewai'". ^AmTnmmI Landeskomitccs für die Bukowina beizuwohnen, bei der Vertreter sämtlicher zionistischen Oruppen anwesend waren, und kehrte nach Bukarest zurück, um in einer gemeinsamen Versammlung der beiden Bite-Brith-Logcn zu sprechen, die eine besondere Sammlung einzuleiten beschlossen. Herr Cohen fuhr sodann nach Cluj, wo er einen Vortrag vor der Exekutive der transsylvanischcn Föderation hielt, die einen Bctr.ig von £ 300 aufzubringen beschloß. Obwohl der Hauptzweck der Cohrnschcn Tour die Erhebung von Beiträgen für den „Organisatlons- und Politischen Fonds" war, war es von vornherein klar, daß der materielle Erfolg kein besonders großer sein konnte, und zwar nicht nur .wegen der .ungünstigen ökonomischen Lage, die überall In Zentral- und Osteuropa vorherrscht, sondern nuch mit Rücksicht auf die energische Kampagne, die gegenwärtig In dem Trößlcn Teil dieses Oebictcs zugunsten des Kcren Ha|essnd uiid des Kcren Kajcmcth betrieben wird, abgesehen von Sammlungen für andere zionistische Zwecke. Es besteht Jedoch die zuversichtliche Hoffnung, daß die bereit« eingezahlten Beltr,1ge zusammen mit den versprochenen Spenden, die wahrscheinlich innerhalb eines oder zweier Monate eingehen dürften, die Summe von zirka £ 5000 erreichen.. Der Wert seiner Tourn< bestand Jedoch außerdem darin, daß er zugleich die Gelegenheit wahrgenommen hat, die Beziehungen zwischen der Londoner Exekutive und den verschiedenen Föderationen auf dem Kontinent herzlicher zu gestalten, Auskünfte zu erteilen und In einen Meinungsaustausch über aktuelle Fragen einzutreten, was ganz besonders im Falle derjenigen Föderationen wichtig war, die bis dahin von keinem Vertreter der Exekutive besucht worden waren, — abgesehen von seinen politischen Schritten im Interesse der Bewegung In Ungarn und Bulgarien. Frauenarbeit In der Schweiz nw. Am 7. Mal f.ind die erste Generalversammlung der Ort'g'uppc Zürich des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina statt. Da« Ereignis verdiente keine besondere Hervorhebung, wenn es nicht als Zeichen dafür gewertet werden müßte, daß sich der Palästinagedanke auch hei den jüdischen Frauen In der Schweiz durchsetzt. Die Ortsgruppe Zürich wurde vor etwa einem Jahre auf Anregung und nach einem Vortrag von Frau Nanny Margullc» unter Mitwirkung einiger hiesiger Zlonistlnncn Ins Leben gerufen. Der Zweifel, den man füglich in das Interesse nlcnUionisllschcr Frauen nach don bisherigen Erfahrungen setzen mußte, hat sich nicht gerechtfert:gt. Ohne Unterschied der sozialen Klasse, der rcllgiüsrn Stellung und der Herkunft aus Ost oder West haben die Frauen Zürichs In der stattlichen Zahl von 200 der Einladung zum Beitritt in den Verbat«! für Kulturarbeit in PalrUt'na Folge gelolMet. Der Rrchcnschaftibrrlcht, erstattet von Frau Dr. Wcldler-Stclnbern, ergab, dnf» dl« Einnahmen der Gruppe im Laufe eine* Jahre« au« MitgliederbeitrSgen, Spenden und Veranstaltungen die Höhe von etwa 40OO Frs. erreicht haben, wovon ungefähr 1500 Pro, schon nach Palästina zur Unterstützung des Hostel in Jaffa, das einen prächtigen Hühnerstall erhielt, überwiesen wurde. In Zukunft soflcn auch die von Frau H. II. Thon in Jerusalem Inaugurierten Arbeitsschulen durch Kredite und Ankauf von Handarbeiten gefordert werden. Außerdem ist hervorzuheben, daß es der Züricher Gruppe gelang, In St. Oallcn zwei vereine int Leben zu rufen, die gut arbeiten, und im kommenden Jahre eine Expansion In den anderen Schweizer Städten versucht werden »oll. Nach Schluß der Generalversammlung hielt die verdienstvolle Vorsitzende der Gruppe, Frau Charles Mayer, einen Vortrag über die Eindrücke, die sie auf ihrer PaliHtinareise empfangen. Sie kehrte aus Ercz-lsrae! mit der Ucberrcugung zurück, diQ die dort wirkenden Frauen in Ihren PlSncn aller Teilnahme würdig sind und atn der Diaspora nach Kräften Hllfo erhalten müßten. Frau Charles Mayer wird Ihren Vortr«* In anderen Stadien wiederholen und damit für den Vcrbaii! Jüdischer Frauen für Kulturarbeit In PalSstln« erfolgreiche Propaganda machen, die eine regelmäßig« Subvoutionicrung palästinensischer Institutionen ermöglichen wird. Ein polnischer Jeschlwolh-Verband gegrOndel , Eine In Warschau abgehaltene Konferenz der Jeschlwotli in Polen beschloß die Oründung eines Verbände» der Jeschlwoth, An die jüdische Bevölkerung Polens wurde ein Aufruf sur Unterstellung der Jcachlwotß ertawen, Die Arbeil in Kurorten Von Dr. mal. W. Kolmer, Karlsbad. Die Erfahrung hat gezeigt, dafl jüdische, besonders aber jfonlsllschc Kurgaste wahrend der Zeit Ihres Erholung«- bzw. Kuraufenthalte« pern bereit sind, die gewisse liintönlt'kdt der Abende in Rlcichceslniiter Gesellschaft zu beleben. Dorn muH dabei beachtet werden, tlaU ihnen dlrsc Möglichkeit geboten werden muH, dal) tlc ohne'Anstrengung irgendwelcher Art, auch ohne besondere Verpflichtungen Gelegenheit haben, mit üeiluiiiiiijisgciiosscil zusammenzutreffen und bei dieser Gelegenheit über die laufenden Ereignisse unterrichtet zu werden und Ihre Meinungen auszutauschen. Aus dieser Erfahrung erwachsen den Ortsgruppen ganz besondere Verpflichtungen und Möglichkeiten der zionistischen Arbelt, die im folgenden kurz zusammengestellt werden sollen. 1. Bereitstellung eines Lokales. Wenn möglich mit ritueller Verpflegung, sonst eine cafOtiauiniäßig betriebene Wirtschaft. In diesem l.okol sollen die 7ionU(i»chcii Zeitungen aufliegen, ein geschlossener Ziisuinmcnkuiiftsraum soll zur Verfügung stehen. Durch ein Abkommen mit dem Wirt soll Hn Speisezwang vermieden si-ln. 2. Ilrknnnlinachuiig des l.okulo und der Zeit der Zusammenkünfte durch leicht sichtbare Ankündigungen In Cafegarten. Haukrri, Verkehr*hüros sowie In Kurhäusern. In den zionistischen Zeitungen der Ranzen Welt sollen entsprechende Notizen untergebracht werden. 3. Vorbereitung der Abende. Ein Emufungskomitce soll die Honciirs machen, die gegenseitige Vorstellung ermöglichen und eine Priisen/Ilstc auflegen.' Bekannte Zionlstcn, ganz besonders aber Paliistinatouristen, sollen besonders geladen werden,, zwanglos über aktuelle Probleme und über ihre Erlebnisse Im Lande zu berichten. AuGerdcm soll jeder Abend mit einem Referate eingeleitet werden, das die Möglichkeit gibt, eine entsprechende Diskussion abzuhalten, wobei «her Themen vermieden werden sollen, die die Leidenschaften allzusehr entfachen. Die Orl.sgriippcnlcllungcn sollen wissen, daß sie fich vollkommen in den Dienst der Kurgaste zu stellen haben, daher auch Wiederholungen von Vortrügen, die das Publikum interessiert, nicht aus dem Wege zu gelten hoben. 4. Bildung von Stammtischen. '» Frühslückslokalcu und Cafögärtcn soll mit Hilfe der Kurgäste selbst dia Möglichkeit zu vollkommen zwanglosen Zusammenkünften gegeben werden. Dies Ist die beste Gelegenheit zum Austausch der Erfahrungen und zur Bildung einer persönlichen Verbindung zwischen Zionistcn der verschiedensten Lander. 5. Veranstaltungen von Vortragsabenden, Kpnzcrtcn, Bluuientagcn und Festlichkeiten jeder Art finden bei entsprechender Vorbereitung stets besten Besuch. Die Eintrittspreise seien inüllig, sog. „Wur^crclct)" haben zu unterbleiben. Tombolas sind stets gerne besticht. 6. Verteilung und Evidcnrhaltung von Nalionalfondssammelmitteln. Besonders geeißnet sind kleine Sammellisten oder Sammelhcftc mit abtrennbaren Coupons. Nationalfond»- büchsen in allen Kurhiitisern und Wirtschaften. 7. Zionistische Zelluni»cii. Ihtrch Bekanntgabe entsprechender Adressen sollen die zionistischen Zeitungen in die Lage versetzt werden Absatz zu finden. In Buchhandlungen, ZcitungRvcrschleilicn, Bahnhöfen müssen zionistische Zeitungen zum Verkaufe aufliegen. Bei jeder Zusammenkunft sollen die Kurgast« angehalten werden, m den Lokalen, die sie frequentieren, Ihre Blatter zu verlangen. 8. Errichtung einer Auskunftsstelle in allen Miet- und Kurangelegenhciten. 9. Alle Jüdischen Aerztc, Kaufleute und Gewerbetreibende «ollen ersucht werden, Ihre Klienten auf die Zusammenkünfte der Ortsgruppe aufmerksam zu machen. 10. In den grlesenutrn zionistischen Zeitungen »ollen fortlaufend Kurortckalender erscheinen. In welchen Datum und Ort der Zusammenkünfte, sowie die Adresse einer auskunftsgebenden Persönlichkeit genannt sind. brren U>!essorJ la Argentinien Dr. Mo»«Inion, der die Kcren Hajcssod-Arbeit in Argentinien leitet, Ist nach Buenos Aires nach einer erfolgreichen Tournee durch die Südprovinzen zurückgekehrt Er vermochte übcrr.11 beträchtliche Summen für den Kcren Hajcssod aufzubringen, Durch die Anwesenheit von Professor Einstein crhilt die Keren Hajessod-Arbclt einen neuen Impuls. Her Oberraliblitcr von Frinlcreteh Uber Paläslim Der vor kurzem aus Palästina zurückgekehrte Obcrrnbbiuer von Frankreich Dr. Israel Lc v i äuOcrtc »ich in einem interview mit dem J. T. A.-Vertrcter in sehr optimistischer Weise Uber die Lage in Palästina, Palästina, sagte der Oberrabblncr. wird Ja unmöglich die 17 Millionen luden di-r ganzen Welt aufnehmen können, aber es bildet sich dott ein jüdisches Zcntnun. es w.Hchst dort eine neue starke Generat Ion von Arbeitern und Bauern heran. Daü Hebräisch In Palästina eine lebendige Sprache ist, machte auf den Oberrabblncr einen tiefen Eindruck. Er freute sich, dali auch in den Schulen der Alllancc Israclltc Hebräisch gelehrt wird, Er sei voll Hoffnung In heztig auf die Zukunft Palästinas als nationale» Jüdisches Zentrum. Der Arboltsmnrkt in pjiliistlnn. lh* „Co tu in e r r I «l Bulctln" schreibti Im Januar war die Lage des Arbeits, marktes gut. Die Arbcittlocißkclt war ganz unbedeutend und blich nur auf einzelne nicht organisierte gelernte und ungelernte Arbeiter beschränkt, Oer hervorstechende Zug aut dein Atbcitsmnrkt war ein Generalstreik der Holzarbeiter, der mit der Aufstellung einer Minimum-Skala der Tageslöhnc von PT. 30, 40 und 50 für Zimmerer j., 1. und 3. Grades endete. Die deutsche Sanieitwirtachaft und Palästina. Line Reihe führender deutscher Samcnflrnicn, wie „August Bcttdof Söhne"«, „Teda A.-G." und andere, haben in der letzten Zeit begonnen, sieh »ehr stark für den Markt In Palästina zu Interessieren. Im Aullragc der erwähnten Firmen begibt sieh, dieser Tage Herr Ch.. Bc lilo w»ky, der frühere Stell. Vertreter des Vorsitzenden des allrussischen Verbandes der Samenh3nd|cr und Samenzüchter, nach Palästina, um den dortigen Samenmarkt zu studieren und eine Errichtung von Samenwirtschaften Im Lande selbst In die Wege zu leiten. (I.T.A.). Bau einer großen Mazzothfabrlk in Haifa. Die Grands Mo tili ns de PalSstine In Haifa beginnen dieser Tage mit den» Bau einer grollen dreistSeklgen Mazzothfabrlk. Die Pläne sind nach amerikanischen Vorbildern entworfen, und wird der Bau mit den Maschinen, die den letzten Anforderungen entsprechen, auf gegen 12000 C zu stehen kommen, Die tägliche Maximalproduktion wird gegen 12 Tonnen betragen, wovon der größte Toll für den Export bestimmt ist. Die Fabrik soll gleich nach den Sukkxithfclcrtngcn ihre Produktion unter Aufsicht de» gherrabbmats aufnehmen. Der Bau wurde dem Solei onch Übertragen.

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