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Jüdische Rundschau · 1925-05-01 · Heft 34 (1.5.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 34 (1.5.1925)
Date
1925-05-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 316 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 3< Der elKlge Aiswea*) Von Dr. Ocrtrud Schloß In der am 18. März, statlgefundencn Jahresversammlung dei Hilfsvereins der Deutschen luden hielt der stellvertretende Vorsitzende Dr. Paul Nathan einen Vortrag Ober „Das jüdische Problem", in dem er betonte, daß angesichts der Tatsache, daß Millionen von luden heute zusammengepfercht in einer bedrohlichen wirtschaftlichen und sozialen Lage, von der Einwanderung nach Amerika und anderen westlichen Landern durch strenge Einwandcrunesgcsctzc ausgeschlossen, icben, der „ein/Ige Ausweg" zur Rettung dieser jüdischen Massen „eine allmähliche UcberlOhrung «ich den Osltcilcn Rußlands, wo sie In die Landwirtschaft eingeordnet werden können", sei. „Das Werk soll nicht in Form von Philanthropie, sondern als Aulbauhilfe vor sich gehen". Der einzige Ausweg besteht demnach, nach den Worten des Herrn Dr. Nathan, in einer jüdischen Kolonislcrung Ostrulllands. Mit keinem V/ort erwähnte Dr. Nathan Palästina und seine im jüdischen Sinne bestehenden großen Zukunftsmoglichkeitcn. Sollte der Hilfsvcrcin etwa auch, wie manche unwissende deutsche luden, auf dem Standpunkt stchcp, daß Palästina ein waghalsige* Experiment sei und keine Zukunft habe? Es ist doch undenkbar, daß eine Institution, wie der Hilfsvcrcin der Deutschen Juden, die es sich kontinuierlich zur Aufgabe setzt, ein soziales Masscnprohlem der praktischen Lösung nahe zu bringen, einen solchen naiven Standpunkt einnehmen kann. Iis Ist auch undenkbar, dtß ihm die Wünsche der ostjfidlschcn Massen, die nach Palastina zielen und die heute schon in der von Monat /.u Monat sich steigernden Einwanderung nach Palästina einen sichtbaren Niederschlag gefunden haben, unbekannt sind, daß diese Wünsche und damit der gegenwärtigen jüdischen Lage Rechnung tragend, gerade die amerikanischen Nichtzlonistcn nicht unwesentlich zu ihrer Mitarbeit bestimmt haben. Aber davon abgesehen, widerspricht es den Lcbcnsgesetzcn einer auf großzügige Hilfe eingestellten sozialen Institution, soziale Hille da zu tätigen, wo sie rechtlich und sozial mit neuuundneunzig Prozent Wahrscheinlichkeit unsicher und in ihrem Erfolg zweifelhaft Ist- Wenn es dem Hilfsvcrcin mit Hilfe dtr ica wirklich gelingen sollte — vorausgesetzt, daß die jüdischen Massen im Osten als Massen diesem Versuche zustimmen würden (denn selbst bei sozialer Hilfstätigkeit und besonders in einem Falle von solcher Tragweite, ist derjenige, dem die Hilfe gilt, doch kein willenloses Objekt) — die Zusage der russischen Regierung zu jüdischen Massensledlungcn zu erhallen, so ist das wirklich ein waghalsiges Experiment. Die russische Regierung in allen Ehren I Aber man hat im Laufe der Jahre doch zur Genüge erfahren, daß die sowjetistischen Zusagen und Verträge nicht immer im Sinne der allgemeinen diplomatischen und interstaatüchen Konventionen gehalten werden. Man rechne dazu noch die heute mehr denn je unsichere politische Lage des Ostens, dann wird man begreifen., daß das Projekt des Hilfsverclns wenig Vertrauen erweckend und vor allem nicht dazu angetan ist, die soziale Lage der jüdischen Massen, die ja eine geradezu katastrophale ist, zu verbessern. Man hat früher schon einige Male die Frage einer jüdischen Ansicdlung in der Krim diskutiert. Sie wäre, in Beziehung zu der Lösung der jüdischen Frage durch das palästinensische Aufbauwerk gesetzt, eher in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen. Jüdische landwirtschaftliche Siedlungen in der Krim wären eine ausgezeichnete Schulung für Palästina in gewisser Hinsicht. Wir wissen, daß das jüdische Palästlnawerk trotz der selbst uns überraschenden Fortschritte nur verhältnismäßig langsam angesichts des Drängens der jüdischen Massen nach Palästina ausgebaut werden kann. Wir wissen ferner, daß das Hcrcinstrftmcn zu vieler städtischer und industrieller Elemente leicht eine Bedrohung des ganzen Werkes ergeben kann. Denn die wichtigste Orundlage de« Palästinaaufbaus bleibt der Boden und damit die Landwirtschaft. Es wäre sicherlich zweckmäßiger und hinsichtlich der Lösung der jüdisch-sozialen Probleme richtiger und weniger riskant, wenn der Hilfsvcrcin, falls er eine so großzügige Hilfsaktion einleiten will, mit dem Kercn Hajcssod zusammen arbeiten würde, damit das Ziel einer rechtlich gesicherten Heimstätte und somit auch einer sozial-sicheren Hcimstittc der ludenhclt Im weitesten Umfang in nicht allzu ferner Zeit erreicht wird. Damit würde der llilfsvercln der sozialen Sicherung Jüdischer Existenz weitaus besser und ökonomischer dienen als durch Projekte, die so gefährlich find wie die jüdischen Masscnsicdlungen In Ostruuland. Die Aitslrorkiang der Klsehon-Sfltuple Die Untersuchung, die im vorigen Jahre bei Jadjnr vorgenommen wurde, um die Möglichkeit der Austrockninip ler Klschou-Sümpfe zu prüfen, 6ind zum Abschluß gelangt und haben ein günstiges Ergebnis gezeitigt Inzwischen haben die neuen Landcrwcrhungcn des Keren Kaifmeth und privater Oruppen im westlichen Teil der Emek- Utene das Problem wesentlich vereinfacht. ■ Der jüdische Besitz erstreckt sich jetzt von Jadjur bei Haifa fast unun- Icrbroehcn bis Nahalal in einem Ausmaß von 30 030 Dunam. Dadurch bekommt die Frage der Rentabilität der Trocken- 'eming der Kkchoii-Sumple ein wesentlich günstigeres Aus- »ehen, und es Ist damit zu rechnen, daß in absehbarer Zeit mit der Entsumphwg des ganzen Terrains begonnen wird. Ein ausführlicher Plan für die Trockenlegung der Sümpfe und die Verwendung des frclwerdcndcn Wassers für die Bewässerung des angrenzenden Terrains wird derzeit ausgearbeitet. Eine iiienulionale Filmfjesellscbatt Ii Pilisllsa Jerusalem, (f. T. A.) Eine Truppe von 24 englischen, amerikanischen und franr&sischcn Filmschauspielern und Film- Schauspielerinnen, unter Ihnen der amerikanische Filmstar Betty Blytfie und der französische Star Leon Mathot. ist am 21. April in Jerusalem eingetroffen. Die Truppe wird (wie wir bereits gemeldet haben — Red. „J. R.") Im Auftrag der Marcus-Filmgesellschaft In Palästina das Stüde „Jacobs Brunnen'rvon Pierre Den ol t filmen. Die Truppe wird auch „Die Wiege Qottet" von Dr. Stephan Marcus unter der Regie von Fred Leroy und Oranvllc In Palästina filmen. Verbrüderung von Chalutlm und Cliassidlm In Nahalal. Iii der Nähe der auf K. K. L.-Boden gelegenen Kleinsiedlung Nahalal ist mit Hilfe des K.K.L eine neue Siedlung polii rclter Chastidim Im Entstehen. Während Peßach haben die Minner und Frauen beider Siedlungen sich gegenseitig beucht und viele Stunden miteinander im Oesprach und bei Gesang und Tanz verbracht. Die Verbrüderung dieser beiden *o heterogenen Elemente hat im Linde beträchtliche Aufmerksamkeit erregt. •> Wir gewähren den Ausführungen der Verfasserin Raum, ohne um ihrem abschließenden Urteil über die Kolonisation in der Sowjetunion voll anschließen zu können, da bisher die Ergebnisse dieser SlcdlunesUlIgkelt noch keine abschließende Wertung gestatten. Damit Ist gleichzeitig' gesagt, daß auch Ur. Nathans Vorschläge noch keineswegs auf Erfahrungen wßen können. Anm, d. Red. Berliner Kalender nOrai narllnar Zlnolatlaeh« Varalnlffunt, n»rlla W 1k, aialnakatfaraSa 1» TaUpbeni Mtmark 7I<V> —70 . rw>«Wkknnto No. ISO« H.rUn NW 7 K*»onT«nr«Hun« d»r IL 7. V. DWnata» <Ub & Mal abaodt«Uhr Jtdlachar Daaclab Macoabl, Ii» I^hrorvaratnabtW, Alaiandantr. 40 KaajplatMad Ktrtan »am Pratia von 11k.-fiit I.Ii Mk. «rhSJUMj hat lf«rrn\Valt«f Ooldlmt, itAtamarhtotr. fli. Doanarttag, dan 7. Mal ahanda » Vf Cbr Grappa SOd, Im Mpl„o-«i«»»l dnr OHy-PflaUMa, Oraadanar Wir. M Htrr Dr. Landanon „Dia poUUacba and wtilaoliallllok* Laga la PaJSaUaa" (»•Iii wlllbnmraon 'Mlarackl-Jagaadgaaialaaafcall. Jadtn Ronnaband naolira. 4 Uhr bat Arthur HrhragunhAlm, L«Totiowikr, 19» LaMIr* To. Aek.d tlanaa. v?i23 matr "BO? Mo r»a j ■abrUaeka Spraekaahala la DarUa (XXV. SuataaUt) Anikon/t artaUl dar KebullaiUr, Harr Ü. DorKKrOn. ittnUft H Uhr abaodi und Ulrtwtxh 0 Uhr abanda In dar Itoflufhola IQr dla WUttaanhall da, Juitanlnma. ArllllarloatraDa Ii. I, Zlmmar 4. Kairo. (J.T. A.) Am 27. April sind Kolonlcnmlnlster L. S. Amcry und der Minister für Luftfahrwcscn Mr. Iloarc auf der Rückreise von Palästina nach England in Kairo eingetroffen. Die Minister sind in Kairo Oaste des FcklmarschaTls Lord Allcnby; sie wurden vom König Fuad empfangen. aMMMBM Rabbi Gnrdln gestorben. Im Aller von 71 Jahren Ist dieser Tage Rabbi Jchuda Leib Oordiu. der führcr der orthodoxen Juilcnheit Chlkagos, gestorben. Kabbi Qordin, der früher Rabbiner In Lomza (Polen) gewesen war, kam Im lahrc 1922 nach Amerika. Er stand vor Jahren In Beziehungen mit Leo Tolstoj, mit dem er zahlreiche Briefe wechselte. Enthüllung its Grabdenkmals J. L Pcra* Warschau. (J.T.A.) Am 2a April fand auf dem Warschauer Friedhofe die Fnlhülluiig des ClralHlrnkmals J. L. Pcrez' »tatt. lausende Juden pilgerten zum Orabc des Dichters. Die jüdischen Schriftsteller und Künstler sammelten sich vor dem Lokal des Schriftstcllcrvcrcins und marschierten über das Nalcwkl-Vicrlrl zum Friedhof. An der Spitze schritten die Witwe des Dichters, dessen Schwester, dann folgten Schalom Asch, Nomberg, die jüdischen Schriftsteller und Künstler; der Ausschuß der jüdischen Gemeinde, des Akademikerheims, Vertreter der jüdischen Schulbehördcn aus Warschau und allen Städten der Provinz. Insgesamt hatten sich mehr als 20000 Personen am Grabe eingefunden, Ocdcnkreden hielten Nomberg und Schalom Asch. Line halbe Mlllloa Dollar Abllotluansgeld Die Bncl Je&churun-KoiiRregjtioii tu CleVcland erwarb ein OruiuUuck In der Nähe des Pafai.« des Mi'lllacÜrs lohn D. Rocke feiler um darauf eine Synagoge zu erbauen. Die christlichen Bewohner von Euelid Hclghts wehrten sich dagegen, <l a ß In ihrem Distrikt c i n e S y n n gogc erbaut werde. J>.hn ü. Rockcfiüer führte deswegen Vcihamllungcn mit dem Präsidenten der Kongregation M. Rubin, die damit endigten, dal) Kockcfcllcr der Kongregation einen Betrag von 4/6tVJ0'D;)F!ar, sowie einen ncurji lianp'aiz in cütem anderen Stadtviertel zur Verfügung stellt, damit die Synagoge in Euclid Helchts nicht erbaut wird. Mit dem Bau des neuen Tcmpcrs wurde bereits begonnen. Dia Scldcnfabrikatlon In Palastina. Wir berichteten schon, daß die von Dcffincr in Tel-Awlw errichtete Seidenfabrik ihre ersten Produkte hrrdts auf den Markt gebracht hat. Die bereits vorliegenden Bestellungen, /um proßeii Teil auch aus dem Auslände, vor allem am Aegypten, sichern dieser Fabrik für längere Zeit vollste Beschäftigung. Eine Strumpffabrik In der Bnc-BroU-Sledlung. Wie der „Haarez" berichtet, Ist ein Herr Kopclowitz, der Fachmann in der Strumpffabrikation ist und sieh vor kurzem In der Bnc-Brak-Slcdlting niedergelassen hat, an die Erbauung einer Strumpffabrik, die viele Arbeiter beschäftigen soll, herangetreten. Ebenso wurde in der nne-Brnk-Sledlung eine gemeinsame Tischlerei „l'ress" gcfirfimlct, für die die nötigen Maschinen bereits bestellt sind, (Ziko.) In Palilstlnn Investiertes südafrikanisches Kapital. Der „ZIoiiist Record" berichtet'. Laut den letzten Nachrichten des in Palästina, wohnenden Vertreters der südafrikanischen Palcstinc Enterprise (Uinyan) Corporation, Ltd., wurden dort von dieser bisher Baudarlchcn in Höhe von £ 13000 gewährt: ca. -10 Baulcu stehen vor der Fertigstellung. Line Spezifikation der gewährten Darlehen gestaltet sieh wik lolgt: lladar Hakarnicl 2o, NVwc Scliaan.in . 15, IWith Oaliu 5, Rcchoboth 1. Bauten, die zu Anfang Dezember noch nicht In Angriff genommen worden sind, müssen gemäß den Darlehensbedingungen des Palcstinc Board spätestens Ende Dezember begonnen werden und rregen linde März aufgeführt sein. — Um die Arbeiten der Gesellschaft In diesem Jahre günstig fortführen zu können, soll an die südafrikanische Juuenhctt ein Aufruf zur Zeichnung weiteren Kapitals erlassen werden. (Ziko.) Ein Interessantes Testament. Die Eröffnung des Testamentes eines Mitgliedes des Ordens Son» of Zlon ergab, daö der nicht sehr wohlhabende Erblasser dem Jüdischen Natlonnlfonds 8 500, dem Keren Hajcssod C 400 und der Universität Jerusalem ebenfalls 8 400 .vermacht hatte. Den Rest von 8 800 hinterließ er seinem 17 Jahre alten Sohn mit der interessanten Klausel, daß, wenn er nicht nach den Vorschriften des Jüdischen Ocsctzcs lebe, die Nachlaßverwalter diesen Betrag Herrn Ussfschkln zur Verteilung unter die Chaluzlm überweisen sollte. In Tel-Awlw wurde von einem Herrn Oofdrlhg eine MQtzenfabrik gegründet, die als erste In Palästina auch HerrenstrohhDte herstellt. GRUPPE SÜD DBR B. Z. V. Am Dnnnoratair, das 7. Hit, abends 8'/t Dir spricht Im SplAgelisat dnr Ciij-r'eitaM*, Drcsdonsr Str. 63 n«n- Dr. Landauer «be.r:! „Die politische und wirtachaffllchc Lage in PolüaiiDa.* KlnfUhruog von GHstefl «irwUunht.; , '. Fraucflkontcrenz In Jerusalem Der Waad llapo«) der Histadriuh Naschiin Ivrioth b'Li Israel hat gelegentlich der Anwesenheit vieler In IWicjm' und sozialer Arbeit tätigen Frauen die zur Eröllmirifr je'( bräisrhen Unlvcuität nach Jerusalem gekommen waren <;••'' am 31. März 1025 zu einer Sitzung eingeladen, welche d« Erörterung einer Frage von besonderer Wichtigkeit «cwcimH war. Anwesend waren die Damen: Frau S. AzarjaJtu Irru salem. Frl. Abrams, Jerusalem, Frl. II. Blum, Jerusalem Fri " tAaMiAslAM. Ua<>aa< It»H<lnin I a •... SI _ •. ' "' Leah Berlin. Jerusalem, Frau Bcndow, Jerusalem, Mrs RifMM Oottheil, New York, Mrs. Max Quggenheimcr, New YotV Mr». Rrvs.i Oünrhurg, Jerusalem, Frau Minna llalpcrn, Vf|tn' l'rau Obcrrabbiuer Hertz, London. Frl. Chaston) lc,u! salcrn, M. Henriette Irwch, London, M. Miriam Izehaki lr rnsnlein, Dr. Helene Karjan, Jerusalem, Frau Kagan-Lutmjii Jerusalem, Frau B. Kcssclman. Jerusalem, Mrs. Irma L, |jn^.' heim, New York, Frl. Betty F r a n k c n s t cl n, llrm,, MIab Eva l.^on, New York, Frau Sejni(leputleitc R. Mflier Lwow (Polen), Trau N. Moszciisohn, Jerusalem, I rau S<hle! slngcr, tlaatz, Frl. L, Poiueranz, Lwow (Polen), Frau Sarah Rittcrman, Stanislawow (Polen), f'rau Scli6nberg, Jasr.y, Frau UsiszJu'n, Jerusalem, Frau Dr. Strauß-Welt, Jerusalem, ( tau B. Schnabel, Brünn, Frau Salzbcrgcr, Jerusalem, Frau Ober, rabbiner Prof. Sdiorr, Warschau. Frau Hannah Thon, Jerusalem, Frau A. Ticho, Jerusalem, Frau B. Valero, Jcru. salcm, Frau Vera R. weizmann, London. Naehdcm In der letzten Zeit für alle Oebicic der PaUüna. arliclt 1'al.istina seihst sich zum natürlichen Zentrum der lku. tungen und Ueselilüsse ausgebildet, galt die Konlercnz der Er. örtening der Frage zwischen der Histadruth Naschira Ivrioth und den Mitgliedern ausländischer Organisationen, ob es nicht auch für die Frauenarbeit ratsam sein wird, schon vor dem kommenden Kongreß einen Zcntralrat palAstincnilichcr und ausländischer Frauenorganisationen in Palästina selbst zu schaffen. Nach den crl.iiitcriidr-.ii Referaten der VorsLindsiuil^lIcitcr der II.N.I. der Damen Moszcnsohn und Kagan.Lubarskl beteiligten sich an der Debatte, die Damen Weizmann (London-Weltorganisation zionistischer Frauen), Franke nsteIn (Berlin), ScJmabgcordnctc Melzcr (Lemberg . 11 a I p e r n (Wim), Oottheil (New York), sowie die Damen Dr. Kagan, Dr. Thon, Berlin, Azarjahu, Dr. StrauO aus Jerusalem. Aus den Ausführungen der ausländischen Rediicrinncn ging hervor, daß allseitig der Wunsrli besteht mit einer derartigeu Zentralstelle in direkter Verbindung zu liehen und von Palästina aus Direktiven für Koordination und Ausdehnung der Arbeit zu empfanden, damit die organisierte Frauenarbeit im Auslande neue Stärkung bekomme. Auf Vor<cMjj von Frau Prof. Oottheil (New Yoili) wurde ein engeres Komitec zur Besprechung dieser Frage gebildet, das wahrem) der Anwesenheit der ausländischen Gäste zusammentreten tolüe. Diesem gehörten an Vertreterinnen des Waad Hapoil, der II. N.I., der WIZO, des Kulturvcrbandrs, der Hadassah, des Verbandes ostgallzischer Frauen und der Landcsorgamsation für Oesterreich. In der Sitzung des engerca Ausschusses am 2. Ann] I92S wurde die Art der Vertretung In dem Zentralratbesprochen. Die Diskussiou bewegte sich hauptsächlich um die Frage, ob iu Palästina selbst in dem Zcntralrat alle Frauciivereiue, auch die kleinen, philanthropisch wirkenden Im proporioucücra Verhältnis vertreten sein sollen, oder ob nur die vier grollen Organisationen des Landes: Iiistadruth Naschim Ivriowi, Misraclii-1'rauenorg.viisation, Moazath llanoaloth und der Verein für Oleichbcrccluifping der Frauen (Schlwuj Zchujoth) zum Beitritt aufgefordert werden sollen. Es wurde beschlossen, diese Frage in Palastina selbst einer Vorkonferenz von Vertreterinnen von Frauenorganhailoneu vorzulegen, die später mit Vorschlägen für die Gestaltung des Zentralratcs an die Organisationen des Auslandes herantreten soll. Spenden IQr die Bibliothek Jerusalem Chief Rabbi Hertz, der zur Universitätseröffnun» in Jerusalem weihe, erhielt folgende Telegramme! ^Spende Iftfl ausgewählte Werke für die Jcru'.ilcmtr Universität als Kein einer Slmou-Hcrtz-Erinncrungastlftung. Emanuel Hertz, New York." „Familie Kirschenbaum, New York, spendet 1009 Bücher für die Simon-Hertz-Büchcretiftung an der Jerusalemct Universität." wShff an .Edvard Rosen thal, New York, spendet 1000 ausgefte Werke für die lerusalcmcr Universität zur Erinnerung Schamal Rosentlial." Voi der Redaktion Der Chefredakteur der „Jüdischen Rundschau", Herr Dr. Robert Welt seh hat sich auf eine Studienreise nach Fällst Ina begeben. Er wird sich am 5. Mai in Marseille an Bord der „ViKc de Strasbourg" von der Australienlinie der „Mcssigeries Maritimes" einschiffen. Die „Jüdische Rundschau" wird In den nächsten Nummern Berichte über die Lage m Palästina von Dr. Wcltsch veröffentlichen. Gustav Undaarr-Geienklcler Dem Andenken Oustav Landauers, das großen Menschen und Denkers, Ist eine Feierstunde am DonnersU«. den 7. Mai, abends 7i/? Uhr. In der Stadthalle (Klo-sterslraße) Sewldmet. Ihre Mitwirkung haben freundlichst zugesagt: Da* eutf.ch-russbchc Balalaika-Orchester und Herr Oad Sc heia so vom Hebräischen Theater. Ansprache; Erich Mühsam. — Zur Deckung der Unkosten wird eine Saalumlage von 50 Pfennig erhoben. Inlvtnita'lsnumincr „N'ew-Palestlve" Die bei uns vorhandenen Exemplare sind bereits vergriffen, die Destetler müssen sich daher gedulden, bis die neuen Exemplar«, die wir bereits angefordert haben, bei uns einlaufen. . Verlag Jüdische Rundschau Rcxltattonsnbcnd Alcxnndcr Grannen. Sonntag, dfa 3. Mai, findet Ira Scholen» Alcchcm-Klub, Kleislstr. 0, Vi« lrhr abends, ein volkstümlicher literarischer Abend statt, auf den» Alexander Oranach vom Staatsthcaler in jiddischer Sprache rezitieren wird. Zur Vorlesung gelangen Pcrez, Schalen Alechem, Nomberg, David Dcrgclson, Halpern u. a. Herr Oranach wird auch eine eigene Legende" zum Vortrag bringen Am 2. u. 3. Juni findet In Köln die IIa uptversamin* lung des. Allgemeinen Rabbfnervcrbandei I» Deutschland statt. Den Anlaß zur Wahl des Tagungsortes bot die mit der Jahrtaüsendfeier der Rheinlande verbundene Ausstellung von "Zeugnissen Jüdischen Oelsteslebens Am Rhel" In Köln, Arbeit „Eine alte c 1 > l <! i >: i t. vy i*- ' i>«;;• )' V|' " i! ( ' 'I .' i •' -s . ,1 , r iif Hi;r'v# x.. 'i '.';>. \ s Ii' -i 0' m \ >.. fr-'^iu.r l'r 4 >: ■ ' i / b. v ';: i s-.•'• - i' i- *• * iixp' t. n ' il*! '• , V . ■ %. n s n-. t b S ' )V . ,\ V/'v .. f >>,'•'*<, '»,' ■ (-', V ,; il . : .. : S,\i[,;' ' - i&Ar :,(«,•• F-V V «- . -t.i ><;> 'n>:^} rs'".Mi;■ wfrl- 1> { ir i .V r,|v''|'v. "i •.'•':!•'•'! ■vh, :;i ■«; A ' " 'j: i k. , r; \l G:,:mH ■[>>< f,iy 4 i Mk' - wu;Ä ■'; ei' ,: lu .' i, h:'»;-. , w "•,(,,' K l' '! I \\ '1 f' Sc -vi, n ' }, \'. 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