Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 31 (21.4.1925)
- Date
- 1925-04-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 288 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 31 UBlversUiltlder In JoqosIiv!« Belgrad. (J.T.A..) Im sephordlschen Tempel zu Belgrad fand aus Anlaß der Eröffnung der hebräischen Universität In Jerusalem ein Fcj»g*>lt«dicnit statt, bei welchem der britische Ocsandte in Jugoslawen, Sir Alban Young, der britische Generalkonsul Mr. Blakcney und der Handelsatlaehce Mr. Harvey,'ferner der jugoslavlschc Unterrichtsminister Pribltachcvltsch, der Kirchenminister TrIf u• novltsch und der Rektor der Belgrader Universität Dr. Popowitsch mit den Dekanen anwesend waren. Der Bürgermeister von Belgrad, Herr Bobltsch, repräsentierte die Stadt. Den Gottesdienst leiteten der Oberrabbiner von Jugoslavien, Dr. Israel Alcaliy, und der aschkenasische Rabbiner, Dr. Schlang, nebst vier Kantoren samt Chören. Der Kirchenminister Trifunovitsch sagte in seiner Ansprache, die Juden Jiigoslavicns haben durch FlciO, Intelligenz und Respektierung der Ocsctze des Landes sehr viel zur Wohlfahrt Jugoslaviens beigetragen. Rektor Dr. Popowitsch sprach von den unschätzbaren Beiträgen der Juden für die Wissenschaft in der ganzen Welt, welche zu großen Hoffnungen mit Bezug auf die hebräische Universität in Jerusalem berechtigen. In dem darauf folgenden Bankett führte der britische Ocsandte Sir Alban Young den Vorsitz, * Belgrad (J. T. A..) Als Gegenwirkung gegen die Feier der judischen Studenten der Universität Zagreb (Agram), Kroatien, veranstalteten die nationalistischen Studentenorganisationen Agrams antijüdische Kundgebungen. Man forderte die sofortige Einführung des numerus clausus in Jugoslavicn, „da nun die Juden ihre eigene Universität in Jerusalem besitzen". Nach dem Meeting griffen die jugoslavischen Studenten ihre jüdischen Kollegen tätlich an, Polizei schritt ein und zerstreute die Demonstranten. Die gesamte Belgrader Presse verurteilt in schärfstcnWorten den Angriff auf jüdische Studenten angesichts einer jüdischen Kulturtat, wie es die Errichtung der hebräischen Universität ist. Kleine Nachrichten Die österreichische Loge „Bnei Brfth" beschloß, von der Palcstinc Land Development Co. eine große Bauparzelle auf dem Berge Karmel bei Haifa zu erwerben, um dort ein Bildungsinstitut nach dem Muster der Wiener „U r a n i a" zu errichten. (J. T. A.) Die Rcpräsentantcnvcrsammlung der Leipziger Jüdischen Qcmeinde hat auf ihrer Sitzung vom 30. März beschlossen, dem Kercn Hajessod jährlich einen Betrag von 500 M. beizusteuern. Der „Pravda" zufolge ist für den Sommer 1923 ein Besuch des Königs Alexander von Jugoslawien in Jerusalem in Aussicht genommen. In Begleitung des Königs wird sich auch Minister des Acußern, Dr. Nincic, befinden. Die polnische Regierung hat der Londoner jüdischen Tageszeitung „Die Zeit", dem New Yorker „Jiddischen Togblatt", der Zeitung „Haarez" in Tel-Awiw und der Klschlnewcr Zeitung „Der Jud" das Postdebft für Polen entzogen. Bei der Eröffnung der Universität Jerusalem hat das Dozcntcnkollcgium des ßrcslaucrSemfnars seine Glückwünsche persönlich durch Herrn Seminar-Rabbiner Prof. Dr. Michael Outtmann überbracht. in Jerusalem ist soeben die erste Nummer einer hebräischen illustrierten ZwciwocIienschrift„Hamisrach" erschienen, die neben einer Reihe von Aufsätzen und zahlreichen Bildern auch bereits sehr schöne Aufnahmen von den Eröffnungsfeierlichkeiten der Hebräischen Universität enthält. Jerusalem. (J.T.A.) Das Komitee der Hebräischen Universität erhielt Begrüßungen jüdischer Gruppen aus Kiew und anderen Städten Sowjet-Rußlands. Laut der letzten Bilanz verfügt der Verband der Jüdischen Spar- und Darlchnskasscn in Beflarabicn über ein Kapital von 73500000 Lei, von denen 20000000 Einlegcgelder sind. Von den 33 Filialen schlössen 21 mit Ocwinn, 12 mit Verlust ab. An Krediten wurden im Berichtsjahre 60000000 Lei vergeben. The New Palcstinc (New York) hat anläßlich der Eröffnung der Hebräischen Universität eine Festnummer herausgegeben, die soeben in Berlin eingetroffen ist und von der „Jüdischen Rundschau" gegen Einsendung von 2 M. bezogen werden kann. Die Festnummer ist 203 Seiten stark, mit zahlreichen Illustrationen und Porträts berühmter Persönlichkeiten versehen und enthält eine große Zahl von überaus interessanten Beiträgen zu den verschiedensten Problemen des Aufbaus Palästinas. Wir können liier den ganzen Inhalt gar nicht anführen und müssen uns damit begnügen, einige wenige Namen aus der großen Schar der Mitarbeiter zu nennen, es sind; weizmann, Einstein, Felix Warburg, Bialik, Achad Haam, Franz Oppenheimer, Sokolow, Ruppin, Stephen Wisc, Balfour. Herbert Samuel, Ramsay Macdonald, Philipp und Ethcl Snowdcn, Victor Bäsch, Louis Marsliall. Albert Thomas, Rabinuranall» Tngorc, Painlcvi, llcrriot, Charles Oldc usw. usw. Gronemanns „Tohu-Wabohu" auch auf der deutschen Buhne. Das Drama „Scdcr-Abcnd" von Jan Fabrizfus, das eine dramatische Bearbeitung von f». Oroncmanns bekanntem Roman „Tohu-Wabohu" darstellt und das auf den holländischen und belgischen Bühnen großen Erfolg erzielt hat, wird nunmehr auch auf der deutschen Bühne gespielt werden. Der Verlag Ocstorhcld 8t Co. hat den Öühncnvertrieb für Deutschland übernommen. Am 23. April findet die Uraufführung In deutscher Sprache In den Kammerspielcn '« Nürnberg statt. Iröllouifj des indischen bygleilschen WaBiei'mast'oms Ib Berlin Am 5. April wurde m Berlin im Hause der Jüdischen Gemeinde (Oranienburger Str. 29/30; das hygienische Wandermuscum eröffnet, welches von der Gesellschaft für jüdischen Gesundheitsschutz „OSE" mit Unterstützung des „JOINT" onmindet wurde. Das Mitglied des Präsidiums des Verbandes »OSE", Dr. I. Frumkin, begrüßte die versammelten Oäste, woraufhin Herr Dr. Olsen wanger die Bedeutung hygienischer Aufklärungsarbeit unter den breiten jüdUchen Massen auseinandersetzte. Das Museum enthält nahem 300 Aus- »tcllungsobiekte: Präparate, Abgüsse, Bilder, Tabellen, Dia- Wamme über die verschiedenen hygienischen Gebiete; die Abschriften sind in indischer Sprache gehalten. Das Museum l«t für die osteuropäischen Länder bestimmt. Berücksichtigt *lml meist diejenigen Krankheiten, die unter den Juden auf Urund ihrer spezifischen Wohnungsbedingungen verbreitet sind. Ein besonderer Platz ist der Arbcltcrhygjene zugewiesen. Das Museum wird bis 25. April von 2—5; Sonnabend, *>nntag, sowie an jüdischen und an christlichen Feiertagen von 10—12 vormittags und 2—6 nachmittags geöffnet sein, ferzte der „OSE" werden AufkUruogea erteilen. Berliner Zionistische Vereinigung Mittwoch, dnn 93. April, sheoili 8 Uhr, Im OberHchUsal der Philharmonie, BerobnrgcrSlr.22 Jüdischer IC w «stabend I4AUR Ktltlert Dichtungen in deutscher u. neüpaisctiop Sprache nib«i n.infich n*u* Ck. 14. DUUk 51.1.» Zw.lC J. I.. P*r»m Aüdr«*« LaUk* D. frUohau» Mut Dtod Elntrlttrtsrten snra Preise vom Mk. 1.15, 8.20, 0.8O u. 4.40 inkl. Steuer erhältlich im Büro dnr H.Z.V., Melnek*str. 10, Tel. Blnamrck 7105/70, iu den liuehhandlunfren OstorUtr, KleleUtr.20, Ewer, Knesebockstr.54/iiö u. Flensbur^er Str.30, Xedem.Dahtmsnnitr.B, Jurowlei,Kl.FrK«ld«ntonstr.D, Gonser, Oranienburger Str. 28 und an der Abendkasse. Ost* «d uestJUdlsche DSchlnig (Vo rtragsabend, Ludwig Hardt.) Dieser leider nur schlecht besuchte Abend stand unter dem Zeichen des Festlichen. Heines Pracht der Verse und seine unvergleichliche Malerei der Prosa waren die Schatzkammer, aus der der Magier und gcnicOcndc Nachschöpfer Ludwig Hardt die Perlen aufreihte. Ludwig Hardt hatte Sprache und Gestaltung eingestellt auf gedämpfte Pracht, — brachte die Perlen in „Prinzessin Sabbat" einzeln dar, war manchmal nur zu sehr Ebenholz, wo man den Nigcn erwartete und setzte dann in doppelter Malerei an anderer Stelle die ergänzenden Töne. Die ost- und westjüdische Dichtung, deren Vermittler er war, gehörte innerlich zusammen. Von dem kleinen Simson aus dem Schnalielcwopsky ging mühelos die Parallele zu Pcrcz: „Der kranke Knabe", und von Franz Knfftas Gleichnis: „Vor dem Qcsetz" sah man die StraOc zu der Weisheit der Chassidim in Bubcrs „Der große Magid". Chassidimwcishcit trug auch die Geschichte vom „Zaddik von Qorjon" von Schalom Asch. Ludwig Hardt ist durchaus der moderne jüdische Mensch. Das besaßt, daß er unvergleichlich ist in der Wiedergabe auch der allcrkleinstcn spiegelnden Fliehen des Lebens. Im Gebiete des Jiddischen hat er allerdings eine Meisterin gefunden: Frieda Blumciithal, der in der Vielfalt der Nuancen der jiddischen Sprache kein Farbwerk und kein Tonwert unbekannt blieb. Doch das ist keine Einschränkung. Hardt gibt innerhalb seiner Kunst zuweilen Offenbarungen. Cr gab sie uns in Heines Gedicht „Salomo": Seit Urzeiten ist auch der Mensch das Maß der Dinge. Es ist das Geheimnis des ewig Zeitgemäßen in der Bibel und in Ihrem Volk. In diesem Volk, das von je dasselbe war. In Ihm lebte von jeher der Mensch jeder Zelt. R. M. D. Z. V. — VVirlschnItsiinl Blau-Weiß Wir erhalten folgende Zuschrift: Das Wirtschaftsamt Blau-Wclß der B. Z. V. hat sich in letzter Zeit in verstärktem Maße an die zionistische Ocffcntlichkcit gewandt, um weiteste Kreise unserer Gesinnungsfreunde für die Mitarbeit zu gewinnen. Leider läßt das Interesse an unserer Arbeit noch viel zu wünschen übrig, was sich nur dadurch erklären läßt, daß einmal die Wichtigkeit des Wirtschaftsamtrs nicht genügend gewürdigt wird, dann auch unsere Einrichtungen immer noch einem großen Teil unserer Freunde unbekannt sind. Wir möchte» daher auch an dieser Stelle ein Bild unserer Arbeit gehen. Das Wirtschaftsamt basiert auf einer Methode, die vielen Organisationen, wie z. B. den amerikanischen Gewerkschaften, schon lange zu eigen ist. Es will die Kaufkraft der Mitglieder der B. Z.V., sowie der uns nahe stehenden Verbände dein Palästinaaufbau nutzbar machen. Diese Methode erfordert keinerlei Opfer, stellt im schlimmsten Falle eine kleine Anforderung an die Bequemlichkeit des Käufers, veranlaßt ihn, bei seinen Einkaufen drei Häuser weiter zu gehen. Das Wirtschaftsamt hat mit einer großen Anzahl Geschäften Verträge abgeschlossen, nach denen diese Firmen verpflichtet sind, für alle durch das Wirtschaftsamt vermittelten Käufe eine Provision an uns abzuführen. Als durch uns vermittelt gilt jeder Kauf, bei dem der Käufer einen lilaii-Wciß-Schcii^ fordert. Die Auswahl unserer Vertragsfirmen ist eine sehr sorgfältige. Die Firmen sind vcrtraglicli verpflichtet, keinerlei Aufschläge zu fordern. Diese Gefahr wird auch dadurch hinfällig, dal) die Dlau-WcM-Schcinc erst nach dem Kauf hei Zahlung an der Kasse gefordert zu werden brauchen, so Ist jede Gewähr für reelle und vorteilhafte Bedienung des Käufers gegeben. Die kleine Mühe, der s,ich der Käufer unterzieht, steht In gar keinem Verhältnis zu dem großen Nutzen, den sie uns bringt. Ein kleines Znhlcubclsplcl mag genügen: Wenn nur jedes Mitglied der B. Z.V. monatlich für 20 M. hei unseren Vcrtragsfirnieii kauft, bedeutet dies für uns einen Provisionsciuganir von 4—5000 M. Wie stark diese Summe gesteigert werden kann, wenn noch weitere Kreise, die den Palüstlnnnufbnu unterstützen, herangezogen werden, liegt auf der llnnd. Jedem unserer Gesinnungsfreunde ist also die Möglichkeit gegeben, ohne finanzielle Opfer, fast ohne jede Mühe seinen Beitrag zum Aufbau Ercz-Israels um ein erhebliches zu steigern. Man soll nicht glauben, ein kleiner Kaut lohnt nicht. Tausend kleine Käufe bedeuten für uns eine §roDc Summe. Firmcnlistcn des Wirlschafts.imtes gingen icser Tage an alle Mitglieder der B. Z. V. Weitere l isten xur VcrbrciUiug unter Freunden und (kk&nulcu stcUeu Jederzeit zur Verfügung. Besonders hinweisen mochten wir auch auf unsere Vertragsabschlüsse In der Versicherung*, und ^HttaSttüiSW'iiJgttMM&aiHtttMttl^^!*--n 1 Hebräische Sprachschule zuBerlin t>Vm:i nnayn tw1?^ nsö n>a XIV. Semetier. Ende April wordoo neue Anlängarklassen eröffnet. DI« Vorbesprechung sweek* FcitseUnng dot Stundenplanes in lUmtllehon AnfKnRorkltuen findet Montag, don 27. April, 6 Uhr obonds, tn der Uoehsohale für die Wliionsehsft des Judentums, ArtiUerieitrtße- 14, 1 Treppe, statt, N. BarggrDn Oharlettenbnrg 2, Lelbnlntraße 26. Speditionsbranche. Lassen Sie alle diesbezüglichen Vcrtrlpe durch das Wirtschaltsamt abschließen! Wir sind jetzt dabei unser Firmennetz zu vergrößern und sind für Anregungen in dieser Hinsicht immer dankbar. * Nur die Mitarbeit aller kann aus dem Wirtschaftsamt das machen, was es sein kann. Ein Erfolg unserer kleinen Organisation mag ungeahnte große Möglichkeiten nach sich zlelieii. II. Z. V. Wirtschaftsamt Blau.Weiß. Melnekestr. 10. Jödiseher Kun.slabtnd der Berliner Zloolst. Vereinigung Die B. Z. V. veranstaltet am Mittwoch, den 22. April, abend» 8 Uhr, im Oberlichtsaal der Philharmonie Bernburgcr Str. 22, einen jüdischen Kunst abend mit deutschen und hebräischen Rezitationen von Mein hart M a u r. Das Programm enthält Rezitationen aus der Bibel terncr aus den Werken von Ch. N. Blalik, J. L. Pcrcz' D. Frisch mann, Heinrich Heine, Stefan Zwei«' Andreas Latzko, Max Brod. Karten zum Preise von M. 1,15, 2,20, 3,30 und 4,to Inkl. Steuer erhältlich int Hüro der U.Z.V., Mcinckestr. 10 in den Buchhandlungen Ostcrtag, Kleiststr. 20, Ewer' Kncscbcckstr. 54/55 und Flcnsburgcr Str. 20, Kcdcm, Dahlmnnnstr. 8, Jurowicz, Kl. Präsidcntcnstr. 4, Oonzer, Oranlcnburgcrstr, 26 und an der Abendkasse. Berlin. (Misrachigruppr.) Goslar wird am Mittwoch, den 22. Herr Obcrrcgicruiigsrat Hans April, abends 8'/) Uhr, in der Aula der jüdischen Mädchenschule, Kaiscrstr. 20/30, über das Thema: „Das jüdische Volk im Kampf mit der Umwelt" referieren. Oäste willkommen. Nach dem Referat freie Aussprache. Berlin. (Berliner Zionistische Vereinigung.) Am Mittwoch, den 20. April, abends 8'/a Uhr, spricht im froßen Saal des Logenhauses, Klciststr. 10, Kurt Blumencid über: „Wirkungen der Entwicklung in Palästina auf das zionistische Leben im Oaluth". Näheres wird noch bekanntgegeben. . Wahles zur Verlrettrversammluifj der B. L V. Die Durchführung der Wahlen zur Vcrtrctcrvcrsammluiig der B. Z. V. ist aus technischen Gründen vorläufig nicht möglich. Infolgedessen wird die Ausschreibung der Wahlen in Nr. 20/30 der „Jüdischen Rundschau" hiermit für ungiillig erklärt. Somit sind auch alle dort angegebenen Termine hinfällig. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Ver ei n i g u n j Dr. Hans Bloch. Vertrctcrvcrsammlung der B. Z. V. Die Vertretener- Sammlung der B. Z. V. tritt am Dienstag, den 2S. April, nhends S>/j Uhr, im Sitzungssaal, Mcinckestr. 10, zu einer Vollversammlung mit nachstehender Tagesordnung zusamen; 1. Neuwahl des Vorstandes der B. Z. V. 2. Evtl. Satzungsänderung des 8 10 der Satzung der B. Z. V. (betr. die Zahl der Vorstandsmitglieder), 3. Aufstellung von Richtlinien bczgl. der orgnnistoriselien Amulcruanr; der B. Z. V., evtl, Wahl einer Satzungskoinmission. 1. verschiedenes. Die Ist für Mitglieder der Ii.Z.V. öffentlich. Sitzung Zionistisches Anwälte Verzeichnis Die Z. V. t. D. beabsichtigt, eine Anwaltskartothek anzulegen. Es ist in Aussicht genommen, ein Verzeichnis der roliiistiscbcn Anwälte danach zu bearbeiten. Es werden daher alle zionistischen Anwälte gebeten, soweit sie das bisher noch nicht getan haben, Name, Ort und Adresse an Herrn Rechtsanwalt Walter Katschkc, Berlin W 8, Friedrich- Straße 61, mitzuteilen. Bis zum 1. Mai eingegangene Auresscn werden von hier aus bestätigt werden. Die zionistischen Anwälte, die bis zum 10. Mai diese Bestätigung nicht erhalten haben, können in das Verzeichnis nicht mehr aufgenommen werden. Hamburg. Am 7. April er. starb im 70. Lcbcnsiahre un>cr GcMimuugsgciKir.se Ludwig M a t h i a s o n, Vorsteher der Hamburger Gemeinde. Line der vorzüglichsten Erscheinungen des deutschen Judentums, eine Zierde der Hamburger Kaufmannschaft, einer von der alten Garde des Hamburger Zionismus ist hingegangen. Ludwig Matluasou, «er sclion vor mehr als zwei Jahrzehnten in die Repräsentanz und später In den Vorstand der Hamburger Gemeinde gewählt wurde, widmete Mine ganze Kraft und seine grolle Begabung den Angelegenheiten der Gemeinde und den mit ihr zusammenhängenden Wohlfalirtseiiirichtungcn; insbesondere auf dem Gebiete der Jugendpflege hat er segensreiche Einrichtungen von bleibendem Werte geschaffen. Er war streng gesetzestreu, aber der Klalgcdankc ging ihm über alles. Der stets liebenswürdige, hillsbrrcitc und dabei so heticheidene Mann erfreute «ich bei der jüdischen Bevölkerung Hamburgs allgemeiner Beliebtheit. Seiner aufklärenden Arbeit ist die sympathische Haltung zu danken, die der Vorstand der Hamburger Gemeinde in den Jahren nacli dem Wcllkricgc dem Pnlästinnulbau Und dem Kercn Hajessod gegenüber ciiigcnom- / meu hat. Noch von seinem Krankenlager aus setzte er sich dafür ein, dal) der Ocmcindcvorstaiid die U n l v c r si t ä t in Jerusalem In einem besonders herzlich gehaltenen Telegramm begrüßte. Es war seine letzte Amtshandlung 1 Sein zionistischer Kollege im Ocincimlcvorstaitd, Rechtsanwalt David, widmete dem Heimgegangenen Im Traucrtiauss einen tief empfundenen Nachritt. Wir werden das Andenken dieses Edlen in Ehren halten. Herr Chclrcdaktcur Bernhard kann die Fortsetzung seiner Vorlesung: „Die luden in der deutschen Politik und Wirtschaft" in der Freien Jüdischen Volkshochschule au« gesundheitlichen Oründcu erst im Herbst wieder aulnchmcn. Arthur SHberglclt wurde zum Dozenten der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften, Berlin W, ernannt. Ausstellung Marek Schwarc. Die Mctallrclicfs des indischen Plastikcrs Marek Schwarc sind bis zum 1. Mai d. J. In der Ausstellung Frltr. Ourlitt, Potsdamer Str. 113, zu sehen. Vom Jüdischen Verlag. Herr Dr. Marlin Bubcr (Heppenheim) teilt uns mit, daß er In freundschaftlichem Einvernehmen aus der Leitung des Jüdischen Verlags ausgeschieden Ist. Zuschriften und Sendungen in Vcrlagsange- Icgcnhcltcn sind daher fortab nunmehr an die Adresse des Jüdischen Verlags, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 35, zu richten.