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Jüdische Rundschau · 1925-03-24 · Heft 24 (24.3.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 24 (24.3.1925)
Date
1925-03-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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/■ fUFDISCHP RUNDSCHAU *7«> etwas über 60 »/» aller Wähler die zionistische rtl. -/.wählt: In Altona erhielten wir 65«/« aller Stimmen, se te 221 cewähtt; in Altona erhielten 1 KKi 6ö»,'i ln_ Wandsbek 50 <y8 KKI W'' '"1 »HMJUVIV « »,0, '* pitser große Erfolg hat den Zcntralvcrcin, der auf 60 •/• t stimmen für die gegnerische Liste gerechnet hatte, verladt, ftRcRcn ««inen bisherigen Gepflogenheiten auch in!, Hamburger Ucmclndcwahlen, die am 15. d. M. stattfanden, •jf, greifen. Kein geringerer, als Justizrat Wnldstcin.dcr liberale -läfncntaricr aus Altona, wandte sich als Vorsitzender des ['liehen Zentralvcreins an die Hamburger Oemcindewählcr „d beschwor sie mit der üblichen Begründung, nur nicht J, ,ionistisclic Liste zu wählen. Ihm assistierte der V c r b a n d „itionaldcutschcr Juden e. V,, Ortsgruppe Harn- J„f(, über den der Leitartikler des Hamburger Israelitischen F imlicnbtatts in Nr. 12 des Blattes vom 19. d. M. wie Ut urteilt: m „Der Mißton, der durch die Klecksereien nationaldeutscher Juden im .Hamburger Frcmdcnblatt' und .Hamburger Corrcspondentcn' In den Wahlkampf' getragen wurde, Ijiiu seine Steigerung in einem roten Flugblatt vom Verlud nationaldcutschcr Juden — passender wäre unter allen Umstünden ein schwarz-weiß-rotes gewesen —, das von js'iehtjudcn vor den Wahllokalen verteilt wurdc. Wie Iroh diese armen Kerle gewesen sein mögen, ,1, sie sich der pnpiernen Schmulzlastcn entledigt hatten, l^iin nur derjenige beurteilen, der die Söldlinge dieser pfcflerkornjudcn bei ihrer Arbeit gesehen hat. Die Masse <jcr Wühler hatte kaum den schönen stereotypen Satz: Deutsche Juden dürfen nur deutschfühlcnde Männer wählen I' I «lesen, als auch schon das hörrlichc Naumanncrzcugnis 1' jerknüllt in den Straßenkot flog. Die wirklich 100 prozontigen irischen Verteiler, die sich vor sich selbst zu schämen schienen, gaben denn bald nur noch solchen ihr Material, von denen sie glaubten, daß sie einen gewissen Prozentsatz Peutschblütigkcit aufzuweisen hatten. Doch der Absatz des Naumannschen Weckrufes an die tcutschen Juden begann bild zu stocken, und da nun einmal das Zeug verteilt werden mußte, entledigten sich die armen Burschen derselben durch Engrosausverkauf. Ich habe mich mit dem übrigens holzfreien Papier gut eingedeckt und werde für die richtige Verwendung Sorge tragen. — Das nur so nebenbei von den Hamburger Bnc Naumann, die auch hier zeigen wollen, daß sie ihres Berliner Meisters würdig sind." Das Ergebnis der Wahlen ist folgendes: Liberale Achduth Zionisten Wirtschaftspartcl Agudah 1 572 iJ60 517 -110 420 Mandate: 10 4 3 2 2 Die Liberalen haben einen Sitz von den Orthodoxen gewonnen, Zionisten und Wirtschaftspartei haben sich behauptet. Bei Würdigung dieses Ergebnisses muß man zunächst berücksichtigen, daß in der über 20000 Seelen zählenden Himburger Oemelnde nur die über 25 Jahre alten Männer und Frauen wohlbcrcchtigt sind. Die Herabsetzung des Wählers auf 21 Jahre war anläßlich der Revision der Gemeinde- Verfassung vom Vorstand beantragt, aber von der aus Llbc- I rilen und Orthodoxen gebildeten Majorität trotz heftigen Protestes der zionistischen Repräsentanten in allen Lesungen ihcrlrlwt worden. Die Wählerlisten waren «.ehr liUkcnhittl. Hunderte von Gcmeliidcmllgllcdern, die Ihre S»cu:rn Ordnung*- Eiißig gezahlt hatten, standen nicht in der Liste. Ungünstig »ar aber auch für uns. daß die Achduth und die Wlrtschattsriftci (gewerblicher Mittelstand) eigene Listen aufgestellt litten. Auf der Liste der Achduth, die mit unserer Liste «trimmten war und nur durch unsere KcsUtimmcn ein viertes Mandat erhielt, standen mehrere Misrachisten, von denen einer «wählt wurde; die Liste der Wirtschaftspartci fand die Unterstützungeines Teils1 der'Ostjuden;" die" ■cmem"OstJüdcn' ml dieser Liste ium Siege verhallen. Unter diesen- Umständen ouS es als Erfolg bezeichnet werden, daß wir unseren Besitz- »Und gewahrt haben. Die Liberalen haben die absolute Mehrheit nicht erlangt. Auch der Zentralvcrein hat zum Jubel keinen Anlaß, denn itlbst ein Teil der neugewählten liberalen Repräsentanten sind, *ie wir hören, mit der Haltung des Zcntralverclns In den kitten Monaten durchaus nicht einverstanden. Die Hamburger Afutlah aher hat durch Ihren Sprecher In der zionistischen Uihlversaminlutig dem Zcntralvcrcin eine gründliche Absage erteilt. Der Hamburger Ortsgruppe erwächst aus diesem Resultat iie Verpflichtung, alle Kräfte für eine Intensive Propaganda |» allen Schichten der Jüdischen Bevölkerung Hamburgs einwetzen, II II Isi crelo der Deutschen Joden Der „Hilfsvcrcin der Deutschen Juden" hielt am 18. März, '«nds, in den Räumen des Logcnhatiscs, Klclststraßc, seine «'deutliche Jahresversammlung ab. Der Vorslizcnde, Herr w. James Simon, erstattete den Bericht für das Jahr 1924. " (teilte fest, daß nach dem Niedergang In der Inflation*- in welcher der Hilfsvcrcin sein Vermögen fast ganz!"lor, nunmehr ein neuer Aufschwung sich bemerkbar macht. P» Hilfsvcrcin ist Jetzt in rund 250 Orten Deutschlands durch Maikomitees oder Vertrauensleute vertreten. Der weitere waii der Organisation geht fort. Die Eingänge an Mit- "'fdsbcllriigcn fiir dns Jahr 1024 heinigen rund M. 63 000. Die;J- A. In Paris hat wiederum einen Beitrag für notleidende wische Studierende aus Osteuropa und andere Zwecke von gesamt M. 55 000 geleistet Fiir die ukrainischen Waisen- 'Wer flössen dem Hilfsvcrcin rund M. 15000 zu. Den nach der Einwntulcruncscinschränkung in den Verölen Staaten In Hamburg und Bremen liegen geblichenen fischen Emigranten wird Hilfe geleistet. In Hamburg «uten Ende 1924 130, in Bremen 172 solcher Emigranten. tVchre 1924 konnten nach den Vereinigten Staaten 91, pIri s5damcril<a 22, nach Mexiko 14 Personen fahren; nach ""»Und kehrten 30 zurück. Ausgegeben wurden: Für Aus- ■'Mercrlürsorge M. 60000: für Waisenkinder M. 19000; J notleidende jüdische Studierende in Osteuropa M. 32000; U[ Organisation und anöercs M. 25 ODO. ,,. Auf Antrag des Stadtrats Oimkcwitsch wurde dem Vor- "^einstimmig das Vertrauen und der Dank aufgedrückt. , °cr alte Vorstand Ist durch Zuruf wiedergewählt worden; Si 'cut„ steh wie folgt zusammen: Vorsitzender Dr James »m l Slcl'vc"r. Vorsitzender Dr. Paul Nathan, zweiter stell- ....."tfider Vorsitzender Generalkonsul Eugen Landau, Schatzfnster Dir. Kurt Sobernheim, stellvertr. Schatzmeister Dir. K,him*oh-n. Schriftführer Prof. Schäfer und Frau Henriette WX ,°encralsckretärin Ist der Schriftsteller Herr Dr. M "cMtzer. « Sodann hielt Herr Dr. Paul Nathan einen Vortrag über iüdIsche Problem«. Er führte ungefähr aus: eff, w'r "ach lahrclangcr Pause nun wieder an eine gekiWC Arbcit schreiten, müssen wir wieder ein Programm hl\ Und ,ür dasselbe werben. Da ersteht ein gewaltiges C,Cmvor uns: Von den 15 Millionen luden der Welt leben nisu.„i Millionen zuiammengcpferchl in den ehemals *Öen R»«<l5«aatcn (Polen, Litauen, Lettland», in West- Wen i "Ifi m Rumänien. Die BürgcrrcchtsvcrUHnisse für m " " diesen Staaten sind prekär, die Hoffnungen der luden '« Rilni a'c Autonomie haben sich als trügerisch erwiesen, ^üe» ,clb,t' w0 ,,c ,ormc,l Gleichberechtigung ge- Vau Rc.nt. M il,nen nlcnt besser. Der Judenhaß nimmt KefihrUche Dimensionen an, Die Aufgabe Ist nun, Berliner Kalender niroi IWrllaar Zlonittlaaba Varalnlminr. Marlin W IA MalnakMtrala V» TtUphOBi Olamark 7105 —!0 Pnataahai'kkonaa Mo. I3COH Dttllo MW 1 KaaaanTarwallnn* Her IlZ T, Dlanatag, dtn «4. »tan ebanda 8V, Ohr Im tlurmonlnmanO, HlnglltiKir Str. WS LHararlaohar Abaad von Krida niutnontlial — H«ra OnObart Itoiltfttlonon »na Peroi. Reholam Alaeham, nartralaorm o.a. Kartan inm Pralaa »nn Mk. und S.— an dar AhnnlkMaa. UKtwoch, dra V\ »Hr. »h«n.\i paukt 8Vi Uhr Cnipp* W*il.ChartutUBti«rg dar D. Z. V., im Itnton Sun! Ar* I<n««nhr»n«M, Kl»lil»»r, in 8, ErOrt«rurniob"1 In <1«m 7rV|t»i „LlsSita dar aloita«. Uaalogl*^ 7henainV*lh(*:«aia'ada", Itarcrioti IU-A. Dr Kolloniohtr Cor «IIa rtl«kH««lnn iln<t »ofornnfli»! n«mlon F«i», Prol. Dr. Iioew», F'»n Wromky, Pr. AptA Uontaa, d*a CA Mftni abend» 8Vj Vht Im n|t»nnir«««»i **r %. V f, T>„ M«ln«V««lr »O SKaaa« dar Varlralarvaraamaalaa* dar D, X. V. Tacaanrtnnn^i 1 Vnr»«SH»« b»»l. Tnrmtn« <tar N«n^»Hi fir Hl« VertraUr• »»r«»wmlnn#. 9.Z«Vnnrtli'»nnr»nl»»t"nn itor ..tO'l. Vnltiapurfal*. » Dia An« KOitaUoni ttr DarHncr flon'«>. Arhot«, t, Vnn'hHt» fltr dl» Wabl «am 7.-rttÄ'«'enml»(>». Vw»»l>l«d»n«a, 7nt-l«f buhnn »"» MH«1M«f Af n.üi. V, MlaraehU Jataa^KaatalaaOBatl, JoJon 8onnaband bat AH^ti' "(•(„»O'onbKirn, 1,'-fttnmt\r, (Sa L»VS"ra «aa Ao*ta<t llaa-a. BMhm. * Chr 5S"1W^ ni)D mtJK Jni«la-i,»r «'fhn'v»»'»!». f. V., Ts.Hln 0«iab(lli(&hrandt< Vnn>an4amii("M, «»n4lanr»f Kart Harnntriial«, OrnnawaW, FrMrlrttarnhar fttr. M v?*<a^ *'s"?r> "«ce r«a .1 naVrSlaaVa SpracSaahaU <a HarUa OCItt, Raai*a1at\ AnaVrml» »rtallt dar 0«hnU«t,.P, nt„ M. n«r».riln rtlanitaa; «n< WHIw«fb 9 Uhr abanda In dar rfn*Whn1<> Inr dla \Vi»'»n«ch»)S da« Jadanlutn« AHIIW'..tr.i. 14. T. rimmar 4 v?ia fv n'-^'^a n»a .n Jldlaeha Sakata Waat. Anaknnfl »r»»MI dla "chnllaliarln. frKnlKiri flh«»1«br«Hn flallT fian*»n Konta«. Dlanalar und TV>nn*ra*aa; 12—1 l'hr In dar Pehnl», raaantadr. It/W v?ia -n«ma m,^'y "<to r»a .m Jldlaaha tekata Oal. Aaikonll artallt dla Sobullaliarln. fr^nUln Nnaana* LlahSawtita, 7ralU| S-» l'hr. Pankow IR» M?^aa D'T?« <1) .Vf JKdlackia Kladarflrlaa. 1. Kordaa i r*bd»nlrkar Str. WA % Oalani Jab'nnaklatr, 9d a VankOlln' Wllmannatr. 1t 4 Wilmaradnrl. Dallhrnnnar Str. 10 bat Panolakt TAflleh (anlar Ronnahand nnd Könnta«^ *ea IC— t VThc?)&a£&W!&&;:&&%xzz^^^^ $ wenn Jeder Bücnscninnaner in Deutschland nur 5 mmi® taniich in solno BUchso wirrt.? Hann erglDt jede BDchse 5 Marli uieptGiiagipucfi und alle BQcfison in noutschland Üi3t7§§cii 5§®@ro t^lairli V/y^V#V/Wv^s /V/WWV#V/V. V>y,WM»V»W V/ SS VrV/V'WViSVWV/V/V/'AyryaV s>.S.:/>. r>, ff .■> />.^>,^K/>. ff.?* *>?f.i> * daß wir deutschen luden, die wir mit den Verhältnissen vertraut sind, die wcltjudcnlicit aufklaren und zu rechticuTger Fürsorge anspornen. Man muß darauf wirken, daß der Druck der Westniiichte und der Vereinigten Staaten auf die osteuropäischen Regierungen nicht aufhört. Andererseits müssen alle Kräfte angespornt werden, um die Juden aus den Provinzen, in denen sie zusammcngcpTcrclit und im Elend leben, herausgeholt werden. In Westeuropa und Amerika sind alle Tore gesperrt. Der einzige Ausweg ist eine allmähliche Ucbcrführung nach' den Ost« teilen Rußlands, wo sie in die Landwirtschaft eingeordnet werden kftnnen. Das Werk muß nicht In l'ontt von l'hllnntliropir, sondern nls Aufhauhllfe vor «Ich gehen. I!» sollen die Leistungsfähigen zuerst gehen, dnun nich Ihrer Einordnung ihre Verwandten ru sich nehmen. Das Problem ist ein gewaltiges, aher es muß 711 dessen Lösung geschritten werden. Es sei notwendig, eine Abordnungen dlcMoskau er Regierung zwecks Verhandlungen zu entsenden. Laut privaten Informationen wttre man In Moskau bereit, das Problem zu diskutieren. An die Ausführungen Dr. Nathans knüpfte sich eine kurze Diskussion. Herr Dr. James Simon bemerkte, man müsse sehr behutsam an ein solches Problem, welches sehr kompliziert ist, herangehen. Man weiß, daß die Ica nach Jahrzehntelangen Anstrengungen kaum 30 00O Kolonisten In Argentinien ansiedelte. Man muß fragen, wie die osttu<(fl<chc Bevölkerung die jüdischen Siedler aufnehmen wird. Jedenfalls erfordere die Durchführung viele, sehr viele Jahrzehnte. Ein anderer Redner schlug vor, mit der snanfschen Regierung wegen jüdischer Einwanderung in Verbindung zu treten. Aus der Mitte der Zuhßrcr ertJliitcu Rufe: „Warum kein Gruppe Wcst-Charlottcnburö der B.Z.V. III tt wo e.h. den 26. Jlflrr. «b-nil« punkt 8V« Uhr, Im Horm Si\r1 des Loscnhatii*!, KleUiMr 10: 2. Erüriorunjsn&ona in dem Zykitn „luckon d.nonist.ldaoloplor' Tb,*», 5,^©DS:sc]GtKrueSiTu€5Q"0 Iitfer'ni 1 R.-A. Dr. Holl KollontcDsor. Fltr die, r>itkn<Mon ml varuecnnrki 1 Uenrlon FeU, Prot. Or H'lnrloh Lofw«, Friu Wronsky. Dr. Aplel. Tlelom iin<l T>1*U«-»1od w*nlfn »Ich surh m t darFisgo „Ql82UVDDlDD80rDan!sal0n Cor JUrJUCtlCnUOlkSpartBl" betauen; Mitglieder d*r B.Z.V. mit Ihren AmrrbOrl;, haben Zutritt. Dr. Apfol, 1. Vorsl'ssnder entgegnet, daß der l^lastlnawanderer Wort von Palistfna?" Es wurde Hilfsvcrcin In zahlreichen Füllen auch für ( «uuimawuniH eingesprungen Ist und mit dem Palfistlnaamt einen ständigen Kontakt unterhält. Die Diskussion wurde für einen späteren Zeitpunkt verfegt. „Zweierlei Miß" Wir erhallen folgende Zuschrift: Königsberg f. Pr., 21. März 1925. An die Redaktion der „Jüdischen Rundschau" Berlin W 15, McinckcstraOc 10. In Nr. 22 der „Jüdischen Rundschau" vom 17. d.M., S.203, findet sich unter der Überschrift „Zweierlei Mali" eine Notiz, die sich mit den Vorgängen bei meiner Emerltlcrung beschäftigt. Sic bedarf dringend der Berichtigung. Wie ich erwartete und auch feststellen konnte, steht die hiesige Zionistische Organisation der Mitteilung vö!li<{ fern. Ich bedauere, daß die Redaktion einer tendenziösen Mystifikation zum Opfer gefallen ist. Herr Oehclmrat Winter hat die Uiilvcrsitiits-Fraucnklinik seit 18')7 geleitet, wahrend die Kinderklinik erst 1916 fertig geworden ist, Trotz dieser erheblichen Differenz sind wir beide, abgesehen vom Fackelzug, der Qcheimrat Winter als gewesenem Rektor der Alhertina dargebracht wurde, völlig gleich behandelt worden, Der Abschlcdskommcrs galt uns beiden und auch die Abschicdsvorlesungcn verliefen in völlig 'gleicher Weise unter Anteilnahme der Staats- und Univcrsi« tätsbchördcTi, der Mitglieder der Fakultät und der Studierenden, Der Antisemitismus machte zwischen uns beiden keinen Unterschied. Es erübrigt sich, auf die Notiz weiter einzugehen und zu untersuchen, weshalb über 8 Monate zurückliegende Vorgänge jetzt ausgegraben und gefälscht werden. Die Schlußsätze der Notiz richten sich selbst. Die Klassifizierung als „nationaldcutscher Jude" weise Ich, sollte die Bezeichnung Im Sinne Naumanns gebraucht sein, zurück. . Ich darf wohl um Abdruck dieser Zellen bitten. llachachtungsvoll Prof. Dr. Falkenhelm. Wir geben der vorstehenden Zuschrift gern Raum und können nur bestätigen, daß die Königsberger Zionistische Ortsgruppe nichts mit der Einsendung zu tun hat, die uns vielmehr von einer Persönlichkeit zuging, die wir sonst als zuverlässig zu betrachten gewohnt waren. Red. Hauptstcllc für jüdische WandcrfQrsorgc und Arbeitsnachweise. Am 1. März 1925 hat die neuerdings errichtete „Hauntsteifc für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise", Berlin, ihre Tätigkeit aufgenommen. Es wird das Bemühen dieser Stelle sein, das gesamte Netz der ehemaligen Provinzlalkasscn der jüdischen Wandcrlürsorge In kürzester Zelt zu neuem Leben zu erwecken. Außerdem besteht die Aufgabe, überall dort, wo jüdische Arbeitsnachweise noch nicht bestehen, solche zu gründen und mit anderen örtlichen und provinziellen Sozialeinrichtungen zu zentralisieren. Die Hauptstcllc wird von einem Direktorium geleitet, dem der Vorsitzende der Zentralwohlfnhrtsstcllc, Herr Eugen Casparv, ferner Herr Alfred Berg er vom Präsidium des Arbeitcrfürsorgcamtcs und der Sozlftlpolllikcr, Herr Dr. Georg Daum, angehören. Clnc Hclmarbcltausstcllung veranstaltet die Ocsclhcfinft für Soziale Reform vom 28. April bis 15. Mal In Berlin In den LandcsatisstcHuhgshallcn am" Lehrter" Bahnhof."Die Ausstellung wird bis 0 Uhr abends geöffnet und zu einem Eintrittspreise von nur 30 Pf. zugänglich sein. Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, E. V. Sonnabend, den 28. März, Im Rhcln<?old. Bcllcvucstr. 19/20, Wohltätigkellsball. Nachtkabarett der Prominenten! Künstlerische Ausstattungen aus dem Atelier Olitzki-Macrtcns. Ballmu«ik: Kapelle Orübcr. Karten Im Vorverkauf sind zu haben: Kaufhaus des Wcutcns, Theaterkassen Uetz, Büro llurgstr. 26, Zlm. 9. Ockonomlscho Gesellschaft für das Land Israel. Am 21. d. M., abends 8<4 Uhr pünktlich, wird Im Logenhaus, Klclststr. 10 (roter Saal), Herr Leopold Loewcntlial da« Thema: „Die neue Jcwlsh ihre finanziell-wirtschaftliche sprechen. Anschließend Diskussion. Damen Oästc sind willkommen. über ____, und d e u t u n g" und Herren als AffeC " C y Freie Jüdische Volkshochschule Oberregierungsrat Ooslar beginnt seinen Vortragszyklus In der Freien Jüdisch cn Volksh ochschulc über: ,,Wcge zu Jüdischer Regeneration" (lndividuai- und Sexualethik. — Familie, Erziehung, Beruf. — Staats-, Wirtschafts-, Sozlalcthik) am Donnerstag, den 26. Mörz, >/»0 Uhr, Synagoge, Fasanenstraße. S.C. Hakonh. Am Sonntag, den 29. März veranstaltet der Sportklub Hnkoah Im Ocsellschoflshaus der Freunde, Potsdamer Str. 9, ein Kostümfest, das letzte In dieser Saison. Unsere Freunde und Gönner sind hiermit herzlichst eingeladen. Karten sind in der Geschäftsstelle, Hcidcstr. 14, und bei sämtlichen Mitgliedern erhältlich. Die. Oroßlogo für Deutschland VIII U. O.B.B, hat Stipendien In Hohe von je 1200 M. Jährlich ausgesetzt für zwei Studenten, die sich dem Rabbiner- oder Lehrerberuf widmen wollen. Das Stipendium kommt nur für junge Leute In Betracht, die mindestens zwei Semester absolviert haben. Derufarcssort des K. J. V. Palästinensischer Zahnarzt sucht für mindestens Va Jahr einen Vertreter, der gewillt Ist, in einer Kwuzah als Chawcr mitzuarbeiten. E. 15 "98. Wir bitten um Nachsvels von Vcrtrctcrstcllcn für praktische Acrztc. E. 15/96. Wir bitten dringend um Angahe von Vakanzen für erfahrene Kauflcute In Handel oder Industrie. E. 15/98. Bundesländer sucht Volontärstcllc In Kauf- oder Exporthaus. E. 15/99. Berliner Zahnarzt sucht Vertreter. E. 15/101. Meldungen unter Angabc der Nummer an das K.J.V., Berlin, Kurfürstcnstr. 150. Chemnitz. Am Dicnstac, den 17. d. M«s„ fand In den Räumen des Tivoli eine öffentliche Versammlung statt, In der Herr Dr. Klee über die Aulgaben der jüdischen Volksgcmclndc sprach. Seine Ausführungen hinterließen einen außerordentlich starken und nachhaltigen Eindruck. Anlaß zu diesem Referat gab die von einigen Intransigcnten Mitgliedern des Ocmcrndc-Vcrordiictcn-Kollcgiums ousgcgcbcnc Parole, die Qcmclmic In eine libiraic und orthodoxe zu teilen, wobei alle OstjuJen zwangsmäßig als orthodox inzusehen wären. Die Tcllunir sollte nicht boß die engeren Kultusangelcgcnhcllcn betreuen, sondern eine vollständige Scparlcrunff herbeiführen. Die Ausführungen Dr. Klees mußten ledern, der sich den Argumenten nicht absieht ich verschloß, die Unmöglichkeit und Schädlichkeit eines solchen Beginnens deutlich machen.;; , I •! , \ 1 . 'I , ' •« i.v;:;,'" 11 . •IV, 1 , 1 ' \rV •'; Ir , I t t / H. . . , ',1 r-, i V; : i t ' 1 ' ,!• V 0 1 •<.,'•'' ' 'i ' ,. 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