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Jüdische Rundschau · 1925-03-06 · Heft 19 (6.3.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 19 (6.3.1925)
Date
1925-03-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 174 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 10 der Oemeiudc ansscliollet. wahrend ein zweiter gerade das Gegenteil verlangt und ein dritter eine Kompromißlösung h la Hamburg sich zu ci'ccn macht. Wir müssen vor allem selbst wissen, wii wir wollen, bevor wir uns mit unseren Gegnern auseinandersetzen oder die Gleichgültigen überzeugen. Dringend notwendig ist aber auch, daß wir uns endlich darüber klar sind, daR der Außenstehende genau unterscheiden kann zwisciicn Volksparlei und Zionistischer Organisation bzw. ganz genau weiß, daß hinter der Volksparlcl die Zloulstcn (nicht zu verwechseln mit der Zionistischen Organisation) stehen, die aus dir mich wenigstens bis nun noch unverstandenen Gründen in der Oemeindepolitik nicht offen von der Zionistischen Organisation geführt werden. Ich habe im Wahlkampf die Wahrnehmung gemacht, daß die Befürchtung, als ob die Neutralen einer von der zionistischen Organisation geführten Oemeindepolitik nicht folgen würden, unzutreffend isL Wir hatten z. B. In Breslau den Beweis, daß einer rein zionistischen Liste (hier war keine volkspartcHiche Liste vorhanden) ein neutraler Handwerkerverein gefolgt ist, der in seinem Aufruf ausdrücklich feststellt» daß er nur zu den Zlonistcn Vertrauen hat. Aber auch in anderen Wahlkreisen sind die Wähler nicht der Fiktion der Volkspartcl, sondern den auf dieser Liste kandidierender» Zionlsten gefolgt. Wozu also neue „Walilparteicn" schaffen? Es sei denn, daß die offizielle Zionistische Organisation auch ■A'cllcrhin die Vcrontworlung für die Qenieiiidcpollllk auf einzelne Zionlsten abschieben will, um Im Hintergründe zu bleiben. Diese Taktik halte Ich jedoch für falsch und Zweck dieser Zeilen soll es sein, eine Klärung dieser Situation herbeizuführen. Eine Klärung sowohl in programmatischer wie auch taktischer Hinsicht. Es darf uns keinesfalls mehr der Vorwurf treffen, daß wir der jüdischen Oeffcntllehkcit gegenüber Versteckenspiel treiben. Das sind wir der Organisation, der /juten Sache, die wir vertreten, der jüdischen Oeffcntlichkeit schuldig. Diese Offenheit ist es, die uns die Neutralen gewinnen und uns Vertrauen schaffen kann, nicht nur In der Ocmclndctrbelt, sondern auch in der Aufbauarbeit für Ercz Israel. Die 3. Jahreskonferenz des deutschen „Bechalnz" Zu dem Bericht Uber die Eroffnwvgnslttung, den wir schon brachten, Ist über den Verlauf der am 2. Marz geschlossenen Tagung noch hinzuzufügen: Der Qcneralbcricht des Mcrlcas, den Dr. Ascher abgab, stellte fest, diB besonders auf dem Gebiete der Organisation und der Hachscharah im letzten Jahre erfolgreiche Arbeit ^eichtet wurde. Er wies darauf hin, das kulturelle und erzieherische Arbelt, die in diesem Jahre nicht genügend durchgeführt werden konnte, die wichtige Aufgabe des neuen Jahres sein würde. Nach dem Gencrulbcricht und der Generaldebatte, gab M. Schapiro einen Bericht über die Lage des Wclllicchaluz. Dann folgte das Referat über das „Wesen des Hcchaiuz", von Seh. Rudel, an das sich ein Korreferat von Hans Kaufmann und ein Bericht über die Bvau-Wclß- Werkstätten in Palästina von Dr. Werner Bloch .nuchloÖ. Die Debatte über diese Referate beschäftigte sich vor allein mit dem Problem der Stellung des deutschon Hcchaiuz zur Hlstadruth IhklallIh und den besonderen Aufgaben, die aus dieser Stellung für die Arbeit in Deutschland erwachsen. Nach Abschluß der Debatte wurde als Ergebnis ausführlicher Beratungen ein neues umfassendes Statut vorgelegt. Die Konferenz nahm dieses Statut, in dem die Verpflichtung JedesChaluz, Mitglied dcrtlistadruth zu werden und die Pflicht aller Gruppen des deutschen Hcchaiuz zu einheitlicher geschlossener Zusammenarbeit, ausgedrückt ist, an. Eine Resolution begrüßt die Absicht der Blau-WeitVöiindeslcitung, den Konflikt zwischen den Blau-Weiß-Werkstätten und der Hlstadruth zu einer befriedigenden Lösung zu bringen, eine weitere Resolution stellte fest, daß das Streben nach hündischer Siedlung durchaus mit den Prinzipien d.-a Hcchaiuz vereinbar und kein Kriterium der Zugehörigkeit zum Heehilua sein kann. In den neuen Mcrkas wurden gewühlt die Chawerim: Ascher, Bcyth, Lubinski, Erna Meverhclm, Nagler, Sandbank, Rudel. Aullsem.Usene AuSscIudtBnflrn Laut „Vorwärts" haben um 1. Mirr in Berlin la verschiedenen Stadtteilen nationalistischantisemitische Kundgebungen und Ausschreitungen stattgefunden. Am Bahnhof Fricdrichstraßc rempei:en gegen Mittag mehrere Mitglieder des national-revolutionären Mahraunschcn Jungdeutschcn-Ordens die Passanten aufs unverschämteste au. Die empörten Passanten wandten sich energheh gc?cn die uniformierten Burschen. Auch an mehreren anderen Stellen kam es zu Pöbclclcn der In Trupps anrückenden Nationalisten. Vor einer Autohnllc am Kaiserdamm hielten die Nationalisten einen Fcldgoltcsdicnst nh. Ein Zug von 1103 bis 1200 Hakenkrcuzlcrn zog vom Kurfürstendamm her geschlossen über die Straflc. Wüste, Hetz, und Schmältrufe schallten aus den . Reihen der Marschierenden. Man hörte ununterbrochen Rufe »Nieder mltderjudenrcpubli kl", „Hoch Hit- 5e'l"i „Juden rnusl". Des Publikums bemächtigte »Ich große Erregung. Die Hakenkreuzler drängten die Passanten jur Seite und sangen ihre Haß- und Hclzllcdcr. Am Wittenocrgplatz kam es zu erregten Szenen und teilweise zu Prügeleien. Die Soinlansrohe In Staate Michigan New York. (J.T.A.) Das Parlament des Staates Michigan behandelte am 19. Februar das Gesetz über die aonntngsnihe. Es wurde ein Zusatz zu dem Gesetz angenom neu, in welchem bestimmt wird, daß diejenigen Jüdischen Uwchäftslculc, die an den Sobbattagcn Ihre Geschäfte geschlossen halten, die Erlaubnis erhalten, dieselben am Sonnoffen zu halten. Siuolensky.Ccdtnkleler In Wien 4 Wlen- JJ'T.A.) Da« jüdische Wien besing am Sonnjag, den 22. Februar, den 40. Todestag Perez srooIe n t kys. «ra Hotel Kontinental fand eine vom Zionistischen Landes- Komitee veranstaltete öffentliche Feier statt, bei welcher der »r-isldcnt des Aktionskomitees, Oberrabbincr Dr.,Chajes, «r Präsident des Zionistischen Landeskomitees, Dr. Jacob fehri Ch, Schriftsteller Dr. DIesendrück und der Welten Df' N' M' °elbcr O^Mikreden auf Smolensky l v AnIaB dcr Smolensky-Feier erschien eine kleine neorilsche Gedenkschrift mit Beitragen jüdischer Schriftsteller. .. j Di,e Witw.< Pcr« Smolenskys lebt gegenwSrtig In Wien «nd nimmt aktiven Anteil an der zionistischen Frauenarbeit « Oesterreich. Berliner Kalender BSroi Dartlnar ZiooiaUioh* VaralnlguBa;, HarHn W IS, MatsakaatraSa 10 Talarboo, Dliouk HM-TO . i'»ata«h*«Vknalo No. IXOrt D«cUn NW 1 KananvarwaHun« <1rr I». Z T. Sonn»b«n<1, «tan 7. atllra oiwhmJitiig« UV«, Uhr D*tUa«# Mlarachl Grappa, In dar Bvn»*"«'" Adaaa tktlialora (PloUVar IUw) Oranmlloratr. r) Dfonoh« ilna Uurm HatiK tUrty U*r «Wi *n^8ll V>Hn PCHi? ,3iya ruioca *vw a** v?iaa rvnayn nw?^> o"n«a?v rwnav nwunn pt» #u:ch3 rwxn pmponn w nsw o?wa o mwin 10 ,^tfS"3,J,,ö ' .nisinpi onsio :ro»Tt .« .» "md tvnayn w*? dtp3 >td?p .n?yoi vit> onyon :no*»n "vno ' .OJP CD») Aei)n«H*n4, in 7. Man aban-la TTV W»br«l»'ti«f V«rtr»«ir»V1o» d*r IlaWaiaofcam (praebaaaaU ■■ BarUav, HI. Vortrag Im (>ttnnr>iita,l dar WiwiUMar-rian Varalntaroin f. DtralaaVtad. M»ln«lt»«tT. ift »«m h«»h»>», TTarr K. M. Jornfin^Vr nhnr- „SohrilliUllar mmi Laaar." TJnkMtaariaUraK Ton VI VI. anfwsr*«. Knr HctilUr dar HahrSlaaban Npraeb* »fhnU KlnlHH «rat. Mtltwooh. iftn V. »rur« —— JIM..aal, Praaaavaralal***« — Uma4 alaalal. Fravaa, In il"r ttnal>an«^lni'a, .Tnarh'maMialar fllrftO» /Im»«» Ift *—1\i ITiri Arl>all«ramaln*rria(t Tran T<cr»ari „Rall'Uaa Fragaa."?hi^m? no tna ni^K JIKIIn-rjar crlin»*»r»»n T. T.. R»«rllii CUaahaftafOhronda« A'nr.i»n'1«^"i"»1- »m^lairat Knr» nammartUlm OrrmawaM, TrIadHaKamhar Rtr. Ki v?^aa r»^3v^ ^ee p«a J tlakrSlaefca SaracVaadaU la tlarlla OC1II. Saaaalarl AnaVonft artalll dar ««hnDallar. "arr N. flararrfln T)lantl*K and allllwnali S Uhr »>taada In dar flnrtonhnla (Hr dl* Wl,<an»cha(l daa Jndanlnma ArlllUr<a«lraSa 14. I. Zlmmar 4 v:>n2 r?» n?*»"?2 b"^'? ^bo n»a .n Jndlaeha SaSat* Waat. Aaalronf« «Hallt dla "rhitlollarln. frSnlaln OSarlahrartn Ba»»v r.andan WoDtair. Clanafa» nod Donnarat*« 13-1 Uhr In dar Sohn!«. Faaanaoilr. TS/W ^•9^3 ^s» "n"«ii?3 rnys -\to »P'3 -nt JOdlaolia Solaala Oal, Aaaa-ojill artalll dla Pohullaltarln. CrSnlaln Bn.anna MebUoaial«, TnH*g »-I tTir. Pankow «70 t>?^33 Dn1?« »)J Jldlaoba kladarEBrlaa. I. Kordao i Tahdanlrkar Str. Mfl\ X OaUni Jab'nnalilalr. 91 a Naukellni WlBmannatr. 19 4. Wllmaradnrl. Ilallhrnnnar Hlr. 10 bal rannfakl TniHrh fanOar Hnnnahand nnl HoDnlact rnn 10—1 Ohr. v-".::j^'.,m.T":.:'yrrr "<HTM ftV'i-iyaw'P'l TJTT Ti WmmMz uos ücfcn-EiäjeiügSii! denkt daran, daß es von Eurer Arbeit am 8. März abhängt, ob 3/.i des KontinpciUs erreicht werden izzmzz^^ Dcinasklcruno oder Msskensclterz? Herr 0r. Max Maynr Unterricht skli in der Jüdisch- I iberalco Zeitung der Aufgabe, den Zionismus — noch vor Purim — zu „demaskieren". Kur« entschlossen, nimmt er Nr. 13 der „Jüdischen Rundschau" vor und beginnt sein Werk. Der erste Stein des Anstoßes ist ein Satz in dem Artikel von Gerhard H o l d h c J in, worin ßcsaßt wird, die ruver- IJssicc Basis des Kcren Majewod könnten allein die Zlonhten bilden. Dr. Mayer sieht darin eine Zurücksetzung der Nichtzionlsten („den Esclslrilt", wie er sich ausdrückt). Der angeführte Artikel wandte sich an Zionlsten, erinnerte sie on ihre Pflicht gegenüber dem Kercn Hajessod und sa^tc Ihnen, sie 6elcn vor allem verpflichtet, zu geben. Wenn die Zlonistcn nicht zahlen, wie könne man dann von Nlchtdonlstcn mehr Interesse verlangen? Dis, glauben wir, mußte gerade jedem NIclil/lrtniMcn einleuchten, drnn nichts llrgl niher, als daß ein Nichtzlonist, der um eine Spende angegangen wird, die Frage stellt, ob denn die Zionlsten selbst Ihre Pflicht erfüllt haben. Darin eine Brüsklcrung der Nichtzionistcu zu sehen, dazu bedarf ca scloon erheblicher parteipolitischer Verblendung oder aber völligen Unverständnisses des ganzen Zusammenhangs des Artikels. Wenn aber Herr Mayer für die Nichtztonlstcii dieselbe Rolle In Anspruch nimmt, die ifoldhcim den Ziouhtcn zudenkt, sind wir gcwlO wllauf einverstanden. Der zweite Fall ist der Aufsati wm Belllnson über die Kommunistcn-iuswcisuiig aus Erez-Isracl. Nun höhnt Herr Mayer, der Zionismus hat doch immer behauptet, drr Jüdische Staat in Palästina solle In Jeder Hinsicht vorbildlich werden. Aber nicht einmal in Deutschland hat ein Ocricht deutsche Kommunisten zur Landesverweisung verurteilt! Wie könne man also verlangen, daß deutsche Juden Ihre staatsrechtlichen Lebensbedingungen zu Gunsten einer solchen nationalen Heimstätte in Palästina aufgeben? — Daß des JüdischeOemciuwesen In Pal.lstina vorbildlich werden soll, müßte unsere« Erachtens jeder Nlcht/ionist, wenn er das Oanze nicht verändern kann, genau so wunschin wie ein Zlonlst, DaO die englische Regierung Kommunl.trn ausweist, hü wahrhaftig mit dieser idealen Forderung nichts zu tun. Beüiiison protestierte dagegen, ausgehend von der Annahme, daß jedem Juden ein natürliches Ifeinialirecht auf Ere/-lsracl zusteht, wenn er davon Gebrauch machen will. Herr Mayer schließt sich dem Protest an. Wo steckt also die Maske, wo die Dcrnasklcrung? Daß die deutschen Juden und besonders die bürgerlichen Kreise, deren Organ die Liberale Zeitung Ist, so kommunistenfreundllch sind, um aus diesem Grunde Palästina zu boykottieren, Ist eine neue Erfahrung. Wir glauben, daß es solcher Episoden und vielleicht noch viel schlimmerer, noch eine ganze Reihe geben wird, bevor die Jüdische Heimstätte aufgebaut Ist. / Dieselbe Nummer der „Jüdischen Rundschau" liefert Herrn Mayer noch einen dritten Treffer, den Vrlikel von Arlch Tartakower zur Frage der zlonlstlsdien Oaluthpolltik. Die Frage der Oaluthpob'tlk Ist seit zwanzig Jahren ein umstrittener Punkt der zionistischen Theorie und Praxis. Die Bemerkungen unseres Freundes Tartakower, der Diutschland gar nicht kennt, bezichen sich selbstverständlich auf jüdisches Leben überhaupt, da für uns Zionlsten dlo Judenfrage ein einheitliches UnK'crsalproblem ist. Tartakower XuDcrt fidne Ansicht, andere Ihre Ansteht, Daß Jede» Oaluthproßramm In seiner Durchführung den Bedingungen der Vt. schiedenen Lander angepaßt werden muß, ist eine lviml wahih:lt. Der Zionismus hat nic-mil* — auch während <j. Wahlen nicht — erklärt, auf das Oaluthjudenlum zu " ziehten, da noch für lange Zelt der Schwerpunkt der jüdisch/ I Kraft Im Oaluth Hegt. Auch Herr Mayer wird nicht so rv nV * schStrlg vom Oaluthjudcntum denken, daß er ihm /uirnii« für die Jüdische Renaissance nichts als Geld zu gehen r>' Ocld würde bald versiegen, wenn nicht d.is lebendige gelsi j! Interesse für dns erwachende Judentum da wSre. Unverstündilch bleibt das Wort Demaskierung, Hur Mayer scheint tatsächlich zu glauben, daß die Zronis'ten Iii» gesamte Tätigkeit vor dem 1. Februar auf die Wahlen ,u geschnitten haben und jetzt erst Ihr wahres Ocsicht reit-c, Hat sich doch ein Herr, gleichfalls In der Liberalen Ze-ituir sogar zu der Behauptung verstiegen, der Pfauch Dr. Vt{); manns In DjutschLind sei nur ein «lonlslbilu-s W-hlrr.an-.vrr gewesen. Wir schätzen die Bedeutung des P.eußiscHa Landesverbandes gewiß nicht gering ein, aber zu me ner. daß diese Sache im Mittelpunkt unseres Denkens »«cht u ij wir alles darauf zuschneiden, zeugt do:h von einer völlig,, Unkenntnis zionistischer Menlalität und zionistischen lntcrcMt< Die liberalen Herren können scheinbar nicht begreifen, ds5 wir an einem Werk arbeiten, das »war ungeheuer schwirrip und kompliziert Ist, mit deju es uns jedoch ernst Ist Dlt* kontinuierliche und organische TfitiRkelt lassen wir uns «Ihn durch prcirBIsehe Landeswahteii nicht stftren. Das Brs'.rebcn aber, überall Hintergedanken zu wittern und die harm'osesien Dinge zu verdrehen, um die GcsinnungsschwSrzc da Ander», denkenden nachzuweisen, wäre sehr traurig, wenn es nicht so humoristisch wäre. Undwlrlschill.vscliule Idr Midcheo la Nabalal Die Landwlrtsehaflvschule fßr M.ldchen in Nahalal, dt mit Beginn des oichstcn palnstincnsichen Wirtschaltsjihrei (Herbst 1925) eröffnet wird, sucht Lehrer für Obstbau, OemOsebau, Geflügel- und Bienenzucht, Viehzucht und Milchwirtschaft, Hauswirtschaft usw. Interessenten haben deichenhell, wahrend des Monats März, bei dem z. Zt. In Berlin w<Menden Mitglied des Kuratorium*, Herrn Fei Ix Rosenblftlh, Berlin W. 15, Pariser Straße 18a, (Telefon: Oliva 2102) nähere Informationen einzuholen. Paläsllnuludien an Semlaar Iflr Orlcr talische Sprach» zu Merlin An den arabischen IJiit.Triclit für Anfänger (vgl. „J. R.» Nr. 100 v. J.J srJiließt sieh eine arabische Pa7ä*tini- Klasse an, die von Prof. Kanipffmevcr geleitet wird Iiier werden die ll.irer an der Hand arabischer Texte in ik Gcgenwartsverhältnissc Palästinas und des arabischen Orient* eingeführt. Es wurden hier gelesen im Soininerscmester 1121 der arabische Text der Palästina-Verfassung, Im Wintersemester 1921/25 „Urkunden und Berichte zur Gegenwart.*- gcschlchtc des arabischen Orients". Diese letzteren, von Prot. Kampffmcyer ausgewählten interessanten Teste, sind in dem drinii.'ichst crschriiioiiden Bande der „Mittcilunci'ii des Seminars für orientalische Sprachen", Abt. II, gedruckt und werden In Sonderdrucken zu haben sein. Für das nächste Semester (Soinnicrscmcslcr 10J5) kündet Prof. Kainpfiineyer, neben Koran und den Vorlesungen der ägvptUchcn Kl.we, für Palästina an: Das Oesetz üher die Palestinc Jewish Colonlsatlon Association vom 7. April 1021 und andere neuere Oesetze. Interpretation der arabischen Texte Di Do 10-11. - Briefe und Urkunden aus dem Gebiet des Wirtschaftsleben» (Kauf-, Pachtverträge usw.), mit praktischen üebungen Fr 4-V — Wie wir hören, bestellt auch Aussicht, daß ein arabischer Lektor aus Palistina berufeu wird. Ebenso bemüht sich Prof. Kampffmcyer um den Ausbau der Palästina betreffenden literarischen Hilfsmittel der Bibliothek des Seminars. Von Interesse Ist auch, daß fn den ..Mlttciltrtgen" des Seminars vom nächsten Bande (1925) ah bibliographische Jahresberichte über Neuerscheinungen, die die Ger;enwarlRgesclilclite des Oriente betreffen, gebracht werden sollen. Innerhalb der Abt. II („Westasiatische Studien") wird hier Gelegenheit sein, auch neuere Palästina-Literatur eingehend zu würdigen Der Verband |Ullseher Slu^enlcaverelniauanea Die dritte Jahreskonferenz der ostjüdischen Studentenvereinigungen In Deutschland wurde dieser Tage beendet. Am dem Berichte geht hervor, daß In den deutschen Universitätsstädten der akademische und geselKchaftll.be Antisemitismus noch Immer sehr stark Ist Die Abwanderung jüdischer Studenten nach Italien und Frankreich schreitet fort. In manchen Universitätsstädten, wie z. B. In Königsberg, hat sich dadurch die Zahl der jüdischen Studenten beträchtlich vermindert. Der Verband hat sich hronders In jenen Städten stärker entwickelt, In denen sich die . ngarischen Numerus clausns Oplef konzentriert haben. Auch o<,rt, wo, wie z. B. In Berlin und Leipzig, ein besserer Kontakt *u der jüdischen Qcscllschalt besteht. ( Die Konferenz beschloß, de» Kontakt zu dein Wellverbünd der jüdischen Studentenschaft zu verstärken und zu den jüdischen Sludciitciiorganlsationea Im Ausland in engere kulturelle Beziehungen zu treten. Die Konferenz begrüßte mit Begeisterung die bevorstehende Cröffutirtfr der hebräischen Universität In Jerusalem, die lf Zukunft ein Zentruni jüdischer Wissenschaft sein wird; <iif Konferenz forderte, daß das Iudaistische Institut In Jerusalem sich nicht an dogmatisch-traditionelle Vorurteile binde, damit «Ich eine trete wissenschaftliche AibtU auch nuf dem GcV/.tt der. Jiidalstlsdicn Literatur und Ocschlchtc entwickeln könne. Im Sinne der Aufforderung des Wcltvcrbandcs bestimmte der deutsche Verband eine Summe von 50 Dollar als Bcitra? zum Geschenk der jüdischen Studentenschaft für die Jerusalemcr Universität am Taije Ihrer Eröffnung. Das o«' schenk wird durch die Abordnung des Wcltverbandes nach Jerusalem überbracht werden. Nacfi Referaten der Herren Knlcko und Potschter beschloß die Konferenz, eine Aktion zur Verstärkung der D-irlchnskasscn und zur Ausgestaltung der Studcntenkuchcn (mensae ««• demicae) einzuleiten. Hierauf hielt der Leiter des Arbeiterfürsorge-Amtes zu Berlin, Herr S. Rudel, einen Vortrag über die Arbeits- und Emigrationsfragen. Es wurd-: beschlossen, beim Arbtlterfürsorgc-Amt einen „akademische» Tisch" einzurichten. Die IQdlscb.cn Fiacblliige In England London. (J. T.A.) Während der stürmischen Premde.T debatte Im englischen Unterhaus am 13. Februar forderten die Oegner der Fremdenpolitik Sir Joynson Micks u. » auch die Befreiung der In den Häfen konzentrierten gestrandeten Emigranten und die Erlaubnis für sie, In England bleiben zu dürfen. Die Mehrheit des Parlaments entscfi"d Im Sinne des Innenministers Joynion Hicks geizen o" Verbleiben der Emigranten Im Lancle. r . : ■ sie» - . i nn :h- ' V«« 'M; ||0' J- ' '.' wA'1,',1', >:•..• no. :< i* ■ , ifi! l 5 ' sc: u- S,!|ih:^ Vc ' so t 1 , «ir -;v IM; | ' V*: ü "i de } , Di t;, , '" -i •t;- cf'i'y,- In,4. -i«-' WC »i sali«/ i. dir', ha," :■. de lt i' »° ,1'.'. no.l-;- f du;, V •,• fü,1 u\ 'i^l' >' <IC , 5 Wi; u, Iii* Sa •', Sc i <u,'; ', '*: ■'" - be ,' .■', er. i » de , - j. ■., Dv <K ■- Ju ' - Iiall}.» ,'.0'' ny-lM';: Ii 1 <-<\. , ■ V''.,V»4 1 w< ( ' t , fü'w' i ' . i n 1 f ' M M . de ,i -J - . I < M fO-i,i. 'II-,' Ix lo ,V m< , R'",;! Iis Ii '«.*'-. I ■X- B el V ' V . fc . If , L A i(. n H tl n V d a c «•.■■ «'! I V;; ■ .1 . h ±

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