Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 15 (20.2.1925)
- Date
- 1925-02-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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y " Seite 140 JUEDTSCHC RUNDSCHAU Nr. IS Die Vcrbandswablen Offizielle Resultate. Es liegt nunmehr das offizielle Resultat der tVahlcn zum Preußischen Landesverband jüdischer Ocineiudcn In den Kreisen vor. Das Resultat der Verteilung der Rest» itimmen auf die Landestufen der einzelnen Parteien wird In diesen Tagen bckantgcgcbcn werden. Wahlkreis 1 (Ost- und Wcslprcuricn}; Hier war ik Wahl durch Einheitsliste erledigt. De Liberalen verfilmen Ober 3 Sil'«", die Jüdische Volkspartci über einen Sit/. Zu- Aminen -I Sit/c. iWahütrels 2 (Oroß-Bc rlln): Eingetragene Wähler 132020. Oültigc Stimmen 4SM1. Davon erhielten Liberale 2102, Konservative 275?), Jüdische Volkspartei 14 401, Poale Zlon 1715. Religiöse Mlttclpartei I9D0. Die Wahlbeteiligung betrui' 3oJ»i>. Es waren 53 Sitze zu vergeben. Davon erhielten Liberale 2«, Konservative 3, Jüdische Volkspartci IG, Poale Zion I, Religiöse Mlttelpartci 5 Sit/c. Wahlkreis 3 (Brandenburg, Pommern, Grenzmark): Hier war die Wahl durch Einheitsliste erledigt. Die Liberalen erhielten 4, die Jüdische Volkspartci einen Sitz. Zusammen 5 Sit/c. Wahlkreis 4 (Breslau): Eingetragene Wähler 17070. Abfcgebenc Stimmen 10067. Davon erhielten Liberale <i)"X>, Koiiscivatlvc 'J07l, Jüdische Volkspartei 2200. Die Wahlbctciligitng betrug 5Q,>>. Es erhielten Liberale 6, Konservative 2, Volkspartci 2 Sit/.c. Zusammen 10 Sitze. Wahlkreis 5 (Schlesien): Eingetragene Wähler 10 230, abgegebene Stimmen "973, Wahlbeteiligung 77,0»;«. Es erhielten Liberale und Konservative 6225, Jüdische Volkspartei 17« Stimmen. Die Einheitsliste der Liberalen und Konscr» vjtivcu criang 5, die der Volkspartci einen Sitz. Zusammen 6 Sil/e. Wahlkreis 6 (Sachsen): Eingetragene Wühler 4381, gültige Stimmen 3151, davon Liberale 2012, Jüdische Volk!» parte! 1112. Liberale 1, Jüdische Volkspartci 1 Sitz. Zusammen 2 Sit/c. Wahlbeteiligung 72f>. Wahlkreis 7a (Hannover): Hier hat man sich auf eine Einheitsliste geeinigt. Das Resultat der Verteilung steht noch nicht endgültig fest. Auf die Liberalen entfallen 3, auf die Orthodoxen t, auf die Religiöse Mittclpartei ein Sit/. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, «Infi mich noch der Jüdischen Volkspartci ein Silz zufallen wird, Wahlkreis 7b (Schleswig-Ho Ist ein): Wahlberechtigte!2St, abgegebene Stimmen 800, Wahlbeteiligung 61.5"«. Es erhielten Liberale und Konservative (C.V.-Liste) 321, Jüdische Volkspartci 4S3 Stimmen. Die C.V..Liste errang einen, die Volkspartei einen Sitz. Wahlkreis 8 (Westfalen): Wahlberechtigte 12030, abgegebene Stimmen 0325, Wahlbeteiligung 71.6ft(«>. Es erhielten Liberale 7313. Konservative und Volkspartci 2160 Stimmen. Die Liberalen errangen 4, die Konservativen und die Volkspartei zus. einen Sitz. Zusammen 5 Sitze. Wahlkreis 9 (Frankfurt a. M.): Wahlberechtigte £2$r). abgegebene Stimmen 0130, Wahlbeteiligung 31,9»'». Es erhielten Liberale 5537, Einheitsliste der Konservativen, Volkspartci und Osljndcn 3121, Poale Zlon NW. Auf die liberalen entfallen ft, auf Einheitsliste der Konservativen, Volksparlei und Ostjiidcn 4 Sitze. Zusammen 10 Sitze. Wahlkreis 10 (Hessen-Nassau): Wahlberechtigt SSII. abgegebene Stimmen 5670. Wahlbeteiligung 66,5 Es et hielten Liberale und Konservative (C.V.-Liste) 3S13, Jüdische Volkspartei 031 Stimmen. Die C.-V.-Llste. errang 3, •lie Jüdische Volkspartci 1 Silz, zusammen 4 Sitze. Die Liste Marxhcimcr vereinigte auf sich 031 Stimmen, errang aber keinen Sitz. Sic ging eine Koalition mit der Jüdischen Volkspartci ein. Wahlkreis II (Köln): Wahlberechtigte 13 15«, abge- Rehme gültige Stimmen 5673, Wahlbeteiligung 42,2 «n. Es erhielten Liberale 3 061, Konservative und Volkspartci 2 410, Poale Zlon 172 Stimmen. Die Liberalen errangen 4, Konservative und Volkspartci 3 Sitze; zusammen 7 Sitze. Wahlkreis 12 (Rheinpro viuz): Abgegebene Stimmen 13016; davon erhielten Liberale 0451, Einheitsliste der Konservativen und der Volkspartci 3 S5S, Poale Zion 307 Stim.ucn. Auf die Liste der Liberalen entfielen 7, auf die der Konscrvallven und der Volkspartci 3 Sitze; zusammen 10 Sitze. Die LndestLslco Wie wir erfahren, hat die Zählung der Reststimmen per einzelnen Parteien ergeben, daß den Poale Zlon zu '"rem bei den Hauptwahlcn in Berlin errungenen Mandat "och ein zweites Mandat auf Orund der von ihnen eingereichten Landcsllstc zufällt. Der Spitzenkandidat «er Poale Zion nuf der Landeslistc ist Herr Alfred Berger, «fr nunmehr als gewählt erscheint. Die Reststimmen der übrigen Parteien haben für keine ein Mandat auf Oer Landcsllstc ergeben. Der Große Rat Die Wahlkrcisclnteilung für die ersten Wahlen zum uroficn Rat ist folgemlcrmaflcn festgesetzt worden; a) Berlin 10 Sitze, b) Breslau 2 Sitze, c) Frankfurt n. M. i Sitze, d) Köln, e) Ost- und Wcstpreurtcn, f) Brandenburg, ' oimncm und Clren/tuark, g) Oberschlesien und Schlesien, "> Hannover und Schleswig-Holstein, i) Westfalen, k) Rhein- ^ovtnz \ (Rcg.-Hczirk Düsseldorf, außer Essen). 0 Rhein- Pf0™* 2 (Reg.-Bcz. Köln, Koblenz, Trier, Aachen, Essen, Hohenzollcrn). m) Hessen-Nassau je 1 Sitz. Sachsen soll anhcimgcstcllt werden, sich darüber zu er- «wen, ob es Brandenburg oder Schlesien zugeteilt werden soll. J. n. WaflQcr r>"w Mit Jakob Wagner, dessen HinscheMeit bereits kurz gemeldet wurde, ist eine markante Persönlichkeit au* unseren Reihen dahingegangen. Mit einem überaus gründlichen und umfassenden Wissen vor allem auf jüdischem, aber mich auf allgemeinen Gebieten w.ir Wagner früh nus seiner Heimatstadt Altona nach Berlin gekommen. Schon damals, in der vorher/Ischen Zeit, stellte er sich in «Jen Dienst «Irr nationaljüdischen Suche und schloll sich der .,JiniK-Juda"-Organ!h.iti<>n an. Von da ab War er bis nu sein Lebensende ein tincruiüd» lieber Arbrilcr im Zionismus. Wie Keine (»allin, die Vorsitzende der Jüdisch-nationalen Fraucnvcreiuigung, übernahm er aucli unscheinbare Kleinarbeiten, wenn es die Sache erforderte. Wagners Zionismus war nicht äußerlich; er durchdrang sein ganzes Wesen, das Int historischen Judentum wurzelte. Es war rührend zu sehen, wie dieser Mann, der arm an materiellen Oütcrit war, in ständiger S.imnirlarbt it eine Bibliothek zusammenbrachte, die jedem jüdischen Bibliophilen weifen ihrer Reichhaltigkeit bekannt und von der manches Stfiek von beträchtlichem Werl ist; er hütete nie getreulich, tun sie später einmal der jüdischen Wissenschaft Ercz-tsraels zur Verfügung zu stellen. Und diese Bücher waren nicht ein Ausstellungsobjekt seinen Helms, sondern sie hatten einen sachkundigen und lernbegierigen Besitzer. War er nuf einzelnen Gebieten, wie auf dem des Knlcndcrwcscns eine bekannte Autorität, so hatte er Schüler, die auch Bibelkuwle und Ha lach* von ihm lernten. Das Beste lehrte er nicht didaktisch, rein stets gastliches Haus war es, das den Anziehungspunkt bildete und jeden, der einen Freitagabend, einen hzeder, einen 15. Schwat, irgendeinen jüdischen Festtag dort verleben durfte, in seinen Baun zwang und Wagners Judentum lieben lehrte. Wie ernst es Jakob Wagner mit seiner jüdischen Einstellung war, dafür spricht nicht nur, «laß er seine Ucbcrsicdlung nach Ilrez-Isrncl mit Energie betrieb, sondern vor allem auch, da» er seinen Söhnen eine Erziehung zuleil werden ließ und sie für Berufe vorbereitete, die sie für die praktische Arbeit im Lande schulten. Und so konnte er ck erleben, daß der eine von ihnen in einer k'wu/a in Pclach-Tikwah seinen Mann stellt und die Hachsclinrah des anderen so weit fortgeschritten ist, daß er schient Bruder bald wird folgeu können. So Ist eine harmonisch geschlossene jüdische Persönlichkeit von uns gegangen. Das jüdische Volk ist ärmer geworden, seit er uns fehlt. * im Trauerhause fand um Sonntag nachmittag wählend der Traticrworhe eine (icilcnkfcicr stall. Rabbiner Hr. Emil Lcvy zeichnete ein Bild der Persönlichkeit des Enlsclilafcncu und schilderte sein Wirken für Judentum und Zionismus, Lazarus Harth zeigte in einem hebräischen Nachruf die jüdische Eigenart Wagners auf, Dr. Aron Barth widmete namens der Zionistischen Vereinigung und des Mlsrachi dem Entschlafenen Worte des Oedcnkcns. L. B. Jobann KremenctaVy 75 Jahre all •Vm 15 Februar bering lug. Johann K t e m c n c t z k y seinen 75. Oeburtslag. Er gehörte /u jenen lünf Männern, die mit Theodor Her/1 an der Wiege des politischen Zionismus standen. Fr war von Mcr/J mit der Aufgabe betraut worden, den Jüdischen Nalionalfonds zu schaffen und hat sich dieser Aufgabe in gliin/ender Weise entledigt. Kroiucnctzky hat die über die ganze Welt sich erstreckende Organisation des- Keren KajemetJi ins Leben gerufen und den Aufschwung dieser fnstihition begründet. Krcnienct/ky hat in Jaffa (Palästina) eine Battcric-Fabrik errichtet und ist an den Silikat-Werken beteiligt. _ Die Frage der ßOromehsM In Polen W.-i rscltau. (J.T.A.) In der letzten Sitzung des polnischen Sejm richtete die Nationaldcmokratischc Fraktion an den Innenminister die Anfrage, ob es richtig sei, daß die Regierung den Juden in den Randgebieten die Erwerbung der Staatsbürgerschaft erleichtern wolle, wodurch für Polen die Ocfahr entsteht, daß eine halbe Million fremder Juden polnische Staatsbürger werden Der Innenminister antwortete, die Gerüchte seien nicht begründet. Der ganze Komplex der Fragen der Staatszugcliörigkeit zahlreicher Personen in den Randgebieten Polens befindet sich noch im Stadl tun der Untersuchung. Was die Intervention des jüdischen Natlonnlrats betrifft, so wird erklärt, daß sich kein jüdischer Nationalrat an die Regierung gewendet hat, da eine solche Institution offiziell nicht existiert. Für die Frage der StaatsangchSrigkeit von Juden interessieren sich nur wenige jüdische Sejm-Krci$c. _ Prcsscslimmcn Das zionistische Zenlralorgan „llaolarn"' beschädigt sich m dem Leitartikel der letzten Nummer mit der von uns bereits kritisierten überhand nehmenden Bodenspekulation ' Palästina. Dabei zitiert das Blatt den in der „jüdische Rundschau" erschienenen Autsatz von Adolt Böhm und erklärt, da» die Exekutive, die allerdings keine gesetzlichen Mittel zu ihrer Verfügung hat, sich bereits ernsthatt mit der Frage der m ergreifenden Maßnahmen beschäftigt. Ein ähnlicher Artikel erschien mich im englischen Zeutralorga „Tbc New Judacn", rrleichtiills au den Artikel Ado Böhms anknüpfend. -• Wir hoffen, bald zu hören, zu weichet Ergebnis die Beratungen der Exekutive gekommen sind. in Hie Wahlen In die Duztger lOdlstbe CetneUde ■ D'nzlg. (J.T.A.) Der Danzigcr Senat veröffentlicht I r,c. Vc'0'dnung, daß tfimtllchc im Freistaat lebenden | ) u d e n ohne Unterschied der Staatszugehörigkeit d a s W a Ii 1» l h,\C , ln der Jüdischen Ocmcinde Danzigs "äoen, insofern sie mindestens drei Jahre in dem Oe» * o et des Freistaates wohnen. Die Verwaltung der jüdischen x P«I?. c Da»/1?» fo"-«» n«n «He jüdischen Einwohner des l Ii. . auf« innerhalb 10 Tigcn sich In die« Wahllisten | "azutragen, lj wmmn^mttm^mm^m 1 f!^nir.iVJldo"nt DI' DawId Baurngardt, über dessen! 'l'hii fT* a" D"Iiner Universität wir bereits be» t leine iub.c"', .^lrd ^""»«"»u. den 21. d. M., 1 Uhr mittags, I ^VÄiiVÄ!c,unfir übcr Sp,n0M 10 dcr Aul1 Bei der Palästina-Regierung liefen Gesuche ein, die die Ausgabe einer neuen arabischen Zeitung in Jerusalem, „I Jifaf || Alant II Aslanti" (Vereinigung der inohaminc dänischen Welt), und chic Revue „Halm Arabi" (Die arabische Flagge) betreffen. ggrlinor_ Zionistisches Vereinigung Vortrag Kurt Blumenffeid ober: „Palästina - VJertt, zionistische Bewegung und deutsche Kultur" Mittwoch, don 25. Fobntar, abends fl'/» Uur in d«n SpiehsrusSlen, Sjileh«rastr. 8 e Lex Klnfubrong yna Oltsun «rwünsebt, UnkoitsnUltrag llk. 0A0 und 1.— >3<MS£ Die Mission Leo Molz.Ulns Ii Amerika Berlin. (J.T.A.) Drr Präsident der Jüdischen U'tit. ilfskonfcrcnz und des Komitees der jüdischen l)elej;ai;oncn .eo MotVkln, der einige Zeit in Berlin geweilt hat, bt«^ sicli am 15. Februar nach Pari», um von dort die Reise nach «teil Vereinigten Staaten anzutreten. Motzkin ist der Führeder Amerika-Abordnung drr Jüdischen Wcllltilfskonfcrent nn,j «Ich Finipralionsdirektoriuius. In einem Ocspra'cli mit den, . T. A.-Vt rlretcr ragte Motzkin, es sei seine besondere Mission in den Veieinigten Slanfcit, die führenden Org»nj. itioneu in der amerikanischen Judcnhcit dazu zu bewej.,, ich in dem Komitee der jüdischen Delegationen zu pJfi,' erlrclen zu lassen. Dadurch würde die.es Komitee, ai% mit dem Völkerbund und den anderen grofien internationalen Organisationen In ständiger Berührung steht und dessen Auf- <nhc rs ist, die jüdischen Rechte wahrzunehmen, insliMou. lere die Durchführung iler uticli den Juden gegenüber über, nnntmcncii Verptlicbluni'cn seitens verschiedener neuer SUjten zu fiherwochen, eine breitere Basis erhalten. hieine Nachrichten Das | tnuttthüro des Jüdischen Nationallonds zu Jerusalem teilte der Pal. Tel.-Agentur mit, daß die Spendciicingingc Im Monat Januar 102S 17.7« Pfund betragen. Im vergangenen lahre betrugen «lie Spenden für No v c m bc r, De zembc r n ii «I Januar insgesamt bloll 17.211 Pfund. Mr. E. S. Kndoorie aus Shanghai ist soeben auf <jfm Wcrc vuu London nach Palästina in Begleitung seiner /wn Söhne in Pari« eingetroffen. Mr. Kadooric wild rieh wahrend seines Aufenthaltes in Palästina <Icn Arbeiten für den Bau der K.Klooric-Garten Stadt widmen. Amtlich wird aus Moskau mitgeteilt, dad der bekannte Kommunist focef Uns c hIi cIi t zum stcllvcrtrclendeu Volkskommissar für Armee und Flotte ernannt worden ist. Uu. schlicht Ist in dein Städtchen Mlawa in Pole» von Jüdischen Litern geboren. Nunmehr hat auch Tcl-Nordatl (Stadtteil von Tcl-Awlw) elektrische Beleuchtung erhalten. Infolge eines lokalcu Streiks der l'iihrlciile vcrzilgertc sich die Verlegung des Lcitungnirlzes an einigen Stellen. Die meisten Lampen konnten bereits dieser Tage In elektrischem Licht erstrahlen. Kürzlich fand in Jerusalem die Landcsversammlmi;» der Po nie A gud.is Jtsrocl statt, an welcher aufler drr Jerttsaleiner Organisation acht Oruppcn der palästinensischen Agiul.ih-Arbrlter verti-tcn waren. Iran Felix Wnrbtirg in New York hat «ler IIada n sah, die «las (Icsuuillieitswerk In Palästina leitet, •jonft Dollar überwiesen und beabsichtigt, alljährlich einen gleichen lletraj' beizutragen. Unter Leitung des Ing. ehem. Sclialom wurde in Tel- A w i w eine Kuitstdüngcrfabrik eröffnet. In Tcl-Awiw wurden vom 1. bis 20. Januar gegen 100 Hau plane zwecks Bestätigung eingereicht Luit J.T.A. passierte der russische Dampfer „Nowo rossvisk" Konstantinnpcl. Ali Bord befanden sich 71 P.Uihtinjwandrrer, darunter 2i aus Riililand ausgewiesene Zioni«ten In Czernowitz. wurden neuerdings mehrere Luiservl Bürger ihrer llüigerschiftsrechte beraubt. Nur «lie \X*V>h! habenden sind in der Lage, die Kosten des Appclhtions Verfahrens zu tragen. Die am 1. April fn Paris stattfindende lnterii.itioii.il* Ausstellung der bildenden Künste wird eine Palästina-Abteilung einsehllcllen.!>ic I'alastina-Regieruiig eniannte am l t. l ebruar ein Komitee, welches" di* Palästina-Abteilung arrangieren r.oll. Lh'e soeben erschienene zweite Ton risten mitunter «let Jerusnleiner „Pa I est i n e Weckh"" — die erste er schien voriges Jahr — Ist recht bemerkenswert IXis reich illustriert über 100 S«:ilcn starke Heft behandelt in «ler Hauptsache die fortschrcitciulc Aufbauarbeit in Palästina. Den Sondcrgcbicten des Kercu I lajessod, des Jüdischen Nationalfomls, des liulcnbcrg-Wcrkes und der philautropischen Institutionell siml hesoudeie Absehuitle i»ewidinet. Li ider laf-t ein grnfler Teil «ler tihntngrupliischrn I<cpr«Kliiktioncii zinnlich vict zu wünschen übrig. Dr. Rosciihnum Im Wand llachluucli. Die Zionistisch- Palästina-Exekutive hat Herrn Dr. S. Rosen bannt, vormals Minister für Jüdische Angelegenheiten in Litauen, zu einem Ihrer Vertreter im Waad Ha cht* mich ernann'. In Kürze soll die Ernennung eines zweiten und, im L'iuvcrnehmen mit der Misrnchi-Orginisatioii. eines dritten Vertreters erfjjlgcu. (Der \Vaa<l llaehintteh ist die d.is Itcbräiseh" Schtilwerk in Palästina leitende Körperschaft, welche de' Zionistischen Organisation untersteht und am dein Budget den Kercn Ihjcssod jährlich 00 000 r. bczkhl.) Zionistischer Cruppcnverband Ißr Bayer« und Wörternberö l>r Zionistische Ontppenvcrband für Bayern ur.A Württemberg hält am 1. März d. J. seine diesjährige Tagung Im Motel „Bambcrgrr Hol" Jn Bamberg ab. Ilier/ii richten wir an sämtliche Zionisteit In unserem Bezirk um! den angrenzenden Gebieten die herzlichst Einladung. Der Vorsitzende, der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Herr Kurt Bill tu en f cid , wird der Tagung beiwohnen und am Abend vorher wahrscheinlich auch in einer ölfent Helten Versammlung sprechen. Nähre Auskünfte in be/us auf Unterkunft und Verpflegung erteilt das Sekretariat de1 Orttppcnverbandes für Bayern und Württemberg, Nürnberg rürfher Str. 87. Für die Tagung ist folgende Tagesordnung vorgesehen Sonntag vormittags: I, Palästinareferat und'Bericht über die zionistische Arbeit In Deutschland von Herrn K III tt nie n fehl. 2. Bericht und Aussprache über die Arbelt im Onipnctivcrband. ». Diverses. 4. Wahlen. — Sonuta;; nachmittags: Interne Beratungen. , Umlage der Berliner Zionistischen Vereinigung. Pif Finanzfcommisslon «ler B. Z. V. hat die Finanzlage geprüft und festgestellt, doli durch den äußerst schlechten Eingang der Beitrage und das dadurch verursachte Defizit die weitete Arbeit der B.Z.V. auf das schwerste gefährdet wird. Angesichts der dringenden Notlage sich« sich die Finanz- Kommission gezwungen, die sofortige Einziehung einer einmaligen Umlage von 1,75 M. von Jedem Mitglied der B.Z.V. per Nachnahme zu veranlassen. Fiitanzkontmlsslon der B.Z.V. Alfred Frank, Ocorg Eier, Hcrtn. Tumbowskf, Willy Prcifl, Hugo FrankcL Jüdische- Leihbibliothek. Unter dem Namen Ach«- Ewer ist in Berlin, l.ie-tzcnburgcr Slralle 8.t, eine jüdischhebräische Leihbibliothek eröffnet worden D« Bibliothek untlallt neben den älteren klassischen Werken i" hebräischer und jüdischer Sprache auch Werke der neueren Literatur. Die Leihgebühr beträgt monatlich 2M. Lehrer. Schüler und Angestellte jüdischer Institutionen zahlen monatlich nur 1,50 M. Dazu tritt der übliche Kautionsbetrar». De' Lcthbibliothcks-Katnlog der Achi-Ewcr gelangt In den nächstes Taccn zur Ausgabe,